Lieblingsort Schönbrunn im Frühsommer II [Wort] Baba

Vor einiger Zeit zeigte ich euch die erste Serie von meinem frühsommerlichen Spaziergang durch den Schlosspark. Als die gelben Rosen blühten. Die heutige Serie beinhaltet das saftige Grün, ein paar minimalistische Details und monochrome Momente eines herrlichen Tages Ende Mai, als man die ersten warmen Sonnenstrahlen in sich aufnahm und sich auf einen verheißungsvollen Sommer freute.

Seit diesem Spaziergang sind nun knappe drei Monate vergangen. Drei Monate voll schwankenden Temperaturen, voll Sonne, Wind und Regen, voll Stunden im Wasser, ersten Runden am Longboard, Kopfschmerzen, sausenden Ohren, langen Nächten, langen Tagen, voll von diesem Gefühl, dass während der Sommermonate, wenn der warme Wind einmal nicht spürbar ist, die Stadt stillsteht, die Zeit stillsteht.

Ich habe in diesem Sommer erstmals seit langem Ruhe gefunden, in mir. Ruhe und Energie.

Doch nun geht der Sommer mit rasanten Schritten seinem Ende zu und das, worüber ich mich sonst jedes Jahr wie ein kleines Kind freue, die Aussicht auf kürzere Tage, auf bunte Blätter, auf kalte Luft, die Dampfwolken aus dem Atem macht, macht mir ein klein wenig Angst.

Dennoch bleibt mir nichts anderes übrig, als ganz wienerisch zu sagen: „Baba Sommer, es war dieses Mal sehr schön mit dir.“

Danke für das Wort „Baba“ von Gerhard Henry.