Gesetz der Serie: Zeitzeugen (Erinnerung is nur a Reifenspur im Sand)

Dieses Thema begleitet mich nun auch schon eine Weile. Die Textzeile ist übrigens aus einem Fendrich-Song. Aus diesem großartigen Lied. Ich habe hier dasselbe Sujet, einmal mit dem Makro und einmal mit dem iPhone – nur aus Vergleichsinteresse (:

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Ich führe seit vielen Jahren relativ genau Kalender. Ich glaube, seit ich 14 oder 15 bin. Manchmal, wenn ich aufräume oder etwas suche, stolpere ich wieder über diese ‚Dokumente‘ meines Lebens. Ich blättere darin und hab meist genau soviel aufgeschrieben, dass ich mich noch erinnern kann, worum es ging, was ich damals dachte. Ich kann mich dank der vielen beschriebenen Seiten wieder hineinversetzen. Ob das gut ist mag fraglich sein, aber hin und wieder genieße ich so eine Reise in die Vergangenheit.

Darum kann ich mich auch absolut nicht dafür erwärmen, einen elektronischen Kalender zu führen. Ich habe zwar eine App dafür heruntergeladen, aber gerade mal einmal geöffnet, bewundert und wieder geschlossen. Ich lebe sehr nach dem Motti ‚wenn mein Kalender abstürzt hebe ich ihn auf‘. Ich empfinde Papier als die weitaus sicherere Art zu sichern als 10 externe Festplatten und 3 Synchronisationsprogramme. Das mag sich sehr unfortschrittlich anhören, aber diese kauzige Sichtweise gönne ich mir.