Wasserpark II oder Magic Monday Woche 24

Allem voran: danke für die guten Wünsche all jener, die am Donnerstag an mich gedacht haben! Ich hatte einen wunderschönen Geburtstag! Vermutlich den schönsten seit langem. Am Abend davor waren wir noch im Kino und haben uns „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ angesehen. Das war seit sehr, sehr langer Zeit (naja, wohl seit dem Hobbit 😉 ) wieder ein Blockbuster, der mich RICHTIG mitgerissen hat. Vom ersten war ich ja nicht so begeistert, aber der ist wirklich toll gelungen! Auf allen Ebenen. Dann waren wir noch in unserem Lieblingspub was trinken und haben lange über den Film diskutiert. In den Geburtstag bin ich ohne Weckerklingeln und mit Sonntagsfrühstück gestartet. Am Nachmittag sind wir eine Runde Riesenrad gefahren und haben endlich mal die Polaroid-Kamera ausprobiert. Abends war ich dann noch mit lieben Freunden essen – ein wunderbarer Ausklang eines wirklich schönen Tages!

Das aktuelle Thema ist meine allerletzte Herbstserie und enthält mein fotografisches Lieblingsthema!

gespiegelt/reflektiert

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Der zweite Begriff dieser Woche – reflektiert – hat ja gleichzeitig eine metaphorische Bedeutung: über etwas nachdenken. Gleichzeitig ist es wohl das Vokabel, das mich am stärksten prägt und mich „in einem Wort“ beschreibt. Ich kann nicht anders, wenn ich etwas tue, dann denke ich nicht nur danach drüber nach, sondern habe davor schon ewig viel Zeit damit verbracht, mir die Möglichkeit auszumalen (das macht mir auch Dinge wie Autofahren schwer, denn Impulsentscheidungen sind nicht das Meine).

Die meiste Zeit der letzten – mittlerweile – 27 Jahre meines Lebens (oder zumindest die Jahre, an die ich mich erinnern kann), hat sich mein Reflektieren darauf bezogen, was ich in Zukunft anders oder besser machen könnte, wie ich dahin komme, wo ich vielleicht hin will oder soll. Irgendwann kam jedoch der Punkt – einhergehend mit dem Ende meines zweiten Studiums und dem Beginn meines neuen Jobs – dass ich des Reflektierens auf diese Art und Weise müde wurde. Permanent und ununterbrochen seinen Weg in Frage zu stellen, sich Abzweigungen zu suchen, Energie darauf zu verwenden, Pläne B, C, D usw. offen zu halten – das schlaucht. Es schlaucht und es deprimiert auch gleichermaßen, da es notwendigerweise mit Unzufriedenheit einher geht. In Maßen ist diese Unzufriedenheit erforderlich, um nicht stehen zu bleiben. Aber nicht immer.

Als ich nun mein zweites Diplom in der Hand hielt und mit dem Job begann, der auch meiner Ausbildung entsprechend ausgeprägt war, habe ich – halb bewusst, halb unbewusst – die Entscheidung getroffen, dass diese Art des Reflektierens vorerst ein Ende haben sollte. Wenn man durchschnittlich rund ein Drittel seines Lebens am Buckel hat ist es wohl lang an der Zeit, den Weg, den man eingeschlagen hat, einmal mit vollem Herzen zu verfolgen und die ewige Hinterfragerei auf Pause zu schalten. Ziele haben – ja, aber Ziele entlang des Weges, den man zu gehen begonnen hat (und derer habe ich verflucht viele!).

Vielleicht ist es nicht der richtige Weg – dann werde ich es beizeiten merken und einen anderen einschlagen. Planen (wie ich es oft gerne würde) kann man sein Leben ohnehin nicht, zumindest nicht in der Intensität, in der es mich beruhigen würde. Darum ist es genau JETZT der richtige Zeitpunkt, die Energie einzig darauf zu verwenden, das Beste aus dem herauszuholen, was man hat, macht, kann, wofür man jahrelang gearbeitet hat – und sich bestmöglich einzurichten, zu erreichen, dass man in dem was man tut, glücklich wird. Die Faktoren stimmen – ganz grundsätzlich. Es ist die Zeit, das Ende der unbegrenzten Möglichkeiten zu akzeptieren und dafür die Vorzüge der begrenzten Unabhängigkeit zu genießen. Ohne Geldsorgen, ohne Verantwortung für andere Geschöpfe. Es ist die Zeit, JA zum Leben zu sagen und nicht mehr zu warten, wann dieses Leben denn nun beginnen wird.