Winter Wonderlight oder Magic Monday Thema 33

Bevor tatsächlich noch der Frühling Einzug hält, kommt der letzte Teil meiner Winterserie aus dem Dezember!

Diese Woche zeige ich euch zum Magic Monday eine Serie, die ich besonders mag, da ich schon mein ganzes Fotografieleben lang auf die Chance warte, eine derartige Szenerie vor die Linse zu bekommen. Deswegen versehe ich sie auch mit einem Thema, das mich an der Fotografie so sehr fasziniert. Ich hoffe jedoch, dass die Bilder bei euch gut aussehen. Ich hab sie auf meinem großen, schönen Bildschirm bearbeitet, am Laptop hingegen wirken sie fast unscharf…

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Diese Woche geht es wieder einmal um das Thema Zeit. Zeigt mir etwas zu dem Begriff

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Ich will Momentaufnahmen in ihrem eigentlichen Sinn sehen. Bilder, die nur in diesem Moment sind, wie sie sind. Ein Augenblinzeln, eine Bewegung, ein Lichtstrahl, ein Wassertropfen, eine Schattenformation, was auch immer das Bild zu einem festhaltenswerten Augenblick macht.

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Flüchtig ist die Zeit, das Leben, der Moment… ich habe mit euch letztens schon Gedanken zum Leben und dem Ende des Lebens in der Blogwelt geteilt. Das Thema beschäftigt mich schon lange und seither wieder stärker.

Wie wird es sein, wenn die Menschen, die jahrelang, vielleicht fast ein Leben lang, ein Blog geführt haben, Social Network Profile pflegten, auf einmal nicht mehr da sind? Wie wird es sein, wenn man irgendwann Websiten findet von Menschen, die bereits seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr auf dieser Welt sind? Möchte man sich auch an diesem Ort verabschieden, indem man irgendwo schriftlich seine Zugangsdaten festhält und jemanden im Fall des Falles darum bittet? Es fühlt sich seltsam an, durch alte Beiträge, Worte und Bilder von Menschen zu stöbern, die nicht mehr da sind. Es ist ein Stückchen Ich, das konserviert wird, in den ewigen Weiten des Internets. Es ist unwirklich und doch so nah. Es ist wie ein individueller, persönlicher Grabstein, wie ein Ort, an den jeder zur jeder Zeit gehen und dem ehemaligen Gegenüber in Gedanken nah sein kann.

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen über ein überlebendes Mädchen aus Utoja, das seiner besten Freundin, die bei dem Anschlag getötet wurde, nach wie vor SMS an ihre alte Nummer schreibt, die noch nicht abgemeldet wurde. Sie habe dadurch das Gefühl, dass sie mit ihr verbunden bliebe, es wäre ein bisschen, als bestünde noch die Möglichkeit, dass sie bald antwortet. Ein schöner Gedanke, irgendwie. Und doch eigenartig, dass das Internet bis zu einem gewissen Grad in ein paar Jahrzehnten auch ein großer, virtueller Friedhof sein wird.

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Ganz zum Abschluss: ich bin diese Woche inklusive dem Wochenende auswärts arbeiten, ihr werdet also von mir vorerst nicht so viel hören.