4000km USA: somewhere on the Road oder Magic Monday 48

Der Magic Monday geht nun wirklich in die letzten Züge – es ist dies das drittletzte Thema. Ich habe hier noch einmal eine Fotostrecke der Amerika-Reise gewählt, da die Bilder erst völlig unabhängig voneinander waren und sich dann irgendwie gefühlt zu einem Thema formiert haben

unendlich/endlos

Die Bilder sind immer mal wieder unterwegs entstanden – am Mono Lake, bei Bodie, auf der Route66 kurz vor der Einfahrt nach Seligman, irgendwo am Weg zum Hoover Dam zwischen Nevada und Arizona und im Erholungsgebiet Lake Mead. „Unendliche Weiten“ ist nicht umsonst ein Begriff, den man mit Amerika verbindet, vor allem mit dem Westen. Es ist etwas, an das man sich als Europäer, grade als Städter, der eine gewisse geschlossene Infrastruktur kennt, erstmal gewöhnen muss. Dann ist es jedoch einfach entspannend und angenehm und Orte zwischen den Orten eignen sich oftmals, um zur Ruhe zu kommen.

Langsam neigen sich die Reisebilder dem Ende zu, das Magic Monday-Projekt läuft aus und auch das 50f steht kurz vor dem Abschluss. Ein bisschen eigenartig, wenn dann alles auf einmal aus ist. Darum ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich darüber nachdenke, wo es denn nächstes Jahr hingehen könnte. Es gibt so viele Möglichkeiten! Etwas „ganz Großes“ (so wie dieses Jahr) scheidet eher aus, darum wird es wohl weder Oregon, noch Alaska, noch die Nationalparkroute. Auch die Schottland-Tour ist vermutlich zu aufwändig und benötigt ähnlich viel Zeit wie die Transatlantik-Touren.

Es bleiben aber immer noch mehrere Varianten in der engeren Auswahl: die beinahe nageliegendste wäre: Island. Das wollte ich eigentlich schon 2009 mit einer Freundin von mir machen, hat sich jedoch aus mehreren Gründen zerschlagen. Dann wäre es für letztes Jahr spruchreif gewesen – hier kam dann wieder der Job dazwischen. Also, vielleicht wird es Island? Steht ziemlich on top der must-see Liste! Aber will ich nicht vielleicht doch lieber mal in den Süden? Hier hätte ich auch wieder verschiedene Möglichkeiten: eine schöne Kroatien-Tour hätte ich herausgesucht, mit den Plitvicer Seen, die mich schon lange begeistern und ich würde endlich mal Dubrovnik sehen. Oder aber 2 kürzere Reisen: eine Woche Sorrent/Amalfiküste (Italien) und eine Woche Santorin – hier würde ich überhaupt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und gleich 2 Punkte der Liste abhaken! Auch reizvoll. So viele Möglichkeiten, so wenig Zeit!

Also suche ich. Und wie plane ich überhaupt meine Reisen? Vor dieser Herausforderung stand ich nach mehreren Jahren Kreuzfahren Anfang des Jahres und vielleicht stellt sich ja auch der eine oder andere von euch diese Frage und weiß nicht so genau, wie man sich am besten durch den Informationsdschungel schlägt. Denn nicht immer hat man von allem schon so eine genaue Vorstellung (und selbst wenn gibt es dazwischen viel zu klären). Es ist zum Beispiel immer schwierig für mich mit meinen endenwollenden Geografie-Kenntnissen machbare Routen herauszufinden. Zum Glück ist die Suchmaschine mein Freund und Helfer. Hier kann ich gut die Entfernungen berechnen und mir ein Bild über die Reihenfolge der Stopps und vielleicht sogar der Straßen machen. Aber die viel verzwicktere Frage: wie findet man denn heraus, wo man überall hinwill? Ich frage mich ja oft, wie Menschen Reisen geplant haben, bevor es das Internet gab. Mit Reiseführern und Reisebüros bin ich persönlich noch nie ganz warm geworden, da es schwierig ist, die persönlichen Wünsche und Anforderungen da hineinzupassen. Was bei der Suche nach den absoluten „Musts“ einen ersten guten Überblick gibt, sind Dienste wie getyourguide. Da findet man meist schon einmal wirkliche Hightlights und tolle Tipps für spezielle Ausflüge und Ziele in der Region, die man dann auch gleich buchen kann. Auch super sind Seiten, auf denen man schon fertige Rundreisen oder Bausteine findet, über die man sich näher informieren und dann selber selektieren kann (für Amerika fand ich zB die Seite erlebe-usa.de super; die Seite gibt es auch zB für Island). Meistens lässt sich dann ein ganz guter Überblick erstellen über die Dinge, die man auf jeden Fall sehen sollte und über kleinere und größere Abenteuer, die man erleben könnte. Für Unterkünfte (da ich nicht der große Spontani bin, der gern einfach ins Blaue fährt, kombiniere ich normalerweise booking und tripadvisor – ohne Kommentare und Kritiken buche ich (online) nämlich nichts!

Also was wird es werden? Segeln in Santorin? Essen im Sorrent? Wandern zwischen Feuer und Eis? Drückt mir die Daumen, dass etwas davon klappt!