Vor mittlerweile schon wieder einer Ewigkeit habe ich begonnen, unter meinem Fotorgafinnennamen ein Portfolio aufzubauen. Dafür war natürlich eine Sache wichtig: ein gewisser durchgängiger Bildstil. Ich hatte viel probiert und mich dann in etwas verliebt, das ich in meinen Presets „folk style“ genannt habe, da es ein bisschen in die Richtung des Folk Magazines geht. Meine Begeisterung für diesen Stil war (und ist) überschwänglich, sodass ich auch hier ein bisschen davon zeigen möchte. Manche von euch, die mir schon lange folgen, wird es vielleicht langweilen. Allen anderen zeige ich gerne eine Fotostrecke von meiner wichtigsten Reise, mit der ich begonnen habe, mein Leben und meinen Alltag, meine Gefühlswelt und Wahrnehmung umzukrempeln und zu begreifen, dass mein Leben mir gehört.

Vielleicht wissen ja einige von euch schon, dass Geduld nicht gerade mein zweiter Vorname ist. Dementsprechend ist das mit mir und der Bildbearbeitung auch so eine Sache. Bildbearbeitung gehört für mich dazu – wenn auch in Maßen. Klar würde ich das Endergebnis meiner Bilder manchmal gern perfekter sehen, aber um diese Fähigkeiten zu verbessern fehlt mir die Zeit – aber vor allem die Muße. Darum freue ich mich besonders, wenn mir seitens der genutzten Programme die Bearbeitung vereinfacht wird – wie mit der Funktion „Dunst entfernen“, die es jetzt anscheinend noch nicht allzu lang bei Lightroom (CC) gibt.

Zu allererst: Ihr seid toll! Danke für das ausführliche, sehr persönliche und positive Feedback auf mein Geplapper zu „warum wir auch über die Schattenseiten der Dinge bloggen sollten.“ ❤  Und: nachdem ich es ja im letzten Post schon angekündigt habe: bevor ich meine 5 Anti-Reisetipps verfasst habe, habe ich ganz eigentlich an etwas klassisch blogotypisch rosarotem geschrieben: auf shavethewales.net hab ich nämlich einen wunderbare Artikel gefunden – die persönlichen Reiseweltwunder. Soviel wie Caroline bin ich selbst nicht unterwegs, darum beschränke ich sie auch nicht auf ein Jahr, sondern allgemein auf die Dinge, die ich – seit ich etwas weiter in der Welt unterwegs bin – erleben durfte. Und beginne mit:

Die weißen Klippen von Dover

Angefixt durch die B/W-Challenge und Alex‘ Amerika in schwarz und weiß-Rubrik habe ich mir nochmal die Zeit genommen, und mich mal wieder durch die Fotos der Reise über den großen Teich geklickt. Manche von euch denken vielleicht „nicht schon wieder“. Sorry, guys, ich kann sie mir nicht oft genug ansehen. Jedenfalls, nach zeitlicher und räumlicher Distanz entdeckt man manchmal noch ein paar fotografische Stücke, die dem emotionalisierten Auge verborgen geblieben sind.

Ich kann es kaum glauben, wie lange es gedauert hat, bis wir hier auf der letzten Etappe unserer Reise angekommen sind – aber auch daran merke ich, wie viel wir in den 17 Tagen erleben durften. Das Fernweh ist zum Glück mittlerweile wieder etwas gemildert, die „Traumliste“ dafür um ein Vielfaches gewachsen. Jetzt aber – langer Rede, kurzer Sinn – genießt die pazifischen Eindrücke!

Nachdem die Fahrt über den Tioga Pass letztendlich nur den halben Tag gedauert hat und wir uns am anderen Ende des Nationalparks angekommen noch recht frisch und munter fühlten, beschlossen wir, die Geisterstadt Bodie noch an diesem Tag anzuhängen, da wir am nächsten Tag unsere erste Etappe Richtung Arizona vor uns hatten und lange im Auto sitzen mussten. Dies war eine sehr gute Entscheidung, denn der folgende Tag war anstrengend genug und so konnten wir am Nachmittag ohne Stress und Eile die verlassene Stadt erkunden.

Ganz kurz vornweg: das hier sind keine Echtzeit-Berichte. Meine Reise dauerte von 30. Mai bis 17. Juni, ich bin also bereits LEIDER seit einiger Zeit wieder in heimischen Gefilden unterwegs (nur zur Erklärung, weil es da anscheinend im letzten Post öfter ein Missverständnis gab…)

Nun aber zum eigentlichen Beitrag… am letzten Tag San Francisco besuchten wir also mein erstes ganz großes Highlight und das ausschlaggebende Objekt für diese Tour: die Golden Gate Bridge. Warum sie es mir so angetan hat kann ich auch nicht unbedingt sagen, es liegt vielleicht an der Imposanz, der Größe, der Farbe und der Kombination mit Wasser und Nebel… jedenfalls finde ich sie einfach wunderschön und der erste Blick auf das architektonische Konstrukt war einer der bewegendsten Momente der Reise – denn es war der Moment, in dem ich ganz bewusst spürte, dass der langjährige Traum genau in diesem Moment endlich in Erfüllung ging.

So meine Lieben, dies ist nun der erste Post zu meiner lang angekündigten Reise. Planmäßig werde ich die Beiträge in chronologischer Reihenfolge veröffentlichen (aber was geht schon nach Plan?). Also mal sehen.

Diese Reise war seit langem mein ganz großer Traum, begonnen mit der Gestaltung unseres Maturaballplakats im Jahr 2005, das als Motiv die Golden Gate Bridge bekam. Dann wurde es zu einer Idee für „nach dem Studium“, damals mit dem Herrn Punkt. Dieser Aspekt in meinem Leben hat sich verändert, der Traum von meinem eigenen Foto der Brücke aber war etwas, das ich immer stärker wahr werden lassen wollte. War ich früher nicht besonderes reiseaffin, hat sich irgendwann das Gefühl aus Udo Jürgens‘ „Ich war noch niemals in New York“ in meinem Herzen manifestiert und ich wusste, eines Tages muss ich diesen Wunsch in die Tat umsetzen (…also habe ich mir meine Reise beim Universum bestellt, aber dies ist eine andere Geschichte 🙂 ).