Winterspaziergang durch den Lainzer Tiergarten

Bevor (hoffentlich) endgültig der Frühling kommt, habe ich noch eine Bilderserie mit ein wenig Schnee für euch. Vor 2 Wochen war ich unterwegs mit dem 55-300mm, es muss ja auch mal ein wenig Abwechslung sein 😉

Auf unserem Spaziergang durch den Lainzer Tiergarten haben wir innerhalb von zwei Stunden einen gesamten Winter erlebt. Strahlenden Sonnenschein, der zum mit-offener-Jacke-wandern eingeladen hat bis den schlimmstvorstellbaren Schneesturm. Genial! Mittlerweile ist ja von dem Wintereinbruch nichts mehr zu bemerken, es riecht schon überall nach Frühling und die Knospen wagen sich langsam an die Oberfläche.

Letzte Woche habe ich euch die Frage gestellt, wie euer Umfeld mit eurem Hobby, dem Bloggen, umgeht. Ich habe absichtlich nicht verraten, warum mich das beschäftigt, weil ich ganz „unvoreingenommene“ Reaktionen lesen wollte. Ich bin echt beeindruckt, dass so viele von euch geschrieben haben, dass euer „reales“ Umfeld an eurem Blogleben teilnimmt. Bei mir ist das anders und das beschäftigt mich momentan deswegen, weil es doch ein Teil von mir ist, der mich schon die Hälfte meines Lebens begleitet und ein wenig losgelöst von meinem „realen“ Ich ist. Und weil es praktisch niemand kennt, der mich (wirklich?) kennt.

Meistens ist das ok, aber letzthin hat es mich ein wenig traurig gemacht, dass ich das mit niemandem teilen kann. Mein Freund hält sowieso nichts von jeglichen Aktivitäten, die sich im Web 2.0 abspielen – er kennt nichtmal meinen Nickname oder gar die Geschichte dazu und kann damit einfach gar nichts anfangen. Meine Freunde sehen sich zwar gerne meine Bilder auf Facebook an und von unerwarteten Ecken bekomme ich dann manchmal total schönes Lob dafür – was den Blog betrifft wissen viele gar nicht, was das eigentlich ist. Manchmal wäre es schön, Feedback und ein bisschen Input zu bekommen, aber logischerweise kann man von niemandem Interesse an etwas erwarten, womit er nichts anfangen kann. Trotzdem fühlt es sich manchmal wie mangelndes Interesse an mir als Person an.

Das ist manchmal seltsam. Es ist, als würden alle Menschen, die mir nahe stehen, einen Teil von mir nicht kennen. Manchmal neige ich auch zu Übertreibungen und dazu, Dingen zuviel Bedeutung beizumessen. Dennoch tauchen diese Gedanken immer mal wieder auf.