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Fotowalk im Oktober: Strukturen und Minimalismus in 1020 & [Wort]: Gefrickel

Am ersten Oktoberwochenende hatte ich die besondere Ehre, ein paar Blogger kennenzulernen und mit ihnen einen Fotowalk in Wien zu machen. Da jeder von ihnen schon zumindest einmal da war und damit die „must see“-Ecken bereits abgeklappert hatte, haben wir eine Tour ein bisschen abseits des typisch-touristischen gemacht.

Ein Hotspot war jedoch trotzdem dabei: der Prater. Weiter ging es dann durch den Augarten zum Donaukanal, von dort ins Café Schwarzenberg und schlussendlich vom Schwarzenbergplatz zum Karlsplatz.

Ich hatte aus Rückentragegründen und weil wir doch den ganzen Tag unterwegs waren nur die kleine Canon dabei, was für mich persönlich eine besondere Herausforderung darstellte, weil ich die meisten Ecken ja doch schon davor das eine oder andere Mal mit der Nikon erkundet habe und sie sich ein bisschen „ausgeknipst“ anfühlten. Allerdings hab ich bald gemerkt, dass sich der Fokus auf andere Dinge gerichtet hat und so dennoch in Summe drei neue Bilderserien entstehen konnten. Die erste, die ich euch zeige, trägt den Titel „Strukturen und Minimalismus in 1020“.


Riesenrad und Blumenrad sind immer  eine Herausforderung, man kann nicht daran vorbeigehen OHNE ein Foto zu machen, gleich aussehen wie alle anderen soll es natürlich trotzdem nicht. Allerdings glaubt man gar nicht, aus wievielen Blickwinkeln man vor allem das Wiener Wahrzeichen sieht und aus wievielen man es selbst doch noch nicht entdeckt hat.

Minimalismus in der Fotografie ist etwas, das mich persönlich fasziniert und bei anderen sehr anspricht, selber ist es aber schwer, das umzusetzen. Ein bisschen hab ich mich trotzdem dran versucht.

Und zum Abschluss: wer könnte an so einer Spiegelung, mit soviel Linien und Struktur schon vorbeigehen?

blog_fotowalk-strukturenundminimalismus9

Dieser Beitrag passt für mich im Übrigen gut zu dem Begriff, den mir Tobias zur Aktion „Nur ein Wort“ geschenkt hat. Als ich nämlich zum x-ten Mal an der Canon herumgefriemelt habe, sie mir erst wieder ans Gesicht gehalten habe, nur um durch den Minisucher nicht wirklich etwas zu sehen, an den immer wieder falschen Rädchen gedreht und mich über den für mich sehr eigenwilligen Fokus geärgert hab, bis schlussendlich ein Foto am Bildschirm dann doch mal so aussah wie in meinem Kopf, wurde ich an sein Dialektwort „Gefrickel“ erinnert. Tobias‘ Kommentar dazu:

Ich liebe diese mehr oder weniger dialektalen Nischenwörter; dieses bedeutet in etwa „Gebastel“, ist aber meinem Verständnis nach sympathischer, vielleicht weil Gefrickel noch einmal provisorischer ist als Gebastel.

In seinem Mail hat er mir auch gleich noch eine Duden-Beschreibung mitgeliefert:

Sich an einer relativ kleinteiligen Sache, die man verbessern, um- oder ausbauen möchte, handwerklich oder technisch betätigen

Also auch wenn es dank der gelegentlichen Zornesfalte möglicherweise nicht so ausgesehen hat, ich hatte Spaß bei dem Gefrickel an der Kamera, an den Bildern und natürlich auch: an der Bearbeitung. Und beim Fotowalk mit euch sowieso! ❤

66 comments on “Fotowalk im Oktober: Strukturen und Minimalismus in 1020 & [Wort]: Gefrickel

  1. an so eienr Spiegelung komme ich auch nicht vorbei.

  2. Wow das erste Foto mit der alten Geisterbahn gefällt mir besonders gut! So ein Bloggertreffen klingt cool, wer macht sowas bzw. wie kommt so was zustande *neugierigbin*? 😉

    • dankeschön 🙂 über das hab ich mich auch am meisten gefreut, weil so hab ich das riesenrad wirklich noch nicht fotografiert.
      also im endeffekt hat meistens einer die idee (in unserem fall war das markus) und schreibt dann leute an und hofft, dass sie zusagen. und dass letztendlich nicht alle wieder absagen 😉 so waren wir zu 5t. ich bin übrigens jederzeit für sowas zu haben 🙂

      • Oh das klingt ja nett. Ich glaub da wäre ich auch gern mal dabei 🙂

        • 🙂 wir könnten ja mal so ein wiener/umland bloggertreffen ins auge fassen. Mal sehen – Daniela (genussmitfernweh.de) möchte vielleicht während ihrem Uni-Semester in Kärnten nochmal nach Wien kommen, vielleicht könnten wir da ja gleich nochmal was verbinden. Du kannst ja auch mal überlegen, wenn du kennst und wer vielleicht Interesse hätte und ich hätt auch den einen oder anderen, den ich noch fragen könnte.

  3. Liebe Christina, ich freue mich an den minimalistischen Bildern – und als ich las, dass es hier auch ums „Gefrickel“ geht, dachte ich spontan: „Das ist ja in dem ersten Bild schon schön umgesetzt“ – für mich sieht die Bude auf der linken Seite (mit dem Kassa-Schild) schon sehr zusammengefrickelt aus… Kurzum: Ich finde, der Minimalismus ist dir in dieser Serie richtig gut gelungen!
    Übrigens: An der Kamera rumzufrickeln macht mich auch immer ganz kirre. Technik soll tun, was ich will, und damit basta.
    LG Tobias

    • Hallo Tobias, es freut mich sehr, dass du das Wort im Beitrag wiederfindest. Dein Begriff war für mich bisher die größte Herausforderung 🙂
      Und JA, das mit der Technik sehe ich genauso!

  4. Sehr stimmungsvolle Bilder. Ein Bloggertreffen klingt interessant.

    • dankeschön! ja, es war wirklich superlustig und superschön, mal mit Menschen, die man sonst nur vom Schreiben kennt, die eigene Stadt zu erleben!

  5. Klasse! Tolle Fotos! LG Annette

  6. Tolle Bilder! Das Riesenrad in allen Variationen gefällt mir besonders gut. Toll gesehen und in Szene gesetzt!!!
    Die Bilder kommen total gut so nah beieinander. Genau so würden sie sich an einer Wand sehr gut machen 😉

    • das freut mich 🙂 ich bin nie sicher, ob meine leser nicht schon riesenradgesättigt sind 😉 an einer Wand als Triptychon wären sie sicherlich irgendwie interessant, wenn sie genug Platz hätten. Dafür eignen sich Linien und Formen ja immer gut 🙂

      • Ach, ich finde, soooo viele Riesenradbilder postest du doch jetzt auch nicht … 😉 Aber vielleicht bin ich noch nicht lange genug dabei 😀
        Auf meiner Festpallte schlummert auch noch eins, ich will es schon seit Monaten unterbringen, aber offenbar ist der ‚richtige‘ Moment noch nicht da. Kommt. Ich mag das.
        Und deine Bilder sind so fein, die Strukturen erscheinen fast ‚zart‘, das ist schön.

        • 😉 nein, sooo viele nicht. aber ich hab vorhin geschaut, 8 beiträge oder so gibt es schon, wo das riesenrad irgendwie vorkommt. allerdings – auch das hab ich grade geprüft – nie aus dem ganz selben blickwinkel und immer in einer anderen bearbeitung. immerhin 😉
          ja, das kenne ich. manche objekte brauchen eben ihre zeit. aber wenn der moment dann mal gekommen ist freu ich mich jedenfalls! ich hoffe, ich verpass es nicht 🙂
          ja, gell. das finde ich auch spannend. dass so eine riesige konstruktion fast dünn, schmal und fein wirken kann.

          • Ich hab mal irgendwo ein Buch oder irgendwas gesehen, da hat jemand jede Woche dieselbe Bank fotografiert. War irgendwie cool, sollte man gar nicht meinen 😉
            Mein einziges, aber ich glaub vorzeigbares Riesenradbild braucht noch eine entsprechende Begleitung 😀 Deshalb … mal sehen, aber irgendwann und du bekommst es sicher mit, fleißige Blogleserin, die du bist. LG

            • oh ja, sowas ist definitiv cool. also es gab da ja mal dieses zwölf20xy projekt von jana mänz, da hab ich auch 2 jahre lang mitgemacht und einmal im monat ein (oder eher einmal 2, einmal 5 ^.^) motive fotografiert. sowas ist schon cool.
              nagut, dann warte ich mal ab und hoffe, dass es bald begleitung findet 😉

  7. unglaublich beeindruckende Bilder – das Gebastel hat sich gelohnt!!

    • das freut mich zu hören 🙂 zwischendrin war ich ganz schön frustriert, weil ich gemerkt hab, dass ich mit der großen noch ganz andere Sachen machen könnte. Aber hin und wieder ist es sogar spannend, sich technisch einzuschränken und zu schauen, was dabei rauskommt.

  8. Das Foto mit Riesenrad von unten mit dem dunklen Himmel dahinter, ganz, ganz toll, Christina !! Ich bin begeistert !! Die Ausschnitte und Kompositionen der minimalistischen Fotos sind auch ein Traum!! (und ich neige normalerweise nicht zu enthusiastischen Kommentaren)

    • dankeschön ❤ ja, das weiß ich, drum freue ich mich besonders. vor allem weil ich unsicher war, ob mein blog noch nicht riesenradüberladen ist 😉

  9. Und jetzt ärgert es mich noch mehr, dass ich ausgerechnet an diesem Wochenende krank sein musste -.-

  10. Blöd, wenn man schneller abdrückt, als man überhaupt geschrieben hat …
    Deine Bilder vom Fotowalk sind wie immer wunderschön geworden! Ich habe mich sofort an meinen Wien-Kurztrip von 2011 erinnert. Am Riesenrad kommt man nur schwerlich vorbei 😉 aber aus diesen Blickwinkeln habe ich es noch nie gesehen. Toll!!! ❤ Liebe Grüße, Karina

    • ich war so frei und hab den halbsatz davor gelöscht 😉 es freut mich, dass ich ein paar neue sichtweisen gefunden hab und es nicht schon fürchterlich langweilig geworden ist 🙂

  11. Ich muss schon sagen: eine sehr hübsche Bildauswahl! Meine Motive sehen ähnlich, aber anders aus 😀
    Ich war gerade auch am überlegen, ob ich zu jedem Fotostop einen kurzen Beitrag tipperl, also angefangen mit dem Prater, dann Augarten, etc. Yes oder no?
    Die Fotos werd ich mir jetzt vorm Schlafen auf jeden Fall noch ansehen! 🙂
    Ich hoffe, du genießt die Komplimente zu deinen Bildern! 🙂

    • dankeschön ❤ hach du spannst mich auf die folter! ich wäre übrigens sehr dafür, zu jedem stopp etwas zu schreiben. wäre doch sehr neugierig, wie ihr die tour so wahrgenommen habt! also definitiv: YES!
      natürlich. ich genieße die komplimente immer 😀

      • So, die Nummer 1 hast du ja gerade gesehen, ich musste mich allen ernstes durch Google Maps hüpfen lassen um die richtigen Adressen zu suchen 😀

        Mal sehen, wozu ich mich dann überwinden kann. Einen Beitrag über das Kaffeehaus habe ich schon zur Hälfte fertig, aber der kommt später, hab ich beschlossen 😉

        • 😀 das versteh ich. ich nehme mir das ja auch immer vor (zB heuer bei spanien), bin dann aber letztendlich irgendwie immer zu faul und zeige die bilder halt so ^.^
          oooh auf den wäre ich aber besonders neugierig 🙂

          • Es war auch echt anstrengend, weil es gefühlt 10 Filialen von Aida gibt und nicht jede ein Foto auf Google Maps hat 😀 Na ja 🙂 Ich hoffe, dir gefällt das nächste Thema im übrigen. Es wird S/W – Fotografie 😀 mehr siehst du dann morgen 😉

  12. Liebe Paleica,

    Gefrickel – witzig, ein Wort, das hier im Rheinland durchaus benutzt wird 🙂

    Deine Bilder sind so schön, ich mag diesen Sepia Touch. Auch die Häuserfronten mit der Spiegelung…. hattest du nicht mal gesagt, du hättest Schwierigkeiten mit Architektur. Das glaube ich ja eher nicht, wenn ich dein Foto sehe ; )

    Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit beim Foto-Blogger-Treffen, ich mag solche Treffen ja sehr.

    Liebe Grüße, Bee

    • sehr lustig 🙂 ich hab es ja davor überhaupt noch nie gehört. aber man muss schon sagen, es ist ein recht lautmalerisches wort, man kann sich doch ganz gut etwas drunter vorstellen.
      hihi danke 🙂 aber ja, spiegelungen sind was eigenes. mit häuserfronten, hochhäusern und fassaden tu ich mir durchaus schwer. aber das war einfach so aufdringlich, man konnte nicht anders 😀
      ja, es war ganz wunderbar. ich finde es ja auch immer superschön, onlinefreunde real kennen zu lernen.

  13. Es gibt Motive, die man nicht oft genug fotografieren kann: „Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen“ (P. Picasso)

    • was für ein wunderbares zitat, danke dafür. und danke auch für deine lieben worte und ein großes hallo hier an dieser stelle 🙂

  14. Ach ja, schöööön wars! Und ich bin begeistert von Deinen Bildern und den Blickwinkeln… Immer spannend wenn man sieht was da so rumkommt wenn man die selben Motive vor sich hat. Ich brauch noch ein bissl für meine Bilder 😉
    Aber die Spiegelung hab ich exakt so auch fotografiert. Da musste ich dann doch kurz schmunzeln 😉 Danke fürs Stadtführer spielen… Es war ein toller Tag!!!

    • jaaa ich weiß. und ich bin doch schon so neugierig. ich hab mich extra beeilt und alles noch am sonntag bearbeitet ^.^
      ich hab eh gesehen, dass du sie auch fotografiert hast. aber da konnte man einfach nicht dran vorbei 🙂
      bitte gern. ja, war sehr schön.

  15. super schön, liebe Paleica, wünsche einen guten Tag

  16. An dieser Stelle gleich vorweg noch einmal ein riesengroßes Dankeschön für diesen Tag. Mir hat’s total viel Spaß gemacht und ich fand es auch äußerst inspirierend in einer Gruppe zu fotografieren und obendrein spannende Menschen kennen zu lernen die man irgendwie schon ein bisschen kennt aber irgendwie auch gar nicht 🙂

    Noch schöner ist dann natürlich so ein hübscher Beitrag. Man kann sich die Momente vor Augen rufen, alles zuordnen und noch einmal Revue passieren lassen, wo wir überall waren. Es ist immer spannend zu sehen, wie die selben Orte immer wieder anders erscheinen.

    Danke, danke, danke für die tolle Zeit. Es war mir eine riesengroße Ehre ❤

    • oh danke meine liebe ❤ es hat mich wirklich gefreut, dich kennenzulernen und es hat mir total viel spaß gemacht, euch mit unnützem wissen zu bombardieren 😀 ich fands auch super, man merkt schon, dass man in einer gruppe mit anderen fotografiefreunden irgendwie leichter die ruhe findet, sich einem motiv zu widmen, als wenn man sonst oft nur so zwischen tür und angel mitnimmt was man sieht.
      ich hoffe jedenfalls inständig, dass dies nicht das letzte treffen dieser art war ❤

  17. Ich mag den Minimalismus in der Fotografie auch sehr. Das ist der Grund weshalb ich selbst bei Städtetouren immer das 300 drauf habe, es räumt so wunderbar auf und zeigt nur das Wesentliche.
    Gruß
    Oli

    • das ist natürlich auch eine option. mit dem tele hab ich mich allgemein noch nciht so angefreundet. wie ich es eh geschrieben hab – so gut mir minimalismus bei anderen gefällt, mir fällt das gar nicht so leicht.

  18. Das mit dem Riesenrad ging mir ganz genauso. Egal von wo, ich musste unbedingt noch ein Foto machen. Am Ende hatte ich dann viel zu viele. 😉

    Herzlich
    Anna

  19. Seit ich in Wien bin schaffe ich es so 2 bis 3 Mal im Jahr in den Prater – und jedes Mal entdeckt man wieder etwas neues – oder hat neue Blickwinkel entdeckt und altes schaut auf einmal neu aus.

    Ich bin übrigens ganz froh, dass du an deiner „kleinen“ Kamera auch rumfrickelst, mir gehts mit meiner Sony genauso. 😀

    • das beruhigt mich jetzt aber auch. ich hab das gefühl, alle kommen mit ihren kleinen total gut zurecht, nur ich mit der canon nicht ^.^
      dann wäre es sicherlich mal wieder zeit für den prater und neue blickwinkel, oder? 😉

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