Fotografie Gedanken Neuerscheinung Wien

Lieblingsort im Herbst: in Sisis Garten

Im Moment fehlen mir irgendwie die Worte. So, wie ich sie letzten Jänner wiedergefunden habe (oder sie mich), sind sie jetzt irgendwie einfach weg. Ich sitze vor den derzeit 26 Entwürfen und finde einfach nicht den richtigen Zugang, die Bilder verbal zu untermalen. Ich habe noch Spanien, Budapest, Venedig und Irland, mehr Schönbrunn und Wien und überhaupt. So viel Schönes und irgendwie ist es grade das, was mich hemmt.

Nicht, weil ich euch nichts Schönes zeigen will. Aber weil es um mich herum immer noch ein wenig düster ist und das Bunte, Farbenfrohe grade nicht von Herzen kommt und sich aufgesetzt anfühlt.

2016 hat sich bisher nicht so richtig mit Ruhm bekleckert. Abgesehen von meinem Trommelfellriss und meiner Nebenhöhlenentzündung gab es in meinem direkten Umfeld schon eine Glaskörperablösung im Auge, Feuchtblattern und eine Wurzelbehandlung. Außerdem hat dieses Jahr mit dem 6er am Ende für mich sowieso einen schweren Start und mit Urmisstrauen zu kämpfen, das durch das letzte 6er Jahr begründet ist.

Ich mag ohnehin keine Jahre mit geraden Zahlen und dieses ist mir besonders unheimlich. Mein größter Verlust jährt sich zum 10. Mal. Die große böse 3 steht ins Haus. Ich habe mich Ende letzten Jahres auf ein bisschen Düsternis eingelassen. Ich hatte sie ganz am Ende letzten Jahres fast überwunden. Und jetzt hält sie mich wieder eng umschlungen. Mir fehlen gerade Kraft, Antrieb und Motivation auf eine Weise, die ich beinahe schon vergessen hatte. Mir sitzt eine diffuse Angst im Nacken, im Magen. Eine Angst, die ich nicht wirklich ausmachen kann und die mich das Leben ein wenig von der Ferne beobachten lässt. Ich weiß, dass es an mir liegt, tief durchzuatmen und mir zu sagen „Gemmas an.“ Ich weiß, dass der Tag kommen wird, an dem ich die Kraft in mir wieder spüre und den Willen, das Schöne zu sehen, stark zu sein, das Leben einzuatmen. Ich weiß nur, dass ich grade noch ein bisschen Zeit brauche. Dass ich mich wohl und sicher fühle in der Dämmerung und dass mich das Licht gerade verbrennen würde.

94 comments on “Lieblingsort im Herbst: in Sisis Garten

  1. Der Text passt zu Sisi zu der Zeit, als es bei ihr wohl auch eher düster war.
    Ich habe größten Respekt, wie offen Du davon erzählen kannst – ohne dass Worte fehlen, ganz im Gegenteil. Du kannst dies dunklere in Worts fassen und Dir von der Seele schreiben! Das ist schon ein großes Stück „gemmas an“ – mach Dir keinen Druck, es möglichst schnell zu überwinden. Alles braucht seine Zeit – alles hat seine Zeit!
    Und wenn es Dir langsam wieder besser wird, dann gib doch diesem Jahr zumindest eine Chance, trotz geradem Jahr, noch ein ganz tolles zu werden. Mir geht es jeden November ähnlich. Mut zum Positiven!
    …und die drei ist eigentlich echt cool! Diesen Geburtstag habe ich so heftig gefeiert wie keinen. Es bleibt in Erinnerung – und auch mit der bösen drei vorne geht noch so richtig was 😉
    Fühl Dich lieb gegrüßt und gib Dir selbst Zeit – Du packst das!

    • ja, schönbrunn hat wohl auch schon einige düstere zeiten und seelen gesehen und in kombination mit dem licht fand ich das dann doch passend…
      danke für deinen kommentar und deine lieben worte. das schreiben hilft mir definitiv und auch das gelesen werden und die worte dazu, die mitfühlenden und die verstehenden und die menschen, die diese phasen kennen.
      der november ist bei mir übrigens auch immer sehr heikel und da ist das ganze heuer auch losgegangen. irgendwie hab ich einfach grad soviel gefühlten abschied in all meinen zellen, vermutlich werde ich das irgendwo schaffen müssen abzuschütteln…

      • Ach abschütteln… wenn man das so schnell kann, ist es doch meist eher ein verdrängen als ein wirkliches abschütteln. Und muss man denn abschütteln? Schmerz und Trauer zulassen, durchleben und dann alles verarbeiten ist zwar erstmal ein schwerer und längerer Weg, aber er führt zu Gesundung. Verdrängtes holt einen wieder ein. Trauer zulassen, sich von ihr nicht auffressen lassen, nicht darin untergehen, nur mal abtauchen… nicht leicht, aber erstrebenswert!
        All diese Abschiede machen das „älter werden“ auch nicht gerade leichter, denn es kommt mit dem zunehmenden Alter, dass die Abschiede mehr werden. Hier gilt es, nicht all die „Herzlich Willkommen in meinem Leben“ zu vergessen.
        Doch so lange Du Deine Gefühle so wunderbar in Worte fassen kannst, mache ich mir da keine Sorgen, dass Du das nicht gut verarbeitest bekommst und überwinden wirst!
        Ich schicke Dir ganz viel Kraft – und MUT!

        • da hast du sicherlich recht. verdrängen ist in dem sinn sowieso nicht meine art, davon halte ich eh nix. aber manchmal überschreitet man dennoch die grenze zwischen sich dem gefühl hingeben und darin versinken. man muss aufpassen, dass man nicht so tief hineinrutscht, dass das rauskommen wirklich schwierig wird. irgendwann ist es eine entscheidung für die „dunkle seite“ und die will ich nicht treffen. bisher habe ich es aber zum glück immer geschafft, noch rechtzeitig abzubiegen. danke für deine lieben worte!!

  2. Weißt Du, die Unfähigkeit, „Gemmas an“ zu sagen, immer wieder zurück zu rutschen, Angst davor zu entwickeln, mit einem Stempel auf der Stirn (oder zu hohen Ansprüchen) herumzulaufen, das kenne ich auch. Und wie. Es gibt verschiedene Namen dafür, aber die sind eigentlich zweitrangig. Ich finde es wichtig, sagen zu können: Ich hab keine Worte. Wer traut sich das schon. Ich frage mich immer wieder mal, wem ich eigentlich fehlen würde – neulich hatte ich Geburtstag und da kamen die Glückwünsche von überall her. Immerhin.
    Und was die Zahlen in den Jahren angeht: Ich bin jetzt so alt, wie meine Mutter war, als sie starb (also viel zu früh). Zunächst ist das nicht mehr als ein zufälliges Zusammenfallen von Zahlen. Ich wünsche mir (und Dir), so viel Kraft und Lebensmut aufbieten zu können, „all das“ positiv zu sehen. Wie? Vielleicht so: Manchmal denke ich, dass, was Du beschreibst (und, wie gesagt, mir geht es oft auch so), merken Viele gar nicht mehr. Sie drängen es weg, ignorieren. Mir sind die Leute, die das zulassen, tausendmal lieber.

    • du hast bestimmt recht, dass viele menschen derlei gedanken gar nicht zulassen. ich kann schwer abschätzen, wieviele sie fühlen aber wieviele nie gelernt oder früh verlernt haben, ihren empfindungen nah zu sein. woher die angst kommt, zu sagen „es geht mir nicht gut“. oft habe ich das gefühl, alle um mich herum strahlen, aber bei vielen ist es vermutlich nur ein mechanismus nach außen.

  3. Das sind wunderschöne Bilder! Granz großartig. Liebe Grüße.

  4. Frau Doktor

    Irgendwie sehe ich mich voll und ganz hinter den Worten von Schnuppismama. Ich bin froh, das ich diese Ängste abwerfen könnte, das ich immer Menschen um mich habe, die mich auffangen, wenn es doch mal über mich kommt.
    Deine Poesie, Deine Worten werden es schaffen die dunklen Wolken zu verdrängen, es gibt nicht nur Bunt, Schwarz oder Weiß gehört dazu. Heute scheint hier die Sonne und der Schnee macht den Tag auch hell und freundlich. Das wünsche ich Dir auch, dann geht vieles leichter.
    Liebe Grüße

    • oh das ist gut. das schlimmste an diesen phasen wäre wohl, wirklich allein zu sein. dann ist es sicherlich mit übermenschlichen kräften verbunden, sich da wieder rauszuarbeiten.
      danke für deine lieben worte. ich kenne diese phasen ja und ich weiß, dass sie vergehen. ich weiß nur auch, dass ich sie dazu nicht zwingen kann. die veränderung muss von innen heraus kommen. und das wird sie.

  5. Ich kann die fehlende Power echt aus Deinen Worten heraus spüren. Und vor ein paar Minuten hab ich selbst noch (ohne das ich Deinen Text gelesen hab) überlegt, warum ich seit 12 Tagen nichts mehr veröffentlich habe. Geht es mir vllt. änlich? Keine Ahnung… Ich drück die Daumen das Deine Phase bald vorbei ist und Du wieder tatsächlich durchatmen kannst!!

    • wer weiß, vielleicht? mir ist es immer wichtig, diesen dingen auf die spur zu kommen. momentan ist es für mich erstaunlich schwierig, die beiträge vorzubereiten, das hab ich schon lang nicht mehr erlebt. gleichzeitig habe ich aber das bedürfnis dazu. vielleicht, weil diese gefühle grade aus einer richtung kommen, deren tür ich lang versperrt hatte und weil sie sich nun ihren weg nach oben kämpfen. manchmal muss das aber wohl auch sein.

      • Kein Therapeut hätte das besser schreiben können… Wenn nur das Wissen allein immer schon ausreichen würde um alles in die praxis umsetzen zu können wärs genial!!!

        • oh ja, das stimmt! aber im grunde genommen gibt das wissen die lösung immer vor. die frage ist nur, ob man bereit ist, mit den konsequenzen zu leben. denn meistens verharrt man in diesem zustand, weil es die lösung, die man gern hätte, einfach für einen nicht gibt und die lösungen, die es gibt, empfindet man einfach nicht wirklich als lösung.

  6. Sehr schöne Bilder, die auch ohne Worte funktionieren 😉 (und ganz sicher ohne numerischen Aberglauben…) Gute Besserung!

  7. „Gefällt mir“ weil: es gut ist, sowas auch mal auszusprechen und sich selbst zuzugestehen. Solche Phasen gibt es eben im Leben, da ist oft mit Willenskraft nicht viel zu reißen (v.a., wenn grad das Wichtigste – die Motivation – fehlt) und es ist tatsächlich manchmal klüger sich dem Ganzen für eine Weile hinzugeben, es aus dem System zu kriegen sozusagen. Solange das „einfach eine Phase“ (das klingt nun doof, aber ich beziehe mich schlicht auf das Vorübergehende) ist legt sich für gewöhnlich irgendwann im Kopf der Schalter von selber um und man gräbt sich aus dem Mist wieder raus. Und ja, darüber zu schreiben und zu reden hilft. In diesem Sinne wünsche ich dir gute Besserung, auf dass sich dein Schalter bald wieder umlegt und 2016 nach einem beschissenen Beginn doch noch ein gutes Jahr für dich wird 🙂

    (Schöne Bilder, mag v.a. diese Graustimmung bei den letzten paar)

    • ja, das denke ich auch. sich krampfhaft dagegen zu stemmen hat meist nur den effekt, dass man kurz darauf erst so richtig abrutscht. ich hab die erfahrung ähnlich die du gemacht. irgendwann macht es klick und dann ist es auch wieder einigermaßen überstanden. diese geduld muss man einfach haben, obwohl man wachsam bleiben muss. danke auch sonst für die lieben worte 🙂

      • Genau, es ist nicht immer die beste Herangehensweise, sich dagegen zu wehren, das kann auch ordentlich ins Auge gehen. Geduld ist allerdings ein Stichwort in dem Zusammenhang… Bitte 🙂 hoffe es wird bald wieder, müssen ja auch noch photowalken 😉

  8. Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worte, Worte werden zu Taten.
    Ich wünsche dir, dass du deine Worte (bunt, tiefsinnig, grüblerisch, positiv, anekdotisch etc) bald wiederfindest. Phasen wie diese haben ihren Sinn.. Oft erschließt er sich erst später. Alles Gute für dich!
    Lg,
    Werner

    • ja werner, du hast so recht. manchmal ist es nur so, dass man seine gedanken versucht zu lenken, um die „richtigen“ taten draus werden zu lassen. irgendwann bäumt sich die seele dann dagegen aus und dann muss man gedanken zulassen, die man eine weile weggeschoben hat und wieder einen neuen weg finden.
      danke für deine lieben worte, du hast schon recht – auf irgendeine weise benötigt man diese phasen. wozu weiß man meist erst danach.

  9. Meine Blog-Motivation ist derzeit auch ein bisschen dahin. Woran es liegt kann ich nicht sagen. Jedenfalls nicht an so vielen Unsternen wie bei Dir!
    Eher andersherum: Es gibt so viel zu tun! Und ich tue so viel.
    Ich komme darüber kaum zum Bloggen. Und noch schlimmer. Ich habe nicht mal Ideen oder Motivation dazu, selbst wenn ich Zeit hätte.

    Ich glaube, manchmal ist es einfach so. Es geht nicht voran. Da muss man wohl durch.

    Aber eine Sache wenigstens: Fürcht dich nicht vor der 3. Die tut nicht weh und ist auch sonst nicht schlimm 🙂

    • liebe ilona, diese phasen kenne ich auch. genieße sie. nicht immer ist die richtige zeit zu bloggen und wenn man versucht sich zu zwingen verliert man den spaß daran.
      ich hatte heute einen gedanken zu diesem leidigen altersthema. mal sehen, vielleicht finde ich einen zugang, den in einem beitrag zu verarbeiten. ich weiß nun denke ich endlich, warum mich diese zahl so kratzt.

  10. Ich habe vor kurzem einen Satz von Buddha gelesen: Wenn Du ein Problem hast, löse es. Wenn Du es nicht lösen kannst, mache kein Problem daraus. Das will heißen: höre auf zu kämpfen. Was Dich so viel Kraft kostet, sind nicht die Erkrankungen, die bösen Erinnerungen oder gar Zukunftsängste, sondern die Tatsache, dass Du dagegen kämpfst. Es gibt Zeiten, in denen ist Pause angesagt. Ich hatte letztes Jahr fast ein halbes Jahr Blogpause, wenn Du Dich erinnerst. Hat mir nicht gefallen, war aber nötig. Der Kopf sagt das eine, aber weißt Du was? Das Leben hat immer Recht! Das Leben, nicht der Kopf. Frage Dich: was ist jetzt gerade da – oder ich es will oder nicht. Und dann gibt Dich dem hin, voll und ganz. Dann kann es sich lösen. Alles andere ist Festhalten, Verkrampfen und letzten Endes nur Herauszögern, bis Du eben doch dazu gezwungen wirst. Und das Leben kennt da verdammt wirkungsvolle Möglichkeiten, einen Menschen zu zwingen. Wäre doch sinnvoller, es auf die leichtere Art und Weise – freillig – zu tun, oder?

    • liebe melanie, bevor ich es vergesse: kommt dein name hier eigentlich von diesem ort in irland oder ist das eine zufällige gleichheit?
      der satz von buddha ist spannend, ich muss erst darüber nachdenken, wie und auf welche art ich damit etwas anfangen kann. das mit dem kämpfen ist nämlich ein zweischneidiges schwert. ich habe tendenzen, mich von dingen vereinnahmen zu lassen und im selbstmitleid zu ertrinken, wenn ich nicht dagegen ankämpfe. aber halt auf die richtige art.
      ich hoffe übrigens seit einer weile, den freiwilligen weg zu finden aber irgendwie tappe ich noch ein wenig im dunklen. das weist ein bisschen darauf hin, dass ich ihn vielleicht nicht sehen will oder nicht bereit bin, ihn zu sehen. aber das wird schon noch kommen.

      • Frag Dich doch mal, was für ein Interesse dahinter stehen könnte? Weiterentwicklung macht gewissen Anteilen von uns auch einfach mal Angst und die Anteile, die uns hemmen oder blockieren, meinen es ja zu allererst mal gut mit uns. Wenn Du den Weg nicht findest, was könnte auf ganz tiefer Ebene das Gute daran sein? Vielleicht die Idee von Sicherheit? Vielleicht, dass Du Dich nicht anstrengen musst? Vielleicht die Sorge vor Einsamkeit….? Es gibt ganz viele innere Gründe, die uns vom eigentlich guten Weg für uns abhalten können. Als ich mich damals mit Gewichtabnahme beschäftigt habe, habe ich ein tolles Buch gelesen, in dem Fallbeispiele erwähnt wurden. Zum Beispiel eine Frau, die sich unbewusst unattraktiv gehalten hat, um nicht in Gefahr zu geraten, ihren Mann zu betrügen. Viele ältere Frauen nehmen zu, damit ihr Partner sie nicht mehr sexuell begehrt. Das sind gute Gründe, nur ‚ungeschickt‘ gelöst, weil die Lösung Leid bringt. Ich würde da anfangen….
        ‚Laoghaire‘ – das hat seine eigenen Geschichte. Diana Gabaldon, die Autorin von ‚Outlander‘ schrieb mal, dass nach dem Erfolg der Bücher plötzlich alle ihre Kinder ‚Jamie‘ und ‚Claire‘ nannten. Sie würde sich freuen, wenn jemand sein Kind mal ‚Laoghaire‘ nennen würde – der Name einer hinterhältigen Figur in den Romanen. Ich hatte mich damals total in den Namen verknallt. Zu der Zeit hab ich Mittelalter-Reenactment gemacht und Laoghaire (wird liery ausgesprochen) McLachlan war mein Mittelaltername 😉

        • im moment ist es wohl einerseits eine ambivalenz von innen und außen und ein hin- und hergerissensein zwischen werten, die ich gelernt habe, werten, die mir vor die nase gehalten werden und der frage, wo denn nun meine eigenen liegen.

          oooh, was für eine tolle geschichte 🙂 ich hab mich nur gewundert, weil unsere letzte nach in irland verbrachten wir in dun laoghaire 🙂

          • Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich weiß, dass der Human Trust ein Weg ist, der vor Dir liegt und den Du nicht siehst oder sehen willst. Genau sowas kannst Du da in aller Ruhe unter Anleitung klären… Ich sehe immer wieder, dass diejenigen, die schon so, ich sag mal, halb auf dem Weg zu sich selbst sind, vor dem Trust zurück weichen, gerade WEIL dieses Programm handfest ist und Dich unweigerlich zu Dir führt, wenn Du Dich denn drauf einlässt. Auch auf die Gefahr hin, dass ich Dir damit auf den Geist wäre, ich bin mir sicher, das wäre richtig. Aber vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen…

            • ich weiß, dass du mich dazu überreden willst 🙂 aber ich hab mir das schon ein paar mal angeschaut und bisher hat mich das einfach nicht angesprochen. die art und weise ist irgendwie so gar nicht meine „sprache“. ich kenne ein paar leute, die da viel für sich rausholen können und ich bewundere das, aber für mich funktioniert all das, was ich davon bisher gesehen hab, einfach nicht. ich hab dir ja schon erzählt, dass ich derzeit einen anderen weg gehe, der durch die weihnachtszeit und meinen krankenstand grade pausieren muss, der sich aber bisher als gut für mich erwiesen hat und schon einiges an wirkung zeigt. allerdings denke ich, dass man von keiner „schule“ wunder erwarten kann und der weg zu sich selbst ist halt auch oft schmerzhaft, wenn man freilegt, was man jahrelang mühevoll zugeschaufelt hat.

              • alles richtig, aber ich will niemanden ‚überreden‘, ich spüre nur, dass es Dir viel bringen würde 😉

              • das mag sein. aber wie gesagt, derzeit spricht mich die sprache halt so gar nicht an – im gegenteil. und es fühlt sich einfach an, als würde es grundsätzlich nicht zu mir passen. das ist aber schriftlich schwer zu erläutern. ich habe mit manchen dingen, die ich da gelesen hab (ich hab es nicht mehr im kopf, ich weiß nur noch, dass es so wahr) ein „glaubensding“.

            • ich habe es aber nicht vergessen und würde das, so es sich richtig anfühlt, durchaus in anspruch nehmen 😉

              • Das mit dem ‚richtig anfühlen‘ ist ein schwieriges Ding. Es kann sein, dass es die Intuition ist. Es kann aber auch sein, dass es eine Kraft in uns ist, die uns – aus, wie gesagt, guten Gründen – zurück halten will. Das ist wie mit Wasser. Wir denken, wenn uns Wasser schmeckt, ist es gut für uns. Das stimmt aber gar nicht. Uns schmeckt das Wasser, das wir gewöhnt sind, egal, ob es für uns gut oder schlecht ist. So ist das mit ‚fühlt sich richtig an oder nicht‘ auch…

              • ja, da gebe ich dir recht. aber wenn man eine innere ablehnung empfindet, dann kann man sich dem auch nicht öffnen, egal wie gut es für einen wäre…

              • *lach* ich würde Dich gerne herausfordern, die Idee zu hinterfragen, denn ich mache tagtäglich eine andere Erfahrung, aber das würde den Rahmen hier vermutlich sprengen 😉

              • das müsste wohl in einem persönlichen gespräch sein. aber mir wirkt es halt gewissermaßen recht esoterisch und schon fast in eine spirituelle Richtung und meine tendenz ist halt eher klassische psychoanalyse. das kann auch ein falscher eindruck sein, aber so kommt es für mich rüber.

              • wie witzig! Also der Eindruck ist ganz klar komplett falsch. Dann wäre ich schon längst nicht mehr dabei. Veits Ausdruck für das, was Du meinst ist ’spirituelle Flachlandszene‘. Ich liebe diesen Ausdruck. Weil der bringt es auf den Punkt. Das ganze Ding basiert auf handfesten Ergebnissen aus der Hirnforschung. Psychoanalyse ist so eine Sache. In meiner Ausbildung gab es mal so einen Witz, dass ein Psychoanalytiker bei der Neuanmeldung seines Patienten erst mal das neue Auto in Auftrag gibt 😉 Ich hab so ziemlich alles durch, was man durchmachen kann. Psychoanalyse, NLP, Klassische Psychotherapie, spirituelle Psychotherapie, Coaching, was so geht. Die alle machen an einem bestimmten Punkt halt, und das ist der Punkt, wo die tatsächliche Handlung einsetzen muss. Jede Erkenntnis ist sinnlos, wenn nicht eine Handlung darauf folgt. Darüber könnten wir wirklich lange sprechen, damit hab ich mich sehr intensiv auseinander gesetzt. Und damit Handlung passiert, braucht es konkrete Impulse. Punkt. Ich meine, es wird einen Grund haben, warum Du es als esoterisch ansiehst, aber, um mal psychoanalytisch zu sprechen: das ist eine Projektion 😉

              • mit der erkenntnis und der handlung stimme ich definitiv mit dir überein, gar keine frage. aber du siehst ja, du hast auch eine weile gebraucht, bis du deinen weg gefunden hast oder er dich gefunden hat und ich bin überzeugt davon, dass man diesen weg in seiner eigenen art gehen muss.

              • *g* dagegen hab ich nichts gesagt. Ich kann nur schlichtweg meine Klappe nicht halten, wenn ich sehe, dass jemand, den ich mag, sich selbst von etwas abhält, was ihm gut täte. Was er oder sie daraus macht ist nicht meine Sache 😉

              • dann einigen wir uns darauf, dass wir es belassen und ich meinen weg dorthin bestimmt finden werde, wenn es sein soll 😉

              • das wird sowieso so sein 😉

              • ich weiß jetzt wieder was es war, was mich so gestört hat. dieses wir-dings. dieses gruppendynamik-dings. ich kanns dir nicht erklären und dem mag was auch immer zugrunde liegen, aber da stellt es mir einfach alle haare auf. ich finde es gut, wenn die menschen dort antworten finden, aber ich will meinen weg mit einer person gehen, die mich kennenlernt, der ich gegenübersitze, mit der ich spreche und die sich direkt mit mir auseinandersetzt. vielleicht komme ich auch irgendwann drauf, dass es dort nicht weitergeht. aber bis dahin will ich es ganz genau auf diese art und weise machen.

              • kannst Du ja. Ich bin nur ein Erklärbär 😉 Das Thema haben wir übrigens in der Gruppe ganz massiv. Ist ein sehr spannendes Thema. Ich kann das total gut nachvollziehen, weil ich das Thema selbst habe. Ich bin ja adoptiert und ich habe, im Übrigen weitestgehend psychoanalytisch, herausgefunden, was das für mich bedeutet hat. Nämlich unter anderem, dass ich meine Bedürfnisse nicht äußern konnte. Damit hat man mit Gruppen und Wir-Dings schon mal vorprogrammierte Probleme 😉

  11. Für eine Phase der fehlenden Worte ist das aber ein sehr gelungener Text. Das Dunkle ist doch auch Stoff und Motivation für so viele literarische Texte, für Prosa, Lyrik und Theater. Der Mensch ist ja keine Grinsepuppe, die ständig mit manischem Gekicher herumhupft ….

    Ich freu mich immer über die Fotos von meinem Spaziergehrevier, Schönbrunn 🙂 Die schwarz-weißen kommen mir zwar ganz fremd vor, aber ich finde sie interessant. Es ist ein ganz anderer Blick auf etwas, das ich in- und auswendig kenne und dann aber doch wieder nicht von dieser Seite …… Alles Liebe für dich

    • danke dir meine liebe ❤ ja, du hast recht. in wahrheit habe ich immer mehr und ehrlicher und echter geschrieben, wenn es grade düster war. dennoch ist das kein erstrebenswerter dauerzustand 😉 aber ich sehe das wie du, glück und gute laune sind nicht für 365 tage im jahr gemacht. manchmal fällt es nur schwer in dieser gesellschaft zuzugeben, dass man traurig ist, dass man kraftlos ist, wenn es dafür keinen "richtigen" grund gibt.

      ich hab mir diesmal übrigens extra mühe gegeben, auch für mich fremde blickwinkel zu finden.

  12. Manchmal läuft das Leben in eine Richtung die dich so völlig falsch anfühlt, dass man nur noch anhalten und schnellstmöglich aussteigen möchte. Ich versuche mir dann immer zu sagen, dass es für irgend etwas bestimmt gut sein muss, auch wenn das oft schwer fällt.
    Mir gefällt was Laoghaire geschrieben hat: Wenn Du ein Problem hast, löse es. Wenn Du es nicht lösen kannst, mache kein Problem daraus. Das will heißen: höre auf zu kämpfen.
    Da hat sie auch bestimmt recht. Nur manchmal geht es nicht ohne Kampf, auch wenn keine Lösung in Sicht ist…….und das belastet schrecklich!
    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute! Halt durch 🙂

    • vielen dank für deine lieben worte. kraft kann ich wirklich brauchen, an der mangelt es einfach grade enorm. das letzte jahr habe ich diesbezüglich wohl weit über meine verhältnisse gelebt und jetzt muss ich durch, durch die phasen, die die tanks brauchen um sich wieder zu füllen.

  13. Es besteht die Möglichkeit, dass du manchmal keine Worte findest. Es kann sein, dass das so ist. 🙂 Es ist in Ordnung. Frag dich, was dich daran stört, dann kommst du vielleicht weiter.
    Ich will mich nicht wiederholen, ich kenne diese Phasen, die du beschreibst, die haben nichts mit dem Alter zu tun, diese Zahlenkonstruktionen sind nur die Aufhänger, an denen sich innere Türen öffnen. Ich glaube, wir wachsen daran, auch wenn es keinen Spaß macht.
    Ich wünsche dir Kraft und Energie. Ich finde übrigens auch, dass dieses Jahr schon ziemlich ‚actionreich‘ beginnt, manche Jahre sind so 😉 Es fühlt sich nicht so an, als sei es erst zwei Wochen alt!!

    • es stört mich daran, dass ich mich selbst nicht verstehe. wenn mir die worte fehlen, weiß ich nicht, worum es geht. das mag ich nicht, diese diffusen gefühle. die lassen mich abstürzen. wenn ich weiß, was sie sind, dann kann ich sie zuordnen und damit umgehen.
      und ja, dass diese zahlenkonstruktionen eben genau das sind – konstruktionen – ist völlig klar. aber sie können dinge auslösen, die durchlebt werden müssen oder dienen als erklärung oder oder oder. sie können helfen, aber man darf ihnen nicht zuviel bedeutung beimessen.
      und damit hast du definitiv recht!

      • Ach ja, wir wollen es gern so klar vor uns haben. Damit können wir arbeiten. Aber das Leben ist nicht immer klar. Und wir verstehen uns eben oft nicht einfach so. Und haben Phasen, in denen wir wie im Nebel stecken.
        Ich weiß genau, was du meinst. Das kenne ich auch.
        Kennst du ‚Die unendliche Geschichte‘? Die Stelle, an der Atreju durch die drei Tore gehen muss? Das zweite taucht erst auf, wenn er das erste durchschritten hat. Genauso das dritte. Durch das dritte kann er nur durchgehen, wenn er vergisst, warum er dort ist und warum er durch will. Er muss also alles loslassen, was ihn hierher getrieben hat.
        Verrückte Geschichte, aber ich glaube, sie enthält etwas Wesentliches.
        Alles Liebe, Andrea

        • ich hab die unendliche geschichte nie gelesen und ich weiß auch, dass das ein riesen versäumnis ist. dein auszug aus dem text erinnert mich daran, dass ich das endlich einmal aufholen sollte.

          • Es lohnt sich, auch wenn sie an vielen Stellen ganz schön düster ist. Aber es geht um Wege und Irrwege, um eine lange Suche und um die Rettung des eigenen ICHs. Mir ist eingefallen, der Clou an der Tor-Szene ist eigentlich der, hatte ich vergessen, Atreju MUSS durch dieses Tor, um sein Ziel zu erreichen, es ist seine letzte Chance vor dem Untergang, aber um durch eben dieses Tor zu gelangen, MUSS er ALLES vergessen, was ihn dorthin geführt hat, inklusive sein Ziel. Klingt verrückt, aber ich finde diese Szene ganz großartig metaphorisch. Also, kann ich nur empfehlen, vorausgesetzt du magst Fantasy und Märchen. 🙂

            • du wirst es nicht glauben, ich nehme mir nun seit sage und schreibe 10 jahren vor, das buch zu lesen und hab es noch nicht geschafft. eine schande eigentlich. ich LIEBE fantasy. bei märchen kommt es halt sehr darauf an 😉

              • 😀 Dann ist wohl der ‚richtige‘ Zeitpunkt noch nicht gekommen!! Ist ja auch eher Fantasy als Märchen. Ich bin gespannt, falls ich es mitbekommen sollte, was du davon hältst. 😉

  14. Manchmal drücken Bilder mehr aus als Worte. Die Fotos sind ganz wunderbar. Stress dich nicht. Jeder braucht seine Zeit. Alles braucht seine Zeit. Nimm sie dir für das wonach dir ist. Alles Liebe. Fühl dich gedrückt

  15. Liebe Paleica, setzt dich nicht unter Druck, das tut dir und deinen Beiträgen nicht gut. Manchmal kehrt man den Blick lieber in sich, als die Gedanken nach aussen zu tragen und das ist gut so. Vielleicht mag man auch einfach mal nichts, wirklich gar nichts sagen? Und macht dann einfach mal Pause, atmet durch denkt, fühlt und schaut, was passiert.
    LG, Conny

    • manchmal geht es mir nur so, dass der kopf vor gefühlen explodiert, wenn die gedanken nicht zu worten werden, die hier hineinfließen. komisch, oder? wenn es mir nicht gut geht muss ich schreiben, das war schon immer so. ich bin es nur nicht mehr gewöhnt, die texte sich entwickeln zu lassen. meist weiß ich relativ genau, was ich zu welchen bildern schreiben will. derzeit nicht. derzeit hängen diffuse gefühle in meinem kopf über die ich schreiben muss damit ich sie verstehen kann, aber es fehlt die struktur und das ergebnis. manchmal wird es nur ein wirrwarr in dem ich mich verstricke und manchmal steht am ende ganz klar eine aussage, über die ich selbst überrascht bin. nur die bilder die ich habe, die sind einfach grade zu fröhlich.

      • Nein, nicht komisch, wenn das deine Art der Aufarbeitung ist. Vielleicht wäre es eine Idee, in solchen Momenten Texte und Bilder zu trennen? Einen Artikel mit guten Gedanken, einen nächsten mit Bildern? Nur eine Idee….. Ist doch dein Blog, du kannst machen, was immer dir gut tun 🙂

        • ich hab darüber an sich auch schon nachgedacht, bin aber zu dem schluss gekommen, dass für mich visuelle untermalung zu worten dazugehört – oder umgekehrt, je nachdem, wo grade der schwerpunkt liegt. für mich haben die bilder, die dem text hinzugefügt sind, meist eine bedeutung. manchmal erkläre ich sie und manchmal lass ich sie so stehen, weil ich hoffe, dass sie für den leser/für das publikum ihre eigene bedeutung entfalten.

  16. Liebe Paleica,
    wie immer wunderschöne Bilder, die deinen Text unterstreichen. Außerdem wollte ich dir sagen, dass ich dich wirklich bewundere, dass du so offen über diese „dunklen Phasen“ sprichst. Ich habe dazu viele viele Jahre gebraucht; auch, um zu verstehen, dass sie einfach zu mir gehören und von Zeit zu Zeit da sind. Die Zeit hat mich aber auch gelehrt, dass sie wieder vorbei gehen. Liebe Menschen, die Zeit und die Geduld haben mir dabei geholfen und ich wünsche dir so sehr, dass es dir auch so geht. Lass diese momentane Düsternis zu, verarbeite sie auf deine eigene Art und Weise und nimm dir dazu alle Zeit, die du brauchst.
    Ich drück dich ganz fest und schicke dir ganz viel Kraft und (Lebens)Mut!
    Liebe Grüße, Karina

    • liebe karina, danke für dein lob und deinen herzlichen kommentar! weißt du, das ist der grund, warum ich mein pseudonym nie aufgeben will. ich kann hier das schreiben, was ich von angesicht zu angesicht nicht vor allen menschen zugeben würde. das ist wichtig für mich, insbesondere weil mir das schreiben hilft, die ursprünge auszusortieren und dabei, wieder schneller auf die beine und in den positiven drive zu kommen. ich weiß eben auch, dass sie zu mir gehören, dass das immer wieder kommt, dass das ein teil von mir ist, warum auch immer. dass es seine gründe hat und dass es wieder verschwindet und dass es mich letztendlich stärker macht.

      • Wichtig ist, dass du für dich deinen Weg findest, damit umzugehen und wenn es dein Blog ist, dann ist das doch toll ❤ Und das mit dem Pseudonym verstehe ich auch sehr gut. Viele liebe Grüße!

  17. Wie schön, du bist noch hier! Und auch wenn dir etwas düster ums Herz ist, deine Bilder sind umso schöner! (Vor der bösen 3 brauchst du dich übrigens nicht fürchten, ab da gings für mich wieder bergauf 😉 Und mein vermeintlich größter Verlust, der bei mir im letzten 7er-Jahr war, hat aus heutiger Sicht meinen bislang größten Gewinn ermöglicht. Es kommen auch für dich wieder wunderbare Tage!)
    GLG Sunny

  18. Hi, mein Lieblingsbild ist das mit dem Steinpokal und den Schlangen oder Fischgriff.
    Hui sind ja ganz schön viele Einträge diesmal… Da sieht man wieder das es nicht auf die länge des Textes ankommt 😉 .
    Ich denke wenns einen mal weniger gut geht ist es am aller wichtigsten sich für sich selber Zeit zu nehmen. Zum Nachdenken, um Neues auszuprobieren, um Dinge zu erledigen die man schon lange auf geschoben hat und um sich klar zu werden das wie beschissen das Leben auch gerade sein mag es immer einen Plan B gibt.
    Hab mir vor ein paar Jahren mal selber einen Brief geschrieben an mein ich sieben Jahre in der Zukunft, mit meinen Zielen und ein paar persöhnlichen Worten. Seither verstaubt er versiegelt (mit richtigem Siegelwachs 😉 ) bei mir im Regal… bin schon gespannt was ich da geschrieben hab (weiß es wirklich nicht mehr so genau) 17 Okt 2018 ists Zeit zum Aufmachen.

    Hatte da so ein Buch gelesen wo drin stand das die meisten Menschen überschätzen was man in ein Jahr erreichen oder verändern kann und unterschätzen was man in sieben Jahren erreichen kann. Da stand das drin mit dem Brief an sich selbst.

    Liebe Grüße Peter

    • ja ich muss sagen, ich bin selber ganz baff, dass das feedback auf mein geschreibe doch irgendwie groß ist. das freut mich, da die texte grade wieder sehr von herzen kommen, da tut das besonders gut.

      die erkenntnis, dass die zeit für sich selbst enorm wichtig ist, hab ich in den letzten wochen acuh wieder gewonnen. das kommt bei mir oft zu kurz, weil ich das gefühl habe, dass ich möglichst viel irgendwie reinquetschen muss. im endeffekt bleibt dann aber das wichtigste auf der strecke, wenn man von a nach b und wieder zu a hetzt: das gefühl. und damit hat man dann genau das gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte.

      die sache mit dem brief finde ich richtig cool. vielleicht mache ich das auch? die idee gefällt mir.

      • Ich denke es spricht vielleicht auch viele an weils einen selber manchesmal ähnlich ergeht, nur reden leider viele nicht darüber…
        Grüße Peter

        • ja, da hast du recht. und ich glaube, das schlimmste ist, NICHT darüber zu reden. vielleicht findet man nicht die richtigen worte oder es ist holprig und schmerzhaft, aber schweigen ist selten der richtige weg.

  19. Wenn du keine Worte findest, nimm dir doch den Druck und lass den Blog eine Woche ruhen. Erst mal das Leben 1.0 verarbeiten und mit den Startschwierigkeiten und dem Schatten, der dem 6er Jahr anhaftet beginnen.
    Aber so an sich hab ich mich total über Sisis Garten gefreut! Immer wieder schön, gell?

    Geht’s dir jetzt entsprechend besser? Du sollst dich bei soetwas im übrigen nicht stressen. Dann legt der Körper direkt die nächste Zwangspause ein…

    • also das bloggen nimmt mir eher den druck als dass es mir einen macht. ich fühle mich immer leichter, wenn ein text geformt ist. schreiben tut mir einfach gut, besonders in solchen zeiten. ich hab es nur ein bisschen verlernt, die leisen stimmen zu hören, die mir die themen zuflüstern und versuche nun wieder aufmerksamer zu sein.
      und ja, damit hast du recht. leider ist es nicht so einfach, weil es nicht nützt. der wecker läutet um 6 und ruft mich 5 tage die woche ins büro, damit ist „nicht stressen“ halt entsprechend schwierig…

      • Morgen ist wieder dein Beitrags-Tag. Ich bin gespannt.
        Mit meinem Beitrag heute auf Genuss mit Fernweh hab ich mich ziemlich schwer getan. Ich weiß nicht, ob er daher gehört, aber manchmal müssen Wörter eben raus. Auch, wenn es um Zukunftsangst geht.
        Hast du die Möglichkeit vielleicht deine Arbeitszeit zu kürzen?

        • heute gibt es hier etwas leichtere kost.
          ich finde, dass auf DEINEN blog all das gehört, was zu dir gehört und dich beschäftigt, was geschrieben werden muss und will.
          nein, leider. das geht bei uns nicht 😦

          • Oh schade 😦 Ich hab (glaub auf Instagram) gelesen, dass du jetzt auch noch so eine 12 Tage Woche hast, du arme… 😦 Hoffe, dein Körper macht’s mit und du kannst den Feierabend zumindest genießen!

  20. Wie immer, die Schönbrunn-Fotos sind ein Traum! Trotz des schwierigen Starts des neuen Jahres, kann ich zumindest ein klein bisschen Optimismus raushören 😉

  21. Liebe Paleica, solche Phasen sind mir auch nicht unbekannt. Im letzten Jahr ging es mir mehrere Monate ähnlich.

    Und du hast recht, dass es in dieser Gesellschaft schwer ist zuzugeben, dass man traurig ist, dass man kraftlos ist, wenn es dafür keinen „richtigen“ grund gibt. Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass sich andere Menschen von einem abwenden, wenn man nicht „gut drauf“ ist… Das finde ich so schade, denn gerade dann würde man den Zuspruch besonders brauchen.

    Wegen der unheimlichen 3 mach dir nicht so viele Gedanken. Wenn „es“ erst mal passiert ist, wird es auf jeden Fall besser! Mit 28 dachte ich, dass ich ja bald 29 werde und dass das ja schon das letzte Jahr vor der 30 ist. Mit 29 dachte ich, dass das ja jetzt wirklich das allerallerallerletzte Jahr ist, dass ich noch jung bin und dass ich es unbedingt genießen muss. Konnte ich aber nicht. Ich habe immer nur an die 30 gedacht. Und dann bin ich still und leise 30 geworden ohne dass ich mich irgendwie anders fühle – außer ein klein wenig erleichtert, denn der Zug, dass ich vor dem 30. Geburtstag XYZ erreichen muss, ist nun endgültig abgefahren 😉 …

    • liebe heike, danke für deinen kommentar! ich kann das sooo gut nachfühlen. bei mir hat sich das mit 27 zum ersten mal angekündigt, ist mit 28 lauter geworden und fühlt sich nun an als würde es mir beinah ins ohr brüllen. vielleicht ist es wirklich besser, wenn man diese grenze im kopf hinter sich bringt und sich wieder auf „wichtigere“ dinge konzentriert als die rückschau, wie es hätte anders laufen können und was man womöglich verpasst hat.

      das mit dem abwenden kenne ich bedingt auch. solange sich die phase zeitlich in grenzen hat und man rationalisiert gehts. wenn man zu sehr darin versinkt, verschwinden die menschen. das ist schon eine harte erkenntnis.

  22. Weißt du, manchmal ist es einfach so. Man kann es nicht erzwingen, glücklich zu sein. Man kann nur versuchen, nicht immer tiefer in die Düsternis abzudriften. Und in diesem Sinne … Bilder können auch ohne Worte viel erzählen.

    Liebe Grüße

    • da hast du recht. das ist der schmale grat zwischen sich zeit geben die man braucht und rechtzeitig die bremse zu ziehen..

  23. Liebe Paleica, ja manchmal gibt es diese Phasen, wo alles anders läuft als man möchte. Ich wünsche dir für den Rest des Jahres um so mehr Glück! Was ich noch wissen wollte: „Hat dich der Gewinn des Kalenderbüchleins wohlbehalten erreicht?“ Ich hoffe doch sehr, ansonsten gib mir kurz Rückmeldung.
    Wunderschöne Fotos hast du uns trotz oder gerade wegen deiner Gemütslage gezeigt!
    Liebe Grüße
    Nora

    • liebe nora, danke für deine wünsche ❤
      ohje ohje, ist mein kommentar bei dir nicht angekommen? das tut mir leid. ja, ich hab es erhalten und hab mich sehr gefreut! noch einmal ganz lieben dank!

  24. Pingback: Lieblingsort im Schnee und ein Eingeständnis vor mir selbst. – episoden.film

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