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Innenstadt im Winter oder warum ich aufhörte anzufangen über SEO nachzudenken.

Ich mache jetzt was Komisches. Ich zeige euch den Post „Innenstadt im Winter“, bevor ich euch den Post „Innenstadt im Herbst“ zeige, der seit Monaten in den Entwürfen liegt und irgendwie zu hübsch-fröhlich zum Herzeigen ist 😉 Unlängst bin ich nämlich in der Facebook Bloggercommunity zum wiederholten Mal auf ein Thema gestoßen, das ich aufgreifen will, obwohl ich mich das eine oder andere Mal schon dazu geäußert habe und dazu passen die Bilder vom Wochenende optimal. Es geht mir um die vielen, vielen, zahllosen „Tipps“, wie man „erfolgreicher“ Blogger wird.

Ich könnte mit diesem Post jetzt folgendes machen: ich nenne ihn

„5 ungewöhnliche Tipps, die du in der Wiener Innenstadt unbedingt gesehen haben musst“.

oder:

„5 unbekannte Highlights in 10 Gehminuten in der Wiener Innenstadt.“

Dann nehme ich euch mit auf einen „sehr persönlichen“ Spaziergang.

Geheimtipp mitten in der City: der Michaelerplatz

Dann schreibe ich ein paar Sachen aus Wikipedia heraus, über „mein Lieblingskaffeehaus etwas abseits der Touristenströme“, über „das ehemalige Burgtheater“ und über das „Michaelertor“. Denn das Burgtheater, eine renommierte europäische Theaterbühne, stand ursprünglich am Michaelerplatz, in den Räumen des ehemaligen Ballhauses (die sich NICHT am Ballhausplatz befanden, ein bisschen Trivia). Als das alte Burgtheater abgerissen wurde, entstand der Trakt des Michaelertors, wie wir es heute hier sehen, einer der prunkvollsten und schönsten Teile der Wiener Hofburg. Seit einiger Zeit stehen vor dem Michaelertor die Wiener Fiaker. Wer also eine der berühmten Kutschen mieten möchte – quasi das Wiener Pendant zur venezianischen Gondel – wird hier fündig!

Ich erzähle euch, dass es das Café Griensteidl am Michaelerplatz, direkt neben den römischen Ausgrabungen vor dem Michaelertor, bereits 1847 gab. Dass dort sowohl Schriftsteller wie Hugo von Hofmannsthal, Stefan Zweig und Arthur Schnitzler, als auch Politiker, Ärzte und alles andere, was das Wiener Bürgertum im Fin de Siècle zu bieten hatte, aus und ein gingen. Dass das ursprüngliche Café Griensteidl 1897 geschlossen und erst 1990 wiedereröffnet wurde. Dass die heiße Schokolade dort besonders empfehlenswert ist und die Speisekarte alle Wiener Spezialitäten, wie Fiakergulasch, Tafelspitz, Wiener Schnitzel und natürlich die traditionellen Mehlspeisen wie Apfel- und Topfenstrudel bietet.


Der Architektur-Schocker der Jahrhundertwende: das Looshaus

Dann erzähle ich euch ein bisschen etwas über Architektur, nämlich, dass am Michaelerplatz 3, also direkt daneben, das Looshaus steht. Dass das Looshaus eine der Paradebauten des Architekten Adolf Loos ist, ohne den die moderne Architektur vielleicht anders aussähe. Dass das „Looshaus“ 1909 ursprünglich als „Wohn- und Geschäftshaus Goldmann & Salatsch“ errichtet wurde und sich durch den Kontrast wertvoller Materialien wie Marmorsäulen zu einfachem Putz der oberen Geschosse auszeichnet. img_6529


Luxus, Glanz und Glamour: Shopping am Kohlmarkt und am Graben

Als nächstes empfehle ich euch, das Looshaus links liegen zu lassen und über den Kohlmarkt zu spazieren. Dort könnt ihr die aktuellen Kollektionen von Gucci, Chanel, Louis Vuitton, Tiffany&Co und einigen traditionellen Wiener Geschäften bestaunen. Der Kohlmarkt mündet im Graben, hier wimmelt es nur so von Juwelieren.


Foodporn deluxe: Meinl am Graben

Auch die erste Adresse für Feinkost, der Meinl am Graben, ist dort zu finden. Das Geschäft bezeichnet sich selbst als „erste Adresse für Gourmets und Genießer„. Der Meinl am Graben ist sowas wie das letzte Relikt der Julius Meinl AG, die 1862 gegründet wurde und zu Beginn in der k.u.k.-Monarchie Kaffeebohnen verkaufte. Heute bekommt man dort alles, was das Schlemmerherz höher schlagen lässt. Und wenn ich sage alles, dann meine ich: alles. Im Meinl-Restaurant wird auf Hauben-Niveau gekocht.


Und zum Schluss gibt es dann noch:

Eine Prise Geschichte: Wien und seine Pestsäulen

Die prunkvolle Säule am Graben, die von Touristen gern als Selfie-Motiv genützt wird, wurde 1679 nach einer Pestepidemie errichtet. Die letzte große Pestepidemie in Wien vernichtete einen Teil der Bevölkerung. Zum Dank ihrer Überwindung wurden in und um Wien mehrere geweihte Säulen errichtet. Eine der bekanntesten steht am Wiener Graben. Anfangs wurde die Säule aus Holz aufgebaut und erst 14 Jahre später in der heute bekannten Marmorausführung fertig gestellt.

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Und zum Schluss zeige ich euch noch eine kleine Galerie an Schnappschüssen und Eindrücken, die ich bei meinem Spaziergang mitgenommen habe.


Vielleicht wisst ihr schon, worauf ich hinaus will. Ich finde diese Art von Artikel nicht prinzipiell schlecht, im Gegenteil, sie funktionieren und ich ertappe mich auch selber oft genug dabei, sie anzuklicken. Man liest sie immer wieder recht gern, sie haben Struktur und einen Aufbau, eine Art Ablauf. Aber: sie sind oft unpersönlich und austauschbar, gleichzeitig aber enorm aufwändig. Und dann frage ich mich: warum sollte ich das tun? Was hab ich davon, von „vielen“ Menschen gelesen zu werden, wenn es das ist, was gelesen werden will? Es werden Tipps gegeben, wie man seine Texte und Besucherzahlen verbessern kann – doch unterm Strich bedeutet es, sich, seine Blickwinkel, seine „Spreche“ zu verbiegen, nur damit die Statistik eine höhere Zahl anzeigt.

Und ich spüre, wie ich mich immer wieder dazu hinreißen lasse, darüber nachzudenken. Ist mein Instagram-Stream zu uneinheitlich? Sind meine Überschriften schlecht? Sollte ich mehr über die Orte und weniger über meine Gedanken erzählen?

Und dann frage ich mich: was hab ich davon? Was mache ich hier eigentlich? Ich investiere Zeit, Liebe, Mühe und Herzblut in diese Präsenz, weil es mir soviel gibt, zu schreiben und gelesen zu werden. Weil es mich wirklich glücklich macht von jemandem zu hören „dein Text hat mir geholfen“. Weil mir selbst vieles leichter fällt, wenn ich höre „ich weiß, wie es dir geht, ich habe das auch schon erlebt.“

Ich schreibe nicht für eine anonyme Zahl in meiner Statistik. Ich schreibe für Menschen, die zwei offene Augen und ein Herz haben, die zu weit weg sind, um sie persönlich zu treffen, aber die dennoch ein Stück des Lebens mit mir gehen wollen. Die gern mit mir über sich und das Leben nachdenken und was es denn lebenswert macht.

Und darum, sollte ich es jemals vergessen, erinnert mich daran. Pfeif auf SEO. Pfeif auf cross channel marketing. Pfeif‘ auf die Ich AG und branding. Ich schreibe hier, weil ich in eurem Leben eine kleine Spur hinterlassen will.

Darum erzähle ich euch zu den Bildern etwas ganz anderes, denn das sind die wahren Geschichten hinter den Bildern:

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Im Michelertor befand sich mein Uni-Institut. Das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft hatte die wohl prominenteste Adresse und das wohl abgefuckteste Innenleben. Dennoch war es jedes Mal wieder ein erhebendes Gefühl, die schwere Tür der Batthyanystiege zu öffnen und erhobenen Hauptes dahinter zu verschwinden.


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Die heiße Schokolade im Café Griensteidl war der einzige Grund, der mich bei den unglaublich langweiligen Sonntagsspaziergängen durch die Wiener Innenstadt mit meinen Eltern in der grauen und trüben Jahreszeit, bei Laune hielt. Mir wurde zwar schon damals immer schlecht wenn ich Milch getrunken habe, aber was nimmt man nicht alles in Kauf?


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In einer Seitengasse des Graben befindet sich eine altangestammte Wiener Disco, das „Cabaret Fledermaus“. Ich habe dort meinen 21. Geburtstag gefeiert. Sehr betrunken, sehr verliebt, sehr ausufernd, sehr lachend und weinend. Und ich muss jedes Mal an diese Nacht denken, wenn ich im Augenwinkel am Schild des Lokals vorbeikomme.


Ich weiß nicht, wie viele Male ich den Blick über die Wientaltrasse bereits fotografiert habe. Es ist sowas, wie mein „Home-View“. Ich liebe diesen Blick, egal ob es grau in grau ist, ob es schneit oder ob die Sonne den Wienfluss in orangegoldene Lava verwandelt. Es ist mein zuhause in der weiten Welt der Großstadt.


 

Die Stufen hinter der Albertina – ein Motiv, das ich schon vor vielen Jahren, ganz zu Beginn meiner Fotografie, entdeckt habe. Ich mag den Minimalismus, ich mag den Rhythmus, die klaren Linien und vielfältigen Elemente, die sich hier aneinanderreihen, genauso wie die Metaphorik, das nach-oben-streben und das klare helle Weiß der Mauern.


Den Rest der Bilder fand ich halt hübsch, drum sind sie da.

Und zum Abschluss will ich noch folgendes sagen: das Internet ist voll von Ratschlägen, wie man erfolgreicher wird. Aber die Frage, die man sich vielleicht stellen soll, ist: habe ich wirklich zu bloggen begonnen, um erfolgreich zu werden? Wer diese Frage mit „ja“ beantwortet, tut gut daran, diese Tipps zu befolgen – denn ich glaube, sie funktionieren. Aber wer hier einen Moment innehält und darüber nachdenkt, was er oder sie denn eigentlich teilen und erreichen möchte, ob der Mensch dahinter mehr als eine eindeutig identifizierbare IP-Adresse ist und ob einen schreiben „frei Schnauze“ nicht vielleicht glücklicher macht, der sollte sich nicht von Tipps und Tricks und Clickbaiting vereinnahmen lassen. Es spricht nichts gegen Kooperationen, wenn sie in den Rahmen des Blogs passen. Es spricht nichts gegen Zwischenüberschriften, faktische Informationen und Erfahrungsberichte. Im Gegenteil. Aber behaltet euch euren Stil, eure Persönlichkeit und zeigt ein bisschen eurer Seele, denn dann kommen die Leser – um zu bleiben.

Und darum, meine Bitte auch an euch! Schreibt! Schreibt aufrichtig und persönlich, schreibt von Herzen und nicht für die Statistik. Schreibt, was ihr wirklich gedacht oder empfunden habt, was euch glücklich und traurig macht, denn ich beobachte es immer mehr, wie Blogs, hinter denen Menschen stehen, denen ich gerne gefolgt bin, zuerst immer strukturierter und geplanter, immer zeitaufwändiger werden, immer weniger Spaß machen und die Personen dann dafür von der Bildfläche – und aus meinem Leben verschwinden.

Ein Blog ist nicht mehr wert, nur weil er mehr Likes und Follower hat. Ein Blog ist dann etwas wert, wenn er Menschen fehlt, wenn er verschwindet.

 

150 comments on “Innenstadt im Winter oder warum ich aufhörte anzufangen über SEO nachzudenken.

  1. Liebe Paleica,

    mit großem Interesse und Neugier über Deine Meinung habe ich diesen Artikel gelesen. Mir ist gerade im vergangenen Jahr auch der starke Gegensatz zwischen dem Trend zum selbstbestimmten Slow Blogging und im Gegensatz dazu das wachsende Angebot an Kursen aufgefallen, mit derer man anscheinend „blogerfolgreich“ wird. Wobei es sicherlich eine Frage der Definition ist, wie Erfolg definiert wird. Während für den einen Erfolg monetär untermauert werden muss, ist es für den anderen erfolgreich, wenn ein Austausch mit den Lesern zustande kommt.

    Ja, ich gebe zu, ich habe einmal einen dieser typischen „5 Dinge/Gründe…“ Posts veröffentlicht – und mich dabei unheimlich schlecht gefühlt. Jetzt lasse ich das lieber bleiben. 🙂 In der Tat bin ich manch anderen „entfolgt“, nachdem jeder Beitragstitel plötzlich diesem Schema folgte.

    Meiner Ansicht nach muss jeder selbst entscheiden, wie er seinen Weg geht. Doch bin auch ich der Ansicht, dass der Mensch hinter dem Blog nicht verloren gehen darf. Solange ich diesen nicht aus den Augen verliere, finde ich eine Professionalisierung überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, manchmal würde ich es mir von Herzen wünschen, wenn der ein oder andere Blogger beispielsweise einen Amazon-Partnerlink hätte. Mit einem Klick bringe ich diesem Menschen einfach ein wenig Wertschätzung entgegen. Und freue mich, wenn er beim nächsten Pizzaessen an mich denkt, weil ich dieses vielleicht mit unterstützt habe. Denn eines ist klar, ich glaube auch an die Mündigkeit der Leser. Dass sie in der Lage sind zu unterscheiden.

    Deine beiden Beiträge und die Bilder zur Innenstadt im Herbst bzw. Winter sind wieder einmal wunderschön! Ich persönlich finde es übrigens auch hier spannend, eine Mischung beider Sichtweisen zu sehen und zu lesen. Deine ureigenen Erfahrungen und Gefühle gepaart eben doch mit Auszügen aus Wikipedia oder wo auch immer her erlauben es mir, selbst in die Szene einzutauchen. Für mich wird das Bild dadurch noch abgerundeter. Ich finde es einfach schön, dann auch mehr über die Hintergründe/Geschichte etc. zu erfahren. Denn ich bin mündig und groß genug, dass ich, wenn ich das Gefühl hätte, es wäre ein Information Overload, einfach weiter nach unten zum nächsten Textabschnitt scrolle. 🙂

    Viele liebe Grüße
    Heike

    • liebe heike, danke für deinen tollen kommentar! und JA, das denke ich auch. obwohl ich beim wort „erfolgreich“ schon irgendwie skeptisch werde. klar gibt es massig menschen, die hoffen mit ihrem blog geld zu verdienen, da passt das. aber für private hobbyblogger finde ich ist das ein seltsamer zugang. natürlich hat jeder ziele mit seinem blog und natürlich will ich acuh, dass meine artikel gelesen werden. aber ich will mich ja nicht selbst verkaufen. aber dadurch, dass man ununterbrochen auf diese thematik gestoßen wird, geht es zumindest mir so, dass ich immer wieder zweifle. sollte ich doch abbiegen und mich an diesen grundsätzen orientieren? es verwirrt und verunsichert mich und ich denke, darin liegt das größte problem.

      ich habe eh auch geschrieben, ich hab nicht grundsätzlich was gegen diese art von posts. die können wunderbar erheiternd und bereichernd sein. aber wie oft sind sie einfach einfallslos und langweilig, weil im kalender steht, dass wieder gepostet werden muss und dann hatte der autor keine idee, fühlte sich aber sichtlich verpflichtet und hat schnell etwas aus wikipedia zusammengesucht. es ist auch das – der zwang, den es dem bloggen auferlegt. ich denke, es sollten sich viel mehr posts damit beschäftigen, dass bloggen für all jene, die damit kein geld verdienen, ein hobby ist, das freude machen sollte. klar gehört kommentieren und lesen dazu und klar ist das manchmal ein aufwand. aber wichtig ist vor allem, was von herzen kommt.

      ich denke, es gibt kein patentrezept dafür, wie sich ein blog entwickeln SOLLTE und genau das stört mich. dass einem vermittelt wird, ein blog ist nur dann etwas „wert“, wenn er von mindestens 1000 menschen abonniert wird. das internet war einmal der ort, wo sich menschen zurückgezogen haben, die genau bei diesem ganzen wahnsinn eben NICHT mitmachen wollten. die mit ihren blogs zu sich selber gefunden haben und eine community, in der all das eben nicht wichtig war. ich glaube, vorrangig stört mich diese bewertung, die einem überall entgegen springt: dein blog ist nur dann gut, wenn er auf google gefunden wird. dein blog ist nur dann gut, wenn deine abonnentenzahl jede woche um x leser steigt. das vergiftet finde ich einfach die kleine welt, die die blogosphäre einmal war (und leider schon lange nicht mehr ist). klar SOLL es diese großen wunderbaren überbelichteten schönen und tollen seiten auch geben, die über mode und ernährung und alles andere schreiben. aber es soll nicht jeder das gefühl haben, dass er so werden muss oder dass das erstrebenswert ist. ich finde, es verengt einfach die sicht auf die möglichkeiten und macht auch oft unzufrieden, wenn man sich zu sehr an statistiken usw orientiert und es ist einfach schwer geworden, diese faktoren außer acht zu lassen.

  2. Liebe Paleica,

    da sprichst du mir aus dem Herzen. Diese Headlines 5 Tipps für dieses und das, auch ich fühle mich angesprochen und klicke diese Posts an. Und die Headlines funktionieren ja auch, sind wahrscheinlich wirklich dazu angelegt Klicks zu generieren.

    Überschriften versuche ich an mein Layout anzupassen, zu lange Überschriften sehen nicht aus, das ist mein Hauptkriterium. Ich arbeite mit Zwischenüberschriften, weil es den Text einfach besser lesbar macht. So ein Haufen Text – ohne Absätze und Zwischenüberschriften – wäre jetzt nicht so meins.

    Das Wichtigste überhaupt: Persönlichkeit. Es darf nicht austauschbar sein und es sollte meine Note haben. Austauschbar ist nichts. Das kann die Art sein wie ich schreibe, wie ich in den Kommentaren mit den Lesern kommuniziere. Persönlichkeit ist KEY.

    Liebe Grüße, Bee

    • ja, das sind sie. und wie gesagt, ich finde sie überhaupt nicht per se schlecht. sie symbolisieren für mich nur einfach etwas bzw. fassen etwas überspitzt zusammen, das sich sonst schwer ausdrücken lässt.
      es gibt für alle diese tipps natürlich rational zugrunde liegende argumente und in bestimmten situationen machen sie selbstverständlich sinn. für die lesbarkeit, zb. aber zwischenüberschriften reinzuknallen, nur damit google sich freut. überhaupt – für google zu schreiben. man merkt das und ich mag es nicht. vor allem mag ich es nicht, immer mal wieder in die gedanken abzudriften, es doch auch selber zu machen.

      ich finde auch, dass die persönlichkeit das A und O ist, keine frage. aber grade, als ich heikes kommentar beantwortet habe, ist mir erst so richtig bewusst geworden, was es ist, das mich an all dem am meisten stört. es ist der wettbewerb, der geschaffen wird. die messbarkeit, die einem auferlegt wird. ich habe x follower, warum haben andere soviel mehr? ich muss auch xy follower haben, damit mein blog gut und was wert ist. früher gab es das hier nicht. man meldete sich auf irgendeiner seite an und hat was völlig irrelevantes über seinen tagesablauf geschrieben, dann haben sich interessen und tendenzen rauskristallisiert und der fokus war auf kochen oder fotografie oder games oder rezensionen oder was auch immer. man kommentierte anderswo, weil man sich dafür interessierte. ich klinge grade als wäre ich 80 und natürlich gibt es das heute auch noch. aber weniger. die aussicht, geld zu verdienen, führt oft dazu, dass eben nur mehr für google und die statistik geschrieben wird. ich finde es schade, weil ich glaube, dass dadurch viel bereicherndes verloren geht, das diese menschen sonst hätten schreiben können.

  3. Wieder so ein toller Beitrag! Ja, es stimmt, Blogs werden auch für mich erst interessant, wenn ich etwas über die Persönlichkeit der Schreibenden erfahre. Allerdings ist es manchmal schwer, im Internet offen zu sein und etwas von sich preiszugeben, weil man dadurch sehr angreifbar wird, wenn man nicht vollständig anonym schreibt. Ich finde, es ist ein sehr, sehr, sehr schwieriger Spagat! Insbesondere wenn man gerade selbst nicht so ganz mit sich im Reinen ist.

    Ich lese gerne auch Erfahrungsbereichte, Reiseberichte usw. Aber was mich interessiert, ist immer: Wie hat es der Person gefallen, was hat sie gedacht, was war ihr subjektiver Eindruck? Ich finde es ganz ok, wenn ab und zu auch mal ein paar Fakten fallen, aber wenn mir Abschnitt für Abschnitt Historie oder allgemeine Sachinfos präsentiert werden, bin ich einfach Kulturbanause und klicke weiter…

    Gesponserte Beiträge sind auch ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich merke, dass jemand trotzdem „kein Blatt vor den Mund nimmt“ und es zum Thema des Blogs passt – warum nicht? Aber oft werden einfach nur Fakten runtergebetet, hübsche Bilder gezeigt und alles für gut befunden. Sowas ödet dann einfach nur an…

    Liebe Grüße,
    Heike

    • danke liebe heike ❤ er ist in verhältnismäßig kurzer zeit entstanden, weil er mir einfach so unter den nägeln gebrannt hat.
      mir geht es genauso. ich will etwas über den menschen wissen.
      natürlich ist das schwer, ich schwanke auch immer wieder und stolpere so dahin und für viele wäre das, was ich hier offenbare viel zuviel, kein thema. aber ich glaube, wenn man so gar nichts von sich preisgeben möchte ist es vielleicht auch einfach nicht das richtige hobby?
      und auch wie du schreibst, wenn man nicht ganz mit sich im reinen ist – schreibt man nicht oft auch deswegen, um wieder mehr zu sich zu finden? das sind oft die texte, die anderen soviel geben – aber selten die, die für google etwas wert sind.

      dem zweiten absatz stimme ich uneingeschränkt zu. ich meine, ich bin da eh das beste beispiel. letzten sommer habe ich mich nur deswegen für das ziel spanien entschieden, weil ich bei zwei bloggern immer wieder so liebevolle worte über cadiz und valencia gelesen habe. ich war dann dort und dachte mir, ah, davon hat sie erzählt. das war wunderschön. ich hatte auf einmal erinnerungen an etwas, die gar nicht meine waren. einen bezug zu etwas, das ich gar nicht kannte.

      ich finde es grundsätzlich schon in ordnung, gesponserte posts zu verfassen. obwohl ich sagen muss, als leser vermeide ich die dann doch meistens, drum halte ich unterm strich auch nicht gar soviel davon. obwohl es natürlich drauf ankommt, was es ist. wenn man das produkt wirklich selbst empfehlen will und vielleicht selbst um eine kooperation anfragt, oder davor schon erfahrung damit hatte oder wirklich einen bezug dazu entwickelt, ist es ganz was anderes.

  4. Der zweite Teil hat mir besser gefallen:)

  5. Danke für den schönen und beeidruckenden Beitrag! Ich habe Wien gerade wieder ganz oben auf meine Liste der noch zu besuchenden Städte gesetzt 🙂 Zum bloggen möchte ich sagen, es ist natürlich schön, wenn die Statistik zufriedenstellend ist, heißt viele Likes kommen. Sie sagen aber nicht viel aus. Oft kommen die Likes so schnell, dass ich mich frage ob die Leser wirklich gelesen haben und nicht einfach nur like geklickt haben. Dafür möchte ich nicht schreiben! Nur um Likes zu bekommen. Mir geht es wie Dir, ich schreibe über Dinge die mich bewegen, die mir passieren oder von denen ich denke, dass vielleicht auch andere Menschen daran interessiert sind und daran Spaß oder Interesse haben. Und deshalb freue ich mich über jeden Kommentar, denn dann weiß ich – diese Person habe ich tatsächlich erreicht 🙂
    Deine Posts lese ich immer, manchmal lassen sie mich ’sprachlos‘ zurück. Ich würde dann gerne etwas dazu sagen finde aber in dem Moment nicht die richtigen Worte. Auch wenn ich mich nicht rückmelde in dem ich kommentiere, ich lese Deine sehr persönlichen Beiträge immer sehr gerne!

    • vielen dank liebe suzy! kommentare wie dieser machen mich wirklich glücklich und bestärken mich darin, dass der weg für mich der richtige ist, auch wenn ich durch diese ganzen ablenkungen manchmal daran zweifle.

      mir geht es mit den likes genauso. ich mag es nicht, wenn ich merke, dass jemand den auszug im feedreader gesehen hat und schnell geliked hat. das mache ich auch selbst nur bei nur-bild-posts. es zählen die kommentare. „erfolg“, wenn man es so ausdrücken will, ist für mich, wenn menschen bis zum ende gelesen haben und dann etwas hängen geblieben ist. aber das lässt sich nunmal nicht messen. und im grunde sollte es darum wohl auch nicht gehen. klar möchte man gern, dass man viele leser mit seinen texten erreicht, keine frage. aber das ziel ist doch, viele leser mit dem zu erreichen, was man sagen möchte – und nicht, viele leser zu erreichen mit dem, was google ausspielen möchte.

  6. Hallo liebe Paleica,
    danke für deinen wunderbaren Beitrag. Mich nerven diese vielen sogenannten Geheimrezepte, im Stil von „Wie du über Nacht 1000 Follower gewinnst“, gewaltig. Einer schreibt beim anderen ab, gähn. Von Erfolg kann da wohl keine Rede mehr sein.
    Ich freue mich, zu lesen, dass du dir deine individuelle, persönliche Note bewahrst. Das lässt sich nicht kopieren und macht es doch erst spannend 🙂
    Sonnige Grüße, Annette

    • vielen dank liebe annette, fürs lesen und auch für deine worte. es freut mich sehr von meinen lesern zu hören, dass sie das gut finden. dann ist es bestimmt die richtige entscheidung 🙂
      und mir geht es genauso. wenn ich mir überlege, wie unzählige male ich schon dieselben dinge gelesen hab, weil sie überall wieder aufpoppen. klar erscheine ich als leser in der statistik, aber nur, um das fenster genervt zu schließen, weil die überschrift mir etwas suggeriert hat, was der inhalt nicht halten konnte.

  7. Was du sagst stimmt ziemlich genau. Und genau deswegen habe ich momentan mit dem bloggen aufgehört. Ich hab nicht das Gefühl momentan so zu schreiben zu können, wie ich es gerne möchte. Inmitten dieser vielen „perfekten“ Blogger fühle ich mich momentan einfach nicht wohl… Ich hab keine Lust meine Blogposts irgendwie zu optimieren oder zu den besten Zeiten online zu stellen. Und doch hat man irgendwie das Gefühl, dass man das doch eigentlich tun sollte.

    Deswegen ist Instagram momentan ein bisschen der Kompromiss für mich. Dort achte ich nicht wirklich auf farblich perfekt abgestimmte Bilder im Stream, sondern poste einfach die Bilder, die mir gerade gefallen oder an die ich permanent denken muss. Muss mir keine 300-Wörter-Texte dazu einfallen lassen, aber wenn ich möchte kann ich doch auch mal ein paar Worte mehr loswerden.

    • du bist das beste beispiel dafür, dass das ganze für mich auch persönlich negative auswirkungen hat. ich vermisse deinen blog und deine beiträge. wenigstens bist du nicht ganz verschwunden 🙂 aber trotzdem ist es genau das, worum es geht. man bekommt das gefühl vermittelt, dass sich der „erfolg“ nicht einstellt, dass man etwas nicht richtig macht, bei anderen scheint es so leicht zu gehen, man fragt sich, an welchen schrauben man drehen kann – und zum schluss lässt man es sein, weil es keinen spaß mehr macht.
      im laufe der kommentare hier jetzt habe ich für mich erst den kern der sache definieren können: es ist der konstruierte wettbewerb, der mich stört. wenn menschen anfangen zu joggen tun das auch nicht 90%, um einen marathon zu laufen und die zeiten von irgendwelchen anderen personen zu unterbieten. natürlich setzt man sich ziele und freut sich über fortschritte, aber meistens fokussiert man sich ja doch auf sich selbst. beim bloggen scheint mir das total aus der mitte zu rücken. ein blog ist nicht mehr wert, nur weil er mehr likes und followers hat. ein blog ist dann etwas wert, wenn er menschen fehlt, wenn er verschwindet.

      • Der letzte Satz, dafür könnt ich dich knutschen. ❤

        (Ich überlege übrigens schon seit Wochen wieder anzufangen – mir fehlen nur wirklich noch ein bisschen die Worte.)

        • 🙂 was wahr ist muss wahr bleiben 🙂
          und von mir aus darfst du auch gern mit reinen, wortlosen bildern anfangen, hauptsache du fängst wieder an 😉

  8. Das war wieder mal ein sehr interessanter und nachdenklich stimmender Beitrag! Ich glaube jeder Blogger strebt nach so vielen Followern wie möglich und ich ertappe mich allzu oft dabei, dass ich mir denke „wie mache ich das am besten?“ Irgendwie ist es doch eine Anerkennung und Befriedigung wenn ein Beitrag viel geklickt und geliked wird… Aber unter allen denen sind mir diejenigen, die mir regelmäßig ihr Feedback geben, am liebsten – ganz nach dem Motto: Qualität vor Quantität 😉

    • danke 🙂
      ja, das glaube ich auch und wie gesagt, ich verstehe das auch. aber ich denke, all die follower bringen einem nichts, wenn der inhalt nicht mehr man selbst ist. es ist auch durchaus gut, sich zu überlegen, wie das, was man eben drüberbringen möchte, eventuell am besten drüber bringt. kritisch wird es erst, wenn man gern über etwas schreiben oder etwas zeigen möchte und dann was ganz anderes macht, weil man das gefühl hat, dass es besser für google/für die follower ist.

  9. Du hast Recht, Paleica. Es ist ein Kräftmessen, Zahlen zählen. Wieviel Klicks, wieviel Follower? Ich habe mir anfangs auch genau diesen Druck gemacht.
    Ich bin heute fast frei davon, ich freue mich über jeden Abonnenten, aber ich möchte gerne aktive Leser, die mit mir in einen Dialog treten. Auch wenn ein Rezept nicht gut ankommt, werde ich Rezepte weiter veröffentlichen, weil mir das Spaß macht über das Kochen zu schreiben und Food zu fotografieren 😊

    • mir geht es auch so. ich freu mich einfach über die leute, die ich schon kenne, die immer wieder kommen und die mich auch teil ihres lebens werden lassen und über die vereinzelten neuen, die dazukommen, sei es über die projekte oder woher auch immer, ich mag auch die stillen mitleser, die einfach für sich etwas draus mitnehmen. aber ich will mich nicht anfangen, darüber zu definieren – oder meinen blog. und ich merke, dass es mir immer wieder passiert, auf diese zahlen zu schielen und mir zu denken „könnte ich?“ „sollte ich?“ darum war für mich selbst mal wieder ein entschiedenes „NEIN!“ notwendig 🙂
      und: ich freu mich über deine rezepte. nur nicht aufhören 😉

  10. du schaffst es mit deinen Bildern einen immer mitzunehmen als würde man auch direkt davor stehen und das gleiche sehen. Das Gleiche machst du mit deinen Worten. Also alles gut und der richtige Weg. Das Bild deines Home -Views mag ich sehr, sehr.

  11. Das ist einer der besten Artikel, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Einfach wundervoll, dein Sarkasmus zu Beginn. Wenn man dann auch noch in Wien lebt, so wie ich, muss man einfach doppelt schmunzeln. Ich weiß ganz genau, worauf du hinaus willst – dieser Trend zu SEO-normierten Artikeln schreckt mich ebenso ab. Umso schöner finde ich es, dass du einen anderen Weg gefunden hast, einen tollen Blog zu führen. Behalte dir deinen Stil!
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • dankeschön ❤ das streichelt meine seele 🙂 ich geb mir mühe. oder eigentlich, anders gesagt: ich glaub, ich kann gar nicht anders. ich hab das vor viiielen jahren schonmal versucht, da gings noch nicht um SEO aber da dachte ich, wen interessiert denn der schmarren aus meinem kopf, ein wien-info blog wäre doch viel besser. aber ich hab mich so sehr selbst dabei gelangweilt zu recherchieren dass ich es sehr bald sein gelassen hab ^.^

  12. Also, deinen Blog würde ich SEHR vermissen, wenn er anders würde als er ist (was nicht gegen Weiterentwicklung in deinem Sinne spricht, im Gegenteil). 😉
    Ganz ehrlich, als ich begonnen habe, deinen Beitrag zu lesen, musste ich schon arg schmunzeln angesichts des heraus zu lesenden Untertons und gleichzeitig habe ich gemerkt, wie ich begonnen habe, den Text zu überfliegen. Den zweiten Teil habe ich gründlich gelesen 😉 Der war für mich interessant.
    Vielleicht hat es auch damit zu tun, was man mit einem Blog möchte und welche Menschen man erreichen möchte. Je nachdem lassen sich verschiedene Strategien nutzen.
    Ich persönlich mag es persönlich und bin ein großer Fan des Austauschs zwischen meinen Followern und Bloggern, denen ich folge. Das sind nicht 1000, aber das ‚bisschen‘ gibt mir ganz viel. Ich lerne durch das Lesen und Sehen unterschiedlicher persönlicher Welt’sichten‘ und fühle mich bereichert und inspiriert.
    Wenn ich Informationen haben will, geh ich konkret im Netz suchen.
    Mein Blog ist aber für mich vordergründig ein Ausdruck meiner selbst und der größte ‚Erfolg‘ ist der, wenn ich selbst spüre, dass ich es geschafft habe, etwas in Bilder und Worte umzusetzen und irgendjemand versteht oder Spaß daran hat, nachdenklich wird oder sich freut. Yeah!! Mehr? Braucht es kaum. Natürlich freue ich mich auch über jeden Follower, aber ich blogge ja auch privat und zu keinem anderen Zweck als einen Kanal zu haben, das, was mein Innerstes in Bilder zu verarbeitet, zu zeigen. Und vielleicht zu merken, dass ich nicht alleine damit bin.
    Hmm, es mögen viele andere Absichten haben. Sollen sie sie verfolgen. Ist ja auch sonst im Leben so.
    Ich freu mich aber, dass es Blogger gibt, die aus solchen persönlichen Gründen bloggen wie du. Schön!!

    • das ist ein wunderschönes kompliment meine liebe andrea ❤ und im vertrauen gesprochen: ich würde meinen blog auch sehr vermissen 😉 (deinen übrigens auch!). weiterentwickeln tun wir uns ohnehin immer, bei mir hat sich grade anfang letzten jahres ja viel verändert. das find ich auch schön und gut – aber wichtig ist, dass die veränderung von innen und nicht von außen kommt.

      gell, das ist schon so. mir geht es auch so. klar funktionieren die artikel – aber sie bleiben halt nicht hängen. sie sind meistens (!) oberflächlich, weil sich unterm strich dann viele eben nicht die mühe machen, was besonderes draus zu machen.

      auch da geb ich dir recht. klar kommt es drauf an, welche ziele man verfolgt. drum meinte ich: wenn erfolgreich das ziel ist, dann sollte man das wohl umsetzen. man sollte sich nur fragen, ob das eben wirklich das angestrebte ziel ist – oder vielleicht nicht. sonst geht vielen menschen etwas wunderbares verloren – nämlich blogs wie deiner. ich glaube, es gibt viele menschen, die ihre blogs gegründet haben, um eine plattform zu haben, wo sie sich ausdrücken können. und wenn man dann zuviel in den "falschen" communities unterwegs ist ändert man dann alles auf "food, diY, fashion und travel" und ist auf einmal total austauschbar, weil darin nicht das herzblut steckt, sondern gut gemeinte ratschläge.

  13. Ein Glanzlicht am Bloggerhimmel! Ehrlich. Selten musste ich soviel schmunzeln, fühlte ich mich so ertappt und musste ich soviel nicken während des lesens eines Beitrags. Ich dachte immer das Bilder mehr in mir bewirken können als Texte. Tja, da hast Du mal das gegenteil bewiesen… Danke für diesen ehrlichen, tiefen Anstoß und den Wachrüttler…

  14. Liebe Paleica!
    Du hast sehr gut zusammengefasst, was mir in den letzten Tagen Kopfschmerzen bereitet hat!
    Einerseits möchte ich schon gerne mehr interessierte Leser haben, aber ich will auch über die Sachen schreiben, die mich beschäftigen! Ich habe sowieso das Gefühl, dass wir es mit dieser Art des „Contents“ eher schwer haben als Fashion- oder reine Reiseblogger. Gefühle und Überlegungen kann man nur selten in 1-x Steps unterteilen. Es ist eine Herausforderung für viele einen langen Text zu lesen.
    Aber ich glaube, dass die anderen Kommentare hier zeigen, dass du nicht alleine bist und das andere auch auf SEO pfeifen 🙂

    • liebe anissa, zuerst mal herzlich willkommen hier in meinem kleinen blog und danke für deinen kommentar!! es ist schon toll zu sehen, dass offenbar noch genügend menschen unterwegs sind, die das ähnlich empfinden wie ich und ich hoffe sehr, dass wir alle nie unseren blick für uns selbst verlieren.
      du hast sicher recht – menschen, die in eine „verkaufbare“ kategorie einzuordnen sind tun sich da leichter. aber auch hier ist die frage, ob der qualitative austausch mit 20 lesern nicht wertvoller ist als stumme 2000 – grade in dem was wir hier machen.

  15. Erfolgreich mögen Blogs sicher sein die viel Mühe in diese SEO-Geschichte stecken, aber die Persönlichkeit geht verloren man liest sie wie einen Reiseprospekt (mal als Beispiel zu diesem Thema). Interessant ist aber doch gerade an einem Blog das Persönliche sonst fehlt das Lebendige.

    LG Soni

    • ja, so sehe ich das auch. dabei lese ich doch einen blog, weil ich etwas persönliches lesen möchte – sonst kann ich ja gleich ein hochglanzmagazin lesen. aber irgendwie wollen heute soviele hochglanzmenschen sein und ob das gut tut?

  16. Auch für mich passt dieser Eintrag absolut zu eigenen aktuellen Gedanken (Muss ich etwas tun um mehr Follower zu bekommen? Brauche ich mehr Follower und/oder Zuspruch?). Deine Gedanken kann ich ziemlich gut nachvollziehen und ihnen zustimmen. Und deshalb hat mich dieser Artikel besonders angesprochen.
    LG,
    Matthias

    • hallo matthias, vielen dank fürs lesen und deinen kommentar. es ist wirklich toll, wieviele sich ähnliche gedanken machen. ich habe erst gezögert, ob ich den artikel wirklich so drastisch veröffentlichen soll, ich möchte ja auch niemanden kränken oder beleidigen, es darf/kann/soll ja jeder seinen blog führen wie er will. aber ich hatte den eindruck, dass es mir gut tut, das für mich selbst mal wieder festzuhalten und vielleicht den einen oder anderen daran zu erinnern, dass eine statistik nicht das maß aller dinge ist.

  17. Paleica, mal wieder voll getroffen! Was für ein genialer Text! Danke dafür. Als ich das gelesen habe, hast Du mir viele Gedankengänge noch mal vor Augen geführt, die mich zum Beispiel dazu gebracht haben, meinen Blog umzuschmeißen und daraus ‚Brainspaces‘ zu machen. Weil ich einfach das teilen möchte, was gerade in meinem Kopf Raum einnimmt. Ich wünsche mir natürlich vor allem für meine Bilder ein großes Publikum, aber schon allein diese nervigen Überschriften ‚Mit DIESEN fünf Tipps‘ oder ‚DIESE Frau hat auf DIESE Art…‘ oder ‚DIESES Bild musst du gesehen‘ haben oder sonstwas gehen mir so derart auf den Keks, dass ich da maximal reinlese, wenn ich gezielt auf der Suche nach einer Information bin und der Artikel dummerweise gerade diesen Titel hat.
    Außerdem, gerade was meine Fotos und meine Gedanken und auch mein Wissen angeht, ist mir das viel zu wertvoll, es derart zu verbiegen.
    Ich persönlich fange in klitzekleinen Schritten auf, mir auf einer anderen Adresse etwas aufzubauen, das in erster Linie auf Erfolg aufgebaut sein wird und sicherlich werde ich da diese Tipps auch beherzigen. Aber nicht auf meinem ‚Heimatblog‘, der soll einfach nur ’schön‘ sein und die Leute und mich gleich mit erfreuen. Und da pfeife ich das Liedchen mit Dir – und den anderen hier, denen Dein Text so gut gefallen hat 😉

    • natürlich – ich denke jeder, der content produziert, möchte, dass der auch gelesen wird. aber wie eh schon mehrmals gesagt: man möchte ja, dass das gelesen wird, was man selbst sagen möchte und nicht, dass gelesen wird, was google mir vorschreibt zu sagen. you know what i mean 🙂 und im rahmen dessen gibt es sicher tools, die man verwenden kann, um neue leser zu gewinnen. es wäre gelogen wenn ich sagen würde das nicht zu tun. aber mir ist einfach ein aufmerksamer aber stiller leser hundert mal mehr wert als eine person, die schnell liked aber nichts liest.

      für den beruf brauche ich ja diese tools auch zeitweise, da nützt es nix. manchmal auch für hobbies, die man eben an eine anonyme masse möglichst weit verbreiten will. aber hier geht es drum – wie sileas schon gesagt hat: qualität vor quantität ^.^

  18. Liebe Paleica,
    für mich zählt überhaupt nur der 2.Teil Deiner Wiener Stadttour.
    Den ersten Teil finde ich so in etwa 20 anderen Tourismustipps für Städtereisen (natürlich nicht mit so herrrlichen Fotos!!!) aber der 2.Tei zeigt mir Deine persönliche Sicht. Deine Erinnerungen, deine Gedanken und personalisieren dadurch auch für mich die Fotos und erlauben mir einen etwas tieferen Blick!

    Ich persönlich neige ja eher nicht dazu, mich über mich selbst auszulassen und viel über mich zu erzählen. Ich lese allerdings mit viel Freude und Interesse, wenn andere über sich berichten und ich Gemeinsamkeiten erkenne und mir dann nicht mehr so alleine vorkomme….
    Und gerade weil es mir schwer fällt, über mich in Worten zu berichten, lasse ich Bilder/Fotos sprechen, immer in der Hoffnung, auch „wortlos“ Gehör und/oder Gleichgesinnte zu finden.

    Liebe Grüße
    moni

    • danke liebe moni, das ist schön zu hören. das ist eben genau das, was ich mir denke. hätte ich den beitrag ohne den generellen blogosphärischen hintergrund geschrieben, hätte ich vielleicht schon den einen oder anderen „fakt“ angemerkt, aber der zweite teil wäre mit sicherheit im vordergrund gestanden. es ist das, was blogs für mich wertvoll macht. zeig mir, was du auf der welt siehst – aber zeig mir vor allem WIE du es siehst. das ist für mich ein bisschen die prämisse, denke ich.

      ich kenne das. ich hab früher eigentlich hier auch viel weniger „klar“ geschrieben, es hat sich mit der zeit einfach entwickelt, dass man leichter wird, wenn man dinge an- und ausspricht und für mich ist das hier einfach die richtige form. manchmal versuche ich aber auch, interpretationsspielraum zu lassen und dann freut es mich natürlich besonders, wenn leser das richtig verstehen und auf den zug aufspringen.

  19. Hey! Als ich meinen Blog vor knapp drei Jahren startete, haben mich Likes, Follower wenig interessiert. Ich habe immer schon getextet, meist Haiku (Gedichte), oder Kurzgeschichten. Auch heute lese ich noch sehr gern reine Gedichteblogs. Ich hatte mir überlegt, wie ich mehr Frauen erreichen und ihnen z. B. beim Coming Out helfen kann und auch, wie ich die üblichen Vorurteilen gegen „Homos“ entkräfte. LeserInnen hatte ich kaum, aber über Facebook muss ich mich nicht zum Äffchen machen.

    Meist rede ich Klartext und trete Leuten schon mal auf die Füße dabei. Verbiegen für Klicks? Das machen nur die anderen. Ich finde Blogs gut, die über ein Thema berichten. Reiseberichte, gern auch Fotoblogs. Und ich finde Blogs gut, wenn ich den Menschen dahinter erlebe und die Botschaft, die Sprache verstehen kann. Abgehobene, oder überheblich-arrogante Texte / Blogs lasse ich ebenso aus, wie die radikalen.

    • liebe nandalya (wunderschöner name übrigens), danke für deinen gegenbesuch bei mir 🙂
      ich muss sagen, ich finde es ein wenig beeindruckend, wenn menschen sich da so total abgrenzen können. mir geht es einfach immer wieder so, dass ich mich verunsichern lasse und in frage stelle und mir denke „sollte ich doch“ bis ich an den punkt komme, wo ich feststelle, dass ich eben weder soll noch will.

      dem zweiten absatz stimme ich uneingeschränkt zu.

  20. So schoen geschrieben! Ich ertappe mich naemlich auch immer bei solchen Gedanken…und bei Instagram versuche ich es gerade sogar. Aber vor allem, weil ich es selbst tatsaechlich schoener finde – und auch nicht alles in weiss und so, sondern eher in grau und blau toenen, weil die mir enfach besser gefallen. Wem das nicht gefaellt, der braucht mir ja nicht zu folgen!
    Generell werde ich ein paar der Tipps zwar schon beherzigen, aber einfach, weil ich selbst merke, dass es auf meinem Blog oft an Struktur fehlt, und das moechte ich einfach gerne aendern. Das ist dann aber auch schon alles, vor allem von diesen Ueberschriften halte ich recht wenig.

    Auf jeden Fall ein toller Text!

    • dankeschön 🙂 ich finde auch nichts dabei, wenn menschen die konsequenz haben, ihren instagram-stream mit einem einheitlichen stil zu füllen. im gegenteil. ich LIEBE diese accounts. ich habe bloß nicht die konsequenz, das durchzuziehen bzw. hab ich das gefühl, dass ich mich da einschränken müsste und das will ich nicht.

      ich finde ja auch grundsätzlich nicht per se alles schlecht, im gegenteil. grade zb struktur finde ich schon hilfreich in einem blog. oder etwas, das bei mir ganz ins hintertreffen geraten ist: kategorisierung. ich mag das sehr gern, aber ich schaff es halt hier bei mir nicht. dennoch sind diese dinge alle mittel zum zweck und das sollte man nicht vergessen. im vordergrund steht der mensch mit seinen interessen und begabungen oder gedanken oder was auch immer, aus denen ein blog entsteht. dann kann man die tools nützen um das bestmöglich zu transportieren. ansehnliche bilder, ein unkompliziertes layout, rechtschreibung und grammatik, alles was es da so gibt. aber im zentrum sollte halt das stehen, was die person teilen WILL und nicht, was google verlangt.

      • Ja, da hast du auf jeden Fall Recht! Kategorien und regelmäßige Posts sind so ziemlich das einzige, was zur Zeit bei mir auf dem Blog strukturiert ist…mal sehen, ob ich es auf Dauer schaffe, mehr Struktur reinzubekommen, ohne mich einzschränken 🙂

  21. war für mich sehr interessant, guten Start in die zweite Wochenhälfte

  22. ach, sind wir heute zynisch 😉

    Ich finde, solche Artikel haben ihre Berechtigung, immerhin klicken wir alle drauf, wenn wir einfach schnell Infos haben wollen und wissen wollen,w as es wo zu tun und zu sehen gibt – aber wenn ein Blog NUR aus solchen Artikeln besteht, hab ich das Gefühl, dass sich da jemand nicht viel Mühe geben will (obwohl ich in meine Florenz-Listen tatsächlich viel Arbeit gesteckt habe und eigentlich gerne auch so etwas über Bamberg schreiben würde).

    Was mich immer total ärgert sind eben diese „Insidertipps“ von Leute, die gerade mal ein langes Wochenende irgendwo waren. Also, das find ich immer sehr nervig und völlig unglaubwürdig.

    Wie gesagt: An sich finde ich Listen hin und wieder nicht so schlimm, aber man muss halt auf dem Teppich bleiben 😀

    • ach, so zynisch war es gar nicht gemeint 😉 da ist mir wohl ein bisschen der wiener einschlag mit mir durchgegangen 😉

      klar haben sie ihre berechtigung. ich habe ja versucht herauszustreichen, dass es mir nicht drum geht, diese artikel PER SE zu verdammen, sondern einfach, dass ich es nicht gut finde, wenn menschen nur um mehr besucherzahlen zu haben etwas schreiben das sie eigentlich gar nicht interessiert. wenn sich im rahmen eines blogs solche listen finden, weil man erfahrungen gemacht hat, die man weitergeben möchte und da auch einfach herzblut reinsteckt, dann ist das wunderbar.

      das mit den „insidertipps“ finde ich auch. so als hätte ich nach dem verlängerten wochenende in berlin den anderen die berliner welt erklären wollen.

      • Leider ist das aber echt weit verbreitet. Da reist jemand einmal in ein Land oder eine Stadt und hinter her veröffentlicht er einen Artikel, wo er „Tipps“ gibt angeblich ach so off the beaten track. Als würde man den beaten track in vier Tagen oder zwei Wochen überhaupt verlassen -.-

        Ja, da hast du recht. Dieses ewige „Ist das gut für Google, wenn ich dies und das mache?“
        Ich kann aus Erfahrung sagen: Meine Florenz-Listen waren SEHR gut für Google. 😀 Daran hatte ich gar nicht gedacht, als ich sie verfasst hatte. Aber ist ein schöner Nebeneffekt 🙂 Schade aber, dass man keine Rückmeldung kriegt, ob jemand irgendwas von meinen „Insidertipps“ 😉 ausprobiert und für gut befunden hat.

        • ja, das ist es. aber ich finde auch da kann man differenzieren. wenn jemand schreibt, das hat mich an der stadt total begeistert und erklärt warum und vielleicht auch warum es für andere touristen interessant ist, dann kriegt das wieder ganz anderen charakter. es kommt halt immer auf die feinheiten an 🙂

          🙂 ich hab eine so eine blöde liste von vor 100 jahren „250 dinge…“ und diese liste wird permanent gefunden, die hat immer klicks. eigentlich nervig, das war einfach nur ein bedeutungsloser blödsinn. aber daran sieht man eben: JA das funktioniert. aber gut, man kann es sich zunutze machen, wenn es etwas bringt, das ist ja auch ein vorteil.
          das stimmt. kommentieren tun die google surfer ja eher nicht.

  23. ach ja, übrigens habe ich unterhalb der Michaelerkuppel mein Praktikum bei der ÖNB gemacht 🙂 Im Literaturarchiv. Und das Küchenfenster ging genau raus in die Kuppel 😀 Hatte was. Das erhebende Gefühl, wenn man die Tür öffnet und vor den Augen all der Touris in der Hofburg verschwindet, kenne ich auch. Man kommt sich so irrisinnig gut dabei vor 😀

  24. irgendwie kommen mir sämtlich Ideen gerade nur häppchenweise – meinetwegen füg meine Kommentare zu einem zusammen, wenn es dich stört

    Ich hab mal zusammenfassen müssen, wie ich meinen Blog beschreiben würde und an wen er sich richtet, wie die Leser ihn empfinden sollen. Ich hab darauf geantwortet: Sie sollen das Gefühl haben, dass ich ihnen bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Bier in der Kneipe von meinen Reisen und Erlebnissen erzähle. Das können Anektoden sein, Reiseverläufe, ich kann ihnen Bilder zeigen, die ich gemacht habe und die mir einfach gut gefallen haben, oder ich kann ihnen sagen, wo sie UNBEDINGT hingehen müssen, weils da so schön ist.
    Ich versuche, diesem Anspruch immer etwas gerecht zu werden. Manchmal kommen mir dann andere Ideen, die vielleicht nicht komplett in diesen Anspruch passen, aber dann ist das halt so. Ich ändere ja manchmal – gerade beim Bier 😉 – auch meine Erzählweise.

    • ach das macht doch nix 🙂

      ich finde, das ist eine schöne beschreibung. und du folgst dem grundsatz, der mir deswegen wichtig ist, weil ich glaube, dass es einen blog authentisch macht: du schreibst dinge, die für dich in dem moment grade passen. egal, ob der leser jetzt furchtbar „verwirrt“ ist. ich denke mir, soviel mündigkeit kann man dem besucher schon zutrauen, dass er es erträgt, wenn die themen manchmal ein bisschen seitwärts ausschlagen 🙂

  25. Liebe Paleica,
    Für mich gehört dein blog zu den wenigen in denen ich auch lange Texte lese und das nicht nur wegen der Fotos. Das Albertinastufenfoto gefällt mir auch sehr, obwohl es SW ist und ich doch keine SW-Fotos mag. Du bist eben meine Ausnahmebloggerin 🙂
    Mich interessieren auch nur blogs mit Persönlichkeit, allerdings finde ich es manchmal boshafterweise lustig, wenn mir einer unterkommt dessen SchreiberIn sich gerne an Optimierungsvorschläge halten möchte, das aber nicht so richtig hinbekommt 🙂

    • ❤ das ist ein sehr schönes kompliment meine liebe und das freut mich sehr. ich habe die erfahrung tatsächlich gemacht, dass das feedback wesentlich spannender ist, wenn die texte länger sind. ich habe mich lang da nicht drüber getraut, weil ich selber auch eher lesefaul bin und mir nur selten die zeit nehme, längere texte anderswo zu lesen. darum wollte ich das meinen lesern ursprünglich auch nicht "antun", weswegen mein blog dann mit der zeit irgendwie zu einer total neutralen bildergalerie geworden ist. seit ich das letztes jahr umgekrempelt hat merke ich, wie sehr sich die qualität der kommentare verbessert hat. ich habe zwar nicht mehr besucher, aber viel mehr spaß und freude. und um das geht es doch irgendwie 🙂

      und ja, haha, das kann ich verstehen 😉

  26. Hi
    Die Innenstadt ist immer für eine paar Aufnahmen gut ;).
    Mit dem Bloggen ist eben so eine Sache, da gibts auch oft Leute die einen abonieren nur damit man sie dann auch aboniert…
    Ich abonnier was mich ineressiert und poste weil ich nicht mag das meine Arbeiten nur in der Schublade verstauben. Außerdem wenn man mit jemandem plaudert ist es schön wenn man auf die Frage „was fotografierst denn“ demjenigen einen Sticker mit meinem Blog in die Hand drücken kann. LG Peter

    • das stimmt. die bilder sind ja wirklich nur in ein paar minuten entstanden, vielleicht nehm ich mir beizeiten auch mal mehr zeit dafür.
      ja das kenne ich, obwohl mir das eher auf instagram begegnet. aber das mache ich nicht. und das stimmt. obwohl ich sagen muss, dass meine „real life“ bekanntschaften irgendwie mit einem blog völlig überfordert sind 😉

  27. Vielen Dank für Deine Städtetour durch Wien. Ein Reiseführer könnte es kaum besser machen. Vieles habe ich bereits persönlich kennengelernt. Einige Details habe ich hier von Dir erfahren. Vielen Dank.
    Ich bin kein großartiger Städtereisender. Doch Wien hat meine Meinung und meine persönliche Einstellung zu Städtereisen schon ein wenig positiv beeinflusst.

    Weil ich Statistik liebe und mich die Reichweite meines Blogs interessiert, bekenne ich mich an dieser Stelle als Nutzer eines Seotools, Selbst anwenden tue ich SEO-Regeln eher kaum. Dafür sind meine eigenen Beiträge viel zu kurz gehalten. Ich glaub, da ist so mancher Kommentar auf einem besuchten Blog oft länger.
    Wobei man mit den richtigen Schlagworten, Tags, Bildbeschreibungen usw. schon ganz schön Einfluss auf die Reichweite nehmen kann und das ist ja dann doch schon wieder „SEO“ und interessant.

    Auch sogenannte Affiliate Links finde ich recht spannend. So kommt man aus einer interessanten Produktbeschreibung gleich zum Produkt und der Verfasser bekommt ein paar Bonuspunkte für seinen betriebenen Aufwand.

    Wie man in den Kommentaren zu Deinem Beitrag sehen kann, beschäftigt das Thema doch richtig viele. Das scheint mir so, wie mit „Modern Talking“ oder der „Bildzeitung“ zu sein. Keiner hat sie je gehört oder gelesen. Aber alle kennen’s.

    LG Jan

    • bitte gern lieber jan 🙂 und das ist natürlich schön zu hören, wenn wien da für dich ein besonderes plätzchen einnehmen konnte.

      ich hab für mich festgestellt, dass user, die so über suchmaschinen kommen, oft für meinen blog total „wertlos“ sind. die wollen dann fotos sehen und es interessiert sie gar nicht, was hier sonst passiert. drum muss ich mich einfach immer dran erinnern, dass das für mich nicht der richtige weg ist ^.^ was nicht heißen soll, dass das für andere nicht ganz wunderbar passt. vielleicht ist das in dem text zu wenig rausgekommen.

      solche dinge, die eben wirklich reinpassen, wollte ich davon auch explizit ausnehmen. klar bietet das dem leser mehrwert und das darf dann ruhig auch lukrativ sein. ich meinte eher – wie es mir schon angeboten wurde – kooperationen zu etwas, das ich a) nicht kannte und mit dem ich mich b) nicht identifizieren konnte. wie wertvoll kann ein artikel werden, den ich zu so etwas verfasse, nur damit ich 50€ dafür bekomme?

      und ja, klar beschäftigt es alle, man kommt ja gar nicht dran vorbei, selbst wenn man will!

  28. Wieder einmal traumhafte Aufnahmen einer sehr schönen Stadt 🙂 Ich mag die Stimmung, die Du mit den Farben bewirkst.
    Zum Thema SEO: Puh, ja. Also ich achte schon in gewissem Maße darauf, dass meine Artikel von Suchmaschinen gemocht werden. An erster Stelle steht jedoch der Leser und für diesen schreibe ich auch. Manchmal muss man auch fünfe gerade sein lassen. Ich kann es nicht leiden, wenn Artikel total offensichtlich nur für Suchmaschinen geschrieben sind.

    • danke liebe ginni 🙂 das ist das schöne an netzwerken wie instagram, man kann sich von anderen inspirieren lassen und kommt auf sichtweisen, die man selber nicht gefunden hätte und die man dann umsetzen und sich weiterentwickeln kann.

      deinen blog zb im speziellen würde ich von diesem artikel total ausnehmen. du hast dich ja sehr bewusst für ein thema entschieden, das dich selbst interessiert und mit dem du dich beschäftigst. da geht es um was ganz was anderes – und da macht es absolut sinn, auf diese technischen aspekte zu achten, weil du ja leser ansprechen willst, die zu dem thema etwas suchen. da wäre es gar nicht mal so schlau, das außen vor zu lassen 😉
      bei mir ist das einfach von der grundintention anders. ich schreibe die texte, weil sie rausmüssen und weil das von herzen kommt. gedanken und gefühle kann und sollte man nicht für google optimieren, finde ich 😉

  29. Liebe Paleica, gerade das ist es, wieso ich immer wieder gerne bei dir lese, auch wenn ich mich in letzter Zeit zugegeben etwas rar mache.
    Es ist etwas eigenes, was du schreibst, Häufig kritische, immer eigene Gedanken.
    Häufig stößt du damit auch Denkprozesse an. Ich grübele im Moment, ob ich mehr schreiben sollte in meinem Blog. Aber für Menschen, nicht für Google.
    Meist stehen meine Bilder ganz schön einsam in weiter Flur, weil ich mit dem schreiben einfach nicht in den Fluß komme.

    Liebe Grüße
    Jakob

    • das stimmt, aber es gibt halt diese phasen wo das bloggen keinen platz hat und bevor es stress wird ist es besser, man lässt es und kommt zurück, wenn bedürfnis und möglichkeit wieder da sind. trotzdem freu ich mich jetzt natürlich, dass du den artikel gelesen hast 🙂 und für deine lieben worte dazu.
      ich glaube, wenn das schreiben dir etwas gibt, solltest du dich überwinden und es tun. es ist auch übungssache, worte zum fließen zu bringen. wenn du es aber nur aus einer art pflichtgefühl heraus machst und es dir keine freude macht, dann glaub ich geht es auch ohne 🙂

  30. Absolut richtige Einstellung. Irgendwie hat sich mittlerweile leider eher die Einstellung, dass Follower-Zahlen, Marketing und SEO-Kram wichtiger als der eigentliche Inhalt sind. Aus dem gleichen Grund – und weil es affig ist – finde ich auch diese ganzen „like for like“-Angebote u.Ä. total affig.

    What ever, du hast es gut auf den Punkt gebracht 🙂

    • hallo finn – ja, das beobachte ich eben auch immer wieder und diese entwicklung finde ich einfach sehr schade. danke fürs lesen und deine zustimmung 🙂

  31. Super Beitrag Christine!
    Auf Instagram poste ich sowieso nur was ich will, so sieht mein Feed einfach persönlicher aus und Lifestyle bloggern folge ich schon lange nicht mehr. Nach dem xten Müsli Foto und perfekt rasierten Beinen, fragt man sich auch was es für einen Sinn hat. Da schau ich mir lieber persönlichere Schnapschüsse oder die Natur an als das perfekt-simulierter Leben anderer 🙂
    Ich hab nur mit dem Bloggen angefangen, damit ich weiterhin viele Fotos mache und mir auch „Mühe machen muss“ weil ich sie dann herzeigen und teilen kann, anstatt dass sie leise auf der Festplatte verschwinden. Denke es ist natürlich eine andere Story wie du auch meintest, wenn man es professionell macht anstatt nur zum Spaß.
    Hoffe dir geht es jetzt schon Besser und schöne Woche noch! 🙂

    • dankeschön 🙂
      ich finde das super. also wenn es das ist, was einem spaß macht. ich denke, das ist einfach das wichtigste dran. nciht aus den augen zu verlieren, woran man freude hat. das ist bei jedem etwas anderes aber davon sollte man sich einfach nicht abbringen lassen.

  32. Liebe Paleica,
    einen schönen Beitrag mit schönen Bildern hast hier geschrieben. Ich mag es, wie du ganz reflektiert schreibst, „Hier würde ich das machen, dann würde ich das machen, dann dass, …“ und dann erzählst du uns was du mit den Orten verbindest – viel spannender, weil man dich ein bisschen näher kennenlernt und (ich) sowieso nicht mal eben nach Wien komme, um deinen Tipps nachzugehen! 😉

    Ganz liebe Grüße
    Judith

    • vielen dank liebe judith, fürs lesen und für deine lieben worte! es freut mich, wenn der artikel angekommen ist 🙂

  33. Ich liebe deine Fotos… die bringen mich dazu, Wien richtig zu vermissen. (Was ich nie geglaubt habe, das moeglich ist)
    Ich hab auch Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert (bzw angefangen und dann abgebrochen haha) und damals auch ein Seminar im Michaelertor gehabt (im Herbst 2010)

    • 😀 danke, das ist wirklich ein schönes kompliment 🙂
      ja, hast du? im herbst 2010… da war ich auch noch an der uni 🙂 wer weiß, vielleicht sind wir uns sogar irgendwann mal über den weg gelaufen. wie lustig. weißt du noch, bei wem du das seminar hattest?

  34. Jetzt wollte ich eigentlich was zum Beitrag sagen, aber… schönes neues Layout 🙂 Berufskrankheit – ebenso wie SEO. Wir trichtern beruflich unseren Kunden ein, was sie denn bitte un-be-dingt tun sollen (Title! Alt-Texte! Keyword in die h1!!!), da fällt es mir manchmal etwas schwer, bei meinem Blog locker damit umzugehen.

    Ich sehe den Zweck dahinter allerdings etwas anders: Mein Ziel ist nicht der Erfolg in Form von tausend Abonnenten und Kooperationen, deshalb habe ich z.B. auch keine Facebookseite für meinen Blog oder einen super abgestimmten Instagram-Account. Sondern ich möchte gern, dass Menschen, die nach meinen Themen suchen (vorwiegend ja Bastelei und DIY), die richtigen Dinge auch finden können. Deshalb packe ich meine Keywords in die Title/Alt-Texte der Bilder, damit sie in der Bildersuche auch angezeigt werden. Gehört quasi zum Service an die Leser 😉

    Dass du zu deinen Reiseberichten private Geschichten statt Reiseführer schreibst, finde ich hingegen wieder super. Alles andere kann ich woanders nachlesen, deine persönlichen Erlebnisse aber nicht. Finde ich viel interessanter und sympathischer 🙂

    • dankeschön 🙂 es freut mich ja, wenn das layout auffällt. ich schaue schon seit wochen, was wordpress an neuen layouts bringt und irgendwie bin ich jetzt immer wieder bei dem hängen geblieben. mal sehen, wie lang es bleiben darf ^.^ erfahrungsgemäß ist ja nie eines perfekt.

      mir geht es da wie dir. ich setze mich zumindest zu einem teil meines berufs damit auseinander und darum rutscht es mir halt ins private auch immer wieder rein. aber in meinem speziellen fall sollte es da einfach nix verloren haben.
      in dem rahmen, in dem du das machst, macht das auch absolut sinn. denn vorrangig ist ja der inhalt, das, was du teilen willst. und in dem fall gibt es dafür eine konkrete zielgruppe – die anzusprechen bringt ja allen was. bei mir ist das eben anders. ich betreibe kein reiseblog, das ich für reiseinteressierte targeten könnte. ich schreib für mich und für menschen, die sich auch gern mit hirnwichsereien (sorry 😉 ) auseinandersetzen. dafür gibts aber irgendwie noch nicht das richtige SEO, glaube ich ^.^

  35. Wunderbar! 🙂
    Einer dieser Gründe, warum ich deinen Blog so liebe und fleißig lese…mich bewegen und gefangen nehmen lasse.

    Nicht nur das deine Fotos eine ganz besondere, persönliche Note haben auch deine Texte sind einfach anders, als der Rest da draußen.

    Listentipps gehen ja ab und an mal…aber nur wenn da auch irgendwie Herz dahinter ist. Ansonsten kaufe ich mir n Reiseführer.
    Hier im Netz…von Menschen, die meine Freunde sein könnten, möchte ich mehr als den ultimativen Tipp. Ich möchte Geschichten – ich möchte DIE Geschichten dahinter erfahren.

    Über alle Sehenswürdigkeiten der Welt wurde doch sowieso schon hundertmal geschrieben…doch Geschichten sind immer anders. Ein und dieselbe Stadt kann zur Gruselgeschichte, Liebesgeschichte, fröhlichen, traurigen, abgefahrenen etc. Geschichte werden. Und davon lese ich nur allzu gern. 🙂

    Großes Jahr zum „back to the roots“ – was war die Intention dabei, als man seinen Blog gegründet hat. Geld und kostenlose Reisen waren es bei mir jedenfalls nicht. 🙂

    LG in die Nachbarschaft! 🙂

    P.S. Jetzt muss ich mir aber auch endlich mal Wien anschauen..man oh man schaut das immer wieder schön aus…

    • oh danke liebe janine ❤
      ich gebe mir mühe. und ich weiß, dass ich damit nur einen sehr kleinen kreis an menschen anspreche, aber das ist für mich das wertvollste daran. es gibt nichts schöneres als kommentare wie deine und überhaupt die rückmeldungen auf diesen artikel. das bestärkt dann schon, dass man das eben für den eigenen leserkreis richtig macht und dass man sich nicht von "außen" verwirren lassen soll.

      mir geht es nämlich auch so. ich liebe es natürlich, mir schöne bilder anzuschauen, aber mich interessieren die zahlen/daten/fakten dazu nicht. wenn jemand seine geschichte erzählt, dann ist das, als hätte ich eine erinnerung an etwas, wenn ich es selbst zum ersten mal sehe. ein wiedererkennen, eine verbindung. und das ist viel wertvoller für mich.

      alles liebe und wenn du nach wien kommst, dann gehen wir gemeinsam ins café griensteidl – oder sonst wo hin 🙂

  36. Vielleicht will aber gar nicht jede/r sich mit den persönlichen Erlebnissen von anderen auseinandersetzen und einfach nur etwas informatives zu einem von ihm gesuchten Thema lesen? Ich denke verstanden zu haben, was deine Intention ist, aber ich denke, leben und leben lassen. SEO-Blogs haben vielfach ihre Berechtigung. Und sind manchmal auch angenehm, eben weil sie nicht so persönlich sind und ganz klar dazu stehen. Nervig finde ich Blogs, die lauter „komische“ Links und Aktionen einbinden, was für den Besucher nicht mehr transparent ist.

    Für mich kann ich sagen, dass ich zwar selten so persönlich schreibe wie du, weil ich meine Privatsphäre schütze und nicht möchte, dass ich auf der Straße Leuten begegne, die immer up-to-date sind, was mein Leben betrifft, dennoch schreibe ich authentisch und schiele nicht auf Besucherzahlen. Allerdings versuche ich bei den Bildern SEO zu berücksichtigen. Potenzielle Bild-Lizenz-Käufer müssen ja irgendwie die Chance bekommen, auf meine Bilder aufmerksam zu werden ;-).

    LG, Conny

    • hallo conny, ich habe anscheinend in meinem text ein paar dinge nicht ganz so klar ausdrücken können wie ich das wollte. ich meinte gar nicht, dass jeder sein innerstes nach außen kehren muss, um himmels willen. ich meinte nur, dass man sich von den ganzen tipps und tricks nicht verändern lassen soll und über etwas anderes schreiben als das, über das man schreiben möchte. wenn also jemand zum beispiel totaler fan von speed metal ist und gerne über sein leben damit und seine gefühle auf konzerten schreiben will und stattdessen schreibt er dann halt doch über reisen und streift sein hauptthema, das konzert, nur in einer fußzeile, weil das mehr leser bringt. oder wenn jemand den spaß daran verliert, weil unter den beiträgen halt nur 3, 4 kommentare und keine 30, 40 stehen. mich stört es einfach, dass man ob man will oder nicht permanent über artikel stößt, die einem suggerieren, sich in einem wettbewerb zu befinden und sich vergleichen zu müssen. klar muss ich nicht, ich kann das ja wegklicken. trotzdem verunsichert es mich persönlich immer wieder und vor allem aus dem impuls heraus, mich selbst daran zu erinnern, dass ich das nicht möchte, ist dieser artikel entstanden.
      ich könnte ja durchaus anfangen, auf einmal ein wien-info blog zu schreiben, das wäre sicher google-freundlicher und für eine breitere masse informativer. bloß wäre es nicht ich. ich will eben diese leser, die die auseinandersetzung mit kleinen oder größeren themen, die einem im leben begegnen, spannend finden und mich auch an der ihren teilhaben lassen, das weißt du glaube ich. und diese leser findet man nunmal nicht einfach so auf google. darum ist es für mich auch nciht das richtige tool. und der text ist das ergebnis aus diesem gedanklichen prozess, der natürlich auch ein bisschen einen egoistischen appell enthält, dass mir liebgewordene blogger nicht in diese oberflächliche schreibe abdriften 😉 alles andere muss ich nicht lesen, ist klar und hat daher natürlich auch seine daseinsberechtigung.

      ich habe auch explizit gemeint, dass ich das nicht per se schlecht finde, sondern dass es um den gedanken geht, der ursprünlgich dahinter stand und dass man den modus finden sollte, der zu einem passt. wer erfolgreich sein WILL der soll das auch alles berücksichtigen. bloß sollte es vorrangig um den inhalt und nicht um die form gehen – finde ich (so wie du es machst). tolle blogs wie christinas „ohnemusik“ ist dafür so ein beispiel. sie hat selbst geschrieben, dass sie durch den ganzen wahnsinn rundherum die lust an ihrem blog verloren hat. und ihre beiträge zb vermisse ich sehr. sowas ist einfach schade.

  37. Da kann ich dir nur zustimmen. Solange man bloggt um des bloggens willen, braucht es keine SEO, Reichweitenbooster, wasauchimmer. Wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht mal sagen, wie viele Besucher ich durchschnittlich in der Woche hab. Ich weiß aber, dass viele davon regelmäßig wieder kommen und das genügt mir eigentlich. Und ja, mit guten, ehrlichen Texten bekommt man mehr regelmäßige Leser. Schreiben ist aber nicht unbedingt mein größtes Talent und jeder Text mehr Arbeit als Vergnügen, deshalb mach ich lieber das, was ich kann und bin zufrieden damit. Denn eigentlich ist das bloggen für mich ja nur die logische Konsequenz meines Fotografier-Hobbys…. 🙂

    • lieber matt, das denke ich auch. bei mir ist das genauso. ich sehe, dass mehr besucher kommen, wenn ich was veröffentliche – klar. und natürlich kenne ich die meisten der kommentatoren mittlerweile. aber das ist auch schön und gut so, das ist wie auf der uni ein colloquium oder so 🙂 es ist eine etwas größere runde und ich freue mich, jeden von ihnen zu sehen. ich möchte gar nicht so unbedingt, dass da lauter „wildfremde“ herumstreunen. irgendwie ironisch, wenn man sich überlegt, dass man sich im internet befindet 😀

      ich finde, du machst das mit den fotos sehr schön und ich schaue sie mir gern an. ich finde auch nciht, dass es notwendig ist, dass jeder zu seinen bildern romane schreibt. wichtig ist, dass man merkt, dass der post authentisch ist und von herzen kommt.

  38. Hach wie fein und hervorragend.
    Zum Glück bist du DU und führst den Blog weiterhin wie es dir behagt. Deswegen halte ich mich so gerne im Episodenflim auf, weil ich dann immer das Gefühl bekomme, wir würden wieder zu zweit im Irish sitzen und reden, reden, reden… über Gedanken, die manchmal schwer zu denken sind und oftmals noch schwerer zum aussprechen und die einen doch am Ende erleichtern, wenn man ein verständnisvollen Gegenüber gefunden hat.
    Die Bloggerszene hat immer wieder ihre merkwürdigen Seiten. Dieses ganze SEO-Gerede und die Tipps und all das, was einem vermittelt wie man seinen Blog SOOO VIEL besser macht, lese ich zwar manchmal, aber stelle dann oft fest, dass ich mich viel zu sehr verbiegen würde, wenn ich die Tipps befolgen würde. Ich habe mich damit abgefunden, dass nur eine kleine Leserschaft, meine Gedanken liest – aber die es dafür von Herzen tun. Lieber diese 10 ehrlichen Leser, die auch mal ein ehrliches Wort hinterlassen, als diese „Schönes Bild, schau doch mal vorbei“-Kommentare.

    Ich finde du hast das ganz richtig erfasst, man muss sich einfach noch mal klar machen und vor Augen rufen, warum man einen Blog betreibt. ❤
    Danke für die klaren und ehrlichen Worte.

    • ach meine liebe ❤ dankeschön. und jaaa, so soll es sein. ansprechen, aussprechen, drüber sinnieren, worte finden, metaphern bilden und sich zum schluss ein wenig besser verstehen – und verstanden fühlen.
      ja, mir geht es da genauso. ich empfinde diese t4l-kommentare als ziemlich wertlos und da ich eben mit meinen besucherzahlen kein geld verdiene nützt es mir auch nichts, solche zu generieren. wenn ich mir dafür anschaue, was hier kommentiert wurde, dann bin ich eigentlich nur noch sprachlos. und das ganz ohne google 🙂

  39. Hallo liebe Paleica, so viele wunderbare Kommentare, die ich am liebsten alle mit einem „like“ versehen möchte. Klasse, welch Diskussion durch deinen Beitrag hier entstanden ist! So geht Erfolg 😉 ❤

    • 🙂 ja gell. ich bin auch total baff über die resonanz. WOW. danke 🙂 das ist für mich einfach genau das, was ich mir von den artikeln wünsche.

  40. Stefanie

    Sehr gut, liebe Paleica. Hervorragend geradezu. Du hast das eh nicht nötig. Ganz ehrlich.

  41. Ja, Paleica! Sehr schöner Beitrag! 🙂 Du triffst es!
    Lg,
    Werner

    • danke lieber werner, es freut mich so sehr, dass es noch mehrere gibt in unserem kleinen universum, die mir hier zustimmen!

  42. Heißes Thema quer durch alle Blogs… Mein Beitrag dazu noch im Entwurfmodus 😀

  43. Vielen Dank für den tollen Beitrag, die beiden Stadtführungen und die vielen sachlichen und persönlichen Informationen zu den Bildern.

    Allein die Bilder erwecken schon die Reiselust. Sollte ich Wien irgendwann mal besuchen, komme ich bestimmt noch mal vorbei und werde vorher anstelle eines Reiseführers deine Beiträge durchlesen.

    Ich gebe ja mal offen zu, dass ich gar nicht wusste wer oder was SEO ist. Jetzt musste ich erst mal googlen. Suchmaschinenoptimierung. Soso … und darüber machen sich Menschen Gedanken 😉 Ich Dumpfbacke dachte zuerst SEO ist dein Freund/in um den/die du dir Sorgen machst/gemacht hast. Nun deinen Freunden geht es offensichtlich gut – es sind zum Glück nur die Maschinen, die dich gedanklich gefangen halten 😉

    Für Suchmaschinen mache ich schon mal nix – aber auch gar nix! Mein Blog ist für mich. Ja – da bin ich egoistisch. Manchmal wohnt man strategisch ungünstig. Fotografieren ist ein tolles Hobby – Gleichgesinnte dabei zu finden eher schwer. In Fotocommunities ist Gier, Hass, Neid und Rachsucht allgegenwärtig. Menschen, die so ein schönes Hobby haben und sich gegenseitig ständig anpissen. Da wundern sie sich darüber, dass es Kriege gibt und im Kleinen tun sie nichts anderes. Unnütze Kleinkriege, die einem das Hobby eher miesmachen als sich gemeinsam darüber zu freuen oder sich gegenseitig wertschätzend zu helfen. NEIN – das wollte ich nicht mehr.

    Also habe ich mir ein offenes Wohnzimmer aufgebaut – ein Blog – jeder, der sich anständig benehmen kann ist herzlich willkommen. Mir reicht es mich mit ein paar netten Leuten in diesem Wohnzimmer auszutauschen. Da muss kein Treiben wie auf dem Jahrmarkt sein.

    Ich liebe Deine Bilder und auch das neue Kleid deines Blogs 😉 Der Frühling ist eingezogen. Ich komme solange ich hier gerne lese und schaue. Und ich lese auch, wenn ich nicht jedes Mal einen Kommentar hinterlasse. Mir ist es selber auch tausendmal lieber, dass sich vielleicht nur einer an meinen Bildern und dem Drumherum erfreut als wenn ich 100 leere Klicks habe. Wenn ich bei dir lese und kommentiere, dann bist du nicht gezwungen das 1:1 oder überhaupt bei mir zu machen. Aufgezwungenes „gebe ich dir, gibst du mir“ hasse ich ebenso wie diese „Fotowettbewerbe“ die über die Anzahl der bei z.B. Facebook herangebettelten „Freunde“ entschieden werden. Wie tief muss man sinken …

    Wenn ich irgendwo gerne lese und es hat jemand diese Amazon-Werbelinks auf seiner Seite, dann ist es mir auch egal, solange ich nicht das Gefühl bekomme, dass dort nur verkauft werden soll. Wenn jemand mich ehrlich dorthin leitet, weil er selber hinter diesem Produkt steht und es selber nutzt, dann ist es ok für mich.

    Wenn es nur um Effekthascherei geht und man immer wieder durch vielversprechende Überschriften in Wüsten geleitet wird, dann werde ich stur 😉 Dann klicke ich nach 2-3 mal auf die Nase fallen nicht mehr – gar nicht mehr. Wenn das jeder täte…

    Für mich ist der Blog meine persönliche Sammlung an wichtigen Informationen, schönen Bildern, Dingen, die ich sonst wieder vergesse oder ein Stück weit auch ein Tagebuch. Früher haben die Menschen auch ein Tagebuch geführt oder ihre Fotos in Bücher geklebt. Das haben sie auch für sich gemacht, um Erinnerungen wachzuhalten, oder um z. B. mit Freunden oder der Familie darin zu stöbern. Da ging es auch nicht um Klicks – da ging es um das Miteinander und um Erinnerungen. Fotos sind heute digital und selten auf Papier – daher findet man andere Möglichkeiten und selbst Menschen die weit auseinander sind können sich dadurch doch ein Stück weit nah sein.

    Die, die sich finden sollen, werden sich finden – ohne SEO – nur mit dem Bauch und dem Herzen 🙂 Das war schon immer so – das wird auch so bleiben …

    • boah, wahnsinn, vielen herzlichen dank für deinen tollen und ausführlichen kommentar!

      das freut mich übrigens sehr und ist ein ganz wunderbares kompliment! und hut ab dafür, dass du es geschafft hast, diesem ganzen wahnsinn so weiträumig aus dem weg zu gehen 🙂 ich lese gefühlt nicht anderes mehr, überall, wo bloggerforen oder communities sind schlägt ständig dieses thema auf, wo und wie man besser für mehr klicks blah.
      ich hab übrigens sehr ähnliche erfahrungen gemacht und mich aus dem grund auch überall wieder zurückgezogen. ich hab ein oder zweimal in einer fotocommunity was gefragt, da ist man fast über mich hergefallen. das war echt verletzend, dabei hatte ich ja geschrieben mich nicht auszukennen und ja. gefiel mir gar nicht. vor allem waren das doch überwiegend auch hobbyfotografen, da nahm ja nichtmal einer dem anderen aufträge weg, dennoch war der ton aggressiv und besserwisserisch.

      ich finde das auch total schade. ich meine, klar wäre es gelogen zu sagen, dass ich lieber weniger als mehr leser hätte. aber unterm strich kommts mir einfach schon drauf an, wer hier liest. ich will, dass hier menschen vorbeikommen, die gerne lesen was ich fabriziere und nicht nur aus verpflichtung und für einen retourkommentar. und was ich schon gar nicht will, ist eine anonyme riesencommunity, wo ich bei jedem beitrag mit x fiesen und schon-aus-prinzip-kritisierenden kommentaren rechnen muss. dabei geht es mir nicht darum, dass jemand konstruktive kritik übt, aber es gibt einfach haufenweise personen, die ganz gezielt nach dingen suchen, die sie schlechtmachen können – und solche brauche ich hier nicht.

      deinen letzten satz finde ich schön. und ich hoffe, du hast auch recht damit, denn im dschungel der massigen seo-optimierten hochglanzblogs ist es nicht immer leicht, die kleinen stillen schätze zu finden.

  44. Oh. Ganz genauso sehe ich es auch! Und um ehrlich zu sein interessiert es mich auch viel mehr…. Ich dachte immer, wirkliche Reise-Geheimtipps und persönliche Beschreibungen über Orte mit Seele zu finden wäre in Zeiten von Blogs total easy. Stimmt aber gar nicht: Das habe ich gemerkt, als ich mich vor unser Prag-Reise durch das Internet gegoggelt habe. In den meisten Beiträgen steht immer und immer wieder das selbe. Daher freue ich mich immer über Artikel, die sehr persönlich sind. 🙂

    Liebe Grüße zu dir!
    Sarah

    • oh ja du sagst es! eigentlich stolpert man oft nur ganz zufällig über diese wirklich persönlichen geheimtipps und damit führen sich die massigen sich gleichenden artikel ja ohnehin ad absurdum. zu funktionieren scheinen sie für die leute trotzdem. aber gut – soll so sein. ich werde sowas hier jedenfalls auch künftig ganz bestimmt nicht machen 🙂
      liebe grüße und einen schönen wochenstart an dich!

  45. Applaus-Applaus 🙂 Grandioser Vergleich. Darum mag ich ja deinen Blog schon so lange. Man liest den Menschen, der dahinter steht. Die Persönlichkeit, seine Vorlieben…. usw.
    Der erste Teil liest sich wie eine billige Wikipedia-Kopie. Fade!
    Aber der zweite Teil… mit den persönlichen Tipps. Zum Beispiel den Kaffee mit deinen Eltern ….Grandios!
    Momentan suche ich so eine persönliche Blogbeschreibung über Island und Kapstadt. Und ich muss dir sagen, es ist viel schwerer als es sich anhört. Die meisten Beiträge enthalten zwar wunderschöne Fotos, aber leider ohne diese persönlichen Insidertipps.
    Auch ich pfeife auf SEO. Mein Blog ist mein Hirn. Meine Gedanken. Und da hat SEO nichts darauf zu suchen.
    Jetzt habe ich richtig Lust bekommen, wieder einmal einen Tag einen Wien-Trip zu unternehmen. Vielleicht im Frühling. Ich möchte unbedingt wieder einmal auf den Zentralfriedhof.
    Liebe Grüße
    Nila

    • du sagst es. und das ist und bleibt es auch – ein persönlicher blog. manchmal stelle ich mir halt einfach die frage: wen soll das eigentlich interessieren? und wären „wertvolle wertfreie“ informationen nicht irgendwie nützlicher? und dann frage ich mich: was für einen nutzen hätte es aber für mich? und bleibe dann doch lieber wie ich bin – wenn ich nach den kommentaren urteile gibt es ja doch eine handvoll menschen, die das schätzen und das streichelt meine bloggerseele natürlich ganz gewaltig 🙂

      ich weiß übrigens genau was du meinst. im endeffekt gibt es nur ganz wenige artikel, in denen man wirklich liest, was man anderswo nicht findet.

      das find ich übrigens besonders schön 🙂 ich schätze, so in 2, 3 wochen müsste es richtig schön sein, die ersten bäume haben am wochenende zu blühen begonnen!

  46. Hallo Christina,

    gerade schwer begeistert von meiner ersten Wienreise kommend,
    seit mindestens 10 Jahren ein Blog schreiben wollend,
    seit weiß nicht wann fotografierend, und mich wieder einmal umschauend,
    was andere so treiben stieß ich eben auf Dein tolles Blog!
    Deine Worte motivieren mich sehr. Vielen Dank! Jetzt muss ich mir erstmal
    ausführlicher Dein Blog anschauen und hoffentlich in nächster Zeit mein Blogprojekt
    in die Gänge bringen.
    Viele Grüße nach Wien

    Mareile

    • liebe mareile, herzlich willkommen hier und vielen dank für deinen lieben kommentar!
      ich drücke dir die daumen, es ist ein sehr bereicherndes hobby, wenn man den weg gefunden hat, der zu einem passt. wenn du soweit bist, lass es mich wissen, ich würde dich acuh gern besuchen kommen 🙂

  47. Liebe Paleica,
    dein Beitrag sind Herzgedanken & Kopfgedanken in Worte gefasst, die treffender nicht sein könnten!
    Danke, dass du mich/uns mitgenommen hast – im zweiten Teil war es herrlich mit dir durch dein Wien zu schlendern!
    Fühl dich umärmelt!
    Liebe Grüße
    Gabi

    • danke dir liebe gabi ❤ es hat wirklich gut getan, rundherum eine gewisse bestätigung zu hören, dass mein weg für meine leser passt 🙂 heute gibts noch ein bisschen mehr wien, diesmal allerdings etwas kommentarloser (ich will euch ja nicht zu arg überfordern 😉 )

  48. Pingback: Erster Ausflug mit dem Oculus in die Wiener Innenstadt – episoden.film

  49. Ich denke schon seit einiger Zeit übers Bloggen nach – immer mal wieder 😉 Obwohl ich mich nicht nach Suchmaschinenoptimierungsgrundsätzen richte, hast du dennoch bei mir ins Schwarze getroffen. Gerade neulich hatte ich Zweifel, ob ich so weiter bloggen soll. Ich schreibe allerdings nichts aus Wikipedia ab, sondern erstelle quasi eine kleine Arbeit aus verschiedenen Quellen und das macht mir Spaß. Ich bin mir allerdings dessen bewusst, dass das wahrscheinlich kaum jemanden interessiert und ich frage mich, ob es die Zeit wert ist. Tatsächlich kommt Sekunden nach dem Hochladen schon das erste ‚like‘, was heißt: nicht gelesen.

    Im Grunde habe ich mich schon entschieden, das zu reduzieren bzw. nichts Neues mehr anzufangen. Ich kann das für mich in einem Fotobuch (oder so) machen.

    Fragt sich allerdings, wie ich bloggen soll …?? Ich blogge ja schon sehr lange und kenne deine ‚kleine Bloggerwelt‘ ohne Kommerzialisierung auch noch. Aber leider ist das unwiderbringlich vorbei und so persönlich wie damals würde ich heute nie mehr schreiben. Es ist eine Gratwanderung und die meisterst du sehr gut, wie ich finde. Dein Blog ist eine gute Mischung aus Fotos und persönlichen Gedanken ohne zu viel zu verraten. Ob ich das so hinkriegen würde, weiß ich nicht.

    Jedenfalls ‚danke‘ für diesen Gedanken anregenden Artikel.
    LG, Ingrid

    • liebe ingrid, du sagst es. solche artikel zusammenzustellen ist ein mega aufwand, das habe ich bei diesem artikel auch gemerkt. und ich finde einfach, dass es nicht wirklich so viel freude macht. klar, manchmal passt es, wenn man sich mit einem thema grade beschäftigt oder selbst an einem ort interessiert ist und recherchiert, da passt es auch gut, das in den blog zu packen. aber für jeden artikel? nein danke.

      ich hatte letztes jahr eben auch so eine selbstfindungsphase und versteh gut, wie es dir geht. mir hat es gar keinen spaß mehr gemacht, weil es einfach nur mein ein einstellen von bildergalerien war mit ein paar infos und drei zeilen zwar persönlichem, aber eher nichtssagendem blabla. dann kam irgendwie eine art kehrtwende und seitdem nutze ich die plattform wieder so wie am anfang – als „denkarium“, als ort, meine gedanken und gefühle zu sammeln und niederzuschreiben, als persönliches poesiealbum. das hat sich irgendwie einfach über die zeit jetzt so entwickelt und ich merke, je mehr ich schreibe, umso mehr entsteht auch in meinem kopf und es macht mir wieder irre viel spaß. aber es passt eben nicht in das schema der modernen blogs und das verunsichert mich manchmal.

      ich finde es sehr schade, dass diese kleine, persönliche blogosphäre schon der vergangenheit angehört, aber das ist nunmal der gang der zeit. ich drücke dir die daumen, dass du deinen eigenen weg findest, denn ich finde, dass das bloggen ein wundervolles hobby ist, aber es ist heutzutage nicht immer einfach, seine linie zu finden, jenseits von datenschutz und persönlichkeitsrechten und kommerzialisierung.

      danke für deine lieben worte, es freut mich sehr zu hören, dass mir das gelingt.

      • Gut, dass deines nicht in die Reihe der ‚modernen‘ Blogs passt. viele finde ich zwar schön, aber diese ganzen Lifestyle-Sachen werden irgendwann langweilig, solche Blogs wie deines nie. – Allerdings – wie ich schon schrieb – kann ich mich nicht mehr dazu überwinden, öffentlich so persönlich zu schreiben.
        ‚Denkarium‘, ist das nicht von Prof. Snape aus ‚Harry Potter‘? 😉 Ich lese gerade noch mal alle Bände …

        • ❤ ich finde sie auch schön, aber mir geht es wie dir. wenn zu wenig persönliches dahintersteckt, dann wird es innerhalb kürzester zeit einfach uninteressant.
          ja, denkarium ist von harry potter. allerdings von dumbledore 😉

  50. Alles was du geschrieben hast, ist so wahr! Und ich finde es toll, dass du ehrlich zu dir selbst sein möchtest und lieber auf dieses SEO zeug verzichtest (ich weiß ja nicht mal, was SEO heißt! )😊

    Manchmal, wenn ich ein Text anfange, dann habe ich auch den Drang Daten und Fakten zu erwähnen, weil ich denke, dass es dazu gehört oder Menschen etwas darüber wissen und lesen wollen oder ohne Zahlen der Beitrag einfach nicht „professionell“ genug ist…
    Und wenn ich in diesem Stil etwas veröffentliche, dann bin ich im Nachhinein super unzufrieden. Weil das nicht mehr ICH ist. Ich will kein Reiseführer sein, denn die gibt’s genug. Ich will auch nicht anderen ein Land präsentieren oder eine Idee schmackhaft machen müssen. Ich möchte erzählen, was ich erlebt und gefühlt habe. Die stories sind dann auch ehrliche Einblicke in meine Welt und meinen Charakter und meine Empfindungen. Und die gefallen mir selbst auch am besten. 🙂

    Also ja, ich finde es super, dass du dieses Thema angesprochen hast und ich finde es gut, dass ich mich in manchen Punkten selbst angesprochen gefühlt und erinnert habe, dass es am Ende des Tages darum geht, was einem selbst am meisten Spaß bereitet! 😅
    Ok, genug Text. Ich sollte eigentlich arbeiten.

    Oh, noch eine Frage, die mir schon seit Ewigkeiten im Kopf hängt: welche Kamera benutzt du eigentlich?

    Liebe Grüße
    Sam 🙂

    • liebe samantha, danke für deinen ausführlichen kommentar 🙂 SEO heißt search engine optimization und mehr braucht man dazu eigentlich auch – für private zwecke – schon gar nicht mehr wissen 😉

      mir geht es ähnlich wie dir. wenn ich an einem bestimmten ort war ist das oft so ein ringen, wieviel sollen meine leser an „neutralen“ informationen darüber bekommen. das kommt dann eben sehr drauf an, worum es sich handelt. wenn die bilder nur dazu dienen, einen text zu untermalen, lasse ich es oft ganz weg oder fasse nur das wichtigste in so einer textbox am schluss zusammen. wenn es um den ausflug oder die bilder selbst geht, versuche ich, die infos einzustreuen, die ich selbst auch gern hätte, wenn ich einen beitrag lese. wenn ich zuviel ins recherchieren komme geht es mir wie dir – es fühlt sich einfach nicht mehr richtig, gut und nach mir an. schließlich will ich meine persönliche sicht präsentieren und nicht ins reiseführer-dasein abdriften – wie du auch sagst.

      also bisher habe ich das meiste, was hier zu sehen ist mit der Nikon D90 fotografiert. Zu Weihnachten habe ich dann die D7200 bekommen – der neueste Artikel (mit dem Oculus) ist, abgesehen vom Sternenhimmel überm Wolfgangsee – der erste, bei dem die neue zum Einsatz gekommen ist. Die Bilder von dem Artikel hier (und auch mittlerweile einige andere), sind mit dem iPhone entstanden.

      • Da bin ich ja froh, dass es auch dir so geht! 🙂 Auf jeden Fall sehr schöner Beitrag und sehr hilfreich und ehrlich. Weiter so!
        Oh ja, die Nikon D7200 steht bereits auf meiner Wunschliste! Freue mich schon, wenn ich sie endlich habe und (hoffentlich) gescheit fotografieren kann. 😀

        • 🙂 ich kann eh nicht anders – für alles andere hab ich nicht länger als 3 beiträge durchhaltevermögen 😉
          haha 🙂 ich drück dir die daumen! womit fotografierst du jetzt?

          • Haha 😀
            Dankeschön! Überwiegend benutze ich meine Olympus Pen E-PL6 und manchmal die Canon EOS 100D von meiner Schwester. Meine Kamera ist „nur“ eine spiegellose Systemkamera und da mir das Fotografieren immer mehr gefällt und ich allmählich den Dreh raus hab (höhö), hätte ich gern etwas mit besserer Qualität und besseren Möglichkeiten. Also, mal schauen :))

  51. Pingback: Vier Gründe, warum ich deinen Blog nicht lese – sponselino

  52. Dieser Beitrag passt zu meinem aktuellen Stein, der im Weg liegt, um mit Zypern zu beginnen. Du weißt ja bestimmt, dass Zypern geteilt ist. Auf der Reise habe ich die Probleme und die wirklich nahen Hintergründe (Invasion, Bomben, Tote, ein Friedhof, der ausschaut wie Arlington (!!)) kennengelernt und ganz ehrlich: ich bin stocksauer auf den Tourismus. Den Tourismus, der „Nordzypern“ ausschreibt und dem Kunden einen normalen Urlaub in einem normalen Land beschreibt. Nichts da. Ich weiß es nicht, wie ich das schreiben soll. Ich hatte ein dermaßen schlechtes Gefühl und so viel Wut im Bauch, nachdem ich die Orte der Explosionen vor Ort gesehen habe, das Leid der Menschen (ja, die sind schon 40 Jahre vertrieben) gespürt habe. Wie soll man das beschreiben?? Soll man das den Lesern um die Ohren hauen oder doch die 5 schönsten Überbleibsel des alten Zyperns (absolut sehenswert, aber leider natürlich im „falschen“ Gebiet der Insel präsentieren…..? Ich weiß es einfach nicht. Da kommt man dann eventuell auf „5 Orte, die man im besetzten Gebiet Zyperns gesehen haben muss“…. Murks.
    Auf der anderen Seite schreibe ich dann wirklich gerne einfach meine liebsten Rezepte, nüchtern und einfach nur mit neu erwachendem Hunger im Bauch.
    Seo ist mir eigentlich wurscht, wenn’s passt, dann passt’s und sonst ist es halt nicht so beliebt bei Google…

    • ich kann mir vorstellen, dass das schwierig ist, vor allem, wenn einen das gewissermaßen unvorbereitet trifft. ich denke, solche heiklen themen sind ganz wichtig und sollten unbedingt auf persönliche art und weise ihren weg ins blog finden. aber sensibel bearbeitet und niemals in der google happibeppi-manier.

      rezepte sind finde ich immer etwas persönliches, außer man gibt sich große mühe, sie unpersönlich zu machen 🙂

  53. Ich muss jetzt ehrlich sagen, den ersten Teil des Textes habe ich weitestgehend übersprungen. Wien scheint eine sehr hübsche Stadt zu sein, aber dass du in einem Club deinen 21. Gefeiert hast, gab mir in diesem Moment jetzt, logmäßig, mehr „Mehrwert“ als dass berühmte Persönlichkeiten in einem Café waren (weil, damit hab ich ja herzlich wenig zu tun.)
    In dem Sinne: Jau.

    • 🙂 es freut mich sehr zu hören, dass mein persönliches geschwurbel ein wenig anklang findet, weil mich darüber zu schreiben einfach erleichtert und mich darüber auszutauschen auch einfach viel mehr gibt.

  54. Hallo Paleica! Das war ein wirklich toller. bewegender Artikel, der dazu eingeladen hat, den ersten Teil zu ,,überfliegen“, um dann dahin zu kommen, zu erfahren, was Dein wirkliches Anliegen ist! Das ist Dir super gelungen. Und Du führst einen genau dass, was Du sagen möchtest, vor Augen. Wir Menschen sind hauptsächlich an anderen Menschen interessiert. Deshalb hat man auch bei dem zweiten Teil automatisch gestoppt und Dinge gedacht wie: ,,Ach da ist sie also so gerne hineingegangen?Ja, tolle Tür, wäre mir sicher auch so gegangen…

    Als hätte ich deinen Artikel vorher gelesen, habe ich bei meinem Berlin-Special mich mit auf die Bilder gebracht. Das ist zugegeben ja schon ein wenig selbstdarstellerisch gewesen… Aber die Leute haben mir das nicht krumm genommen, im Gegenteil…Ja, ehrlich gesagt haben mir auch schon einige Menschen Vorschläge gemacht, wie ich doch meinen Blog, der O-Ton ,, für sein Potential viel zu wenige Follower hat“ optimieren könnte. Struktur schaffen, sich auf ein Thema beschränken, ein Profil erarbeiten. Aber auf der anderen Seite interessiert mich halt nicht nur ein Thema. Es würde mich schlichtweg langweilen ,,nur“ über Mode oder Medizin oder Kurzgeschichten oder Tiere zu schreiben… Deshalb habe ich mich auch noch nicht so sehr mit dem Seo-Thema auseinandergesetzt. Vielleicht mache ich das sogar ´mal… wenn meine Trotzphase diesbezüglich vorbei ist. Ich denke, bei diesem Thema ,, alles kann, nix muß“. Sich nicht verbiegen, wie Du so schön gezeigt hast, aber einzelne unwesentliche Dinge vielleicht doch optimieren, wer weiß… Alles Liebe und morgen wunderschöne Ostern, Nessy

    • 🙂 danke liebe nessy, es freut mich sehr, wenn es mir gelungen ist – und auch, dass meine leser sich auch tatsächlich mehr für den zweiten teil des textes interessieren. natürlich würde ich grundsätzlich einen text ja auch nie „nur“ so schreiben, ein bisschen rundherum fließt ja auch meistens ein, aber es hätte ja durchaus passieren können, dass mir alle sagen, die reinen informationen sind ohnehin eigentlich interessanter. von dem her: grade nochmal gut gegangen und schön zu hören, dass meine vermutung, dass das menschliche daran das interessante ist, sich bestätigt hat.

      ich finde es grundsätzlich überhaupt nicht schlecht, wenn man bei konkreten themen, die man verarbeiten will, darauf achtet, WIE man sie verarbeitet. das ist ganz klar was anderes als in meinem fall, wo es einfach um einen persönlichen und vielleicht leicht künstlerischen ausdruck geht, den man einfach nicht suchmaschienoptimieren kann ohne sich zu verbiegen. es macht ja durchaus sinn, wenn du einen medizinischen beitrag schreibst, dass den menschen finden, die das thema interessiert 🙂

  55. vielen Dank für diese tollen Bilder aus Wien! Es ist eine Tragödie, aber ich war seit ca. 25 Jahren nicht mehr dort. Und jetzt steht es wieder unter meinen „Top 5“!

    Ich habe viele Jahre nicht mehr gebloggt und damals wie heute gab und gibt es kein Konzept und kein SEO. Ich mag mich nicht festlegen, ich mag bloggen, was mir auf der Seele brennt und was ich erzählen möchte, ich mag meinen Lesern keinen sogenannten Mehrwert bieten, damit ich ein paar Klicks mehr habe. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass das vor 6 Jahren so war (oder ich hab das damals nicht bemerkt). Fröhliche Ostern!

    • liebe birgit, wien wird es hoffe ich auch noch die nächsten 25 jahre geben und es läuft dir nicht davon 🙂 aber wien würde sich bestimmt über einen besuch freuen 🙂
      vor 6 jahren hat irgendwie auch auf blogs noch keiner davon geredet und alle kreuz und quer geschrieben, was sie wollten. ich finde es gut, dass du dich dem strudel entziehen willst!

  56. Ein toller, ehrlicher und wahrer Beitrag! Ich persönlich habe meinen Blog gestartet, weil ich meine Hobbies und Interessen einbringen kann, weil er mir Spass macht und schöne Erinnerungen weckt und weil ich gern andere Menschen ermutigen möchte. Ich hoffe, dass mir das vielleicht einmal gelingt und wenn das der Fall ist, ist das für mich das schönste Lob. Liebe Grüsse aus Oberösterreich von Travel sounds… http://travel-sounds.com

    • wenn deine beiträge von herzen kommen, dann gelingt dir das bestimmt 🙂 vielen lieben dank für deinen kommentar und deinen besuch bei mir! alles liebe aus der hauptstatt in den schönen westen 🙂

      • Schaue immer wieder gerne bei dir vorbei!! Vielleicht gibts auch mal ein paar Fotos von unserer Gegend, als Gruß an dich! Alles Liebe auch von mir!

        • das ist schön zu hören! ein paar bilder aus oberösterreich habens letzten sommer hierher geschafft, da war ich zur mittagspause am traunsee 🙂

  57. Pingback: Top 5 März: Better Call Drogon, Laura und das Imperium - aKerlin Gebrauchsgrafik

  58. Pingback: Die Sache mit SEO... - Heute macht der Himmel blau

  59. Dä! Da bin ich über einen Umweg ( SEO, wir fahren nach Wien! ) hier gelandet und kriege mal eine Prise Wien ab, wo ich doch jetzt schon über ein Jahr den Griensteidl und mehr entbehre.
    Danke!
    Den Text habe ich gelesen, aber es gibt mir nichts, denn ich führe mein Blog, wie’s mir gefällt. Und über Leser kann ich mich nicht beklagen. Ja noch mehr: Viele persönliche Kontakte, sogar nach Wien!
    Komme gerne wieder vorbei!
    Herzlichst
    Astrid

    • 🙂 bitte gern. schön, dass du zu mir gefunden hast! über SEO? das finde ich richtig spannend. weißt du noch, was du ganz ursprünglich gesucht hast?
      ich finde das gut und ich begrüße und befürworte alles und jeden, der sein ding nach seiner facon macht 🙂
      du bist jederzeit herzlich willkommen!

      • Eine Bloggerfreundin, bei der ich täglich lese, ist mit ihrem Blog zu WordPress umgezogen und berichtet ab und an über Erfahrungen & Einsichten. Und zu denen hat wohl dieserdein Post geführt, so dass sie ihn verlinkt hat… Und für mich bekam die Sache dann eine ganz andere Wendung. Ich habe mich gefreut, dass du bei mir vorbeigeschaut hast!

        • aaah ich verstehe 🙂 ja, viele wege führen im internet in die ferne und kreuzen einander, das ist immer wieder schön!
          und: gerne doch 🙂

  60. Das hast Du wunderschön geschrieben, bebildert und begründet! Danke dafür… Und natürlich für die hammerschönen Fotos aus Wien.

  61. Der letzte Satz ist ein wundervolles Statement!

    Ganz liebe Grüße
    Ines

    • vielen dank liebe ines ❤ ich hab ein weilchen gefeilt, bis ich die aussage für mich gefunden habe, aber für mich trifft es das am besten. es freut mich, wenn das auch andere so sehen!

  62. Pingback: Semmering: Zauberblickrunde – Herbstwald & Details & Social Media Gedanken – episoden.film

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