Fotografie Natur Neuerscheinung

Semmering: Zauberblickrunde – Herbstwald & Details & Social Media Gedanken

Wenn man so durch den Wald streift, hat man Zeit und Gelegenheit, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Ich sagte unlängst, ich hätte meine Worte verloren. Das ist es aber glaube ich nicht. Es ist grade eher das, dass ich um meine Identität hier im Internet kämpfe, weswegen die Anzahl der Artikel, die sich um dieses Thema drehen, grade enorm wächst. Ich hoffe euch damit nicht zu sehr zu langweilen, denn auch heute gibt es wieder etwas in diese Richtung.

Unlängst beging ich wieder den Fehler, einen Artikel darüber zu lesen, wie man denn nun eine große Followerschaft auf Instagram aufbaut. Ich habe den Namen der Autorin vergessen oder verdrängt, jedenfalls erklärte sie ganz ausführlich und begeistert, wie wichtig es wäre, die Bilder aus bestimmten Perspektiven zu machen, möglichst viel weiß und Pastellfarben zu verwenden (ihr Liebling: pink!) und dabei immer schön an die Individualität denken. Ihr Konzept scheint aufzugehen, denn laut eigenen Aussagen nannte sie 15.000 Follower ihr eigen. Etwas an diesem Text störte mich – wie ihr hier an meiner Einleitung wohl unschwer erkennen konntet – enorm. Nur was? Denn ganz grundsätzlich ist es ja jedermenschs eigene Sache, seinen Instagram-Account nach Belieben zu gestalten. Warum also rege ich mich darüber auf?

Ich denke, es hat unterschiedliche Gründe. Bloggen ist für mich etwas Persönliches. Ein Ausdruck meiner „Kunst“ und meiner Gedanken. Ich laufe Gefahr, mich zu wiederholen, aber so unweigerlich ich über die „5 Dinge…“-Überschriften stolpere, so habe ich das Bedürfnis, mich mantraartig davon zu distanzieren und schaffe es gleichzeitig auch nicht ganz. Ständig wird man gefragt „Welche Zielgruppe sprichst du an?“ „Welchen Mehrwert bietest du?“ und ich glaube mir drängt sich die Frage auf: wann sind wir eigentlich alle zu Verkäufern geworden?

Klar gibt es mittlerweile viele Menschen, die mit ihren Blogs Geld verdienen und viele gehen in diesem Business wohl auch total auf und das ist auch voll in Ordnung. Viel lauter (kommt mir vor) sind aber die Stimmen, die sich ununterbrochen, unentwegt und in einer Tour darüber beschweren, wie Social Media an ihrer Substanz nagt, am Selbstwertgefühl, wie sehr man ausbrennt, wenn man in diesem Rad mitläuft. Jedes Mal möchte ich diese Menschen fragen: „Ist es das wirklich wert?“ „Macht denn das eigentlich noch Spaß?“

Ich habe mich immer schon und immer wieder ganz klar dagegen entschieden, auf diesen Zug aufzuspringen. Meine Persönlichkeit und das, was ich ausdrücken möchte, lassen sich nicht in Marketingkennzahlen pressen. Ich möchte Dinge zeigen um der Dinge willen, nicht um der Response willen. Ich hoffe natürlich, dass ich euch, meinen Lesern und meiner Community etwas zeige, das für euch einen Mehrwert bietet. Allerdings ist das ein Mehrwert, der nicht monetär gemessen werden kann. Ich möchte schöne Erlebnisse teilen, ich möchte Gedanken niederschreiben, ich will interessante Orte zeigen. Ich will im besten Fall Inspiration sein und zum Nachdenken anregen. Ich möchte, dass meine Leser eine Seite von mir kennen, die es nur gibt, weil es dieses Medium gibt.

All das lässt sich jedoch nicht vereinbaren mit den Dingen, die man braucht und tun muss, um viele Follower zu generieren. Ich schrieb schon heuer im Frühjahr, dass ich mich sehenden Auges dagegen entschieden habe, meinen Blog SEO zu optimieren. Ich stehe immer noch zu diesen Worten, aber ich kämpfe dennoch immer wieder dagegen an, auf die „großen“ neidisch zu sein. Oben genannte Autorin schrieb in ihrem Artikel etwas wie „ich hatte auf meinem Blog nur 2000 Aufrufe pro Monat. Für das Internet ist das nichts. Ich hatte das Gefühl, für niemanden zu schreiben.“ Ich fand diese Aussage mehr als herablassend, denn jeder einzelne, der sich die Zeit nimmt, einen Beitrag anzuschauen und zu lesen, ist etwas wert und hat es nicht verdient, als „niemand“ bezeichnet zu werden.

Als kleiner Account wird es immer schwerer, gesehen zu werden – denn gesehen werden ist dennoch das, was man anstrebt, wenn man online etwas veröffentlicht. Während früher nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung das Internet aktiv genutzt hat, ist es heute die breite Masse. Während früher die Nutzer auch Spaß an Interaktion hatten, sind heute Unmengen der Kommunikation ziemlich „one way“. Gleichzeitig gibt es ein enormes Bedürfnis nach Meinungsäußerung, große Blogs sind mit unendlich viel Kritik konfrontiert, die sehr, sehr oft weit unter die Gürtellinie geht. Auch wenn ich Maddie von Dariadaria.com persönlich nicht so wahnsinnig sympathisch finde, hat sie unlängst einen Artikel gepostet, der mich in diesen Wahrnehmungen mehr als bestätigt hat.

Was ist noch sozial an sozialen Medien, wenn sie die, die sie erfolgreich nutzen, kaputt machen? Wo kommt all der Hass her?

Ja, ich gebe zu, auch ich würde mir wünschen, dass hinter meiner Followerzahl eines der kleinen „k“ steht. Weil es schön ist, wenn das, was man tut, offenbar für andere interessant ist. Aber was kostet es?

Für mich war das Internet immer ein Ort der Verbindung. Ein Ort, an dem ich Menschen treffen konnte, die weit weg waren und die vielleicht auch anders waren als ich – die ich in meinem Umfeld nicht kennengelernt hätte. Es war spannend, sich mit Menschen unterschiedlichster Interessen auszutauschen. Sich Websites anzusehen von anderen, die über Mittelalterfeste schrieben oder Games oder andere Hobbies, weil sie durch Zufall bei mir durchgestolpert und einen Kommentar hinterlassen hatten. Heute haben sich „echo chambers“ entwickelt und soziale Medien fungieren erwiesenermaßen als filter bubbles, in denen immer nur man selbst widerhallt. Ich kann das nicht ändern und ich habe auch nicht einmal das Recht dazu, denn das Internet ist das, was Menschen daraus machen – und wenn es nun so ist, ist es wohl das, was die Nutzer wollen. Sich selbst präsentieren und möglichst ins beste Licht rücken. Wir kennen es alle, das Stichwort „Selbstoptimierung“. Ich ziehe mich aus all dem immer mehr zurück und bin gleichzeitig traurig, dass all diese großartige Technologie ganz und gar in der Wirtschaft aufgegangen ist.

Ich weiß gar nicht, was das Fazit dieses Textes sein soll. Vielleicht ist es, dass ich immer wieder glücklich bin, diesen Ort hier zu haben, an dem „das Internet“ noch so funktioniert, wie ich es mir wünsche – auch wenn es nur eine sehr kleine Insel ist. Dass ich dennoch hoffe, dass sich die Negativität, die sich online vielerorts findet, irgendwann wieder wandelt. Dass die Nutzung von sozialen Netzwerken und Foren und anderen interaktiven Seiten wieder verbindend wirkt und nicht trennend und Erfahrungen wie Nila sie gemacht hat die Ausnahme und nicht die Regel sind.

Ich glaube, dass durch Statistiken, Likes und Followern jeder dazu angehalten wird, etwas zu verkaufen. Wer etwas verkaufen will, will einen Erfolg erzielen und ist permanent im Vergleich zu anderen messbar. Das schafft Neid und Missgunst. Natürlich werden wir nicht mehr darauf zurückkommen, Statistiken auszublenden, Blogreader zu deaktivieren und Likes abzuschaffen (all das gab es tatsächlich nicht, als ich begann, mich in den Weiten des WWW herumzutreiben). Dennoch hoffe ich und wünsche mir, dass es irgendwann wieder eine klarere Trennung geben wird von Inhalt und Werbung, von Verkäufern und Menschen. Gleichzeitig fürchte ich, dass ich zuerst ein Einhorn sehen werde. Darum kann ich nur ein Danke an euch aussprechen, dass ihr anders seid und dass es hier für mich anders ist. Dass ich all meine Kraft und Mühe dafür einsetze, dieses „anders“ hier zu erhalten. Und dass vielleicht der eine oder andere von euch dabei mitmacht. Denn solang ihr hier seid und diesen „Ort“ interaktiv mitgestaltet, so lange kann es ihn geben. Für mich und für euch 🙂

116 comments on “Semmering: Zauberblickrunde – Herbstwald & Details & Social Media Gedanken

  1. Ein Stück gelungene Blogfilosofie, ein abstrakter Meta-Post,
    immer wieder mit feinen Herbstfotos unterbrochen…
    Herzliche Herbstgrüße vom Lu

  2. Liebe Paleica , du sprichst mir aus dem Herzen. Ich denke auch häufig darüber nach warum ich überhaupt blogge und dass ich gar keine Lust habe
    damit Stress zu haben, soweit darf es einfach nicht kommen. Aber es stimmt schon, ohne Follower und nette Kommentare wäre das bloggen sinnlos.
    Sei lieb gegrüßt, Patricia

    • es ist einfach eine gratwanderung zwischen den dingen, die zeit brauchen, aber eben auch zu diesem hobby dazugehören wie das üben zum klavierspielen und einem absturz in eine virtualität, die einen völlig einsaugt. man muss auf sich hören und schauen, wo die grenze liegt…

  3. Ich glaube, dass die vulgäre Verkäufermentalität, von der Du sprichst, noch umfassender ist: Hinzu kommt eine immense Arbeitsverdichtung und die Forderung, immer und ständig erreichbar zu sein. Das macht viele Menschen krank. ANDERERSEITS: Ich muss und will von meinen Produkten leben, deshalb muss ich mich selbst vermarkten, also ein Stück weit mitspielen. Ich habe viel mehr Ideen, als ich verwirklichen kann und lebe in einer Situation, in der ich auch dazu frei bin, das zu tun, was ich immer wollte. „…. dass man Geld nicht essen kann…“ – vielleicht kennst Du ja diesen alten Text, der von einem Indianer stammen soll, aucvh der hatte schon recht.

  4. Hmm… sehr nachdenklich. Danke für diesen Beitrag, ich denke, das ist ein Thema, über das nicht genug nachgedacht werden kann. Mich erstaunt und erschreckt es auch immer wieder, wenn ich lese, mit welcher negativen Wucht manche Gedanken, Ideen, Meinungen, Ansichten etc. im Netz von anderen Personen geahndet werden. Ich habe manchmal das Gefühl, ob sich da eine Grundstimmung von Teilen dieser Gesellschaft zeigt, die irgendwo rumort. Im Anonymen lässt sich sowas ja gar leicht ausleben. Wenn ich deine Worte lese, wird mir echt mulmig. Ich habe das so im Netz nie selbst erlebt, aber ich war schon auf Blogs oder Seiten, auf denen ich verrückte Kommentare fand, die mich gruseln ließen. Was ist das bloss?
    Ich erlebe diese kleine Community hier als etwas ganz positives, es geht ums Lesen, ums Verstehen wollen, ums Neugierig sein, ums Fragen, ums Angeregt werden, vielleicht ist das tatsächlich eine kleine Blase, mit weniger Klicks und weniger Likes, aber dafür mit Interesse? Mich selbst freut jeder neue Follower natürlich auch und ich schiele auch nach den Klicks, aber letzten Endes mache ich meine Arbeit immer noch für mich und die Gelegenheit, einfach irgendwo etwas von dem zeigen zu können, was mich bewegt. Ich brauche keine Massen an Followern, aber vielleicht war ich für sowas auch niemals ehrgeizig genug 😀 Das kann dir anders gehen. Was für Stimmen sind das, die uns leise zuzischen, es müsste anders sein, mehr, mehr, immer mehr….
    Ich habe das Gefühl, ich würde mich verkaufen, wenn ich mich davon antreiben lassen würde. Nicht mehr bleiben, wer ich bin. Das geht mir schon so, wenn ich überlege, dass ich einen neuen Beitrag machen ‚muss‘, aber gerade keine Idee habe…. Dann richte ich meine Aufmerksamkeit weg von dem, um was es mir hier geht. Warum muss ich dann?? Ich muss nicht. Ich darf, wenn es sprudelt. Wenn es kommt. Und wenn es dauert, dann dauert es solange wie es dauert. Und wer dann Lust hat, das zu sehen, ist herzlich eingeladen. Wer keine Lust hat, soll es lassen.
    Ich merke, dass ich an Blogs wie deinem hängen bleibe, weil er lebendig ist. Und sympathisch. Er verbindet. Ich mag das.
    Gut, dass es ihn gibt.

    • ja, das glaube ich auch. ich habe das gefühl, dass „medienkritik“, wie es so schön heißt, grade sehr wichtig und angebracht wäre. während man kindern schon in der schule immer gesagt hat, glaubt nicht alles, was in der zeitung steht, ist der generationenclash zum einen momentan sicherlich eine schwierige situation zwischen jugendlichen und erwachsenen, gleichzeitig lassen sich auch viele erwachsene völlig unreflektiert in diese medialität einsaugen und hinterfragen nichts, weil sie es für echt, ehrlich und authentisch halten. das ironische daran ist nur, dass ja heute im netz alle viel weniger anonym sind als in einem geschäft oder auf der straße, dennoch würde im „realen leben“ niemand (oder die wenigsten) das verzapfen, was sie sich schriftlich und online anmaßen.

      ich habe früher viel online zeitung gelesen, insbesondere die zeit, die faz und die presse und habe mir auch die zeit genommen, in den kommentaren zu lesen, weil es auch immer mal wieder ein stimmungsbild vervollständigt hat (dachte ich). ich habe das alles komplett eingestellt, weil sich praktisch überall nur mehr die menschen einfinden, die negativität, aggression und hass verteilen – ganz egal, um welchen inhalt sich der artikel dreht. diese art der nutzung macht die großartigkeit der möglichkeit zur interaktion wertlos – weil sich diejenigen, die tatsächlich differenziert etwas dazu zu sagen haben, immer mehr zurückziehen, weil niemand lust hat, von dieser menge an „trollen“ angegriffen zu werden.
      ich bin ehrlich immer wieder erschüttert und schockiert, was ich an öffentlichen orten im internet zu lesen bekomme, fast immer angriffe gegen die person selbst, kaum je etwas sachliches.
      ich habe auch die sorge „dass etwas rumort“. aber was ist das? was ist das für eine unterschwellige wut, die in so einem großen teil der bevölkerung mituzschwingen scheint? das hört sich für mich ja nach einem kollektiven soziologischen phänomen an, das eine ursache haben muss?

      ich habe halt schon einen gewissen ehrgeiz und vielleicht irgendwo den ansporn, dass ich mir wünschen würde, dass blogs wie meiner, deiner, alle jene, die sich hier herumtreiben, einmal dieselbe wertschätzung erfahren wie diese oberflächlichen vermarktungsteile. einfach, weil das internet soviele möglichkeiten böte, die menschen zu bereichern. aber gut, marie curie fand das atom und die menschen bauten die atombombe.

      ich glaube, man sollte eine große anstrengung drauf verwenden, scih abzugrenzen von diesem „mehr, mehr, mehr“-wahnsinn, der einem überall begegnet. warum braucht man mehr? hat man überhaupt die zeit für mehr? eigentlich nicht. eigentlich passt es wunderbar so wie es ist, man sollte sich so gut wie möglich gegen die indoktrinierung wehren. denn was nützt mir eine leere statistik, eine anzahl von 10.000 klicks anonymer leser, die nichts dazu gesagt hat oder nichts ehrliches, sinnvolles? ich gebe zu, ich möchte mit dem blog was bewirken, sowohl für mich, als auch für andere. aber wenn nur eine einzige person etwas mitnimmt von dem, was ich hier tue, dann ist es all das wert und mehr braucht es nicht sein.

      danke für deine lieben worte ❤

      • ich lese in Zeit und Die Presse nur mehr die Artikel die einzige Ausnahme, wo ich die Kommentare lese ist der Standard. Klar gibt es da auch einigen Müll, aber dazwischen sind echte Perlen und auch bei den Usernamen.

        • ich habe es ganz aufgehört. ich ertrage es nicht mehr, diesen ganzen zynismus und auch die aggression, die sich in den kommentarspalten sammelt. meine lebensqualität hat sich drastisch erhöht, seit ich diesen dingen aus dem weg gehe…

          • die Aggression finde ich auch immer größer, aber im Standard finde ich es noch relativ erträglich. und ja, ich lese meist die Kommentare zu harmlosere Themen wie literatur, Game of Thrones oder beim Cremer in seinem Fotoblog.

            • ah ok – na dort geht es dann. der umgangston in politischen foren ist ganz genauso wie überall anders. zynisch und aggressiv.

  5. Auch ich stolpere immer wieder über diese Artikel und bin auch ganz ehrlich, ja, wäre toll mehr Follower und auch Traffic zu haben. Ich teasere meine Artikel nicht im Social Media Breich an, ich teile schon mal Bilder, aber ohne Links zum Blog. Facebook ist ein privates Konto, Instagram wie gesagt nur mal so Bilder zwischendurch, ganz selten nehme ich da Bilder aus Blogposts. Ich habe meine Posts anfangs bei Twitter schon mal beworben, mache ich schon lange nicht mehr. Es ist mir einfach zu stressig die SM Kanäle alle zu bedienen.

    Ich denke, eine Zielgruppe hat man automatisch mit dem Thema über das man blogt. Sonst kämen keine Leser 😉 aber einen Zusatznutzen muss ich nicht bieten. Klar, wenn ich richtig groß werden will, ist das etwas, dass ich bieten sollte/kann. Wenn du jetzt anfingst einmal wöchentlich Tipps zu geben oder Tutorials online zu stellen, das dann auch noch kräftig bewirbst und dem Kind einen tollen Namen gibst, dann kann man durchaus mehr Leser gewinnen und man erhöht zudem die Aufmerksamkeit. Die Frage ist, will man den Stress, ist es das wert?

    • ich sehe das ganz genauso wie du. es kristallisiert sich für mich einfach immer mehr heraus, dass es wohl so ist – wenn man das tut, was von herzen kommt, ist die zielgruppe eine kleinere. einfach, weil man zeit und lust braucht, sich auf den menschen einzulassen, weil es über die oberflächlichkeit hinausgeht und derlei dinge nicht in der form breite masse tauglich sind.

      auf die frage kann ich eine ganz klare antwort geben: nein. 😉

      • Ich folge einem Blog, die Meisterin der Selbstvermarktung. Das ist derart abstoßend, es gibt da auch kaum eine Grenze, die ganze Familie wird da publik gemacht. Sie lebt vom Bloggen und demonstriert für mich eine unglaubliche Oberflächlichkeit, der Content ist absolut unspektakulär und austauschbar. Sie verkauft sich selbst und scheinbar sehr erfolgreich :/

        • ja oberflächlichkeit scheint einfach irre gut zu funktionieren. fordere die menschen bloß nicht zum denken heraus, mach es ihnen einfach, serviere ihnen den inhalt mundgerecht, ein bisschen information, aber nicht zuviel, ein bisschen persönliches, ruhig auch was peinliches oder etwas, das man normalerweise vielleicht grade mal der besten freundin erzählt hat und packe es dann gut gegliedert in einem text mit der richtigen wort-anzahl. würg.

        • das klingt schrecklich. ich mag solche Blogs nicht, die so aufdringlich aufmerksam heischend sind. Klar will ich auch Leser für meinen Blog, aber ich will mich mit denen austauschen

          • Das ist auch das, was ich am Bloggen liebe, den Austausch. Das klingt vom Content und auch den Überschriften so, als gäbe es bei diesem Blog einen Austausch mit dem Leser, aber es ist reine Selbstvermarktung. Ich hätte auch gerne mehr Follower, aber es ist nicht das Ziel, Ziel ist Spaß und seine Leser kennenlernen. Ich habe über meinen Blog richtig Freundschaften geschlossen, nicht virtuell sondern real 🙂 der beste Zusatznutzen ever

            • stimmt, man schließt Freundschaften ich habe vor 10 Jahren zum bloggen angefangen, einige Leute getroffen und mit einer auch wenn wir uns noch nie gesehen haben schon eine gute Freundschaft aufgebaut. vor ca. 3 Jahren habe ich das Bloggen dann doch sehr zurückgeschraubt. Ich habe ein Forum gefunden mit Austausch, wo ich dann sogar zu einem Forumstreffen gefahren bin. und jetzt weiß ich, was mir eine Zeitlang beim Bloggen gefehlt hat. Der Austausch. Anfang September habe ich mir wieder Zeit für den Blog genommen und es tut gut.

              • Ich war auch mal in einem Forum aktiv, das ist nicht so sehr mein Ding. Ich war auch bei Forentreffen, die mir echt Spaß gemacht haben, aber der Austausch im/auf dem Blog ist mir lieber. Ich blogge aktiv gute zwei Jahre und wusste schnell, dass ich einige Blogger gerne persönlich treffen möchte. Toll, wenn einen das Hobby verbindet

              • ich möchte das Forum nicht vermissen, weil die Stimmung so familiär ist. Ich habe es sogar in meiner Blogroll drinnen. Ich möchte mich aber nicht nur über das „Lied“ sprechen, sondern über etwas anderes auch und da ist der Blog genau richtig. Ja, es ist toll mit anderen Blogger oder Twitterati sich zu treffen.

  6. danke, liebe Paleica, genau deshalb folge ich dir hier so gerne 🙂 Liebe Grüße, Annette

  7. Von der „Ich-AG“ und vom „Outsourcing“ ist es zum „Selfbranding“ nicht mehr weit. Der „Markt“ will uns weismachen, dass wir uns stets und überall selbst verkaufen müssen: Am Arbeitsplatz, beim EInkauf, aber auch zu Hause. Und natürlich auch im Netz. „Erfolgreich“ ist nur der (so das Mantra), der über genügend Follower und Likes verfügt.
    Niemand fragt allerdings nach der Sinnhaftigkeit.
    Macht das alles Sinn? Macht es Sinn seinen Instagram-account nach followerzahlen zu optimieren? Ist das sinnhaft?
    Was bedeuten Inhalte da noch?

    Wieder ein tiefgehender Beitrag, liebe Paleica. Du stellst die richtigen Fragen (finde ich) und bist mutig, sie offen und sehr ehrlich auszusprechen. Danke. Ich glaube alle Menschen, die dir folgen, werden es wertschätzen. Ich jedenfalls tue es.
    Lg,
    Werner

    • ich gebe dir absolut recht. die frage nach dem sinn! hohe followerzahlen sind ganz sicher nicht mein sinn und ich wehre mich strikt dagegen, dass mir das an allen ecken und enden suggeriert wird. ich muss einfach gelegentlich aufstehen und laut sagen „nein!“. und ich freu mich über jeden, der da mit mir auf einer linie ist.
      danke fürs lesen und kommentieren lieber werner. ich versuche einfach von herzen, „meinem“ internet hier den sinn zu geben, den es für mich seit je her hatte: und das ist austausch.

  8. feeistmeinname

    Es ist wichtig, seinen eigenen Weg zu finden, und sich nicht von dem Grundrauschen um einen herum verwirren zu lassen. Seit Jahren heißt es: Du brauchst eine Nische. Wer sagt das? Leute, die eine Nische haben. Ich hatte nie eine und werde nie eine haben. Ich würde auch nicht glücklich, würde ich mich beschränken. Und am Ende kommt es doch darauf an, was wir aus dem Blog ziehen, vor dem Nutzen für andere. Und ich bin davon überzeugt, dass dann schon die Richtigen zu einem finden. Über kurz oder lang.

    • ja liebe fee, das sehe ich genauso. aber manchmal rauscht mir der kopf, wenn ich durch die facebook timeline scrolle und wieder mindestens 5 beiträge aufpoppen mit „5 dinge, die“ und „wie bloggst du erfolgreich“ und „wie du viele instagram follower in kurzer zeit bekommst“ und dann lasse ich mich vom richtigen weg abbringen und glaube kurz, dass es zu wenig ist, bis ich draufkomme, dass es eigentlich genau richtig ist. denn was habe ich schon davon, zeug zu veröffentlichen, das nicht von herzen kommt, nur damit irgendwelche anonymen IPs über google auf meine seite kommen? ein klares NEIN dazu, aber hin und wieder muss ich selber drüber reflektieren, um mir wieder sicher zu sein.

  9. genau so sehe ich es auch…
    ich hab es natürlich etwas leichter, weil ich ja in einer nische zu haus bin und daher auch keinen so hohen anspruch an likes, followers oder was auch immer habe. was ich mache ist ein hobby-tagebuch mit gelegentlichen tipps für den hausgebrauch…da erwarte ich mir keine weltumschweifende begeisterung…ob man mit etwas zufrieden ist oder nicht, hängt einzig und alleine vom eigenen standpunkt ab…zugegeben ein paar folloer sind schon nicht schlecht und weil ich ja sterne mag, mag ich natürlich auch die sterne. oft kommt mir das ganze spiel aber vor wie ein handel…likest du meine sachen like ich deine…darum like ich nur was ich wirklich like…ich hab im Monat nicht mal 2000 Aufrufe…bewege mich zwischen 1000 und 1500…die meisten davon kommen von „außen“ (nicht wordpress) warum ich trotzdem zufrieden bin? für das was ich hier mache, find ich das sehr viel interesse…hätte ich mir nicht erwartet…und verglichen mit hobbyastronomen im vorigen jahrhundert erreiche ich sehr sehr viele menschen. natürlich kann man sagen „oh im internet sind 1000 aufrufe aber nicht viel“…mich interessiert das internet aber nicht…ich verwende es nur…und verglichen mit einem hobbyastronomen im jahr 1985 genieße ich massig aufmerksamkeit….bin ich deswegen glücklicher oder verändert das mein leben…eindeutig nicht…

    meine philosophien, nach denen ich versuche zu leben, sind sehr nahe am zen gebaut und so kann man allgemein sagen, dass mir der buddhismus nahesteht (wenn auch nur in seiner technischen, nicht theologischen form…ich glaube z.B. nicht an wiedergeburt…ich schließe sie nicht aus…aber ich hänge ihr auch nicht an) bei den buddhisten ist es verboten zu missionieren. die idee dahinter: wer es wirklich ernst meint, der wir von selber kommen…so halte ich es auch mit meiner werbung…ich mache keine…weder bin ich facebook noch twitter-teilnehmer und das würde das erste sein, was ich ändern würde, hätte ich anspruch auf mehr zugriffe…aber ich missioniere nicht…

    die idee, die welt in quantitäten messen zu können halte ich ohnehin für falsch. viel mehr geht es darum sich gegenseitig inspiration zu schenken…deine sternbilder haben mich beispielweise, wie du vielleicht merkst dazu inspiriert mich mit etwas zu beschäftigen, mit dem ich mich sonst nicht beschäftigt hätte…bin ich deswegen glücklicher oder verändert das mein leben?…eindeutig ja…

    so…like mich am arsch und schönen tag noch… 🙂

    • haha das lied kenne ich gar nicht. danke für deinen kommentar und ja, du hast definitiv recht. ich missioniere auch nicht, allein schon, weil mir das unsympathisch ist, weil es mich nervt, weil es meiner natur widerspricht, mich anderen aufzudrängen. im grunde geht es um einen austauscht und der ist hier so wahnsinnig wertvoll, viel wertvoller als facebookdaumen oder instagram-herzen. außerdem war es ja auch eine bewusste entscheidung, meine virtuelle von meiner realen identität zu trennen und auch bewusst die sozialen netzwerke nicht dazu zu nutzen, reichweite zu erlangen.

      ich fotografiere für mich, weil ich den flüchtigen moment etwas weniger flüchtig gestalten will, weil ich mein leben bewusst leben will und das ist auch der grund für meine gedanken. die kombination daraus findet sich hier. dass das ein randgruppenprogramm ist ist klar, immerhin bin ich nicht justin bieber 😉 aber dafür ist jeder einzelne leser, der hier ist, wertvoll, weil er sich tatsächlich für mich interessiert. das kann man nicht in likes aufwiegen.

  10. Es geht wie so häufig eben nur entweder oder.

    Entweder Du willst zu den Leuten mit dem kleinen „k“ gehören, dann musst eben auch die Schattenseiten in Kauf nehmen und alles daraufhin optimieren – Dich im Zweifelsfalle auch selber verbiegen, um auf die Erfolgsschiene zu passen.
    Oder Du machst das, was Dir Spaß macht, musst dann aber eben damit leben, dass es deutlich länger bis zum „k“ braucht und es womöglich nie erscheint. Ja, es gibt sicherlich auch Exoten, die es geschafft haben mit eigenem Stil und Charakter zu den ganz großen zu gehören, aber die kann man an einer Hand abzählen.

    Ich finde es beruhigend, dass Du dich offensichtlich gegen Instagram-Streamline und SEO-Geschreibsel und für Persönlichkeit und Charakter entschieden hast. Ob man sich damit wohl fühlt ist letzten Endes auch eine Frage der eigenen Ansprüche. Ich für meinen Teil ziehe Integrität einem virtuellen Counter, der mit nur wenigen Doller auch noch manipuliert werden kann, immer vor.

    • ja, du hast recht. im grunde hast du da einen wirklich wichtigen punkt angesprochen, auf den ich selbst eigentlich auch in der form leicht hätte kommen können. entweder du verbiegst dich und postest etwas massentaugliches, oder du bleibst du selbst und hast einen kleinen kreis leser, der um deinetwillen kommt. welche antwort ich darauf geben will, brauche ich nicht lange zu überlegen.

      es ist jedenfalls wunderbar zu sehen, dass es hier soviel wertschätzung dafür gibt, diesen weg zu gehen.

  11. Ein toller Artikel, wirklich! Ich frage mich das beim lesen anderer Blogs sehr oft und muss sagen, dass ich wirklich nur noch einen geringen Anteil lese nämlich, die eher kleineren, die mit den Botschaften zwischen den Zeilen. Bei Instagram teste ich mich manchmal selber, sobald ich hashtags setze sind die Likes doppelt so groß aber will ich das wirklich? Sicher schaut man auf die großen auch mal mit Neid aber sollte man die Zeit nicht lieber für sich und seine Gedanken nutzen? Ist es nicht allein das Ego, dass immer mehr will?

    • JA es ist das ego. und eigentlich sollte man dem ego nicht so oft nachgeben.
      mit dem lesen geht es mir auch so. ich lese eigentlich nur noch einen sehr kleinen kreis und all jene, die so fürchterlich erfolgreich sind mit ihren super oberflächlichen posts, meide ich wie der teufel das weihwasser.

      • Siehst du, da hast du dir ja schon wieder was selbst beantwortet 🙂 Es ist eben wirklich schwer das Ego runterzuschrauben und das zu tun, was dein Herz dir sagt.

        • ganz genau. das ist der grund, warum ich schreiben muss. weil ich durch den austausch mit euch meine antworten finden kann ❤

  12. Für mich Greenhorn hat sich diese Welt hier noch gar nicht in all seiner Bandbreite gezeigt und ich bin erstaunt, geschockt und gleichzeitig begeistert über so einen Artikel… erstaunt, dass die Internetwelt so eine Art Parallellwelt ist mit Problemen wie „draußen“, geschockt, dass sie gar nicht so idyllisch ist wie ich sie bisher wahrgenommen habe und wir „groß“ diese Welt ist und wie viel Einfluss sie offensichtlich auf Gedanken und Seelenleben der Blogger hat (du gehst spazieren, Paleica und denkst über Social Media und Bloggen nach – das finde ich schon ziemlich krass… aber so weit bin ich eben noch nicht in diese Welt „eingesogen“ und mir wird noch mal klar, wie wichtig und wunderbar meine reale Welt um mich herum ist mit den Dingen, die ich anfassen kann, die ich fühlen kann, mit den Menschen, denen ich direkt ins Gesicht schauen kann) und begeistert, weil sich hier ja doch eine Community hält die sich offensichtlich etwas bewahrt…
    Likes und Klicks und Follower sind für uns alle wohl schon ein wenig wichtig, denn sonst würden wir das hier nicht machen und ich habe auch noch nicht DEN Weg für mich gefunden, wie weit ich mich hier reinziehen lassen will – bin noch extrem auf Erkundungstour und ebenso wie ich gerade viel Zeit reinstecke und erkunde, kann ich mir vorstellen von heute auf morgen alles ganz runter zu fahren oder aufzuhören! Aber: ich freue mich über zwei Klicks, zwei Likes über einen Besuch auf meiner Seite, denn das sind immer noch mehr als würde ich meine Fotos, die ich mit viel Gedanken und Leidenschaft mache, auf meiner Festplatte sammeln… Über jeden Kommentar freue ich mich und im Endeffekt bin ich froh über drei, vier Leute, mit denen ich vielleicht regelmäßig in einen ehrlichen, konstruktiven Austausch komme – dann hätte sich das Bloggen für mich schon gelohnt! 😉

  13. Das war wieder mal gut getan so etwas zu lesen – ich kann das wirklich gut nachvollziehen. Es ist schwierig geworden sich als Blogger „erfolgreich“ zu fühlen, wenn man ständig von außen zu hören bekommt, was man erreicht haben muss. Ich bin äußerst skeptisch gegenüber Statistiken und Followerzahlen, da beides zu oft verfälscht wird (ein Instagram mit 10k Follower und nur ca. 100 „likes“ pro Foto?). Auch hier gilt wie in vielen anderen Bereichen – Quantität vor Qualität – und gerade dein Blog sowie Instagram Feed zählen für mich zu den besten Beispielen. Die Anzahl an Responses und Interaktionen finde ich sonst auf keinem anderen Blog, egal wie viele Follower sie haben. Und ich bin überzeugt davon, dass in Zukunft die kleineren, persönlichen Blogs mehr Aufmerksamkeit bekommen werden 🙂

    • danke meine liebe ❤ ich muss schon auch sagen, die kommentarbereitschaft meiner leserschaft ist einfach nur wow und begeistert mich immer wieder. für mich ist es einfach wichtig, gelegentlich über dieses thema nachzudenken, einfach weil es mir den weg zeigt, den ich gehen will. ich habe immer mal wieder bei dariadaria reingelesen und ihre reichweite ist kein vergleich zu meiner – aber was da menschen für senf abgegeben haben ist einfach nur abartig. wenn ich sowas lesen würde, wäre das für mich vermutlich über kurz oder lang grund, das hier sein zu lassen. aber das liegt natürlich an einer gewissen "anonymität" – die es hier nicht so stark gibt, weil man sich in der community hier doch immer mal wieder begegnet.

      ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich das bloguniversum vielleicht mit der zeit wieder etwas mehr aufspaltet in diejenigen, die blogger sind wie wir und die kommerziellen blogger. ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die leser dieses mischmasch langfristig angenehm und wertvoll finden.

  14. Sorry da hab ich doch glatt was verdreht – es sollte natürlich Qualität vor Quantität heißen 😛

  15. Vorab: Dieses „andere“ zu erhalten – das machst Du, wie ich finde, sehr sehr gut!

    Im Übrigen kennen wohl die meisten dieses Dilemma: Poste ich etwas, an dem mir viel liegt, bin ich enttäuscht, wenn es nur wenig Resonanz gibt; gibt es viel Resonanz, dann bin ich enttäuscht, wenn sie sich auf Dinge bezieht, die mir nicht so wichtig sind.

    Für mich versuche ich, mich immer wieder an den Ausgangspunkt zu erinnern: Ich will kein Profi-Fotograf sein, weil ich frei entscheiden möchte, welche Bild ich mache und wie. Da sollte es unwichtig sein, was irgendjemand davon hält.

    Nun sagte irgendein Musiker mal zu recht, dass man seine Kunst auch (mit)teilen möchte – und darum finden ja auch immer wieder Bilder ihren Weg an die Öffentlichkeit. Wenn man dann darauf besteht „sein Ding“ zu machen, braucht man eigentlich das dicke Fell, das ich mir auch erst noch zulegen muss.

    Als kleinen Trost gibt es noch den Ausspruch eines Fotografen (seinen Namen habe ich vergessen), der besagt, dass sich für jedes Bild irgendwo jemand findet, der es mag. Das Internet scheint mir dies zu bestätigen … Was ja auch wieder etwas Tröstliches hat.

    Just my 2 cents – ohne lange daran zu feilen. LG T

    • oh vielen dank lieber tobias, das tut wirklich gut zu hören!

      und ich weiß genau was du meinst. obwohl sich bei mir eigentlich rauskristallisiert, dass diese beiträge, die mir persönlich sehr wichtig sind, durchaus richtig viel resonanz bekommen. allerdings sind die texte mittlerweile anscheinend gewisserma0en interessanter als die bilder oder zumindest regen sie zu wesentlich mehr interaktion an.

      dein punkt trifft den kern der sache sehr gut. ich mache das hier, weil es von herzen kommt, ich möchte entscheiden, was und wie ich hier veröffentliche und dementsprechend ist die interessensgruppe sicherlich kleiner, dafür aber wertvoller.

      • Liebe Christina, Deine Antwort freut mich! Nur noch eines dazu aus meiner Warte: Text zu kommentieren ist wohl einfacher als etwas Kluges zu Bildern zu sagen. Bei Bildern sagt mein Bauch oft einfach: Mag ich! Und das genügt meinen Ansprüchen an meine Kommentare nicht … Auch wenn es klar ist, dass es die Empfänger freut. Vielleicht sollte ich mein Kommentarverhalten da noch einmal überdenken… LG T

        • ich weiß genau was du meinst, bei mir ist das sehr ähnlich. ich sehr mir ein bild an, finde es wirklich toll – aber jedes mal schreiben „wow, toll“ ist auch langweilig. andererseits tue ich es dennoch oft, weil ich weiß, dass es den urheber meistens freut ^.^

  16. Viele schöne Gedanken dazu, bunt gemischt wie das Herbstlaub …

  17. Liebe Paleica,
    ein Satz von Dir stellt für mich das einzig richtige Fazit dar:
    “ Ich möchte, dass meine Leser eine Seite von mir kennen, die es nur gibt, weil es dieses Medium gibt.“
    Das unterschreibe ich sofort und 100%ig!

    Alles, aber auch wirklich alles wird heute in (Geld)wert ge-und bemessen. Auf diesen Zug springe ich nicht auf. Verweigerung ist heutzutage oftmals (leider) das einzige Mittel, einen klaren Kopf zu behalten und sich selbst treu zu bleiben.

    Lieben Gruß
    moni

    • liebe moni, da hast du absolut recht. und immerhin ist es ein hobby. man misst seine laufkilometer oder basketballkörbe oder nach unten schauenden yogahunde auch nicht monetär 😉

  18. Bei Waldspaziergängen hat man oft die besten Gedanken.
    Jetzt habe ich auch den Grund gefunden, weswegen ich den Blog vernachlässigt habe. Es waren nicht nur Orientierungslosigkeit, wohin es mit dem Blog gehen soll, es war die Frustration über den zu geringen Austausch. Dabei habe ich wegen dem Bloggen so viele nette Leute auch in Real Life kennengelernt und das war früher, bevor es mit Selbstmarketing so überhand nahm. Ich habe mich durch eine große Interessenserweiterung in ein Buch-Forum angemeldet, wo es dann durch die Struktur einfach mehr zum Austausch kam und der Blog geriet ins Hintertreffen. Aber der Blog war mein erstes Baby lange vor Twitter (da hab ich mich nur wegen Armin Wolf angemeldet) und FB (nur wegen der Reallife-connections).
    deswegen mag ich deinen Blog sehr gern, weil es zum Austausch kommt. Es ist gemeinschaft und nicht nur eine Ich-AG, die Aufmerksamkeit will. Also Social Media par excellence.
    und ja auch wenn ich blogge, was ich will – freue mich schon wie ein kleines Kind, wenn ich einen Follower mehr habe. Ich geh auch meinen Weg meiner Gemischtwarenhandlung. Ich will nicht nur weil es angeblich mehr Follower bringt nur zu einem Thema bloggen, das ist ja fad.

    • absolut. die ruhe im wald schaffen platz für die gedanken, einmal aus dem alltagsgewusel auszubrechen.
      der austausch ist auch für mich das wichtigste. gedanken aussprechen und auch bei anderen anregen, teilen. ich sehe immer wieder, dass diese ganzen „neuen“ blogs auf das überhaupt nicht reagieren, da gibt es keine gegenbesuche oder so. und daran merkt man schnell, worum es einem blogger wirklich geht.

  19. Muss, muss, muss – ich MUSS gar nichts! Ich feiere lieber mit wenig Leuten, die ich kenne als mit vielen, die oft gerne feiern, aber kein Bedürfnis nach dem Menschen haben. Genauso sehe ich das auch mit dem Blog. Es ist MEIN Blog – mein Fotoalbum – meine Notizen – meine Erinnerungen – meine Seele – meine Leidenschaft – mein Herzblut. Für nichts und niemanden werde ich es PINK (wie schrecklich) gestalten, damit ich mehr von denen erreiche, die doch nur da sind um gegenlikes zu bekommen und nicht das teilen, was mir am Herzen liegt. Natürlich freue ich mich, wenn Leute kommen und ihnen das gefällt, was ich mache. Noch mehr freue ich mich aber die Leute auch kennen zu lernen und das Hobby mit ihnen zu teilen, sich auszutauschen oder eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.

    Für mich ist der Blog so eine Art Fotoalbum mit Notizen – wäre ich in Zeiten vor dem Internet damit draußen auf der Straße rumgelaufen und hätte mich jedem angebiedert darin herumzublättern? Bestimmt nicht – wenn jemand auf mich zu kommt und fragt, darf er/sie gerne gucken und sich mitfreuen. Wenn jemand das gleiche Fotoziel hat darf er/sie gerne mitkommen. Aber Farbe, Form, Inhalt – das bestimme immer noch ich und kein SEO der Welt.

    Ich sehe auch, wie sich manche mit ihren Blogs geradezu abstrampeln. Leute, die auch noch einen normalen Job haben und finanziell sicherlich auch so über die Runden kommen. Warum also? Wird die Party nach dem Ableben dann besser? Gibt es Grabsteine mit Followeranzahlen? Wozu brauche ich diese Mengen an Followern? Warum sollte ich mir damit Stress machen? Ich habe Stress genug – der Blog ist mein Hobby, meine Leidenschaft und das hat überhaupt gar nichts mit Stress zu tun – nur mit Herzblut …

    Ich freue mich über die, die wieder kommen und die, zu denen ich Kontakt habe. Das zählt weit mehr !!!

    Es zieht mich eher zu Leuten, die ähnlich denken und sich nicht verbiegen lassen und nicht zu denen die vor lauter Anpassung schon total verknorzt sind, weil sie es versuchen jedem Recht zu machen. Daher komme ich wohl auch gerne mal hier vorbei 🙂

    • Da kann ich mich so anschließen! Sehr gut auf den Punkt gebracht!!! Es ist NUR ein Hobby, das Spaß machen soll, Ausgleich schaffen soll, keinen Stress… der Vergleich mit dem Fotoalbum, mit dem man über die Straße rennt, ist klasse!!! 😄 Ich finde auch: ein paar feine, nette Leute, die die Passion teilen zum Austausch, konstruktive Kritik – das ist es! Wer mit Bloggen Geld verdienen muss und will – das ist natürlich was anderes!

      • ja, absolut. und das ist schwer genug. man postet, hat vielleicht viele artikel, kommt aber nicht wirklich dazu, die kommentare zu beantworten oder auf gegenbesuch zu gehen. da braucht man dann auch nicht noch social media druck dazu 😉

    • oh liebe birgit, alles was du schreibst ist so wahr, auch für mich!
      den vergleich mit dem notizbuch finde ich übrigens auch sehr treffend. ja, genau das ist es.

      und wer weiß, grabsteine mit followerzahlen – manche leute lassen sich ihr auto in den grabstein meißeln, vielleicht tun das bald welche mit ihren abonnenten -.-

      danke auch für die lieben worte. mir geht es einfach wirklich genauso und es ist toll, dass sich hier offenbar eine gruppe menschen sammelt, die sich nicht einsaugen lässt von diesem wahnsinn.

  20. Ich denke und merke, dass du teilen möchtest. Das geht mit einem persönlichen Kontakt zu anderen Bloggern natürlich nur bis zu einer gewissen Größe, da du ja nicht nur Bilder sondern auch Gedanken austauschen möchtest. Wenn jemand nur Bilder raushauen möchte und auf likes scharf ist, soll er das tun. Ist vollkommen okay. Es ist ja auch gar nicht schlimm sich vereinzelter Techniken zu bedienen um einen Blog interessanter zu machen, nur sollte die ganze Sache dann doch noch authentisch sein, wenn man in seinem Blog wiedererkannt werden möchte.

    • ja, da hast du absolut recht. ich habe das so überhaupt nicht bedacht und habe für mich festgestellt, dass sich der frust, den ich schiebe, tatsächlich überhaupt nicht auf den blog, sondern vorrangig auf instagram bezieht, weil ich dort meinen weg irgendwie verloren habe. es ist sozusagen „nicht fisch nicht fleisch“.

      • Mal ganz davon abgesehen, dass es zu zeitintensiv wäre kann ich mit Instagram auch wenig anfangen. Nur likes und „awesome“ zu bekommen ist nicht so mein Ding. Ich mag da schon mehr den direkten Austausch. Die Anzahl der Follower und Kommentare bei mir ist echt überschaubar. Das reicht mir aber auch. Hat eigentlich genau die richtige Größe.
        Wenn Instagram dir auch dazu dient, dass Leute auf deinen Blog finden ist es ja okay. Wenn es zur Last wird, würde ich es sein lassen oder emotionslos betrachten.

        • daran arbeite ich gerade. instagram war für mich das, was facebook davor war. eine art tagebuchfunktion, wo ich einfach momente festgehalten habe. doch instagram hat sich sehr verändert und cih hab meinen platz darin noch nicht gefunden. ich mag es halt gern als ort, wo ich quasi meine iphonebilder abladen kann, weil der blog überwiegend ja mehr für die spiegelreflexfotos ist und ich die bilder vom apfel aber auch zeigen möchte. unterm strich wird es also dorthingehen, weg vom unmittelbaren, hin zu einem iphoneart-portfolio.

          • das ist ein sehr guter Aspekt. Ich kenne Menschen die das auch so machen, weil sie sehr viele sehenswerte und schöne Bilder haben, die man nicht zwanghaft in eine Serie oder in einem Post verwursten möchte. Da ist das Abladen genau das richtige.

            • ja so sehe ich das auch. das problem ist wohl nur, dass mir die „tagebuchfunktion“ so völlig abhanden gekommen ist. ich mag zwar die stories, aber ich lese halt gern später nochmal nach und das geht bei dieser art von medium halt nicht.

  21. Und wieder einmal toll geschrieben, kritisch und ehrlich. So wünsch ich mir das, und das ist auch einer der Gründe warum ich immer wieder gern hierher komme. Das Thema ist leidig, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite auch immer aktuell und auch ich entdecke mich in vielen Dingen. Ich hatte vor kurzem meinen 300sten Follower auf dem Blog. Ob das jetzt viel ist oder nicht, keine Ahnung. Fakt ist aber, dass sich seit Monaten immer die gleichen Blogger mit meinen Inhalten beschäftigen. Und genau die paar wenige, auf die bin ich stolz und für die blogge ich. Nicht für die anderen 280. Mir geht es um die kleine aber feine Menge. An den anderen halte ich mich gar nicht auf. Es gibt kein „fisching for compliments“ mehr. Und wenn der Preis dafür nachlassende Besucherzahlen, Klicks und Likes sind, dann ist das so. Ein Kommentar von „Euch“ erlesenen Lesern ist mir tausendmal mehr wert, als 10 Follower auf instagram. Die anonym sind, die ich nie sehen werde… Ich geh meinen Weg weiter. Und pfeife auf Statistiken im http://www... 😉

    • mir gehts genauso. ich hab mittlerweile „am papier“ 900 abonnenten. es schreiben und kommentieren und liken aber immer die gleichen 50. ich freu mich auch über jeden, der still mitliest, überhaupt keine frage. aber ich mache es effektiv natürlich für diejenigen, die auch hier in erscheinung treten, denn so kann man sich gegenseitig bereichern.

  22. Hach ja.. ein passendes Thema.
    Ich muss mich aktuell (und auch noch ziemlich lange) damit beschäftigen.. Ich sage nur: „user- vs. firm-generated content in social media research“ 😉
    Facebook nutze ich auch nicht mehr wirklich. Mir wird das auch irgendwie alles zu viel. Gerade in dieser Zeit ziehe ich mich ein wenig zurück… Zeit ist das Opfer für soziale Medien..

    • hört sich nach einer masterarbeit an 😉 ?! aber es ist auch glaube ich ein sehr interessantes thema.

      das sehe ich auch so. und zeit ist die wohl begrenzteste ressource der gegenwart. mir ist auch mittlerweile großteils die lust an dem social media wahnsinn vergangen, weil im grunde genommen likes und follower wertlos sind. wenn ich mir die interaktionen hier anschaue und im vergleich dazu auf FB und IG, dann weiß ich wieder ganz genau, warum ich vorrangig immer wieder genau hier lande.

  23. Hallo Paleica,

    ein sehr schöner Text, dem ich in sehr vielen Punkten zustimmen kann. Besonders die Stelle „wann sind wir eigentlich alle zu Verkäufern geworden?“ hätte ein Zitat verdient 😉

    Mich treibt das Thema auch manchmal um. Wenn man andere Blogs sieht, deren Wachstum und dann auf die eigenen Zahlen herabschaut. Aber weißt du was? Das Bloggen, Fotografieren und Basteln an der Website ist ein Hobby und es macht mir Spaß. Und das sollte immer die Hauptsache sein.

    Zu deiner Aussage „dass sich die Negativität, die sich online vielerorts findet, irgendwann wieder wandelt“: Du hast Recht, viele Meinungen, die im Internet geäußert werden, sind sehr negativ – oft auch schon fast „Hass“-artig. Aber man sollte sich immer noch vor Augen halten, dass nur ein klitzekleiner Teil der Internetcommunity sich unter Artikel auslässt. Ich bin mir sicher, der schweigende Großteil ist sicherlich deutlicher postivier gestimmt.

    Liebe Grüße
    Christian

    • solltest du dahingehend was schreiben wollen, darfst du mich gern zitieren 🙂

      und da hast du definitiv recht. ich habe anhand dieses artikels und eurer kommentare für mich auch rausgefiltert, dass es ganz und gar nicht der blog ist, wo unzufriedenheit herrscht, sondern dass es die social media plattformen und derzeit vorrangig instagram sind. der blog ist für mich perfekt wie er ist.

      und auch das stimmt wahrscheinlich. es ist dennoch traurig, dass den „hatern“ anscheinend die öffentlichkeit gehört, weil sich alle anderen zurückziehen. man sollte sich das territorium zurückerobern!

      • Mach ich!

        Instagram ist für mich zu einer Plattform geworden (ähnlich wie Twitter) der ich kaum noch Beachtung schenke. Der Grund liegt für mich eindeutig an Vielzahl an Bots, die dort ihr Unwesen treiben. Bei Twitter stört mich das noch nicht mal so. Aber auf Instagram folgen mir jeden Tag mindestens 10 neue Leute. Am Ende vom Tag ist es aber insgesamt doch einer weniger, weil die Bots direkt wieder entfolgen…

        Interessant wäre es zu wissen, wie die öffentlichen Hater, die Meinung der anderen beeinflussen. Ich will demnächst mal untersuchen, wie negativ die Kommentare in Facebook unter Spiegel online Kommentaren wirklich sind. Also sogenannte Sentiments errechnen. Mal gucken, wann ich damit fertig werde und ob ich das auf unserem Blog poste.

        Liebe Grüße
        Christian

        • ich hab instagram trotzdem irgendwie gern, weil es mich halt schon auch oft inspiriert was die reisen betrifft und auch wien-fotos. es wird aber zunehmend mühsamer, eben wegen dieser bots, von denen du schreibst. echt schade drum, alternative sehe ich noch immer keine. für mich hat sich in den letzten wochen rauskristallisiert, dass die „soziale“ komponente für mich einfach relativ abgehakt ist, weil diese ära irgendwie vorbei ist. instagram ist einfach mein iphoneart-portfolio.

          das wäre echt interessant. also ich fände das superspannend wenn du das machst. ich denke ehrlich gesagt schon, dass diese hater-kommmentare einen einfluss haben.

  24. In deinem Artikel kann ich mich sehr gut wiederfinden. Ich bin gerade bzw. eigentlich schon seit mindestens 2-3 Jahren auf einer Art Identitätssuche im Internet. Du hast so recht mit den Statistiken, Likes und Followern. Mich macht das manchmal (ist gottseidank schon besser geworden) ganz kirre. Total doof eigentlich, aber jeder strebt ja irgendwo nach Anerkennung. Und im Internet sind das halt Follower, Kommentare und Likes… zwar ist für mich die Qualität wichtiger ist als die Quantität, aber am besten ist es natürlich von beidem viel zu haben 😉 . Ich gönne jedem authentischen Blog seine Follower (und ganz besonders dir, weil ich es sehr bewundernswert finde, wie du dein ganz eigenes Ding durchziehst und trotzdem so erfolgreich bist 🙂 !), aber bei den „Verkaufsblogs“, in denen fast nur noch gesponserte Beiträge zu finden sind, frage ich mich oft wirklich, wie ums Himmels Willen solche Blogs erfolgreich sein können – was sie gemessen an den objektiven Kriterien ja oft sind. Oder folgen diesen Blogs nur taktische Follower, die nur wieder zurückverfolgt und gelinkt werden wollen? Hmmm, ich verstehe es einfach nicht, denn eine weit verbreitete Tendenz ist ja auch, dass jeder nur sein eigenes Ding dreht und sich bloß nicht mit anderen, die ähnliches machen, verlinkt…
    Liebe Grüße,
    Heike

    • liebe heike, ich danke dir vielmals für deinen kommentar! es beruhigt mich irgendwie, dass auch andere über ihre online-identität nachdenken. ich frage mich ehrlich gesagt auch, wie das so sein kann. aber ich glaube, dass sich da mittlerweile eine riesige community etabliert hat und da halt dann auf gegenseitigkeit geliked wird. wie halt auch auf IG mit den ganzen TFL-hashtags und so. in meinen augen ist das aber relativ wertlos und es gibt ja genügend artikel, die sich genau darüber beklagen. dass die ehrlichkeit fehlt und alles nur mit hintergedanken gemacht wird. ich denke mir dann immer: was erwartest du denn eigentlich? daran erkennt man auch meist, ob dem blogger etwas an der sache liegt, oder ob es nur um geld geld. „echte“ blogger kommen auf gegenbesuch und lassen ebenfalls gedanken da, setzen sich mit den inhalten auseinander. die anderen kommen vorbei und hinterlassen ein oberflächliches irgendwas, nur um ihren namen ins WWW zu schreiben. oder, wenn sie groß genug sind, haben sie es gar nicht nötig, überhaupt zurückzubesuchen.
      außerdem denke ich halt, dass es mittlerweile viele passive blog-nutzer gibt, die blogs lesen wie halt früher zeitschriften.

  25. Super Artikel, darüber hatte ich auch schon nach gedacht und mich damit auseinander gesetzt.
    Mein Blog ist mein Blog, meine Fotos sind meine Fotos. Wer mein Blog lesen mag, dann freue ich mich.

    Follower:
    Instagram, was mich damals dort sehr genervt hat, ich werde gefolgt …. wehe ich folge nicht gleich zurück, dann werde ich entfolgt! Das passiert genauso auch beim Twitter. Mittlerweile ist das mir heute vollkommen egal. Mir scheint es, dass es modern ist, möglichst ganz viele Follower zu „sammeln“.

    Viele Grüße, Caro

    • liebe caro, ich glaube, das ist auch die vernünftigste und gesündeste einstellung, zu der ich glaube ich nun auch endlich wieder zurückgefunden habe.

      ich habe es eh schon weiter oben geschrieben – an sich ist genau DAS nämlich auch mein problem. nicht der blog, hier bin ich super happy. aber instagram. ich mochte diese plattform so gern und sie war mir als ablöse von facebook echt wichtig und jetzt hänge ich dort gerade total in der luft.

  26. Hallo meine Liebe,
    danke für diesen wunderbar nachdenklichen Text und deine Gedanken. Ich kann beides zu 100% unterschreiben. Auch ich finde es schade, wenn es nur noch um steigende Followerzahlen etc. geht. Natürlich wäre es schön, auch selber sehr viele zu haben, ein „großer“ Blog zu sein – aber mir ist es lieber, wenn ich schreiben kann, worüber ich will und wann ich will. Dann bleibe ich lieber klein, aber mache mich mit dem evtl. aufkommenden Druck nicht kaputt, wie z.B. „ich muss abliefern, sonst kann ich die Followerzahl nicht halten“ oder „ich muss täglich schreiben“. Letzten Endes muss es ja mir Spaß machen, sonst kann ich es gleich bleiben lassen. Außerdem muss ich hinter den Dingen stehen, die ich veröffentliche – ich weiß nicht, ob das bei allen Einträgen anderer Blogger so ist …
    Ich fasse zusammen ;o) Hauptsache, mir macht mein Blog weiterhin Spaß, sch*** auf die Followerzahlen in den Social Networks und die „richtigen“ Leute werden den Weg auf unsere Blogs finden, wenn wir nur autentisch bleiben und einfach sind, wie wir sind. Deswegen magt ich deinen Blog auch so gern! ❤
    Viele liebe Grüße, Karina

    • ich glaube, ich wünsche mir einfach, dass blogs wie unsere, die, hinter denen menschen stehen, einfach auch mal das maß an „anerkennung“ bekommen, wie diese rieseigen inszenierten schauplätze. ich würde mich nicht verändern und verbiegen wollen, ich hätte nur gern, dass das für mehr menschen interessanter ist als nagellacktests. aber das ist vermutlich der wunsch nach einem einhorn und damit ist auch alles beantwortet ^.^
      ich stimme deiner zusammenfassung definitiv zu 🙂 und danke – ich find es superschön, dass wir uns dank der bloggerei kennengelernt haben ❤

  27. Uffz, ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich hier manchmal kämpfe. Wenn, dann lese ich nicht quer, sondern intensiv und hier schaffe ich das manchmal nicht mehr. So viele Kommentare (was toll ist!), die verlinkten Artikel wortreich…. Dein Artikel, den ich aber ganz gelesen habe :-).

    Was willst du selbst? Du hast doch eine große Gefolgschaft, viele Kommentatoren, dein Blog ist lebendig. Und noch in einem Maße, wo ich das als ausgewogen wahrnehme. Es gibt die Großen (kein Qualitätsmerkmal!), die viele Kommentatoren haben, aber selber nicht antworten. Es gibt unendlich viele „Kleine“, wo niemand kommentiert und sich die Artikel scheinbar im Nichts verlieren. Und dazwischen gibt es die Blogs, die ich wirklich lebendig finde. Weisst du, und das können Blogs sein, die nur wenige Follower haben, aber die sind aktiv. Und warum sind sie das? Weil sie dich authentisch finden, weil sie merken, dass du nicht bloggst, um damit Geld zu verdienen. Ist wahrscheinlich ziemlich dämlich (bei dir wie bei mir z. B.), aber ehrlich. Und du hast viele Follower und viele Kommentatoren…. nach deinen Maßstäben – Jackpot?

    Ganz viele der Blogs, die die von dir angestrebten Follower-Zahlen haben, haben Leute, die für Social Media Aufgaben zuständig sind, denn wer soll das schaffen? Da ist alles Kalkül, du weisst das. Das wollen wir nicht, aber vielleicht gehören wir zu einer aussterbenden Art oder sind einfach dumm?

    Was mich selbst anbelangt, mag ich zu rein informativen Zwecken auch einige „große“ Blogs, z. B. lande ich bei meinen Recherchen via Google immer wieder bei G.Wegner :-D, aber in meinem Reader habe ich viele Blogs, die ich einfach mag, weil sie irgendeine Saite in mir zum Klingen bringen. Die Persönlichkeit des Bloggers ist extrem wichtig. Warum manche Menschen meinem Blog folgen, weiß ich aber nicht so genau. *grübel*Vielleicht sollte ich sie mal fragen :-).
    Als ich zu bloggen begann, war es mir einfach ein Bedürfnis. Als ich die ersten 5 Leser hatte, bin ich total erschrocken. Wer zum Teufel, wollte lesen/anschauen, was ich postete? Das war mir unheimlich und daran hat sich bis heute nichts geändert. Viele Menschen lesen meine Artikel und statt mit Stolz erfüllt mich das eher mit eine Art Ehrfurcht und manchmal setzt mich das auch unter Druck und ich wünschte mir, ich wäre noch einmal die, die unbedarft schreibt, weil sie noch gar keinen Leser hat :-).
    LG, conny

    • liebe conny, das verstehe ich. mir geht es auch so, dass ich es nicht immer schaffe, die artikel der blogs zu lesen, denen ich folge, selbst, wenn ich sie mag. der tag hat nun mal nicht mehr als 24 stunden. dennoch freu ich mich natürlich jedes mal, wenn du es dann doch tust.

      ich denke, du hast absolut recht. eigentlich will ich genau das. ich habe im laufe der kommentare zu diesem artikel acuh festgestellt, dass ich mit dem blog hier sehr glücklich bin wie er ist. ich bekomme tatsächlich viel resonanz auf die gedanken, die mir wichtig sind und acuh die bilder werden angeschaut. der frust kommt von anderer seite, nämlich von facebook und instagram, die lang ein großer teil meines lebens waren und jetzt einfach keinen spaß mehr machen – wo ich auch nicht weiß, wo ich hingehöre. ich konnte das in meiner wahrnehmung davor nur nicht gut trennen.

      ich glaube, dass wir genauso viele sind wie früher, nur, dass es schwerer ist, einander durch den ganzen SEO und marketing-dschungel zu finden. die blogger, so wie wir das machen, waren ja irgendwo immer eine randgruppe. mittlerweile hat sich halt der mainstream auch im online-leben eingefunden. während die damals das internet weitgehend verschont haben, sind sie jetzt halt da, aber sie sind nicht die, mit denen wir uns austauschen wollen und die als leser für uns passen. manchmal frage ich mich auch, ob es dumm ist, diesen aufwand zu betreiben und dafür kein geld zu bekommen. dann denke ich mir aber, wenn ich geld dafür bekäme würde sich etwas ändern. ich müsste nachdenken, was ich präsentiere und wann und wie ich schreibe und könnte nicht mehr frei ich selbst sein. und dann ist die seele des episodenfilms gestorben. deswegen denke ich, dass wir es für uns genau richtig machen, auch, wenn wir manchmal daran zweifeln. denn uns macht es freude, während soviele andere dran ausbrennen. man muss „nur“ schaffen, sich dem druck zu entziehen, der von den vielen „anderen“ aufgebaut wird, man darf sich davon gar nicht angesprochen fühlen. denn dafür wiederum bin ICH nicht die zielgruppe.

      ich finde das lustig, dass du da erstmal erschrocken warst 🙂 ich weiß aber, was du meinst. ich habe mir auch gelegentlich leichter getan, meine postings zu verfassen, als ich noch gar nicht wusste, wer denn da so mitliest.

  28. Es wurde schon so vieles gesagt, was auch auf mich zutrifft. Ein wirklich lesenswerter Beitrag. Auch um sich selbst einmal zu prüfen.

    Ich lese Blogbeiträge, deren Input ich interessant finde, die mir einen Mehrwert bieten, mich inspirieren oder auch einfach mal nur eine flüchtige Geschichte zu einem Thema erzählen, das mich gerade bewegt. Das kann ein einzelner Beitrag bleiben oder es ist, ähnlich wie bei Deinem Blog, dass Ich wiederkehre, dass Themen mich immer wieder mitnehmen und ich einfach wissen möchte, was es gerade zu zeigen oder zu sagen gibt. Ich kommentiere, wenn ich Lust dazu habe. Ob großer oder kleiner Blog. Ich lese oder sehe etwas und möchte meine Meinung festhalten, sei sie noch so kurz. Natürlich freue ich mich über Antworten. So wie bei Dir. Diese lassen mich wissen, dass meine Kommentare nicht unbeachtet bleiben und erwünscht sind. Das motiviert automatisch. Ich würde grundsätzlich viel mehr Blogs durchstöbern, habe aber nicht die Zeit dazu. Somit verwende ich meine freie Zeit für die Blogs, denen ich folge und die mir auf welcher Ebene auch immer einen Mehrwert bieten und bei denen es eine Art Resonanz gibt. Ich freue mich Abends regelrecht darauf in Ruhe zu lesen. Wie in einem guten Buch. Und manchmal gesellt sich ein neuer Blog hinzu.

    „MEIN Blog – mein Fotoalbum – meine Notizen – meine Erinnerungen – meine Seele“ – Birgit hat das ganz wunderbar formuliert. Ich bewerbe ihn nicht sondern halte hier einfach meine Bilder und Gedanken fest. Das lässt mich viel verarbeiten, von Themen loslassen, lenkt mich ab oder fordert mich (im positiven Sinn). Ich will nix verkaufen, im besten Fall inspirieren und selbst das ist mehr als ich zu Beginn gedacht habe. Ich stelle mir selbst keine Regeln auf und gestalte diesen Blog ganz frei und nach Zeit und Laune. Ich freue mich über ein einmaliges Gefällt mir. Da hat halt einer etwas gesehen oder ist über meinen Beitrag gestolpert oder hingeführt worden und fand ihn gut. Nun dann, er zog weiter. Vielleicht kommt er wieder, vielleicht auch nicht. Und ich freue mich natürlich über jeden, der immer mal wieder oder auch regelmäßig kommentiert. Man lernt sich dadurch besser kennen. Man ist im Austasuch miteinander. Das hält das ganze lebendig.

    • mir geht es genau wie dir. ich lese und kommentiere da, wo es mir gefällt und wie groß oder klein der blog ist spielt dabei keine rolle. nur wo nach mehrmaligem auftauchen keine reaktion kam, verschwinde ich wieder. vielleicht lese ich weiter im stillen mit, wenn mich das thema sehr interessiert, aber ich mache mich dann nicht mehr bemerkbar.

      dem zweiten absatz stimme ich so einfach uneingeschränkt zu 🙂

  29. Oh ja. Du hast so Recht. Ich teile deine Meinung. Sehr schöne Worte, ein starker Post mit aussagekräftigen Fotos! Bleib dir treu, egal auf welchem Weg. Deine Fans-also wir- werden es lieben! Drück dich!
    P.S.: Ich liiiebe Wald, schon mal erwähnt!?;) ❤️

    • ach netti, ich dank dir ❤
      und wenn du wald liebst, freu dich, da kommt noch das eine oder andere hier. ich nämlich auch 😀

  30. Ich kehre das ganze jetzt mal um:
    Warum folge ich Deinem Blog?! Weil ich angesprochen durch Deine magischen Letters auf Dich aufmerksam wurde. Weil ich durch Dich und Deine magischen Momente angefangen habe mir wieder mehr Gedanken beim Fotografieren zu machen. Weil ich jeden Monat gerne mit der Kamera los ziehe um meinen Beitrag zu Deinem lebendigen Blog beizusteuern.
    Weil ich durch Deine Beiträge – wie diesen – mir auch Gedanken über Dinge mache die meine Zeit in Anspruch nehmen.
    Und die Zeit die ich hier auf Deinem Blog verbringe ist für mich keine verlorene Zeit. Sie gibt mir viel.
    Würde ich Dir folgen, wenn Du auf keinen Kommentar mehr antworten würdest, weil Du ja soviel Follower hast und deshalb Deine Antwort auf der Strecke bleiben muss?
    Würde ich Dir folgen, wenn Du Dich nur noch mit einem Thema befassen würdest?
    Würde ich Dir weiter folgen, wenn Du vielleicht noch ständig WERBUNG für eine Marke machen würdest?
    Ein klares NEIN!
    Ich folge Dir, weil ich Deine persönlichen Eindrücke besonders finde. Weil ich einen Menschen zwischen den Zeilen fühle und keine Konsum gesteuerte Social Media Bloggerin .
    Darum kann ich Dir nur sagen:
    Bleib wie Du bist und hab lieber weniger die Dir folgen. Und wenn man sieht, wie viel Kommentare Du hier auf diesen Beitrag hast, dann kann es doch nicht so falsch sein, was Du machst.
    ❤ Isi

    • isi, ich danke dir so sehr für diese worte, wirklich, sie haben mich sehr berührt und bestärken mich in dem was ich hier mache. wenn mein blog das geschafft hat, dann hat er seinen zweck erfüllt!

  31. Wunderschöne Bilder erstmal! 🙂 Und zu deinem text muss ich sagen, dieses “wie viele follower habe ich?“ regt mich oft auch auf. Zugegeben, freue ich mich auch bei jedem einzelnen mehr und möchte natürlich auch eine immer größere Base aufbauen, das liegt vielleicht auch an unserer Generation. 😉 Aber sich dafür verstellen und auf nichts anderes mehr aus zu sein ist traurig. Das finde ich bei instagram noch viel krasser als bei wordpress oder Blogger, weswegen ich auch hier blogge und nicht auf instagram. 😉 Das benutze ich nur privat (keine Photographie bis jetzt) und habe dort weit weniger Follower als hier, obwohl von diesem Blog nicht mal mein ganzer Freundeskreis weiß. Ich mag mich nicht verstellen und bei Plattformen wie insta wo es fast nur um abos geht, muss man das leider. Jetzt ist der Kommentar länger geworden, als ich zuerst dachte… 😉

    • ja, du sagst es! für mich hat sich mittlerweile auch rauskristallisiert, dass instagram sozusagen die wurzel des übels ist. ich mochte zuerst facebook und dann instagram sehr gern, weil sie für mich eine art unterhaltsames tagebuch waren. jetzt funktioniert das aber so einfach irgendwie nicht mehr und meinen platz darin hab ich noch nicht ganz gefunden.

      lange kommentare sind immer erwünscht 😉

  32. Liebe Paleica,
    vielen Dank für diesen tollen Beitrag und all Deine Gedanken! Besonders markant bleibt Deine Frage „Wann sind wir eigentlich alle zu Verkäufern geworden?“ hängen. Und ja, da ist sicherlich mehr dran, als uns allen lieb ist. Die grundlegende Frage ist sicherlich, warum man den eigenen Blog betreibt und welche Ziele man damit verfolgt. Zusprache und Bestätigung sind dabei wohl Grundbedürfnisse, nach denen sich jeder sehnt. Wenn dann die Kraft der Medien zuschlägt, kann man leicht „geblendet“ werden, da die meisten ihren Erfolg rein anhand der Statistiken ausmachen. Und zum Teil dafür bereit sind, über Leichen zu gehen. Nein, Quatsch, sondern sich die sogenannte Followerschaft erkaufen. Das lässt tief blicken. Und da ist der Blog dann nicht mehr die (mediale) Persönlichkeit, sondern ein unpersönliches Walzwerk an Informationen. Der eigentliche Mensch geht bisweilen verloren.
    Ich liebe Deinen Blog sehr, auch wenn mich persönliche Ereignisse in diesem Jahr regelmäßig aus der Bahn werfen und ich daher nur lese, aber unregelmäßig kommentiere. Ich empfinde es fast schon befremdlich, den Begriff „Mehrwert“ ausmachen zu wollen. Von mir aus könntest Du auf Teufel komm raus SEO-optimieren, und dennoch bin ich mir sicher, dass Du noch immer dieselbe wärst. Das macht Dich aus, Du bist in dieser www-Welt ein Stück Einzigartigkeit. Danke dafür!
    Liebe Grüße, Heike

    • liebe heike, danke für diesen wundervollen kommentar, der mir richtig zu herzen gegangen ist!!

      diese frage ist auch für mich das zentrale element dieses themas…

      ich glaube auch, dass jeder für sich sinn und zweck seines blogs definieren muss und ich glaube, ich habe meinen kurz aus den augen verloren. dank dieses posts und der vielen unglaublich tollen kommentare bin ich jetzt aber wieder auf schiene 🙂

      ich hoffe jedenfalls sehr, dass dein leben aufhört, dich aus der bahn zu werfen. nicht, damit du hier wieder öfter auftauchst (obwohl ich das auch schön fände), sondern weil ich sehr hoffe, dass es dir bald wieder gut geht. und weil ich deine beiträge vermisse.

      danke für deine worte ❤

  33. Das sieht schon sehr magisch aus! Gerade das s/w Foto mit dem Licht unter der Brücke.
    Schade, dass der Herbst nun zu Ende geht…

  34. Ich denke dass es heute auch schon zum Trend geworden ist follower zu kaufen. Das sind keine ehrlichen Methoden und macht viele Accounts unattraktiv.

  35. Huhu Paleica *winks*
    Auf Twitter habe ich auch schon vorige Woche mal meinem Ärger freie Luft gelassen und mit dem Gedanken gespielt ganz mit dem Bloggen aufzuhören. So viele Blogs werden nur noch zu kommerziellen Zwecke geschrieben. Die dazugehörigen Instagram-Accounts spiegeln sich ganz stylisch dazu. Es wird nur noch nach Likes und Klicks gegeiert und die Seele eines Blogs geht immer mehr dabei verloren.
    Nach dem Motto -> Wer hat den Längeren 😦
    .In den 10 Jahren in denen ich nun blogge, hat sich die Bloggerwelt so geändert. Leider!
    Ich finde deinen Artikel, deine Gedanken sehr gelungen. Bitte belasse deinen Blog mit den genialen Bildern genauso wie bisher. Ich komme schon sehr lang immer wieder sehr gerne bei dir vorbei.
    Ganz liebe Grüße

    • ja liebe nila, genau das stört mich auch enorm. es ist einfach schwieriger, die persönlichen schmuckstücke aus dem ganzen kommerziellen gewirr herauszufiltern. aber wenn ich es mir bis zum schluss durchdenke, ist es das dennoch irgendwie wert, ich würde es einfach zu sehr vermissen.
      mir gefällt diese veränderung auch gar nicht und ich hoffe sehr, dass es sich beizeiten wieder aufspalten wird, dass private blogs privat bloggen und kommerzielle eben kommerziell, diese durchmischung tut der ganzen sphäre kommt mir vor nicht gut. vielleicht sind wir aber auch eine aussterbende randgruppe und diese halbprivatenhalbkommerziellen sind halt die neue magazinwelt, die sich grade erst so richtig etabliert und von der breiten masse gern gelesen wird…

      ich würde mir dennoch wünschen, dass wir uns unsere kleine bloggerblase erhalten können und da gehörst du für mich ganz eindeutig dazu!

  36. Also mir bringen Wald-Bilder immer etwas. Gefühle und Ruhe. In dem Punkt: Meerwert schonmal geliefert 😉
    Mir ist aufgefallen, es gibt Accounts mit z.b. 500 followern, deren Bilder aber nur 70 likes haben – da frag ich mich: Wieviele von den 500 erreicht man dann wirklich?
    Ich hab auhc zich Abos und übersehe sicher mal was…
    Aber ich freue mich über 20 likes von 20 Leuten, die das Bild gesehen haben und wenn ich nur 20 follower habe, hab ich 100% erreicht.

    • 🙂 das freut mich – dann hat der artikel in jedem fall einmal seinen zweck erfüllt 🙂
      man erreicht leider echt wenig davon, vor allem weil halt viele accounts dann auch schnell wieder inaktiv werden. ich habe instagram schon so lange, dass ich mich wetten traue, die hälfte meiner abonnements nutzt es gar nicht mehr.
      ich denke auch, dass die quote im grunde der wesentlich interessantere richtwert ist.

  37. Ich stehe voll und ganz hinter dir. Wir schreiben über unser Leben, was uns bewegt unsere Kunst – wie auch immer man das definiert – und die müssen wir nicht verkaufen, nicht hinter Keywords verstecken und in 5 Schritte aufteilen. Weil das auch gar nicht geht und ich das auch nicht will.
    Du brauchst das auch gar nicht, auf die „Großen“ zu gucken. Du brauchst doch nur hier in die Kommentarspalte schauen, die ich durchscrollen musste, vorbei an all diesen lieben Menschen, die dir zustimmen und dich unterstützen und dann weißt du auch, dass das viel mehr wert ist als ein kleines k oder m.

    Liebste Grüße und große Bewunderung für deine Fotos,
    Anissa Marie

    • liebe anissa marie, du hast so recht. ich glaube, ich brauche einfach manchmal die rückmeldung, die in der „alltagsbloggerei“ halt oft nicht so ausgeprägt ist, dass die arbeit die ich mir mache, acuh ankommt. dass es gern angeschaut und gelesen wird. dann bin ich auch glücklich 🙂
      danke für deine lieben worte und es ist so schön, dass es noch menschen gibt, die diesen weg mit mir gehen.

  38. Pingback: Düsterer Herbstsonntag am Anninger und Erkenntnisse aus den Social Media Gedanken – episoden.film

  39. Ich kann deine Worte und Gedanken sehr gut verstehen und finde es toll, was du machst, wie du es machst, das es deinen Blog mit deinen Bildern und Gedanken so gibt, wie er ist. Merci.
    Ich selbst steige gerade nach 4 Wochen Blogpause wieder in die Community ein, die Nutzerzahlen sind eingebrochen, das schon seit ich auf self-hosting umgestiegen bin. Das nagt schon, aber, ich habe am Anfang mit 10 Besuchern im Monat angefangen und trotzdem weiter gemacht. Es lohnt sich für einen selbst Gedanken zu formen und nieder zu schreiben, wenn es eine/r liest und Kommuniktation entsteht, dann ist alles gut. Wirklich. 🙂

    • lieber jörg, du hast absolut recht. danke für deine tollen wunderbaren worte, denen ich definitiv zustimme. schade ist es trotzdem, weil es das gefühl gibt, dass die aufmerksamkeitsspanne der leser dennoch recht gering ist. wichtig ist halt immer wieder, sich auf den kern zu besinnen, das was einem selbst wichtig ist, warum man es macht, den ausdruck zu finden. und die wertschätzung für die einzelnen personen dahinter. das darf man nicht vergessen. für uns ist es nur eine statistik, aber eigentlich steht hinter jeder IP eine person, die sich die zeit genommen hat, zu lesen.

      • Hallo Christina,
        ja, der Kern ist wichtig. Stimmt. Ich selbst folge insgesamt über 500 Blogs, wenn ich täglich am Abend mal in den Reader schaue, brauche ich so 20-30 Minuten um alles ….. abzuhaken. Wenn ich aber, wie jetzt, 4 Wochen nicht reinschaue, reduziere ich mich auf meine aktuell 47 Lieblingsblogs. Da sind einige dabei, die nur einzelne Fotografien ohne Text posten, aber auch, wie deiner, 10-20 mit Fotografien und den Gedanken dazu. Und das ist die Essenz, die Community, die Menschen, die mir Spass machen. Was nutzen mir 5000 Follower? Wozu? (Mal Geld verdienen weg gelassen.) Ich habe ja auch nur eine Handvoll Freunde, denen ich mich im analogen Leben widmen kann, wie sollte das anders im virtuellen Leben sein?
        Liebe Grüße aus dem verregneten Hessen.
        Jörg

        • ja du sagst es. und im grunde muss man sich darauf besinnen: will man damit geld verdienen? dann muss man einen anderen weg gehen. wenn nicht – dann ist das grade noch eine größe, die man bewerkstelligen kann. 500 ist schon eine ganze menge. bei mir sind es deutlich unter 200. liebe grüße aus dem sonnigkalten wien!

  40. Pingback: Top 5 November – Urlaub, Löcher, Farbe & Krach - aKerlin Gebrauchsgrafik

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: