#travelathome: Burg Deutschlandsberg: Ausblicke bei Nacht

Es gibt Orte auf der Welt, die sind märchenhaft. Orte, zu denen wir vom ersten Moment an eine eigenartige Verbundenheit spüren, obwohl wir sie vorher gar nicht kannten. Einer dieser Orte ist für mich die Burg Deutschlandsberg.

Wikipedia schreibt:

Die Burg liegt auf einem 511 m ü. A. hohen Felsvorsprung über der Laßnitz, die sich durch die sogenannte Klause, ein wildromantisches Tal, den Weg nach Osten bahnt. Am Fuße des Burgberges erstreckt sich Deutschlandsberg, dessen Wahrzeichen die Burg darstellt.

Die Burg entstand zwischen 1100 und 1188 und ist damit ein ganz schön betagtes Gemäuer. Heute befindet sich in der Burg ein Museum und, was sie zu einem wirklich unglaublich genialen Ort macht: ein Hotel mit einem ganz großartigen Restaurant.

Das erste Mal besuchte ich die Burg 2013 zu einer Firmenveranstaltung und empfand oben beschriebenes Gefühl. Ich war hier noch nie und doch fühlte ich mich sofort zuhause. Und weil ich mich so sehr in diesen Ort verliebt hatte, musste ihn auch der Herzjunge eines Tages kennenlernen – und eines Tages war ein Samstag im Jänner 2017.

Die Burg und das Gelände rundherum begrüßten uns Freitag Abend schneebedeckt. Dass wir zwei Stadtfahrer mit meinem Stadtauto den Berg nicht hinauffahren konnten und uns samt Gepäck 650m über die recht steile Anfahrtsstraße schleppten, tat unserer Begeisterung keinen Abbruch – großartige Plätze muss man sich eben auch manchmal verdienen.

Nach einem unglaublichen Festmahl packten wir uns nochmal warm ein, schnappten uns unsere Kameras und liefen mit großen, staunenden Augen am Gelände herum. Die beleuchteten, schneebedeckten Bäume und Wege verzauberten uns.

Dazu kam, dass wir mit einem zweiten Pärchen als einzige 2 Tage vor dem Hotelbetriebsurlaub auf der Burg übernachteten. Die ganze Burg gehörte also quasi uns! Wir schlichen ein wenig über das Gelände und durch die Gänge, in ständiger Erwartung, Schlossgeister und -gespenster zu treffen. Oder vielleicht ein verwunschenes Burgfräulein?

Soviel sei verraten – es ist zumindest nichts Gefährliches passiert. Und am nächsten Tag trieb mich die unbegreiflich schöne Morgenschneestimmung allzu früh aus dem Bett und ließ sogar mein Seifenblasenexperiment glücken. Aber dazu ein andermal mehr!

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Und zum Schluss darf ich meine Nachtaufnahmen der wunderschönen Burg noch für Annes Februar-Thema einreichen. Das Thema lautet nämlich passenderweise „nachts“ 🙂