Schmelzende Schneeflocken im Makromodus & [Wort] Alliteration

Felix schenkte mir vor einer Weile den Begriff Alliteration. Das hat mich gefreut, denn ich liebe Alliterationen. Magische Mottos. Schmelzende Schneeflocken. Stein, Stahl und Wasser (naja, so einigermaßen). Kopfkult vs. Körperkult.

Wikipedia sagt:

Alliteration ist eine literarische Stilfigur oder ein rhetorisches Schmuckelement, bei der die betonten Stammsilben benachbarter Wörter (oder Bestandteilen von Zusammensetzungen) den gleichen Anfangslaut (Anlaut) besitzen.

…und setzt sich aus den lateinischen Begriffen ad (zu) und littera (Buchstabe) zusammen.

Habt ihr schon einmal Schneeflocken beim Schmelzen zugesehen? Es ist faszinierend und fast schmerzhaft, wie die einzelnen Kristallarme unerbittlich zu Tropfen werden und auf einmal für immer verschwunden sind.

 

Es ist wie sichtbar gewordene Zeit. Die Schneeflocke fällt, trifft auf eine Oberfläche und löst sich innerhalb kürzester Zeit auf.

 

Kleinigkeiten wie diese erinnern an das große Ganze, an die Unaufhaltbarkeit der Erdumdrehung, an die Unmöglichkeit, Momente festzuhalten und an die Vergänglichkeit von Schönheit. Jeder Moment ist einzigartig und kostbar. Das ist nicht neu, aber nicht immer zeigt es einem das Leben so deutlich wie in dem Moment, in dem eine Schneeflocke vor deinen Augen schmilzt und ein perfektes Kunstwerk verloren geht als wäre es niemals da gewesen – nur eine Feuchtigkeitsspur hinterlassend, wie eine verschwommene Erinnerung.