Felix schenkte mir vor einer Weile den Begriff Alliteration. Das hat mich gefreut, denn ich liebe Alliterationen. Magische Mottos. Schmelzende Schneeflocken. Stein, Stahl und Wasser (naja, so einigermaßen). Kopfkult vs. Körperkult.

Wikipedia sagt:

Alliteration ist eine literarische Stilfigur oder ein rhetorisches Schmuckelement, bei der die betonten Stammsilben benachbarter Wörter (oder Bestandteilen von Zusammensetzungen) den gleichen Anfangslaut (Anlaut) besitzen.

…und setzt sich aus den lateinischen Begriffen ad (zu) und littera (Buchstabe) zusammen.

Manche von euch haben vielleicht vor einiger Zeit das Posting über mein erstes Unterwassererlebnis gelesen. Für alle anderen: ich hatte Zeit meines Lebens so viel Angst vor lebenden Gewässern, dass es mir nicht möglich war, die traumhafte Unterwasserwelt mit eigenen Augen zu sehen. Ich habe es 2015 tatsächlich geschafft, mich dieser Angst zu stellen und arbeite jetzt Stückchen für Stückchen daran, mich meinem Traum zu nähern, diese Welt selbst zu erkunden. Heuer in Kroatien war es wieder so weit.

Mein Hamburg-Kurzurlaub ist ja schon eine Weile her. Genau gesagt liegt mein erster Besuch in der Hansestadt bald sechs Jahre zurück – das war noch meine Zeit vor Lightroom. Darum dachte ich, ich durchforste die Bilder vom ersten Urlaub mit dem Herzmann nochmal und schaue, ob sich vielleicht eine Neuauflage lohnt. Hamburg war 2011 unser erster gemeinsamer Urlaub und hat in unserer Biografie daher eine gewisse liebevolle Sonderstellung.

Inspiriert von der „Slow Travel“-Kategorie auf 1Thingtodo habe ich festgestellt, dass es dieses Konzept ist, das ich seit einiger Zeit versuche, auf mein Leben zu übertragen. Mein Leben war bisher von verschiedenen Phasen geprägt. Begonnen in der Pubertät, als ich wollte aber nicht durfte, über die Jahre danach, als ich das Gefühl hatte, alle Zeit der Welt zu haben und mit dieser höchst verschwenderisch umging, indem ich sie einfach ungenutzt verstreichen ließ, über den Knack- und Wendepunkt, an dem ich angefangen habe, jede Minute mit Lebenswertmomenten vollzupacken, um Verlorenes aufzuholen und ja nichts Weiteres zu versäumen, das mehr an bulimisches Erleben erinnert hat als an das Leben an sich, bin ich nach einer ziemlichen Notbremse meines Körpers an dem Punkt angelangt, an dem ich versuche, mein Tempo zu finden und auch zu respektieren.

Das „I“ habe ich den „narzisstischen Buchstaben“ getauft und glatt überlegt, selbiges auch zum Thema zu machen. Dann dachte ich aber – es wäre doch nett, euch in die Themen miteinzubeziehen. Also habe ich auf Facebook statt Themenraten Themenvorschlagen gespielt und mich für eins entschieden, das im Kern in drei Vorschlägen enthalten war und mitunter eines derer war, die auch mir durch den Kopf gegeistert sind:

Ich habe es ja leider nicht allzu oft geschafft, bei PABUCA teilzunehmen, was einfach meinem relativ engen Zeitmanagement geschuldet ist, denn Lust und Ideen hätte ich immer viele gehabt. Darum ist es auch sehr schade, dass das Projekt nun endet, obwohl ich die Beweggründe der Veranstalter sehr gut verstehen kann. Danke an dieser Stelle jedenfalls für eure Mühe, eure Kreativität und euer Engagement! Und weil ich zwischendrin ja doch gelegentlich dabei war, will ich mir das letzte Thema, das zweifellos sowieso immer eins meiner liebsten ist, nicht entgehen lassen. Ich zeige euch also: Wiener Wasser.