Ein Gradmesser fürs Leben

Wie einfach wäre es manchmal, verliefe das Leben nach mathematischen Regeln.

Wie erhellend könnte es sein, müsste man nur ein Geodreieck benützen, um eine Entscheidung zu treffen.

blog_geodreieck

Man legt an bei Fakt eins und misst die Gradanzahl zu Fakt zwei. Aus der Differenz des Winkels ergäbe sich ein Handlungsspielraum, in dem man sich bei seiner Entscheidung bewegen sollte. Man könnte den Abstand messen, zwischen zwei Menschen und sich die Wahrscheinlichkeit und Dauer berechnen, mit der man viel und wie viel Zeit mit der anderen Person verbringen würde. Der stumpfe oder spitze Winkel in der Distanz zweier Ansichten gäbe eine Antwort, ob sich Gegensätze anziehen oder gleich und gleich sich gern gesellte. Die Zentimeteranzahl zur Spitze sagten mir, wie nah meine Vorstellung, Einstellung und Erwartung an den Tatsachen lagen.

Ich müsste nicht ungeduldig ausharren, warten, hoffen, auf ein LED-Display starren und mich fragen: ‚Soll ich? Oder soll ich nicht?‘. Ich müsste mich nicht fragen, was richtig und was falsch sei, denn ich könnte es mir errechnen. Die Korrektheit oder der Irrtum lägen in der Genauigkeit meiner Berechnung und daher in meinem Ermessen.