Projekt: Augen in der Großstadt

Ein Projekt von Fragezeichner. Wie schon mehrmals angekündigt. Jaja. Hier gibts alle Infos. Kurz zusammengefasst: es geht um das Gedicht von Tucholsky (zu finden im Frageblog). Zu diesem Gedicht oder zum Thema ‚Augen der Großstadt‘ ein Bild machen. Der Herr Fragezeichner fasst sie dann alle zusammen und macht mit dem Gedicht ein Youtube-Video.

Ich finde dieses Zitat einfach toll und deswegen war für mich gleich klar, dass ich mitmachen möchte.

Wenn es unendlich viele Wege durch das Leben gibt, man aber nur einen einzigen nehmen kann, muss man dann nicht zwangsläufig das Gefühl haben, unendlich viel zu verpassen?

Das hat ein bisschen was mit meinem Lieblingsthema in meinem jetzigen Hauptstudium =D zu tun. Nämlich Virtuelle Biografien.

Seit ich denken kann stelle ich mir solche Fragen. Wie wäre mein Leben verlaufen, hätte ich diese oder jene Entscheidung anders getroffen? Welche Menschen kreuzen meinen Weg? Wieviele von ihnen haben etwas zu verstecken? Wie viele von ihnen wären eine Bereicherung für mein Leben, sodass ich allzuviel verpasse sie nicht kennenzulernen? Das bekannteste filmische Beispiel dazu ist ‚Lola rennt‘ (ein toller Film übrigens, den kann ich nur von ganzem Herzen empfehlen);

Ja, und weil ich eben auf dieses Thema stehe, wollte ich mich unbedingt an seinem Projekt beteiligen. Leute, wer macht noch mit?

Projektstart: 11.11.09

Projektende: 12.12.09

blog_augengrossstadt

Hier das Bild in Originalgröße. Für das Projekt etwas kleiner:

blog_augengrossstadt_klein

*

Vielleicht eine kurze Erläuterung, warum ich gerade dieses Bild gewählt habe: Eigentlich ist es zufällig entstanden weil ich die blaue Beleuchtung dieses Designelements so interessant gefunden habe. Bei der Bearbeitung ist mir aufgefallen, dass sich hinter jedem dieser Fenster ein Leben mit einer Geschichte verbirgt, die nach draußen schaut und das andere Leben vor der Fensterscheibe beobachtet. Jedes dieser Fenster verbirgt Augen, die aus dem Hintergrund in das Geschehen spähen.

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

39 Kommentare zu „Projekt: Augen in der Großstadt

  1. Ein irres Bild – tolle Aufnahme 🙂
    Hinter jedem Fenster ein anderes Schicksal – interessante Interpretation, gefällt mir gut.
    Ich mag dieses Gedicht von Tucholsky; das Gefühl der aneinander vorbei gehenden Leben ist bei jeder Strophe spürbar 🙂

    Einen schönen Tag wünscht
    Sabine

    1. dankeschön. es hätte zwar etwas mehr hochhaus/lichter und etwas weniger blaues designetwas sein können, aber mir gefällt das bild einfach, deswegen hab ich mir gedacht ich nehm es trotzdem (= hast du nicht vielleicht auch lust mitzumachen?

  2. Das Bild ist einmal mehr eines der Sorte „Art Paleica“!
    Dein Text dazu ist es wert, genau über diese Punkte nachzudenken, vielleicht noch ein bisschen weiter darüber hinaus. Allerdings ist es auch eines, dass in die Unendlichkeit der Gedankenwelt mündet, ein zu Ende denken gar nicht möglich macht, nur eine Momentaufnahme der eigenen Fantasie zuläßt…
    Sei lieb gegrüßt und genieße einen knuffigen Tag
    Kvelli

    1. am besten den link anschauen, oben im artikel, er ist der initiator und da steht alles wichtige (= gibt eben dieses gedicht von tucholsky und dazu soll man ein foto machen, die bilder werden dann in einem youtube video zusammengefügt und das gedicht als tonspur drüber gelegt.

  3. Ja, die studiengänge hören sich schon interessant an. Aber ich hab jetzt nochmal in Offenburg angerufen und die haben jetzt doch auch nur am Mi. den Infotag und nemme am samtsag. Und ich will aber nach stutti und offenburg. Drum müssen wir uns da voll beeilen, und dann von offenburg mal „so eben“ nach stutti fahrn und eben alles an einem Tag schaffen, naja, ich hoffe mein plan geht auf xD
    Ich finde aber das was du studierst auch interessant. und in der sleben form gibt es das auch wieder nich hier. Außer man geht eben im Ausland studieren. Aber irgwie is Österreich, oder auch die schweiz, kein ausland für mich xD

  4. Guten Morgen meine Liebe,

    sehr schönes Foto.. finde die Farbgebung mit den blauen Ringen super schön, hast du dich künstlerisch wieder einmal gut ausgelassen.. :] Ich finde das Thema zwar super schön, allerdings fehlen mir hierzu noch die Ideen, mag mich nun nicht anmelden, bevor mir da nichts vorschwebt.. *arg*

    Wie gehts dir?!? Alles soweit iO?

    :**

  5. Wahnsinnig tolles Bild (wirkt ein bisschen futuristisch, finde ich) und eine schöne Interpretation. =)

    Ich mag deinen Episodenfilm auch genau so, wie er ist… Aber gegen ein paar mehr Beiträge in Eigeninitiative, wie du es nennst, hätte ich auch nichts einzuwenden. Mir persönlich haben’s ja deine ‚Veränderten Blickwinkel‘ besonders angetan. ^^

    Ja, mich gibt’s noch, danke der Nachfrage. 😉 Bin im (derzeit dauerhaften wegen Eingewöhnung) Unistress, bäh. Vielen Dank auch für deinen Rat – ich bin da ganz deiner Meinung. Ich will mich auch ganz bestimmt nicht durch mein Studium quälen. Zum nächsten Wintersemester könnte ich ja umwählen (zum Sommersemester lassen sich hier keine interessanten Fächer anfangen), und bis dahin werde ich ja sehen, ob ich nach wie vor wirklich Gefallen am Fach finde. Wenn nicht… werd ich mir wohl auch was Anderes suchen. Aber die zwei Semester hier werd ich auf jeden Fall versuchen, durchzustehen. 😉

    Verspätet von mir auch noch herzlichen Glückwusch zur Rückkehr in die Internetwelt… Ich hoffe, es ist alles gut gelaufen! ^^

    Alles Liebe!

  6. „Lola rennt“ ist ein irre cooler Film. Wobei hier, meiner Meinung nach, zwei wundervolle Schauspieler aufeinandertreffen. Franka Potente ist in derartigen Rollen eine schöne Besetzung, und Moritz Bleibtreu ist, auch wenn seine Rollen manchmal an Loser erinnern, ebenfalls eine Institution.
    Ich interpretiere noch etwas in das Bild hinein: es ist nur ein Teil des ganzen Elements beleuchtet. So wie oft auch im Leben die gesamte Wahrheit vorborgen liegt, während nur ein kleiner Teil sichtbar bleibt. You never know what’s going on, until you’ve watched with somebody else’s eyes.

  7. servus,

    bin neu hier im zeitungsleser club (ersetzt mir nämli grad die tägliche morgenzeitung, daher bin ich über 1 million wege auch auf deinen blog und dieses projekt gekommen), und hab mal a schnelle frage: is des mehr so ein insider projekt, oder darf man da als neuling auch mitmachen?

  8. „Wenn es unendlich viele Wege durch das Leben gibt, man aber nur einen einzigen nehmen kann, muss man dann nicht zwangsläufig das Gefühl haben, unendlich viel zu verpassen?“

    Dazu sage ich: ja, man kann kurzzeitig das Gefühl haben.
    Aber… Für jeden gibt es nur einen Weg durch das Leben. Und wer sich im tiefsten Gottvertrauen auf seinen Weg begibt, der wird sich nicht nach einem anderen Weg sehnen.
    Tut er es doch, ist er auf dem falschen Weg.
    🙂

  9. Virtuelle Biographien – hm, das ist eine Sache, auf die Du mich gerade eben gestoßen hast. Irgendwie sehr spannend und ich werde mich glaube ich in der nächsten Zeit mal damit befassen. Gibt es in Deinem Blog etwas dazu zu lesen (habe mich ehrlich gesagt noch nicht ganz eingelesen…)?

    Sehr interessant ist diesem Zusammenhang übrigens auch die CD „Music For Imaginary Films“ von Arling & Cameron, auf die ich mal zufällig gestoßen bin: es ist Musik zu Filmen, die es nicht gibt und die nur der Fantasie der Komponisten entsprungen ist!

  10. einfach nur wow!
    das blaue designelement sieht irgendwie aus, wie riesengroße wimpern. quasi ein augenaufschlag der stadt im hintergrund, die sich aber von den fenstern mit den einzelnen schicksalen abwendet… mal wieder eine klasse aufnahme von dir.

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