Projekt 50f – Fotografie

Dies ist nun der erste Teil einer großen Menge an Pferdecontent – stellt euch drauf ein (; und mein Beitrag zum 50f-Thema „Fotografie“. Warum das so ist, ist vermutlich nicht selbsterklärend, also mein kurzer Gedanke dazu…

Von all den Bildern, die an diesem Pferdeshootingabend entstanden ist, ist das – in meinen Augen – das ‚künstlerischste‘ aus der fotografischen Sicht. Dieses Foto ist aber rein zufällig ‚passiert‘. Ich wollte etwas ganz anderes. Den Fokus wollte ich auf das Pferd lenken und schon gar nicht wollte ich es unterbelichten, aber ich habe nicht darauf geachtet und noch den manuellen Modus anstatt die Zeitautomatik eingestellt gehabt. Beim Blick auf das Display war ich hocherfreut über das Bild, wohl wissentlich, dass es rein zufälligund durch von mir nicht beabsichtigte Einstellungen entstanden ist.

Aber das ist für mich Fotografie. Trial and Error. Einfach mal machen. Ausprobieren, und sehen, was dabei rauskommt.

Das mag ein Fehler sein, aber ich halte es bei der Fotografie mit Antoine de Saint-Exupéry’s bekanntestem Zitat (und eins meiner liebsten):

Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Beim Fotografieren schaue ich nicht mit dem Auge, ich schaue mit meinem Herzen. Ich versuche, mich in eine Situation hineinzufühlen und etwas Emotionales dabei herauszuholen. Ich achte oft nicht auf Details, denn dann verliere ich den Blick fürs Wesentliche.

Ich weiß, dass viele andere Menschen einen anderen Zugang zur Fotografie haben. Dass die meisten das ‚perfekte‘ Foto wollen. Natürlich möchte ich das auch, aber wichtiger als die ‚perfekte‘ Technik ist mir die Ehrlichkeit und Authentizität eines Fotos, weswegen ich auch kein großer Freund von extreme-photoshopping bin. Ich schneide nicht gern aus, ich verändere nicht gern Bildausschnitte, ich blitze nicht gern, ich stemple nicht gern. Ich will der Welt zeigen, wie meine Sicht auf die Dinge ist, was meine Sicht der Dinge ist und dazu gehört nun einmal auch das Unperfekte.