rundherum Juli: zwei

Dieses Mal bin ich recht flott mit der Umsetzung, aber das Thema liegt mir einfach sehr nahe…

Zwei – überall sieht man Pärchen, ganz besonders dann, wenn man sich selber grade alleine fühlt. Überall spürt man das nicht-allein-sein (vielleicht ist das bei mir als Einzelkind ohne Geschwister besonders ausgeprägt), dieses da-ist-noch-jemand-für-den-man-am-wichtigsten-ist. Mit dem man alles teilen kann. Der sich für einen verantwortlich fühlt. Der einen ganz sieht und kennt.

Aber oft hat man Hollywood-Vorstellungen von dem, was Zweisamkeit bedeutet. Vielleicht ist man schon schlimm enttäuscht worden.

Wie oft kann man sein Herz wirklich und wahrhaftig einem anderen Menschen öffnen?

34 Replies to “rundherum Juli: zwei”

  1. Mir fallen dazu immer sofort die „Bestseller“ ein, wie „Keiner/Jeder stirbt für sich allein“ oder „Niemand ist eine Insel“ etc. ein. Auf jedenfalls ist es wohl so, dass der „Mensch nicht alleine“ sein soll.
    Pärchen sehen wir eben lieber! So wie auf Deinen schönen Fotos, paarweise angeordnet!
    Ich gehe jetzt mal auf die /suche. 🙂
    Lieben Gruss
    moni

    1. ja, irgendwie nicht, aber andererseits, so ganz im extremen ist man ja doch allein. dazu gibts auch ein tolles lied von reinhard mey, das glaube ich genau so heißt (wir sind allein) oder natürlich simon&garfunkel mit i am a rock.

  2. Und wieder mitten ins Schwarze getroffen, Deine Worte. Die Sehnsucht nach Zweisamkeit, das Gefühl des Alleinseins kenne ich nur zu gut. Zum Glück habe ich noch ein paar Wochen Zeit, um mich mit meiner Umsetzung zu beschäftigen.

    Das Bild in der Mitte, von den Schneckenhäusern, gefällt mir am bestens, weil es irgendwie auch unsere Verletzlichkeit zeigt, das Bedürfnis nach Nähe und Schutz zugleich. Und die schwarz/weisse Bearbeitung unterstreicht die Melancholie, die unsere Sehnsucht einfach auch mit sich bringt.

    1. danke liebe viola für deinen wunderbaren kommentar. es freut mich sehr, dass meine worte auch jemanden erreichen und dass es auch menschen gibt, die verstehen und nachvollziehen können, wie es mir geht und was ich meine…

  3. oh, das ist ein sehr philsophischer blogpost. aber du hast natürlich recht… ich schätze man begegnet nicht allzu vielen leuten denen man sich so wirklich komplett öffnen kann und bei denen man sich auch einfach schlicht und ergreifend wohl und aufgehoben fühlt. das ist eben so eine sache… aber darüber könnte man stundenlang reden und man käme immer noch nicht zu einem ende. 🙂
    ich mag das enten-foto am liebsten.

    ich finde es auch immer sehr interessant die unterschiedlichsten meinungen zu den fotos usw. zu lesen. da wird man manches mal wirklich überrascht.

    oh mann, so was kann ich auch gar nicht leiden. aber na ja, das ist leider oft so. aller anfang ist schwer und wenn man irgendwo neu ist hat man es leider oft ja erst mal eher nicht so einfach… das liegt wohl einfach in der natur der menschen…

    so kann man es natürlich auch sehen! 😉 wobei es mir bei manchen fotos mittlerweile wirklich etwas schwer fällt. immerzu die alten sachen veröffentlichen zu müssen ist dann schon etwas doof, wenn man weiß, dass man eigentlich was viel besseres zu zeigen hätte. aber na ja, dafür, dass die dann in nem magazin erscheinen nimmt man das ja auch gerne auf sich. 😉

    das mit dem sorgenmachen ist eine unendliche geschichte. die krieg ich sowieso nicht mehr raus… ich hab da echt so meine probleme damit und müsste wirklich ein bisschen am abschalten arbeiten… fällt mir nur so verdammt schwer.

    aus dem shooting ist mehr oder weniger noch was geworden. das wetter hat dann noch mal gehalten, aber so ganz zu frieden bin ich bezüglich des aufwands dann doch nicht. irgendwie ging da so viel zeit drauf und das ergebnis sieht nicht ganz danach aus. ich schätze ich werde das wiederholen. nach all der arbeit will ich auch zu frieden damit sein…

    1. ja, hin und wieder passiert es mir, dass ein paar aus dem leben gegriffene gedanken ihren weg hierher führen. mittlerweile nicht mehr oft, da ich die bilder gar nicht so sehr emotional färben möchte, aber in ausnahmesituationen muss man sich eben luft machen…

      nein, man käme nie zu einem ende, aber es interessiert mich, wie andere leute darüber denken und was andere damit für erfahrungen gemacht haben…

      das stimmt (: das ist immer wieder toll zu lesen, was andere in bilder reininterpretieren, was es für sie bedeutet, und und und. obwohl man sich eh viel zu selten die zeit nimmt, sich damit wirklich zu befassen und ein bild so genau zu betrachten, aber es kommen schon immer wieder großartige statements.

      also ich weiß nicht.. was ich da grade erlebe geht irgendwie weit über das neu-sein hinaus, das ist eigentlich schon ziemlich mies. aber mal sehen. erstmal abwarten und tee trinken, sehen wies weitergeht und gegebenenfalls eine entscheidung treffen…

      das ist klar, ich kenne das, manchmal ists richtig schwer zu warten etwas zu veröffentlichen. aber die zeit arbeitet dahingehend ja für dich 😀

      das ist ja fein. ich hatte die woche auch ein shooting mit einer freundin und ihrem pferd und das war richtig nett. dazu wirds jetzt auch einige fotostrecken gben…

  4. … warum fällt mir jetzt das Zitat aus LOST ein .. „Gemeinsam leben, alleine sterben“ ..

    Das Thema find ich aber auch sehr schön, und deine Gedanken dazu kann ich gut nachvollziehen (bin übrigens auch ein Einzelkind) …

    Wie oft .. hmm, ich glaub, wenn man jemanden sehr geliebt hat, und dann sehr von ihm verletzt worden ist – oder ihn auf tragische Weise für immer verloren hat, dann wird es schwer. Am schönsten wär es, wenn man eine einmal gefundene innige Zweisamkeit für immer bewahren könnte. Hollywoodmäßig – das sind Illusionen. Ich glaub, dass es wichtig ist, „über sich selbst hinaus zu schauen“ und den anderen so zu akzeptieren, wie er ist .. Kritik nicht irgendwie niedermachend anbringen sondern motivierend .. sich gegenseitig ausreden lassen, zuhören und offen sein ..

    Oh je, ein halber Roman, sorry 🙂
    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende,
    liebe Grüßezu dir,
    Ocean

    1. ja, das was du da zitierst trifft es grade stark, was mich immer wieder beschäftigt.

      kein thema, ich freu mich über konstruktive romane, bei denen sich jemand gedanken über meinen geistigen output macht. ja, das wäre schön, aber wie realistisch ist das denn? ich denke, das ist die ausnahme…

  5. Hach, tolle Gedanken bzw. nein keine tollen aber wunderbar ausgedrückt.
    Ja überall sieh man Pärchen wenn man sich alleine fühlt,
    man sieht auch überall lachende und fröhliche Menschen, wenn man traurig oder wehmütig ist.

    Ich glaube so geht es mit allen Dingen, weil man einfach unbewusst darauf achtet was man sich in dem Moment am meisten wünscht.

    Tolle Bilder, das mit den Schnecken finde ich sehr toll…wie ruhig sie da liegen und doch zweisam sind.
    Auch die Blümchen sind toll, sie wirken so protzig und stark, und doch istjedes alleine zerbrechlich.
    Entchen *-* auch die schimmen immer zu 2. durch die Gegend!

    1. ich freu mich sehr, dass ich – nachdem ich so lange ja wenig über das anklingen hab lassen, was mich beschäftigt – soviel feedback zu diesen paar sätzen bekomme und es anscheinend doch gelesen wird.

      ja, das auf jeden fall… selektive wahrnehmung ist schon was gefinkeltes…

      danke auch für deine schönen worte zu meinen bildern!

      1. Ich lese alles! 😛

        Freut mich wenn man dir damit eine Freude machen kann.

        Raus damit was dich beschäftigt, alles in sich hineinfressen ist nicht gut, dass weiß ich- im Moment leider aus eigener Erfahrung…

  6. Die Schneckenhäuser, aber auch diese zwei Bl+ümchen hast du mal wieder sehr gut getroffen 🙂

    1. ich muss gestehen, ich hab die beiden schneckenhäuschen auch nebeneinander drapiert ^.^
      es freut mich, dass sie dir gefallen. ich mag die serie auch, aber gar soviele kommentare hat sie nicht geerntet…

  7. zwei habe ich dann auch öfter vor der Kamera gehabt im Juli 🙂 Und zwei mal zwei kuscheln dabei auch – aber nicht mehr lange bzw jetzt schon nicht mehr… denn die Fotos sind schon Anfang des Monats entstanden 😉
    ich bin auch Einzelkind und habe es immer bedauert, am liebsten wäre ich als junges Mädchen natürlich sogar ein Zwilling gewesen – aber ganz sicher entspricht die Realität unter Geschwistern auch nicht den wildromantischen Vorstellung von uns Einzelkindern 😉
    Liebe Grüße!

  8. Ja so ist es teilweise wie Moni schon schrieb.
    Man stirbt doch alleine auch wenn jemand
    daneben sitzt..
    Alleine sein ist ab und an ein Bedürfniss für manche.
    Aber zu oft oder ständig ist nicht gut für die Seele.

    Deine Fotos zu zwei gefallen mir, jedes stellt
    die Zweisamkeit dar.

    Übrigens wo ist denn mein comment hin ?
    Einfach weg…
    Hier also nochmal mein Juli zum Thema: zwei

    http://promocia.wordpress.com/2012/07/18/rundherum-zwei-juli/

    Liebe Grüsse
    Elke

  9. hallo liebe Paleica, ich bin zwar so gar nicht mehr dabei aber deine Bilder sind echt wieder wunderschön anzuschauen!
    War übrigens letztens in Wien!!!
    schau mal bei mir vorbei 😉
    liebe Grüße
    Mohrle

    1. dankeschön (: ich habe es halt dahingehend oft leichter, weil mir bilder passieren und ich dann dazu das neue thema wähle (; aber psst, nicht weitersagen (;

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