Das Ende der Farben oder Magic Monday Woche 21

Der erste Faschingsschock ist vorbei, das unaussprechliche Thema überstanden 😉 und nun gibt es wieder klassischen Paleica-Input (bis zum nächsten Teilnehmerthemenvorschlag ;D). Die letzten Tage waren sehr grau, sehr windig, sehr kühl, sehr düster. Ich mag ja diese Zeit, ich brauche sie gerade dringend, um von dem permanenten Gefühl, das Leben zu versäumen, wegzukommen. Darum genieße ich die Stunden, die ich ganz ohne schlechtes Gewissen auf der Couch verbringe, mit großartigem Filmmaterial, weil eine halbe Stunde laufen in der klaren Luft genügt, um den Kopf klar zu bekommen.

novembrig

…ist das Gebot der Stunde. Die Zeit, in der Sein und Nicht-Sein ganz nah beieinander liegen. Der Monat, in dem das Jahresende schon spür- aber nicht greifbar ist. In dem die letzten bunten Blätter an den Bäumen festhalten, bevor der Wind sie davonreißt. In dem man den Schnee riechen kann und zum ersten Mal Maroni isst.

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Ich hatte nicht geplant, heute etwas Persönliches zu schreiben, aber manchmal kommt es anders als man denkt. Ich weiß auch noch nicht, ob ich Worte finden werde, zu dem, was ich ausdrücken will, aber es gehört irgendwie so sehr zu diesem Thema, dass ich es nicht einfach bleiben lassen kann.

Wir stolpern manchmal über Informationen (oder eher – wir werden über Informationen gestolpert) von denen wir erst glaubten, sie haben zu wollen und dann sind wir doch unsicher, was wir damit tun sollen. Dinge ändern sich, das Leben ändert sich und Menschen ändern sich. Menschen, zu denen man keinen Kontakt mehr hat, bleiben für einen selbst jedoch stehen, da die Erinnerung gewissermaßen ein statischer Zustand ist.

Ich frage mich, warum es immer noch schwer ist, mit bestimmten Informationen umzugehen, obwohl sie mich doch gar nicht mehr betreffen. Nicht einmal das Ziehen und Zwicken, das von vor einiger Zeit noch bekannt ist, ist spürbar. Trotzdem hält ein undefinierbares Gefühl seine Tentakel um mein Herz. Es muss wohl irgendetwas mit der Angst vor dem Annehmen des Bedeutungsverlustes zu tun haben.