4000km USA: die ersten 2 Tage – San Francisco

So meine Lieben, dies ist nun der erste Post zu meiner lang angekündigten Reise. Planmäßig werde ich die Beiträge in chronologischer Reihenfolge veröffentlichen (aber was geht schon nach Plan?). Also mal sehen.

Diese Reise war seit langem mein ganz großer Traum, begonnen mit der Gestaltung unseres Maturaballplakats im Jahr 2005, das als Motiv die Golden Gate Bridge bekam. Dann wurde es zu einer Idee für „nach dem Studium“, damals mit dem Herrn Punkt. Dieser Aspekt in meinem Leben hat sich verändert, der Traum von meinem eigenen Foto der Brücke aber war etwas, das ich immer stärker wahr werden lassen wollte. War ich früher nicht besonderes reiseaffin, hat sich irgendwann das Gefühl aus Udo Jürgens‘ „Ich war noch niemals in New York“ in meinem Herzen manifestiert und ich wusste, eines Tages muss ich diesen Wunsch in die Tat umsetzen (…also habe ich mir meine Reise beim Universum bestellt, aber dies ist eine andere Geschichte 🙂 ).

Letztendlich wurde aus den beiden Fixpunkten „Golden Gate Bridge“ und „Grand Canyon“ eine Rundreise der Elemente, wie sie abwechslungsreicher nicht hätte sein können (von Schnee bis Wüste war alles dabei) und es war mitunter der großartigste, das ich je erlebt habe – auch wenn es mit einigen Strapazen verbunden war.

Nun aber einmal zur Route, bis es letztendlich zu den Fotos des ersten Posts geht 🙂

Unser Flug ging von Wien nach Frankfurt und von dort weiter mit einem Airbus A380 (ich war so gespannt auf diesen Riesenvogel) nach San Francisco. Flugzeit (von Boarden in Wien bis Landen in SFO): 14 Stunden. Davor hat mir ziemlich gegraut, der Flug selbst war jedoch wesentlich weniger mühsam, als ich es von früher an die Ostküste in Erinnerung hatte – was mit Sicherheit auch dem bombastischen Filmprogramm an Bord geschuldet war (immerhin 3 Filme gesehen, die ich im Kino verpasst hatte: Ziemlich beste Freunde, Her und The Wolf of Wall Street) und dann waren wir ja praktisch schon da ^.^

Unsere Route startete also in San Francisco, von dort fuhren wir nach Yosemite und dann weiter nach Arizona mit Station in Kingman an der Route 66, um von dort aus den Grand Canyon und Seligman zu besuchen. Über Hoover Dam und das Valley of Fire ging es zur Zwischenstation Las Vegas und dann zum letzten Abschnitt – den Küstenstädten Santa Barbara und Monterey am Highway #1.

Bei der Ankunft sind wir selbst durch die Immigration relativ schnell durchgekommen (wenn auch der Beamte alles andere als freundlich war, aber darauf waren wir ja schon vorbereitet) und 2 Stunden nach der Landung auch schon im wunderschönen Intercontinental angekommen. Was bin ich dankbar, dass wir uns für den Start dieses Hotel gegönnt haben! Der erste Abend ist in meinem Kopf nur noch wattig erinnerlich, da dieser Tag für mich doch 26 Stunden hatte und ich gegen Ende ein bisschen gegen meinen Kreislauf gekämpft habe. In solchen Fällen merkt man dann richtig, was eine ordentliche Nacht Schlaf für Wunder wirken kann 🙂

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So richtig los ging es also dann am zweiten Tag, mit einem wunderbaren Frühstück in einem superhipsterigen Lokal und einer ausgiebigen Stadterkundungstour mit China Town, Fishermen’s Wharf, Lombard Street und einer Fahrt im Cable Car. Nach 17 Jahren das erste Mal wieder ein amerikanisches Hotdog gegessen und zum Abendessen mussten wir natürlich ein hippes Burgerlokal suchen. Danach sind wir eigentlich auch schon nur noch völlig fertig ins Bett gefallen.

Am zweiten Tag hatte ich leider das Pech, mir wohl durch die Anstrengungen und den Stress des Flugs und dem ziemlich ausgiebigen ersten Tag meine Schulter zu verreißen. Das hat mich dann einige Tage doch etwas in der Bewegung eingeschränkt (aber wenigstens nicht in meiner Wahrnehmung). Gehindert hat es uns aber nicht daran, die Painted Ladies aufzusuchen und den restlichen Tag im Golden Gate Park zu verbringen. Zurück sind wir dann aber mit dem Bus gefahren (was sich in San Francisco etwas abenteuerlich anfühlt), da Taxis außerhalb der Innenstadt eher Mangelware sind. Abendgegessen haben wir den kreativsten Salat ever (mit Tacos) und ein Chocolate Fudge, in dem wohl in einem speziellen Backverfahren mindestens 3 europäische Kuchen Platz gefunden haben 😉 Fotografiert habe ich an diesem Tag aus ergonomischen Gründen nur wenig.

Alles in allem war San Francisco ein wunderbarer Auftakt für den Trip, auch wenn ich nur so wenig Fotos mitnachhause gebracht habe. Überhaupt habe ich verhältnismäßig wenig den Finger am Auslöser gehabt, was dem Erleben der Zeit geschuldet war. Wenn es so unendlich viel zu entdecken und zu fühlen gibt, dann muss man auch mal einfach empfinden und den fotografischen Aspekt ein wenig außen vor lassen, denn ich hatte die Wahl: wenig sehen und viel fotografieren oder wenig fotografieren und viel sehen. Für dieses Mal habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Es sei jedoch nicht gesagt, dass wir das letzte Mal an diesem Flecken Erde waren und wenn nicht, wer weiß, was dann…

Beim nächsten Mal geht es dann wohl mit meinem persönlichen Highlight der Stadt weiter: der Golden Gate Bridge.

Und was hier eigentlich nicht fehlen darf, auch wenn das sonst eher auf die Zuckerzwetschkenfee gehört (weil ich davon permanent einen Ohrwurm hatte):