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11 Fragen von Chriss untermalt mit Abendlicht im Kurpark Oberlaa & Bloggeraktion: Nur ein Wort!

[Achtung: TEXTFLUT!]

Nach einer Weile hat mich mal wieder der liebste Blog Award erreicht. Diesmal wurde ich von Chriss mit 11 Fragen beehrt. Die beantworte ich natürlich gern und untermale sie – nach langer Zeit mal wieder – mit Bildern aus Wien.

Ich denke, die meisten, die hier mitlesen, kennen das Spiel schon 🙂 Es werden mir 11 Fragen gestellt, die ich nach bestem Wissen und Gewissen und möglichst nicht allzu langweilig versuche zu beantworten 🙂 Außerdem ein danke an den Nominierenden (Danke, Chriss!), einen Backlink (siehe oben) und 11 weitere Nominierungen – auf die ich aber verzichte, weil mir einfach nicht so viele Fragen einfallen würden, um das Stöckchen immer weiterzugeben 😉

  1. Wie kamst Du zum Bloggen?
    Ich glaube, das hab ich schon das eine oder andere Mal erzählt 🙂 Ich bin sowas wie ein halber Digital Native und ab meiner Teenagerzeit intensiv mit dem Internet aufgewachsen. In dieser Zeit hab ich viel an Entwicklungen mitgemacht. So gesehen habe ich also erst relativ „spät“ zu Bloggen begonnen – nämlich 2008, als ich eine Idee hatte, mit welchem dynamischen Inhalt ich denn einen füllen könnte; nämlich mit „Ubahnbeobachtungen“ (ein paar ganz alte Artikel gibt es dazu hier noch).
    Davor hatte ich aber mehrere Accounts auf diversen Seiten, die zwar wie bloggen waren, sich aber nicht bloggen nannten (Tagebuchschreiben auf jetzt.de, zum Beispiel – das gabs ab 2001) oder die nur privat mit Passwort und sehr unregelmäßig befüllt wurden (über myblog.de).
    Von einer statischen Website auf einen Blog umzusteigen war aber einfach nur die logische Konsequenz aus meinem Online-Dasein. Die Fotografie hat sich dann durch Zufall ergeben und ist dann recht schnell zum Hauptinhalt meiner Webpräsenz geworden.
    Ganz alte Relikte findet ihr noch in meiner Menüleiste, die „Kopfgefühle“.
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  2. Welcher Gedanke steht hinter deinem Blog?
    Im Internet präsent zu sein war immer eine Art von Ausdruck von mir selbst. Irgendeine Art von kreativem Ausdruck, ein Ventil für Gedanken, die sonst nicht wirklich Platz hatten, die nicht für die Menschen aus der Realität bestimmt waren sondern in die halb-anonyme Virtualität hinausgeschrieben werden wollten, für Leute, die es von sich aus lesen wollten und vielleicht auch etwas daraus mitnehmen und mir zurückgeben konnten. Und das ist es bis heute. Dazugekommen ist – wie gesagt  – die Fotografie. Bilder zu zeigen, Feedback zu bekommen, zu dokumentieren, mich weiterzuentwickeln. Das Hobby dynamisch halten, lebendig sein lassen.
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  3. Welche Themen sind dir besonders wichtig?
    Zeit, Vergänglichkeit, Erinnerungen – das Leben in seiner Essenz, die Natur, die Schönheit der Dinge im Kleinen und im Großen, Lebenswertmomente.
  4. Worüber freust du dich am meisten beim bloggen?
    Wenn ich in Kommentaren sehen kann, dass meine Bilder und Worte einen völlig fremden Menschen berührt haben und mich Teil seines Lebens werden haben lassen.
  5. Was kann dich beim bloggen richtig aufregen?
    Wenn das Internet dazu führt, dass Menschen entfremden, dass Meinungen verhärten und Dialoge verstummen, weil man nur noch in eine Richtung anstatt face-to-face kommuniziert.
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  6. Wie bist du auf unseren Blog gekommen?
    Puh! Ich bin grade nicht mehr sicher? Seid ihr mir gefolgt? Oder bin ich durch einen Kommentar von euch auf einer anderen Seite über euren Blog gestolpert?
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  7. Was ist dir besonders wichtig an einem Blog?
    Persönlichkeit. Engagement. Ein liebevoller Umgang mit einem Thema, das von Herzen kommt. Und bitte einigermaßen korrekte Rechtschreibung, wenn es mehr zu lesen gibt.
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  8. Welche Dinge könnten viele an ihrem Blog noch verbessern?
    Ich glaube, das kann man so allgemein nicht sagen. Im Endeffekt muss jeder mit seinem eigenen Blog zufrieden sein. Allerdings finde ich die oben genannten Rechtschreibfehler oft störend, weil sich vieles davon in der heutigen Zeit leicht vermeiden ließe. Klar kann man sich in der Hitze des Gefechts immer irgendwo vertippen, mal irren oder falsch liegen, wenn ein Artikel aber voll falscher Grammatik ist, mindert das (bei mir) schon sehr den Lesefluss und damit das Lesevergnügen.
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  9. Welcher Urlaubs-Typ bist du – Strand oder Berge?
    Ich weiß nicht – kann man das heute noch so unterteilen? Das war mal die klassische Fragestellung 🙂 Ich könnte mich dabei aber nicht festlegen, am besten beides. Auf keins davon würde ich immer verzichten wollen. Obwohl ich weder am Strand liegen noch in die Berge klettern muss. Aber ich fahre am liebsten durch Landschaften, die mir beides bieten.
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  10. Hast du Haustiere – wenn ja welche?
    Leider nein. Da es niemanden gibt, der sie füttern und sich kümmern würde, wenn ich mal nicht da bin, ist das nicht möglich.
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  11. Was du schon immer mal sagen wolltest….
    Seid lieb! Und vertraut niemals, niemals (niemals!) den Medien!

***

So, und zum Schluss habe ich zwar keine 11 Fragen, aber etwas ganz anderes für euch:

Die Idee hab ich von Conny aufgegriffen, die in ihrem wunderschönen Blog „Bindewort“ Texte zu geschenkten Wörtern schreibt. Ich habe Conny eins meiner Lieblingswörter geschenkt. Und einige Wochen später ist die Idee in mir ein wenig gereift, es ist mir wieder eingefallen und ich habe festgestellt, dass ich mir auch gern Wörter schenken lassen möchte.

Ihr wisst ja, dass ich Sprache sehr gern mag und ich hoffe ihr merkt auch, dass ich mir immer viel Mühe gebe, für das Magic Letters Projekt „schöne“ Begriffe zu finden. Nun wollte ich versuchen, den Spieß einmal umzukehren. Denn ich merke, dass ich meist durch andere Beiträge und andere Menschen inspiriert werde, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nun frage ich euch:

Welche Wörter findet ihr besonders? Welche Begriffe werden viel zu selten verwendet und geraten in Vergessenheit?

Schenkt mir diese Wörter! Schenkt mir euer Wort!

kafkaesk

Ich möchte daraus eine Art Projekt, eine Bloggeraktion machen, auf unbestimmte Zeit. Jeder, dem ein Wort am Herzen liegt, soll/darf/kann es mir schenken und ich werde – nach Maßgabe meiner Fähigkeiten – dieses Wort in einem Beitrag verpacken und thematisieren. Nicht – wie Conny – in Geschichten, sondern in Gedanken dazu.

Ihr könnt das Wort – wie ich es gemacht habe – per Bild und Mail schicken, was ich natürlich am schönsten fände, oder ihr füllt das Kontaktformular unten aus oder ihr hinterlasst einfach einen Kommentar. Ganz wie ihr wollt 🙂

Wie es läuft und wann und in welchem Zusammenhang ich die Begriffe verwende, kann ich noch nicht sagen. Aber ich denke, einen Versuch könnte es doch definitiv wert sein 🙂

23 comments on “11 Fragen von Chriss untermalt mit Abendlicht im Kurpark Oberlaa & Bloggeraktion: Nur ein Wort!

  1. Oh, Paleica, dass Du mich mit Deinem Aufruf, niemals den Medien zu vertrauen, aufd en Plan rufst, weißt Du, oder? Ich habe mich 25 Jahre lang bemüht, ein guter Journalist zu sein – ordentlich zu rercherchieren, den Leuten eine Stimme zu geben, die keine haben, Mißstände aufzudecken, wahrheitsgemäß zu berichten, meinungsfreudig zu kommentieren. Ist das alles nichts?
    Die Frage heißt doch: Was heißt ‚vertrauen‘? Wichtig ist doch, sich selbst eine Meinung zu bilden, nachzudenken, sich immer wieder neue zu informieren und, im Zweifel, sich dann auch mal zu engagieren und zu handeln, oder? Ich kann das allgemeine Mediengeschimpfe – Entschuldigung – nicht mehr hören – immer sollen wir es gewesen sein, wenn etwas schief liegt, immer sollen wir als Ganzes für die schwarzen Schafe unseres Berufssstands (die es zweifellos gibt) den Kopf hinhalten – wieso eigentlich??
    So, das musste mal raus.Deine Wortaktion finde ich schön – AUGENHÖHE – bekommst Du von mir.

    • Hallo Frank! Erstmal danke für dein Wort. Das ist schön. Mal sehen, was es in mir auslöst und was dazu für gedanken auftauchen.

      Dein persönliches journalistisches Engagement möchte ich nicht schmälern. Aber ich hatte selbst zuviel zu tun mit dem österreichischen öffentlich rechtlichen und einigen Printmedien und auch mit Menschen aus diesem Umfeld und Die Lenkung der öffentlichen Meinung ist dort ganz offiziell und wertfreier Arbeitsauftrag.

  2. So, liebe Paleica,
    jetzt nochmal hier ein kleiner Kommentar, weil mir Dein Betrag so gut gefällt. Vor allem aber, weil Du wunderbare Fotos ausgesucht hast. Das goldene Laub unter Frage 5 ist mein persönlicher Favorit!

    Erstaunlich finde ich, dass vieles,was Du antwortest, auch von mir kommen könnte. Irgendwie sind doch recht viele Blogger auf „einer Wellenlänge“, oder?!

    Ich wünsche Dir einen angenehmen Tag und schicke
    liebe Grüße
    moni

    • liebe moni, es freut mich sehr, dass diese „kleinen“ bilder auch gut ankommen. man hat ja dann schon oft das gefühl, dass es immer eine große reisedestination sein muss, die man zu den beiträgen anbietet 🙂
      ich glaube auch, dass es gewisse dinge gibt, die viele blogger verbinden – wie das halt so ist bei gemeinsamen hobbies 🙂
      danke für deine lieben worte – und auch für das eine wort. ich hab es schon verarbeitet. mal sehen, wann es online kommt. ich gebe dir dann auf jeden fall bescheid!

  3. Wie schön. Die Bilder sind toll, die Fragen schön beantwortet. Immer wieder gibt es neue Einblicke in dein Leben, das mag ich sehr.
    Die Wort-Idee finde ich großartig. Ich muss allerdings noch überlegen, welches Wort ich dir schenken möchte. Ich habe vor ein paar Jahren gemeinsam mit einem guten Freund schöne Worte gesammelt, die zu selten verwendet werden. Ich hoffe ich kann die Liste wieder finden 🙂
    Auch den Bindewort Blog werde ich mir gleich mal anschauen.

    Viele Grüße ❤

    • dankeschön ❤ das freut mich wirklich sehr! beides 🙂 wenn du die liste findest, immer her mit dem neuen wort. ich wollte das auch schon immer machen, aber meist denk ich dann nicht dran, wenn ich ein wort höre :/

  4. Ohhhh, das Foto unter Frage 5, schöööööön. Und das unter Frage 9 finde ich sehr interessant: scharf im Mittelfeld, unscharf in der Nähe und der Ferne. Wirkt !
    Trotz meines Telegrammstils beim Kommentieren bin ich auch eine Sprach-Liebhaberin und dein Projekt gefällt mir sehr gut. Sobald mir ein passendes Wort unterkommt, bekommst du das gleich. „Kafkaesk“ ist ja unbedingt ein schöner Anfang 🙂

    • wie ich rauslese, gibt es ein eindeutiges siegerfoto, hihi. ich fand das licht da so schön, daher freut es mich natürlich besonders, dass das hervorgehoben wird.
      ich freu mich auf dein wort, wenn du denn eines findest!

  5. Tolle Antworten & so schöne Bilder!
    …das mit dem Wort schenken habe ich noch nicht so ganz verstanden. Werde mal den Verlinkungen folgen, ob ich es dann verstehe 😉

    • dankeschön ❤
      das mit dem wort schenken ist ganz einfach: es gibt ein wort, das du magst. du "schenkst" es mir: du sagst mir, welches es ist. und ich schreibe dann in einem beitrag irgendetwas zu diesem wort 🙂

  6. schönen Mittwoch wünsche ich

  7. Sehr schön beantwortet und wie immer: interessant und tolle Bilder dazu. Die Idee mit den Worten finde ich super, mir ist auch gleich eins eingefallen, aber ich will nochmal nachdenken, ob mir nicht noch eins einfällt, as ich NOCH lieber ausspreche 😉 Mir ist, als wär da noch eins …. kommt also noch. Es gibt so Worte, die sind wie Schokolade essen … ich benutze sie selten, aber ich esse auch echt selten Schokolade. 😀 Aber WENN, dann ist es toll! Warum weiß ich auch nicht. Also, du kriegst dein Wort!!!
    Mir kam auch gleich eine Idee, was ich selbst auch mal als kleines Blogprojekt starten könnte. 😉 … danke also mal wieder für die Anregung, du wirst es ggf. ja dann erfahren.

    • dankeschön ❤ ich kenne das sehr gut. mir ging es bei kafkaesk auch so, aber nachdem es nach ein paar stunden nicht kommen wollte, bin ich dabei geblieben. aber lass dir zeit, so schnell bin ich mit der umsetzung ohnehin nicht.
      ich esse oft schokolade, aber wie gesagt, ich verstehe trotzdem gut was du meinst 🙂 und ich freu mich selbst auf dein wort – und auf dein projekt!

  8. Liebe Paleica,
    das Wort, das ich dir heute schenken möchte, lautet „stimmig“ (z.B. etwas ist stimmig).
    Liebe Grüße
    Karina

  9. OK, wow, das ist echt mal ne Informationsflut 😉 Also ich fang mal an: Bilder, wie immer, wundervoll ;-). Fragen und Antworten: Geb ich zu, das meiste hab ich schon mal gelesen 😉 Trotzdem immer wieder spannend… Und zum Wort, ich schenke Dir eins das mir sofort durch den Kopf geschossen ist: SINNIG
    Viel Freude damit 😉

    • danke markus, das freut mich auch wie immer 🙂 und das wort klingt spannend, dazu habe ich noch keine idee – aber es wird gleich in der liste vermerkt und mal sehen, so eine ganz kleine assoziation bildet sich da schon… 🙂

  10. Eine wirklich schöne Idee mit den geschenkten Wörtern. Warum fällt mir sowas nie ein? ^^
    Nun, dann werde ich in Zukunft mal bewusst drauf achten, was für Wörter mir so unterkommen, die zu schenken es wert wären 😉
    Die Fotos mit den Blättern finde ich besonders schön, da bekomm ich grad schon richtig Herbststimmung 🙂

    • mir ist es auch nicht selber eingefallen, ich hab es ja auch gefunden 🙂 und: du kannst dir ja auch wörter schenken lassen! es wird ja sowieso immer was anderes draus! über ein wort von dir würde ich mich aber in jedem fall freuen!
      😀 das mit den blättern war auch absicht 😉 obwoh es an dem tag 35 grad hatte, abartig heiß war… und deswegen schon soviele blätter am weg lagen.

  11. Hallo Paleica,

    ja die Worte…. Wunderbarer Gedanke, den du da geboren hast: Ich schenke dir das schöne Wort „Habseligkeiten“ – Freue mich jetzt schon auf deine Ideen dazu
    Lg,
    Werner

    • danke lieber werner – für das kompliment und für das wort. noch hab ich keine konkrete idee, aber es ist schon in der wortliste gespeichert und wird ganz bestimmt bald seine bestimmung finden 🙂

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