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Erinnerungen: der Atlantik um die Kanaren & Fernweh von Projekt *.txt

Das dritte Wort in diesem Jahr beim Projekt *.txt gefällt mir wieder ausgesprochen gut. Es lautet „Fernweh“.

Fernweh. Synonym zur Seensucht. Oder zum Meerweh.

Manchmal schmerzt die Ferne, weil sie fern ist, wo sie nah sein sollte.

In der Ferne findet man manchmal, was sich in der Nähe zu verstecken sucht. Die Ferne ist die Sonne am Strand, die Ferne ist die Weite des Ozeans. Die Ferne ist die Reinheit der Berge. Die Zukunft aller Möglichkeiten.

Und die Ferne ist die Vergangenheit. Die Summe aller Erinnerung, die fern sind und einem selbst nicht mehr nah und von denen man glaubt, dass man seinem Selbst von damals in der Ferne wieder nah sein kann. Erinnerungen, nach denen man greifen will und die nur Luft zwischen den Fingern zurücklassen. Luft und ein Gefühl zwischen Herz und Bauch. Fernweh.

41 comments on “Erinnerungen: der Atlantik um die Kanaren & Fernweh von Projekt *.txt

  1. Luft und ein Gefühl zwischen Herz und Bauch – das ist eine schöne Erklärung von Fernweh und muss ich mir merken. Deine Bilder zum Thema sind genial. Schönen Mittwoch
    Andrea

    • dankeschön, es freut mich sehr, dass die worte ein wenig hängen geblieben sind. ich hab mich schon lang nicht mehr an dieser art von schreiben versucht und es war mal wieder sehr schön.
      auch dir einen schönen tag!

  2. „Fernweh“ – das passt gut zum Text, der mir eh schon ständig vorschwebt. 🙂

  3. Diese Bilder haben irgendwie so eine entspannte „Leichtigkeit“ 🙂
    Und „Zack“ du hast es geschafft. Ich habe nun Fernweh und bin urlaubsreif!
    Lg
    Nila

  4. Pingback: Von Fernweh und Heimweh | wandernd

  5. Den Angler im meerblauen Outfit find ich super! Mich hätte es heuer ja auch fast nach Teneriffa verschlagen… Hab ich dann aufgrund meines doch recht kostspieligen Sommerabenteuers dann aber bleiben lassen.
    Ich finde es aber immer recht motivationsfördernd wenn man die nächste Reise schon geplant hat 😉
    LG Peter

    • der angler ist auch eins meiner lieblingsfotos – eines der ganz wenigen, die ich je in richtung street gemacht hab und eines, das ich mag 🙂
      ooh schade. aber teneriffa rennt ja bestimmt nicht davon 🙂 hast du denn schon was neues geplant?

  6. Ach wie wundervoll! Der blaue Block am Anfang, der S/W Block am Ende… Hach ja, da kommt Sehnsucht auf… Ich vermisse das Meer so sehr!! Und ich hab noch gar nix geplant dieses Jahr. Es wird höchste Zeit!!! Allein wenn ich vor die Tür gehe reichts mir schon mit diesen nervigen Temperaturen 😉

    • ja mir gehts auch so. einfach nur entlang spazieren oder am strand sitzen und das meeresrauschen hören, hach! ich hab auch noch gar nix geplant :/ mir reicht es mit alltag >.<

  7. ich höre, sehe und rieche das Meer jetzt ! kann es kaum erwarten und nur noch 3 Monate dann ist es bei mir soweit !!!!

    • wo gehts denn hin?

      • In mein lieblingsland griechenland nach kreta ! War zwar schon 3 x dort aber nicht in dem teil der insel !!!

        • oh wie schön! da möchte ich acuh gern mal hin. ach, es gibt so unheimlich viel zu sehen auf der welt…

          • Ja Griechenland war mein Land und wird es auch bleiben. Bin noch nie entäuscht worden. Muss aber zugeben ,dass ich nur die Inseln kenne und nicht das Festland. Also in Rhodos, Kos, Santorini, Korfu und mehrmals in Kreta ! Ich liebe halt auch das Essen !!!! und mit dem Wetter must du dir ganz bestimmt keine Gedanken machen !!!

            • ja griechisches essen kann sich durchaus sehen lassen 🙂 und da hast du ja schon einiges gesehen vom griechischen spektrum ^.^ nach santorin möchte ich auch zu gern mal. samos steht auch recht weit oben auf der liste. und kreta eigentlich auch!

  8. danke, liebe Paleica für diese schöne Reise, möge es für uns ein guter Tag sein

  9. Bei Fernweh denke ich immer sofort ans Meer. Ich hab solche Meersucht:-) (allerdings nicht überfüllte Sandsträne bei 40 Grad und praller Sonne, sondern nach einsamen Felsstränden…)

    • haha ich glaube niemand hat sehnsucht nach überfüllten stränden 😉 aber ich weiß genau was du meinst, mir gehts auch so!

  10. Vor allem die schwarz-weißen haben es mir angetan: So schön grafisch! Große Klasse.

    • dankeschön 🙂 ich fand es spannend, meer – das ansonsten ja doch meistens in farbe gezeigt wird – mal auf seine strukturen und rhythmen zu reduzieren.

  11. Liebe Paleica,
    die meerblaue Fotoserie am Beginn stimmt hoffnungsvoll und weckt freundliche Erinnerungen, lebensfrohe Sehnsucht nach den momentan leider fernen Orten.
    Die Schwarz/Weiß-Serie stimmt da eher melancholisch, nachdenklich, macht uns bewusst, wie die Zeit verrinnt….
    Dieses Gefühl zwischen Herz und Bauch, schön hast Du das ausgedrückt.
    Lieben Gruß
    moni

    • liebe moni, mir ist das gar nicht so aufgefallen, aber jetzt, wo du es sagst, finde ich das auch. vermutlich weil das die beiden dinge sind, die mir am meer sehr nahe sind.
      und danke, ich freu mich, dass diese formulierungen hängen geblieben sind. es war schon, mal wieder metaphorisch und assoziativ zu schreiben.

  12. Die Zukunft aller Möglichkeiten. Ein sehr poetischer Ausdruck ! Allerdings glaube ich, dass Möglichkeiten immer nur in der Gegenwart angesiedelt sind …

    • wenn man sich kognitiv hast du sicherlich damit recht. es war aus der emotion heraus wohl einfach eine etwas poetischere form von „zukünftige möglichkeiten“ 😉 ich schreibe meistens mit dem kopf, aber dieser text entstand mit dem herzen und da ergibt nicht immer alles so sehr faktischen sinn, sondern ist mehr ein gefühl, das sich vesucht, in worte zu fassen ^.^

  13. Dieses Wochenende wird die Open air – Saison eröffnet. *seufz* *fernweh*

  14. Hach, dieses Blau …… Wahnsinn, wie man das aufsaugt nach all diesem elendigen wintergrau. So leuchtende Bilder, toll!!! Tatsächlich war ich dann, als es schwarz/weiß wurde, was ich ja eigentlich so liebe, fast enttäuscht, dass das Blau schon zuende war 😀
    Ich sag dir, gestern gab es über Hamburg ein Himmelblau, das war fast so wie das deines Meeres…… Raus rennen und einsaugen, mit jeder Faser! Ganz wichtig. Ob mit oder ohne Fernweh, Blau tut einfach gut! Und Licht!!

    • ich werde nie den moment vergessen, als wir stundenlang durch die wüste von südkalifornien und arizona gefahren sind und AUF EINMAL neben uns der colorado river floss. dieses blitzblau in all den erd- und brauntönen war eine richtig körperliche belebung und erfrischung, obwohl wir es nur gesehen haben. schon schräg, was farben für eine wirkung auf den organismus haben können.
      hast du fotos von dem blauen hamburger himmel mitgebracht? ich würde sie zu gern sehen!

  15. Tolle Fotos 🙂 auch die schwarz-weißen, sieht man ja nicht so oft vom Meer kommt aber sehr gut rüber! Ach mal wieder ans Meer 😭

    Liebe Grüße,
    Anissa Marie

    • ooh ich auch! aber für heuer ist reisetechnisch noch gar nix geplant :/ ja das meer mal in graustufen zu zeigen fand ich ein interessantes experiment. ich mag es bei einigen bildern, bei manchen wiederum passt es gar nicht.

  16. Genau das Stichwort für den Frühling. „Endlich trocknet der Landstraße Saum“ und andere Fahrtenlieder schwirren seit einigen Wochen wieder durch meinen Kopf. Es juckt mich in den Füßen, die Landstraßen und Waldwege unter die Stiefel und Fahrradreifen zu bekommen. Leider fesselt die Uni und anderes einen ja gern an die Stadt und den Schreibtisch.Das Meer in Graustufen sieht toll aus. Der Schwerpunkt weg von der blauen Farbe, hin zu Bewegungen udn Reflexionen. Hast du mal probiert, bei solchen Szenen mit dem Polfilter zu spielen? Ich habe sogar einen in der Sonnenbrille inzwischen 😉

    Ich freue mich schon sehr auf Wasser und Berge. Auch diesen Sommer lockt wieder die ein oder andere Segel-Tour.

    LG
    Jakob

    • ja, wenn man nur einfach nach lust und laune rausgehen könnte, das wäre sehr schön!
      ach filter… ja, ich sollte diese teile endlich mal benutzen, es ist ja nicht grade so, dass ich keine dahein rumliegen hab. bloß vergesse ich sie immer :/
      oh segeln? das klingt ja wunderschön!

  17. Fernweh… habe ich in letzter Zeit auch ständig! Leider muss ich noch 1 Jahr warten bis ich das Meer wieder sehen kann…

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