Wir sind mittlerweile mitten im November, die Wochen des Jahres 2017 lassen sich schon an zwei Händen zählen und darum gibt es noch einen (vielleicht letzten, für heuer) bunten Herbstbeitrag aus Schönbrunn. Er stammt aus dem November 2016 und von einem Tag, an dem ich mich wieder over and over in die bunten Blätter verliebt habe – als würde ich sie zum ersten Mal in meinem Leben sehen.

Außerdem hat mich zuerst die liebe Melanie zu einem weiteren Mystery Blogger Award nominiert und kurz darauf trudelte noch eine weitere Nominierung von Lady Evil ein. Wie immer freue ich mich sehr, ein paar Fragen zu beantworten, von denen ein paar grade besonders relevant für mich sind.

Natürlich gibt es Regeln für den Award:

About The Mystery Blogger Award

This is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates, it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging and they do it with so much love and passion.

Of course there are rules, and they are this:

  1. Put the award logo/image on your blog
  2. List the rules.
  3. Thank whoever nominated you and provide a link to their blog.
  4. Mention the creator of the award and provide a link as well (da der Award bereits zum 4. Mal hier veröffentlicht wird, werde ich diesen Punkt diesmal auslassen)
  5. Tell your readers 3 things about yourself
  6. You have to nominate 10 – 20 people (das tu ich nicht, weil ich schon so oft mitgemacht habe und weiß, dass die meisten meiner Leser nicht mehr so Fragen-affin sind wie ich ^.^)
  7. Notify your nominees by commenting on their blog
  8. Ask your nominees any 5 questions of your choice; with one weird or funny question (specify)
  9. Share a link to your best post(s)

Melanies Fragen:

  • What was your worst experiences in life and what good did it lead to?
    Hm, es mag banal klingen, aber im Grunde war es die Trennung vom meinem Exfreund. Wir verbrachten 7 Jahre unseres Lebens gemeinsam und zwar wie siamesische Zwillinge. Wir kamen zusammen als ich 16 war, wir studierten zusammen und für mich gab es kein „ich“ ohne ein „wir“ und keine mögliche Zukunft ohne diese Beziehung. Als er das erste Mal die Trennung aussprach, riss es mir den Boden unter den Füßen weg und ich war komplett verloren, da ich nie eine (erwachsene) Identität ohne ihn ausgebildet hatte. Es ist einerseits so etwas Alltägliches und andererseits dennoch etwas so Individuelles, dass es schwer ist, in Worte zu fassen, was es für mich bedeutet hat. Ich lernte allerdings, dass der Mensch über alles hinwegkommen kann, wenn er will. Dass man nicht immer die Option wählen kann, die man sich wünscht, aber dass man dennoch immer eine Wahl hat und aktiv in sein Leben eingreifen kann. Außerdem lernte ich, dass unsere Beziehung durchaus viele ungesunde und neurotische Teile hatte und so konnte ich für meine neue Beziehung vieles von vornherein anders angehen. Und ich habe gelernt, immer mein Ich zu bewahren, auf Warnsignale zu hören und was vielleicht am wichtigsten ist: zu reden. Denn aus Angst Konflikte totzuschweigen lässt sie nur wachsen und wachsen und wachsen.
  • What was the most impressive trip you ever experienced?
    Auch so eine Frage. Alle meine Roadtrips und Reisen der letzten Jahre haben sich in mein Herz gebrannt, sie alle waren besonders und wertvoll und haben unbezahlbare Erinnerungen mit sich gebracht. Da war Italien, immer wieder Italien, der Ausflug nach Florenz, in dem das Fernweh zum ersten Mal richtig entbrannt ist. Dann war da Hamburg und die Nordsee, der erste Urlaub mit dem Herzmann und die wundervollen Klippen von Dover, sowie das für mich erschütternde Erlebnis Le Havre. Das Mittelmeer und Pompeji, Valletta, Korsika. Norwegen, der unbeschwerte Glückstrip mit Sonnenschein bis Mitternacht, Wasserfälle und Landschaften wie das Auenland. Die Westküste, die längstersehnte Reise meines Lebens, vermutlich muss auch das die Antwort darauf sein. 4000 km von Schnee bis Wüste, von Wald bis Ozean, Schluchten, Brücken, Geschichte und Vergangenheit und, natürlich: die Wale. Aber auch Spanien und die verpönte Insel Mallorca mit meinen ersten Atemzügen unter Wasser, Portugal, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben einen kleinen Kulturschock hatte und mich danach sehr in die Pastelltöne, die Kacheln und die wilden, roten Felsklippen verliebt habe. Und last but not least Kroatien, mit all seinen Blau- und Türkistönen, die mich all die Anspannung, die mich sonst tagtäglich begleitet, einfach vergessen ließen. Und auch wenn die Antwort vermutlich „Westküste“ lauten würde, möchte ich dennoch diese Einschränkung nicht treffen. Jede Reise, für die ich mich entscheide, die ich meist liebevoll plane, überrascht mich, nimmt mich mit, trägt mich, erstickt mich, beflügelt mich. Jede davon war auf ihre Art und Weise das besonderste, das ich je gemacht habe und hat einen Platz in meinem Herzen. Das ist mitunter ein Grund, warum ich gar nicht soviel reisen könnte, wie andere es tun. Weil mir die Zeit fehlte, alles, was mir bedeutsam erscheint, angemessen zu verarbeiten und jeder Erinnerung einen Platz in meiner DNA zu geben, mich ein bisschen mitzuformen.
  • If you could not do any wrong ever, what would you want to do with your life right away?
    Ein Psychologie-Fernstudium suchen und mir für diese Zeit als digitaler Nomade die Zeit nehmen, in aller Ruhe all die Orte auf diesem Planeten Erde kennenzulernen, die ich kennenlernen möchte und herausfinden, ob es einen anderen Ort auf der Welt gibt, an dem ich mein Leben lieber verbringen möchte.
  • Do animals, pets, play a role in your life and which one is it and why?
    Diese Frage berührt mich heute besonders, da ich darüber seit einigen Tagen intensiv nachdenke. Ich habe keine Haustiere und hatte nie welche, da meine Eltern strikt gegen jede Einschränkung in ihrem Leben waren und darunter habe ich als Kind sehr gelitten. Ich wollte immer mit Tieren leben und schwor mir, sobald ich selbstbestimmt leben könnte, als erstes ein Tier anzuschaffen. Ich lebe nun seit 2009 selbstbestimmt und habe keines. Warum? Ich lebe in einer kleinen Wohnung in einer Stadt. Ich verbringe ~50 Stunden die Woche an meinem Arbeitsplatz. Aufgrund gewisser körperlicher Rahmenbedingungen muss ich Sport machen, der Zeit kostet und nicht für Tierbegleitung geeignet ist. Ich kann einem Tier daher nicht das Leben geben, das es verdient und ich fände es unfair, mir eines anzuschaffen, damit ich schmusen kann, wenn ich grade Zeit und Lust habe und es die restliche Zeit sich selbst zu überlassen. Als es mir gesundheitlich vor einiger Zeit so schlecht ging, begann ich allerdings darüber nachzudenken, was ich an meinem Leben verbessern könnte und erst da wurde mir wieder bewusst, dass mir Tiere in meinem Leben fehlen und einige Prioritäten völlig falsch gesetzt waren. Seitdem habe ich ein Mitpflegepferd, mit dem ich wann auch immer es meine Nebenhöhlen und die Tageszeit zulassen, spazieren gehe, es bürste und mit Karotten füttere. Wenn sich die Gelegenheit bietet begleite ich hundesittende Freunde auf Gassirunden, bespaße Katzen und lasse Ratten auf mir rumlaufen. Ich liebe alles, das vier Beine und Fell hat. Von ganzem Herzen.
  • Do you see yourself as the designer of your life? How come and if not, why?
    Ich weise hier auf Frage 1 hin 😉 „You always have a choice. Every day.“

Lady Evils Fragen:

  • Was fasziniert dich im Moment am meisten?
    Das ist eine unglaublich schwierige Frage, wo aus der Intuition erst einmal gar nichts kommt. Was ist Faszination? Und was ist etwas, das für den Moment anhält? Was würde ich antworten, wenn die Frage allgemein gestellt wäre? Ich denke, ich würde darauf sagen: die Natur. Wie dieser Planet funktioniert, was sich in Millionen von Jahren an Evolution getan hat. Woraus es entstanden ist, wohin es verschwinden wird. Das ist etwas so Großes, aber es ist wohl das, was mich allgemein am meisten fasziniert. Was fasziniert mich im Moment am meisten? Der Mensch und wie er funktioniert. Was sich im Gehirn und in der Emotion abspielt, wenn man Veränderung wünscht und gleichzeitig unendlich viel Angst davor hat.
  • Was bringt Dich zum Lachen?
    Tiervideos. Der Herzmann. Die Hexenrunde 2.0
  • Hast du einmal einen kleinen roten Punkt auf der Wange gehabt?
    Öhm. Pickel?
  • Womit kann man dir IMMER eine Freude machen?
    Mit Zeit und bedachten Worten. Und selbstgemachtem Essen.
  • Was bedeutet dir Musik?
    Die emotionale Tonspur meines Lebens.
  1. So ihr Lieben, nun habt ihr wieder ein weiteres Puzzleteil über mich erfahren. Es würde mich so oft interessieren, wie das Bild aussieht, das ihr, die ihr mich „nur“ vom Lesen kennt, im Kopf habt. Wie sieht das Bild aus im Vergleich zu dem Bild, das ich von mir habe? Und wie sieht es aus im Vergleich zu den Menschen, die mich lange in der „Realität“ kennen? Und wärt ihr überrascht oder bestätigt, wenn ihr mich trefft? Ich nehem das hier gleich als erste Info über mich, denn diese Frage finde ich sehr spannend.
  2. Ich finde Tierbabies süßer als Menschenbabies.
  3. Ich hasse den Geschmack von Eiern. Ergo dessen esse ich auch keine Mayonaise, was das Leben in Österreich manchmal schwer macht.

So, ich hoffe, ich konnte euch ein wenig unterhalten. Das war es nun wieder von mir. Bis zum nächsten Mal!


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17 Comments on “Die letzten Sonnenstrahlen in Schönbrunn Pt. VI: Laub überall! & 2xMystery Blogger Award

  1. „Die emotionale Tonspur meines Lebens.“ Dieser Satz kann ja nur von Dir kommen ;-)) Tolle Fotos übrigens, immer wieder gern mehr davon! Ich glaube ich könnte auch 6 Monate goldenen Herbst jedes jahr mitmachen… Solange er golden bleibt! Und ein Lob für Deinen Mut und Deine Erkenntnisse was Deine vergangene Beziehung angeht. Respekt!

    • danke danke – auf diesen satz war ich tatsächlich auch selbst ein klein wenig stolz 🙂 jaa, so geht es mir auch. goldener herbst 4ever. dann noch 1 monat frühling, 1 monat winter mit viel schnee und 4 monate moderater sommer. das wär doch was 😀
      danke auch für die worte zum beziehungspunkt. es war ein harter und schmerzhafter weg und oft genug hab ich mir gewünscht, dass ich ihn nicht hätte gehen müssen. aber ja, there are times to live and there are times to grow. so ist das leben halt und im nachhinein hat es mein bewusstsein und vieles sicher besser gemacht, auch wenn es mich sehr viel lebenszeit gekostet hat.

  2. Wau, wau, wau… Paleica, was für ein feines Herbstlicht! Die Aufnahmen gefallen mir wirklich sehr gut!
    Auf solche Tahe warte ichhier auch noch…. hach, schwärmmmmmmmmmmm……

    • danke liebe britta ❤ es ist schön, dass sich manche genauso wie ich immer noch für diesen ort begeistern können ❤ ich drück dir die daumen, dass ihr auch noch solchte tage bekommt!

  3. Tolle Serie an Bildern, ebenso die Einblicke in dein Leben. Das Licht in den gezeigten Bildern könnte auch die Zeit nach deiner Beziehung ansehen. Vielleicht hast du sie deswegen gewählt 🙂 Die Erfahrungen sind unbezahlbar 😉
    Dir eine gute Woche!

  4. Mal wieder sehr schöne Herbstfotos. Das schöne an deinen Serie finde ich, dass sie einen durch den Herbst begleiten und man so die kleinen schönen Unterschiede von Beitrag zu Beitrag sieht.

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