London Calling: Herbst im St. James’s Park

Ende Oktober, nach einigem Zittern dank eines richtig fiesen grippalen Infekts, schafften es der Herzmann und ich dann doch, das Flugzeug der British Airways zu besteigen und in unser kleines Minimoon-Abenteuer zu starten (die „große Reise“ soll ja im April/Mai stattfinden (mehr möchte ich noch nicht verraten), aber so ganz sang-, klang- und reiselos wollten wir die „große Feier“ dann doch nicht vorbeigehen lassen.). Wir verbrachten also ein verlängertes Wochenende in London – eine Stadt, zu der wir mittlerweile richtig viel Bezug aufgebaut hatten, obwohl ich es in den 30 Jahren meines Daseins auf diesem Planeten bisher noch nicht geschafft hatte, sie zu besuchen.

An unserem Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, war es also endlich soweit und unser kleines Londonabenteuer konnte beginnen. Natürlich habe ich jede Menge klassischer London-Motive für euch, aber da wir uns in den letzten Atemzügen des goldenen Herbstes befinden, möchte ich mit der Bilderstrecke des St. James Park beginnen.

Und dann erhielt ich den Blogger Recognition Award von Antje. Vielen Dank dafür 🙂

DIE REGELN

  1. Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn.
    2. Schreibe einen Beitrag, um deinen Award zu präsentieren.
    3. Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast.
    4. Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.
    5. Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.
    6. Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award.

Nun, wie habe ich mit dem Bloggen angefangen. Ich habe vor einiger Zeit im Rahmen des liebsten Awards schon ein paar Mal davon berichtet, da seitdem aber vermutlich einige neue Leser dazugekommen sind, schreibe ich gerne noch einmal darüber: ich blogge bereits seit dem Frühjahr 2008, bin was das angeht also vermutlich schon eher sowas wie ein Urgestein, obwohl ich zur damaligen Zeit eher ein Spätzünder in diesem Métier war. Die meisten Webmaster, wie wir damals nocht bezeichnet wurden, nutzten Cutenews oder myblog und da ich noch mit Frontpage und Dreamweaver unterwegs war, kam mir das nicht sehr gelegen. Zumal kam mir mein Leben zu langweilig vor, um klassisch Tagebuch im Internet zu schreiben, wie es damals eben Gang und Gäbe war. Irgendwann bemerkte ich jedoch, dass ich Spaß daran hatte, Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu beobachten und dachte, das wäre doch ein guter Anlass, mit einem Blog zu beginnen. So entstand also paleica auf WordPress, unter dem Titel Drahtseilakt. Nur wenig später nahm ich eine Panasonic Lumix Kompaktkamera mit Makromodus in Besitz und entdeckte zum ersten Mal in meinem Leben den Effekt der Tiefenschärfe. Meine Begeisterung für die Fotografie war geboren, der Inhalt des Drahtseilaktes entwickelte sich in eine ganz andere Richtung und wurde schon sehr bald zum Episodenfilm. Seitdem bin ich hier auf WordPress unter diesem Namen und Titel unterwegs.

Ob ich die richtige bin, um neuen Bloggern Ratschläge zu geben, wage ich fast zu bezweifeln, da ich das Regelwerk der aktuellen Blogosphäre nicht wirklich durchschaue. Ich blogge aus privatem Interesse, weil ich gerne meine Bilder und Gedanken in einer Cloud sammle und sie mit Menschen teile. Diese Art des Bloggens scheint mir aber mehr und mehr auszusterben und wohl auch nicht in dem Sinn zukunftsträchtig zu sein. Daher ist mein Tipp vielleicht vorrangig der: frage dich, warum du bloggen willst und agiere danach. Es ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, Leser und Kommentatoren zu gewinnen, zumindest nicht unter anderen Bloggern, wie das früher üblich war. Die wenigsten haben Lust auf Austausch, die meisten sind auf Statistiken und Suchmaschinenoptimierung, sowie soziale Netzwerke fokussiert. Lass dich dadurch nicht entmutigen und suche die Menschen, die du ansprechen und mit denen du dich austauschen willst. Erwarte nicht, dass sie dich finden – sei aktiv. Das ist wohl alles, was ich aus dem Nähkästchen plaudern kann.

Die Nominierung lasse ich wie üblich aus, ihr wisst ja.


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60 Replies to “London Calling: Herbst im St. James’s Park”

  1. ooooh so schön. ich war einmal in London, und hab es total geliebt! na ich bin ja gespannt wo es für euch hingeht:-)

    1. wir fanden es auch super. endlich mal die stadt von sherlock holmes und harry potter kennengelernt 🙂

        1. nein leider – wir haben nicht im voraus karten gekauft, weil wir nicht wussten, wann wir zeit haben und dann war da sooo eine lange schlange 😦 also haben wir es nur fotografiert und uns ein bisschen in dem shop rumgetrieben. leider!

  2. Hallo,

    ich hab da schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel und war auch noch nicht in London. Es steht auf meinem Plan. Tolle Bilder hast du auf jedenfall mitgebracht.
    Und warum solltest du anderen Bloggern nicht helfen können, deine Ratschläge aus deinen gesammelten Erfahrungen können doch weiterhelfen 😉

    Viele Grüße und einen guten Start in die Woche!
    Andreas

    1. es gibt diese sachen, die irgendwie einfach nicht zustande kommen. aber meistens sind sie halt dann auch erstmal nicht wichtig genug, denke ich. man muss es sich schon konkret vornehmen, dann klappt es auch – zumindest bei mir 😀
      das ist wirklich schön zu hören 🙂 aber weißt du, die meisten blogger starten heute ja schon ein „business“ und haben irgendeinen mehr oder minder kommerziellen zweck dahinter und was das anbelangt, bin ich bestimmt nicht die richtige ansprechperson.

      1. Ja ber es gibt auch viele die selbst bei den Sozialen Medien kommerziell denken. Alles scheint nur kommerziell zu sein 😦 aber das wesentliche der Spass geht dann auch manchmal verloren :-).

  3. London im herbst muss eine ganz besondere Zeit sein… ich frage mich grad, ob es dann dort noch nebliger ist. Ich würde gerne noch mehr herbstliche london impressionen von dir sehen. Macht lust auf mehr, deine bilder!

    1. ich kenne london zu anderen jahreszeiten nicht, aber im herbst ist es auf jeden fall super 🙂 ich liebe ja die bunten blätter und die tiefstehende sonne, da wird alles nochmal in ganz spezielles licht getaucht. nebel hatten wir interessanterweise gar nicht außer bei der ankunft hatten wir echt wunderschönes wetter.
      mehr london gibt es bestimmt beizeiten. im moment ist grade einiges anderes in planung, das aber hoffentlich auch nicht fad wird ^.^

  4. Wunderschöne Bilder .. ich war vor zwanzig Jahren mal in London und war sehr angetan von der Stadt. Vermutlich bräuchte ich langsam mal einen Return, um meine Erinnerungen zu überprüfen 😉

    1. oooh so lang schon her? da hat sich bestimmt einiges verändert – bzw. wäre ich echt neugierig, wie deine wahrnehmnung dahingehend ist. london war nämlich viel „internationaler“ und viel weniger „britisch“ als ich es erwartet hätte und ich frage mich, ob das über die letzten jahrzehnte anders geworden ist.

      1. Ich fand es damals schon sehr britisch, aber vielleicht passte das bloss zu meinen Vorstellungen im Kopf 😉 Ich fand es jedenfalls toll, die Architektur, die Straßen, die Märkte, die Parks, die Stimmung, die Pubs, die Sprache, das Essen … allerdings habe ich damals nicht in einer Großstadt gelebt, vermutlich hat mich das deshalb nochmal mehr geflashed. Inzwischen wäre das sicher anders und ich glaube, in den Jahren hat sich auch viel verändert …
        Na, vielleicht komme ich ja nochmal dorthin … dann werden wir sehen. 🙂

        1. 🙂 das kann auch sein. ich weiß nicht, vielleicht habe ich auch noch zu wenig von der stadt gesehen, aber ich fand es vorrangig einfach international. da wo ich unterwegs war, war abgesehen vom grätzel zwischen westminster abbey und buckingham palace kaum noch etwas von dem london um die vorletzte jahrhundertwende zu entdecken, das mich so anzieht. es wird auch unbeschreiblich viel gebaut. die ganze stadt ist praktisch eine baustelle, überall stehen unmengen an kränen herum. was mir gefehlt hat, waren irgendwie so diese kleinen ecken, in denen man sich so heimelig fühlt, wie ich das von wien halt kenne oder auch von vielen anderen städten, wie sogar paris. es war eigentlich überall wahnsinnig hektisch und viel los, keine altstadt mit kleinen gassen und lokalen zum innehalten. zumindest nicht da, wo ich unterwegs war ^.^

  5. „Diese Art des Bloggens scheint mir aber mehr und mehr auszusterben und wohl auch nicht in dem Sinn zukunftsträchtig zu sein“ und „Lass dich dadurch nicht entmutigen und suche die Menschen, die du ansprechen und mit denen du dich austauschen willst.“ sind vielleicht die besten Worte die unsere momentane Situation beschreiben… Und gerade deshalb freut es mich, dass Du Dir treu bleibst! Blogger wie Du schaffen es, andere nicht den Mut verlieren zu lassen und weiterzumachen. Das ist wertvoll! Danke dafür! Und ich bin ziemlich gespannt wo die „große“ Reise hingehen wird ;-))

    1. dankeschön ❤ ich habe ja schon viele zyklen durchgemacht, während derer ich aufhören wollte und doch sehr schnell wieder zurückgekommen bin. obwohl ich schon ehrlich zugeben muss, dass ich den "alten zeiten" ein wenig nachtrauere, denn früher ist es mir wesentlich seltener passiert, dass mich alles rund ums bloggen irgendwie ausgelaugt hat – und das liegt sicher nicht am job. allerdings ist es ohnehin wie es ist und wir können ja doch alle nur das beste draus machen ^.^

      1. Eben. Das beste daraus machen und ehrlich zueinander sein. Das merk ich immer mehr… Der social Wahnsinn wird immer mächtiger und verändert bzw. beeinflusst uns (unbewusst) leider auch noch. Um dem entgegenzuwirken muss es manchmal auch ein bisschen radikal werden… Aber auch das ist ein großes und mächtiges Thema 😉

        1. oh jaaa, das ist leider wirklich sehr wahr. der ganze social media wahnsinn beschäftigt mich grade wieder enorm…

  6. Das ist ja interessant, mal über deine Bloganfänge zu lesen. Ich blogge übrigens seit 2005, und das tatsächlich ganz klassisch tagebuchmäßig (natürlich nicht so tiefgehend, da eben öffentlich). Ich habe diese Zeiten geliebt, als das fast jeder so gemacht hat. Und ich bleibe auch dabei, allerdings fällt es mir immer schwerer, Gleichgesinnte zu treffen. Die eben auch aus privaten Gründen bloggen, wie du. Die Art und Weise ist mir fast egal, also ob jemand nun eher Fotos bloggt oder doch einfach aus seinem Leben berichtet. Mir ist einfach wichtig, dass ich mich wohlfühlen kann beim Lesen, dass ich Einblicke kriege, die echt sind und nicht hochglanzpoliert. Ich möchte nicht beworben werden, ich mag es nicht durchgestylt. Ich gucke einfach gerne in die Fenster anderer, wie die so leben, was die so machen. Das ist für mich Bloggen, und es bedeutet für mich auch, nicht nur zu schreiben, sondern auch zu lesen und zu kommunizieren. Wenn ich sage „ich blogge mal bisschen“, ist eben nicht immer (nur) schreiben gemeint. 🙂

    So, naja, das wollte ich kurz loswerden. Meine alte Blogplattform hieß übrigens „blog.de“ und ist seit 2015 nicht mehr da. Nur deshalb bin ich hier auf WordPress, ohne es wirklich schön zu finden. Aber es gibt keine Alternativen und so muss ich eben klarkommen mit diesen Likes und der damit verbundenen Schnelllebigkeit, und mit den vielen stummen Followern, die wahrscheinlich nicht einen einzigen Eintrag je gelesen haben.

    Zu London: Was genau verbindet euch denn mit der Stadt, ohne dass ihr (bis zu dieser Reise) jemals dort wart? Wir waren auch mal ein verlängertes Wochenende dort und es war eine tolle Zeit. Aaaaber wir waren uns auch einig: Einmal gesehen reicht uns. Andere Städte haben uns einfach mehr begeistert, dazu gehört z.B. Paris. Ich denke aber, das ist Geschmackssache, denn es gibt ja extrem viele London-Fans. 🙂

    1. wow, da hast du noch ein paar blogjährchen mehr auf dem buckel 🙂 2005 lag meine statische website grade brach, bevor 2006 dann der relaunch mit neuem design und thema kam 😀 😀 aber vom bloggen war ich da noch ein weilchen weg. ich fand das übrigens auch einfach wunderbar. das internet war irgendwie dieser ort, wo platz war für all das, das im alltag zu kurz kam. mir geht es da wie dir. ich möchte auch gern etwas persönliches mitbekommen, darum lese ich auch praktisch keine „blogazines“, lifestyleblogs und travelblogs auch nur dann, wenn ich kontakt mit der person dahinter habe.

      wenn man so sein zuhause im www verliert ist das richtig doof :/ insofern bin ich echt froh, dass ich von anfang an hier bei wordpress war, weil damit die veränderung immer nur häppchenweise daherkommen. allerdings wird das alte dashboard immer mehr ersetzt durch seiten, denen einige liebgewonnenen funktionen fehlen und das finde ich auch ganz und gar nicht schön. ich verstehe natürlich, dass sich der anbieter verändern muss, aber dennoch >.<

      also unsere stärkste verbindung zu london ist mit sicherheit sherlock holmes. wir haben alle fälle auf pc und playstation durchgespielt und sind daher ziemlich zuhause in den straßen von whitechapel 🙂 außerdem haben wir einen boxenturm mit londonprint daheim im wohnzimmer stehen (das ergab sich eher zufällig) und ich bin dann auch noch harry potter und tolkien-affin. zweiterer ist zwar eher oxford zugeordnet, aber das ist ja quasi ums eck und wir haben es auf unserem trip auch besucht.

      nach der reise habe ich für mich allerdings festgestellt: london ist super. aber ich mag es gern einfach eine nummer kleiner. und wenn so groß, dann, ja dann, paris.

      1. Ach siehst du, da sind wir uns ja wieder einig, was die Städte angeht. 😉 Ich fand, dass Paris zwar riesig war, aber auch unglaublich charmant. Ich kam irgendwie einfach nicht aus dem Staunen heraus. Das ging mir in London nicht so, es war (für mich) regelrecht unspektakulär.

        Sherlock Holmes ist derzeit die Serie, die mich am meisten mitreißt. Ich mag sowieso Krimis, supergern auch englische, aber dann diese Serie mit Cumberbatch… Ich bin immer noch total verschossen in den. 😉

        Ich hab ab und zu mal versucht, so einem Travelblog oder Lifestyleblog zu folgen, manchmal war es doch ganz interessant auf den ersten Blick. Aber ich war ganz schnell wieder weg. Ich bin ja auch auf Instagram, aber dort hab ich nicht zu meinem Blog verlinkt und vor allem folge ich auch dort keinen „Influencern“, oder nur solchen, die ich WIRKLICH besonders finde. Sind sehr wenige. 😉

        1. ja, paris hat einfach diesen zauberhaften charme von la bohème noch mehr behalten als london dieses typisch britische, das man aus downton abbey und co kennt. ich fand paris (und auch rom) einfach auch kulturspezifischer.

          also die serie mit cumberbatch hab ich noch gar nicht angefangen – die steht aber recht weit vorn auf der watchlist ^.^

          ich mag diese sehr einseitige kommunikation der „influencer“ halt nicht. das ist irgendwie nicht fisch nicht fleisch. es sind keine offiziellen medien, die irgendwelche ethikstandards einhalten müss(t)en, aber sie sind auch keine echten privatpersonen, auf deren ehrlichkeit und authentizität man vertrauen kann und echter austausch kommt halt auch nicht zustande. daher hat das lesen für mich keinen mehrwert, außer sie posten zufällig irgendeinen artikel zu einem thema, der mich im speziellen interessiert. das kommt aber selten vor, da ich die ganzen „5 dinge“, „7 wahrheiten“ etc. echt nicht mehr sehen kann #würg
          ich lösche auch immer wieder leute aus meinem stream, wenn die inhalte zu werbelastig werden oder offensichtlich nur drauf abzielen, publikum zu erweitern um geld zu machen. es sind nur mehr ein paar der größeren landschaftsfotografen geblieben.

          1. … und die haben dann halt auch einen stellenwert, der dir einen mehrwert bietet. schöne landschaftsfotos, die dich begeistern, inspirieren, etc.. nicht fisch nicht fleisch, das ist ein sehr guter vergleich. kann ich alles so unterschreiben, auch das „#würg“. 😉

  7. So komme ich an diesem trüben Herbsttag doch tatsächlich zu einem schönen und sonnigen Herbstspaziergang. 😊
    Danke dafür.

    1. immer wieder gern ❤ wir haben ja heuer echt noch glück mit dem wetter und viele freundliche tage. nur so kurz sind sie, dass ich oft trotzdem das gefühl habe, als hätte ich ewig kein tageslicht gesehen. da tun mir die erinnerungen an die "westen-tage" auch total gut.

      1. Die Kürze der Tage macht mir auch zu schaffen. Morgens im Dunklen raus und Abends im Dunklen zurück. Ich freu mich jetzt immer über die Lichterkette vor der Eingangstür, die mich beim Heimkommen begrüßt.

        1. oh das klingt schön und nach einer guten idee! ich habe wieder begonnen, kerzen anzuzünden und dufthäuschen. furchtbar kitschig, aber ich mag das.

  8. Oh ja – London geht IMMER!!! Flohmarkt auf der Portobello Road, Durchatmen in einem der Parks, shoppen bei Harrods…
    Und wenn’s dann noch mit dem Wetter so gut klappt wie bei euch und alles golden ist – ehrlich, die Ente scheint in Goldflitter-Blättchen zu schwimmen! Habt ihr da was rein geworfen 😉 – dann sind das wunderbare Flittertage!

    Was das Bloggen angeht – viele scheinen gar nicht mehr im Kopf zu haben, wo der Begriff eigentlich herkommt. Laut Wikipedia ist Blog eine Wortkreuzung aus „Web“ und „Log“ (für Logbuch), ein auf einer Website geführtes Tagebuch oder Journal, in dem der Blogger Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt.

    Viele schreiben inzwischen kaum noch eigene Gedanken und Erlebnisse auf – vor allem die Travelblogs sind fast nur noch eine Ansammlung von mehr oder weniger fragwürdigen Tipps und Packlisten, garniert mit reichlich Werbung und vielen extrem nachbearbeiteten Fotos. Komischerweise haben die aber offenbar die meisten Besucher.

    Da freut man sich über Menschen wie dich, die nicht nur eigene Gedanken und Meinungen haben, sondern auch bereit sind, diese zu teilen – und zwar auch, und gerade auch, die schmerzhaften Gedanken/Erlebnisse. Und die – wie du – für alles wunderbare einfühlsame Worte finden!

    Auch ich halte es lieber wie du – berichtet werden nur eigene Erlebnisse und Gedanken – und wenn’s mal nichts zu berichten gibt, schweigt man halt auch mal ein Weilchen …

    1. 😀 nein, wir haben da nix reingeworfen, das war ganz von alleine so malerisch 😀
      london war tatsächlich super, obwohl ich schon auch sagen muss, dass ich von der größe etwas erschlagen war. die distanzen sind einfach andere kaliber als in wien, unter einer stunde schafft man es kaum wo hin, daran muss man sich erstmal gewöhnen.

      ich denke auch oft an das „gute alte weblog“ und frage mich, wie der ursprung dieser sache so weit aus dem fokus rücken konnte. aber die zeit bleibt nicht stehen und womit sich geld machen lässt, das wird eben geschluckt.

      ich danke dir jedenfalls für deine lieben worte. es bedeutet mir viel, dass mein blog doch etwas ist, das ein wenig hängen bleibt und spuren hinterlässt. ich habe mich nun glaube ich tatsächlich damit arrangiert, dass mein blog niemals einen für google definierbaren nutzen haben wird und ob es möglich sein wird, mir über die nächsten jahre so praktisch ganz ohne rundherum-aktivität leser und kommentatoren zu erhalten, wird sich weisen. aber alles andere ist einfach arbeit für mich und hat mit hobby nicht mehr viel zu tun.
      es ist und bleibt meine spielwiese.

      1. Hier hänge ich mich auch nochmal rein. 😉 Genau, ich empfinde das Bloggen auch als Hobby und das ganze „durchzustylen“ und mir über Werbung für meinen Blog und Aufrufe usw. Gedanken zu machen, wäre nicht mein Ding. Ganz ohne Leser und v.a. Kommunikation wäre es mir allerdings auch nichts, dann hätte ich schon längst aufgehört. Aber da ich ja auch anderswo lese und kommuniziere, bleibt mir das Bloggen, wie ich es verstehe, bisher noch ganz gut erhalten. Ich hoffe, es bleibt so. Ich liebe den Scheiß einfach. 😉

        1. da geht es mir wie dir! zum glück gibt es ja noch immer einen teil dieser „bubble“, die das so handhaben. habe heute früh erst drüber nachgedacht. wenn man komplett neu startet, dann ist es jetzt halt auch so, dass man instagram vermutlich mehr platz einräumt als dem blog überhaupt und dann noch facebook, vielleicht snapchat und pinterest – klar, wenn man all diese kanäle gewissenhaft befüllt und betreut artet ein blog schnell in richtige arbeit aus und es bleibt vor lauter eigenem inhalt verteilen gar keine zeit mehr, um wo anders zu lesen. früher hatten wir unseren blog, haben „von der leber weg“ gepostet und dort gelesen, wo es uns freude gemacht hat. ich komme letztlich auch immer wieder auf dieses konzept zurück. einzig instagram habe ich, verliere aber auch mehr und mehr den spaß daran.

          1. ich nutze instagram einfach genauo – privat. auch facebook. ich sehe das alles getrennt, eben weil ich mich nicht vermarkten will. und ich hab nach wie vor freude dran, zumindest, solange es noch leute wie mich und dich hier gibt. 🙂

            1. das ist auch eigentlich eine super idee. bei mir überschneidet sich mittlerweile einiges total und es ist das meiste nicht mehr so ganz klar, wofür und was – und das ist echt oft mehr als unbefriedigend und macht dann auch gar nicht mehr so recht spaß. nur der blog, der ist und bleibt wie er ist und macht mir freude.

              1. Ich achte drauf, dass ich weder irgendwas verbinde (außer Twitter, da bin ich als Blogbellona, aber da bin ich auch nicht weiter aktiv), noch überall gleiche Fotos poste. Ich poste so gut wie nichts im Blog, was auch auf Instagram ist. Und auf Facebook ist sowieso alles anders, da komplett privat eingestellt.

  9. Minimoon ist ja ein schönes Wort 🙂 Ach ja, London, deine Bilder machen immer so Lust aufs Reisen…

    1. ja, gell 🙂 ich muss allerdings gestehen, dass es nicht von mir ist, sondern eine freundin von mir es gesagt hat. ich fand es so hübsch, dass ich es übernommen habe 🙂
      oh das ist ja schön! es war auch ein herrlich wunderschöner tag in dieser etwas verrückten stadt.

    1. dankeschön! und ja, es gibt schon sehr sehr tolle flecken und ich habe sicherlich noch einiges nicht erkundet, das sehenswert ist 🙂

    1. oh danke! aber ich war auch begeistert, das hat alles so wahnsinnig bunt gestrahlt, einfach wunderschön!

  10. Kaum zu glauben, aber ich war selbst auch noch nie in London 😛 Das Konzept vom Minimoon gefällt mir aber richtig gut, und ich bin schon sooo gespannt wohin die große Reise geht 😀

    1. was, wirklich?? ich dachte immer, ich bin der einzige mensch, der das bisher noch nicht geschafft hat! naja, dann solltest du es unbedingt irgendwann in angriff nehmen. die flugverbindung von NY ist glaube ich ja eh auch ganz gut 🙂
      hehe, soviel sei verraten: sie geht erstmal auf deinen aktuellen zuhause-kontinent 🙂

  11. Das ist eine tolle Idee zuerst eine Minimoon zu machen, bevor es zur großen Reise geht. Auf die große Reise bin ich gespannt. London im Herbst ist bestimmt sehr schön. Vor 30 Jahren war ich das erste mal dort und war total begeistert. Du zeigst hoffentlich noch ein paar Bilder von London
    LG Andrea

    1. 🙂 ja, das fanden wir auch – zumal wir um die jahreszeit nicht lang auf urlaub gehen können und dennoch etwas kleines unter diesem motto machen wollten.
      auf die große reise bin ich auch soooo sehr gespannt!
      heute gibt es schon weitere bilder von london – und es werden nicht die letzten sein 🙂

  12. Nach London möchte ich auch echt gerne noch mal! Ich war zwar vor ein paar Jahren dort, aber das Wetter war einfach so richtig grausam… das ging dann sogar über den üblichen, zu erwartenden, Regen hinaus, war mehr ein Sturm, und hat schon ein bisschen die Atmosphäre getrübt. Ein bisschen mehr Leben auf den Straßen wäre nett gewesen. 😉

    Ich bin ja mal gespannt wohin es euch für eure große Reise verschlägt!

    Haha… die kennen das wohl! Die haben ja auch alle echt gute Klamotten… und machen einfach. Die sind den Regen so gewöhnt, die gehen trotzdem wandern usw.

    Frühstück ist im Ausland mitunter ja eh so eine Sache, aber Großbritannien bietet da schon einiges an gruseligen Sachen! Ich war wirklich sehr erleichtert, dass es überall wenigstens Toast und Marmelade gab. Dieses frittierte Zeug?! Nicht auszuhalten.

    1. ooooh das ist ja mistig, aber in london vermutlich nicht allzu selten! das hatten wir ja damals in irland. das beeinflusst das erlebnis halt schon, wenn es sooo grauslich draußen ist. aber london ist ja fast ums eck, von dem her musst du es einfach nur auf die agenda schreiben, dann klappt es bestimmt 🙂

      naja, wenn du auf der insel lebst, musst du glaube ich relativ regenresistent sein, sonst wirst du vermutlich sehr schnell depressiv. ich glaube, da muss man echt lernen, einfach damit klarzukommen, sonst ist das leben schon sehr arg eingeschränkt.

      oh jaaaaa alles frittieren. brrrr. ist echt auch gar nicht meins.

  13. Herbst, Licht und Wasser… …echt strahlend schön! Hmmm, da fällt mir gerade auf, dass es irgendwie nur sehr wenige Herbst-/Waldbilder gibt, auf denen auch Wasser eine Rolle spielt. Jedenfalls habe ich keine gesehen.

    1. 🙂 dankeschön, das fand ich auch!!
      oh wirklich? ich sehe eigentlich schon viele, mit bunten bäumen am wasserrand, gespiegelt und so. das sind eigentlich meine allerliebsten bilder :-O

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