Orange and Teal Look: einmal Nordsee und zurück

Sieben Jahre liegt unsere Nordsee-Cruise nun schon zurück. Sieben lange Jahre, in denen sich viel verändert hat, in denen ich mich stark verändert habe, aber eines ist geblieben: die Liebe zum Reisen, die Liebe zum Wasser und die Faszination für den Kulturencocktail in Europa.

Durch meine überwundene Unterwasserangst zieht es mich für die längeren und größeren Reisen einfach irgendwo dahin, wo man buntes Leben an der Wasseroberfläche erkennen kann. Trotzdem wird meine Sehnsucht nach dem Norden langsam und stetig stärker und ich weiß, dass ich eines Tages auch dorthin wieder eine Reise antreten will (muss!). Obwohl ich für das nächste Mal vermutlich eine Roatrip planen würde und Ferienwohnungen über BestFeWo, weil ich tatsächlich wahnsinnig gerne mit dem Auto übers Land fahre. Weil es mich nochmal mehr eintauchen lässt, weil man mehr Kleines zwischendurch mitnimmt und ich beim nächsten Mal mehr in die Tiefe gehen möchte. Auch wenn es schwer fallen würde, sich auf ein Ziel festzulegen.

Unser damaliges erstes Ziel, Le Havre, könnte ich jedoch getrost auslassen. Immerhin – eine Auswahl weniger ^.^

Dover hingegen, der Süden von England, die weißen Klippen, die raue Landschaft, die Schafe und diese britischen Briten, oh, alleine beim Gedanken daran bin ich schon verliebt. Wäre das nicht wunderschön, dort von Ort zu Ort zu pilgern, sich den rauen Wind um die Nase blasen lassen und die Seele mit den grünen Weiten, die dem Meer vorgelagert sind, zu füttern?

Antwerpen, ja Belgien, oh das könnte ich mir gut vorstellen. Waffeln, Schokolade und im wahrsten Sinne des Wortes, zuckersüße Architektur, nicht weit von Brügge, Domburg, Ostende. Wer kommt mit?

Amsterdam, Venedig des Nordens, die Stadt, aus der ich viel zu wenige Bilder mitgebracht habe, die Stadt, die ich viel zu kurz besucht und die ich geschworen habe, bald noch einmal besser kennenzulernen. Einmal Benelux zum Mitnehmen, bitte!

Und dann noch ein paar Bilder vom Wasser, Richtung Norwegen, irgendwo an der See.

Wie sehen eure Reisepläne für das verbleibende Jahr aus? Ich habe ja meinen großen Urlaub schon hinter mehr, leider – und einstweilen bleibt nur das Träumen, die Sehnsucht, die Erinnerung, ich sauge sie auf wie ein Schwamm, spüre mich an die einzelnen Orte, versuche mich an ihre Gerüchte und an ihre Aura zu erinnern. Mit den Fotos geht das, obwohl manche so neu sind, als hätte ich sie nie selbst gemacht. Andere haben es geschafft, etwas festzuhalten, einen Moment in sich zu konservieren, den ich so wieder und wieder abspielen kann, fast, als würde ich ihn nochmal erleben. Das macht die Fotografie für mich so großartig, so wunderbar, so bedeutsam. Aber auch ein bisschen gefährlich, denn es ist verlockend, das Verhaftetbleiben in diesen Zaubermomenten. Doch für jetzt frage ich nicht weiter, ich genieße den Gedanken an eine lang vergangene Reise, die tiefe Spuren hinterlassen hat, denn sie war unsere erste gemeinsame.