Projekt 52 – Naturgewalten (Woche 27)

Oh, diesmal hat es lange gedauert bis zum nächsten Beitrag. Verzeiht meine Lieben, aber es war ein wenig turbulent die letzten Tage. Dafür wird dieser umso ausführlicher.

Die neue Projektwoche startet mit dem P52. Als ich diese Woche das Thema gelesen habe sind mir als erstes die ganzen Unwetter eingefallen, die uns in der letzten Zeit so häufig heimsuchen. Reißende Wassermassen, Stürme und umgeknickte Bäume, Brände, Erdrutsche, usw. Diese Umsetzung hab ich aber auf den anderen Blogs auch gesehen, also wollte ich natürlich etwas anderes machen. Da kam mir in den Sinn, ich könnte doch endlich meine Elemente-Serie machen, die ich mir vor Monaten vorgenommen hab. Doch was ist mir dann aufgefallen? Genau – drei der vier Elemente sind in den Beiträgen schon vertreten. Feuer beispielsweise gab es hier. Erde war hier vertreten. Und Wasser ist ja so und so eines meiner Lieblingsmotive. Abgesehen von der vorletzten P52-Woche auch noch hier, hier, hier, hier, hier und hier. Doch eines fehlt noch. Und hier kommt die Verbindung.

Es ist ein sehr beliebtes Fotomotiv wie ich weiß. Aber da ich diese Gebilde auch so gern habe soll ihnen trotzdem ein Beitrag gewidmet werden. Auch wenn es jetzt nicht überraschend kommt, da ich mich natürlich mal wieder nicht zurückhalten konnte und mein Layout schon dementsprechend geändert habe.

Allerdings meine ich hier nicht die „Wer hat nicht schon Stunden damit verbracht, am Rücken zu liegen, auf der Luftmatratze im See oder im duftenden Gras um die vorbeiziehenden Formationen zu begutachten, Figuren und Geschichten zu entdecken…“-Variante. Nein. Wolken am Himmel sind für mich einerseits Luft, andererseits aber ein doppeltes Sinnbild von „Naturgewalten“. Denn wenn sich schwarze Nimbuswolken (wie neuerdings beim Trivial Pursuit spielen gelernt: die vier verschiedenen Cumuluswolken sind KEINE Regen- und Gewitterwolken!) zusammenbrauen entstehen Unwetter, es werden Kräfte freigesetzt und die mächtigen Naturgewalten zerstören alles um sich herum. Soviel zur direkten Interpretation.

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Da das Offensichtliche aber nicht meine Leidenschaft ist, gibt es noch einen kleinen „um-die-Ecke-gedacht“-Zusatz: Denn wer diese Sonnenstrahlen hinter den Wolken sieht, wer vermutet da nicht einen Zeus, der mit Krone und Zepter auf seinem Wolkenthron regiert und Heil oder Unheil über seine Menschen bringt? Wer kann sich in den Sturzbächen, die der Regen aus diesen Wolken verursacht, keinen Poseidon mit Dreizack vorstellen, der ergrimmt zwischen den Wellen auftaucht? Wer vermutet keinen Hades, der beim nächsten Donnergrollen einen Spalt in der Erde öffnet um jemanden in die Unterwelt zu holen*?

Als die Wissenschaft in der Antike und sonstigen Vergangenheit noch sehr nebulos war, mussten eben Götter herhalten, um die ungeklärten Phänomene zu rechtfertigen. Für jede Naturgewalt gab es den entsprechenden Gott. Zeus war der mit Blitz und Donner. Die germanische Entsprechung der Thor. Und die anderen hab ich jetzt leider nicht im Kopf ^^ Aber alle waren sie ‚oben‘, die Griechen am Olymp, die Germanen (wo sitzen der Germanen?), Gott, Jaweh und Allah soweit mir bekannt ist im Himmel. Und in ihrer Zentrale leiten und lenken sie die Geschehnisse auf der Welt. Von dort gehen alle Naturgewalten aus.

*Auch wenn das natürlich so nicht funktioniert, da der Styx, der Charon und der Cerberus dazwischen geschaltet sind.