Bevor die Woche noch um ist… Es ist zwar kein Zapfen, wie ich es mir gewünscht habe, aber es ist zumindest einmal Eis. Mit Sonnenlicht, schimmernd und glitzernd. Da ich es fürchterlich eilig hatte gibt es nur den einen Schnappschuss, aber ich finde, es ist ganz hübsch geworden, das Bild (=

Mal wieder mit ein bisschen Gedankentext, dieses Mal.

Eis erinnert mich immer an ein Zitat von Hesse:

Die Schönheit zieht einen Teil ihres Zaubers aus der Vergänglichkeit

Das gab mir zu denken und tut es heute noch. Es fällt mir so unglaublich schwer, Dinge zu genießen, wenn ich weiß, dass sie endlich sind. Ich will alles, was mir etwas bedeutet, für immer haben können (herrje wäre ich ein schlechter Buddhist). Wenn ich jedoch weiß, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt, zerstöre ich mir selbst die Freude am Genießen des Augenblicks durch die Sorge des Vermissens.

Doch ist es genau das, was das Leben ausmacht. Eine Sammlung an schöner, nicht wiederbringlicher Szenen, an die man gern zurückdenkt. Panta rhei sagte einst ein kluger Mann. Alles fließt (das hatte ich übrigens hier schonmal). Und das stimmt. Nur durch Veränderungen können wir weiterkommen und wachsen. Warum zum Teufel also machen sie dann soviel Angst und Unsicherheit?

Auch in der Natur gibt es nichts Ewiges, und doch gibt es die Natur schon ewig (quasi). Vielleicht sollte ich mir mal ernsthaft ein Beispiel nehmen. Wo wir wieder beim altbekannten loslassen wären…

36 Comments on “Schöne Momente im Herbst und Winter – Eis

  1. Das Bild ist schön geworden. Und ja, vergänglich, warum eigentlich, wieso muss alles irgendwann wieder verschwinden, anders sein, gar nicht mehr da sein? Vielleicht gibt die Antwort ein dunkler Raum, einer, in dem man eingeschlossen ist, ohne Fenster, ohne Licht, ohne nichts. Da sollte man meinen, vergängliches ist dort nicht, zumindest nichts sichtbares. Und doch ist sie auch da vorhanden, an uns selbst, mit jedem Augenblick. Nicht auszudenken was geschehen würde, gäbe es keine Vergänglichkeit mehr…
    Servus und so long
    Kvelli

    • die vergänglichkeit kann man nunmal nicht ausschalten. schließlich kann man die zeit nicht anhalten und die zeit macht die vergänglichkeit.

  2. Eis ist nur toll zum Photographieren ansonsten kannst Du es dem Hasen geben.
    Ein sehr schönes Bild ist Dir da gelungen. Eiszapfen gibt’s morgen bei mir. 😉

  3. tarumhaftes foto mal wieder. ❤
    ja loslassen und vergänglichkeit von dingen zu akzeptieren ist wirklich nicht einfach… aber es gehört nun mal zum leben. andererseits wäre es aber auch langweilig, wenn sich nichts verändern würde.

    • ja, klar wäre es langweilig. aber ach ich weiß nicht. vielleicht reden wir uns das nur ein, weil wir die veränderung eh nicht ändern können. ich bin da immer sehr im zwiespalt. aber wahrscheinlich nicht. nur manchmal ist sie einfach fürchterlich schmerzhaft.

  4. Keine Angst vor Veränderung – ist leicht gesagt. Ich habe ähnliche Schwierigkeiten mit dem Genießen des schönen Augenblicks, aufgrund seiner und meiner Augenblicklichkeit. Ewig ist allein die Veränderung.

  5. Bild und Text finde ich wirklich sehr gut. Passt auch gut zu meiner Stimmung, ein wenig melancholisch. Wie dem auch sei, ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    LG,

    Ihsan 😀

  6. Huhu
    so ich bin dann mal wieder online! Lach!
    wollte nur sagen das sich meine Bloganschrift geändert hat!!!! ( oder auch nicht ) also ab sofort kannste mich unter

    http://www.ruhrpott-galerie.de/

    erreichen! Wenne magst!
    Ganz liebe Grüße Mone

    PS.: Ein geniales Foto hasse da gemacht! Gefällt mir sehr gut.

  7. Möglicherweise bist Du sogar ein wesentlich besserer Buddhist als Du denkst. Denn Du siehst die Schönheiten des Augenblicks und kannst sie genießen. Deine Angst vor dem Verlust ist Dir Wegweiser für weitere Schönheiten.

    Mehr geht ja fast gar nicht! ;o)

    • naja, genießen kann ichs ja eben nicht wirklich – das ist es ja. ich hänge also zuviel am ‚irdischen’…

    • ja die hat er. fotogen kann er durchaus sein. am liebsten mag ich trotzdem die übergangszeiten, die – mir scheint – immer mehr ersatzlos gestrichen werden )=

  8. Das Bild ist klasse, häng deinen Gedanken nicht zu sehr nach, auch sie sind vergänglich 😉

    Ich schenk uns beiden Hübschen (also dir und mir *lach*) nen Amaretto ein – den (oder ’n Zotti *g*) gibt’s sonst nur nach der Pizza 😉

    Schönen Abend!!
    Griassle, Eveline

  9. Ein sehr schönes Bild und tiefgründige Gedanken. Gefällt mir gut. Und erinnert mich daran, dass ich die eingefrorene Regenkette fotografieren wollte – du bist ansteckend!

  10. Ein wunderschönes Bild und ein wunderbarschöner zum nachdenken anregender Text. Es ist ein gutes Zeichen, wenn man Angst vor der Zukunft hat, schlimmer wäre es, wenn dir alles gleichgültig wäre. Nur durch schönes und/oder Verlust können wir uns weiterentwickeln, für Neue, ähnliche Begebenheiten vorbereitet werden. Und zum Trost haben wir unsere schönen Erinnerungen, Freunde und neue wunderbare Vorhaben. 🙂

    • da hast du natürlich recht. ein bisschen unwohlsein bzgl unsicherheiten gehört natürlich dazu. aber man sollte es halt einfach nicht übertreiben…

  11. Pingback: Magic Monday Woche 11 oder: Herbstgefühle quer durch Österreich | episoden.film

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