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50f – Ferne | AIDA Nordeuropa7 Mai 2013: Ruhe und Frieden | Ein Film zum Thema (Haneke: Liebe)

Der Beitrag mag von dem was er zeigt etwas kontrovers scheinen – von dunkeldüster bis kunterbunt – doch damit spiegelt er all das, was damit zusammenhängt.

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Die ersten beiden Bilder stammen von unserem noch sehr winterlichen Ausflug zum Zentralfriedhof und werden nicht ganz unabsichtlich am 26.6. gepostet. Die fernste Ferne, die ich mir erdenken konnte.

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Ein freundlicher Ort.

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Ein vorgezeichneter Weg.

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Zur Erinnerung.

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Setz dich kurz hin. Ein Moment zum Innehalten.

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Vergänglichkeit und Ewigkeit.

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Ibsen.

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Die Steinkirche in Voss (Norwegen) ~ 1200undnochwas.

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Ich mag Friedhöfe, solange sie mich nicht betreffen. Den Friedhof, der mich betrifft, den betrete ich nicht – denn das ist der Ort, an dem die Ferne bewusst wird.

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haneke-amourZu diesem Thema will ich noch kurz ein paar Worte über einen Film verlieren. Er trägt den Titel „Liebe“ (Im Original: „Amour“). Regisseur: Michael Haneke.

Eigentlich wollte ich ihn schon im Kino sehen, aber es kam nicht dazu. Also habe ich vor ein paar Wochen die DVD besorgt. Momentan haben wir wenig Zeit für ausgiebige Filmabende, der Wecker läutet zu früh, doch am Freitag Abend macht das nichts. Ich habe absichtlich den Abend ausgesucht, da ich wusste, wir haben noch Wochenendprogramm und ein bisschen Aufheiterndes vor uns. Ich habe damit gerechnet, dass der Film nahe geht, aber wie nahe, das habe ich nicht vorhergesehen.

Zum ersten Mal seit ich denken kann frage ich mich bei einem wirklich bemerkenswert guten, qualitativ hochwertig gemachten und dramaturgisch unglaublich gelungenem Film: wieso tut man sich so etwas an?

Von der Ästhetik erinnert er an Karl Markovics „Atmen“. Puristisch, realistisch. Fern von jedem Hollywoodglamour trägt der Film wie kein anderer seinen Titel „Liebe“ und spricht gleichzeitig einige der schlimmsten Ängste an. Dass man nie diese Liebe findet. Dass dieses Schicksal einen selbst ereilt. Den Partner oder jemanden aus der Familie. Dass man über das Leben oder den Tod eines geliebten Menschen entscheiden muss. Der Film beschreibt die Liebe, wie es sie nur nach vielen Jahren gemeinsamen Lebens geben kann. Liebe die daraus entstanden ist, in einem „wir“ durch die Zeit zu gehen, in der man sein Gegenüber in- und auswendig kennt. Vermutlich ist es jene Liebe, von denen die meisten Menschen träumen, die die wenigsten in den heutigen gesellschaftlichen Umständen aber noch verwirklichen (können). Dann passiert etwas ganz Alltägliches, etwas, das in hunderten und tausenden Familien jeden Tag vorkommt: ein Schlaganfall. Von da an ist jeder Tag ein Stückchen bergab des Weges bis zum Tod.

Mehr möchte ich dazu gar nicht mehr schreiben, ob man ihn sich ansehen will, davon will ich weder abraten noch dazu aufmuntern. Nur für mich konnte ich ihn nicht völlig unkommentiert lassen, das wäre unter seiner Würde gewesen.

51 comments on “50f – Ferne | AIDA Nordeuropa7 Mai 2013: Ruhe und Frieden | Ein Film zum Thema (Haneke: Liebe)

  1. deine Bilder aus dem Friedhof vermitteln Stille und Ruhe.Von Liebe und laden zum Verweilen ein. Ich kenne das ueberhaupt nicht. Bei uns gibt es keine Baenke oder Gruen zwischen den Graebern, alles ist sehr nahe nebeneinander, der Platz ist teuer, man kann kaum zwischen den Graebern durchgehen. Jedenfalls in den heutigen in Jerusalem. Es laedt dich nix zum verweilen ein, nur dein Gebet sprechen und weg.

    • danke für deinen kommentar, liebe vivi.
      das ist traurig, wenn es ein ort ist, an dem kein platz für ruhe und innehalten ist.

  2. Das sind wirklich sehr schöne Fried_Fotos! Deine Einstellung (hingehen, wenn es Dich nicht betrifft …) kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist etwas Anderes, wenn man eine persönliche Beziehung zu einem Ort hat. Oftmals ist das schön, manchmal aber eben auch nicht. Jedenfalls nicht uneingeschränkt.

    • ja, es ist etwas anderes. obwohl ich keine persönliche beziehung dazu habe. ich finde es so furchtbar unpersönlich, ich glaube, genau das ist das problem.

  3. Der Zentralfriedhof hat für mich auch eine Anziehungskraft. Ich kenne dort allerdings auch niemanden. Prinzipiell habe ich das Glück, dass bis jetzt seit meiner frühesten Kindheit niemand aus Familen- oder Freundeskreis verstorben ist.

    • der zentralfriedhof ist einfach umwerfend, finde ich. so groß, so weitläufig, so alt..
      das ist wirklich ein riesenglück. aber irgendwann passiert es leider unvermeidlich.

  4. Guten Morgen, Paleica!

    Die Bilder strahlen Ruhe aus und wie du weißt, mag ich Friedhöfe auch sehr. Allerdings beschäftigt mich schon manchmal, wie es wäre an dieser oder dieser Stelle später zu „sein“. Z. B. letztens im Garten der Frauen, einem wunderschönen Plätzchen.

    Den Film hatte ich eh schon auf dem Zettel. Deine Rezension ist wunderbar formuliert und macht nachdenklich, noch bevor ich den Film gesehen habe.

    LG, Conny

    • liebe conny, danke für deinen kommentar. ja, man fragt sich das manchmal und ich finde es eigentlich ganz furchtbar. ich will sicherlich mal kein grab haben, das ist so eingesperrt.
      wenn du den film ansiehst würde es mich sehr interessieren, wie er dir gefällt!

  5. Danke für die wunderbaren Fotos und die berührende Film“kritik“, liebe Paleica ♥
    Dir einen angenehmen Tag und liebe Grüße
    moni

  6. eigentlich bin ich mit Friedhof auf Kriegsfuß, aber du hast es verstanden es im Bild so schön darzustellen, einen tollen Tag wünsche ich, KLaus

  7. Berührende Fotos, besonders die Schwarz-Weiss-Aufnahmen und das Foto mit der Rose auf dem Grabstein gefallen mir sehr gut . Ich mag mich auch nicht so gerne mit dem Thema beschäftigen, das macht einem die eigene Vergänglichkeit immer bewusst…nichtsdestotrotz ein besonderer Ort zum Fotografieren.
    Den Film habe ich nicht gesehen, er muß ziemlich ergreifend sein…..
    VG, Netty

    • der film war eigentlich unbeschreiblich… aber sehr schwere kost.
      manchmal geht es mir auch so, oft betrachte ich die objekte aber auch nur mit dem fotografischen auge und ich bin emotional gar nicht involviert. irgendwie kommt es denke ich auf die stimmung an.

  8. Das Wesen dieses Ortes spiegelt sich in deinen Bildern. – Berührend. – Von seiner Bearbeitung her gefällt mir der „Ibsen“ am besten.
    Ich kenne diesen Film von Haneke leider auch nicht: So sehr er mich auch reizt, so sehr muss man sich wohl auf diesen Film „emotional“ einstellen. – Ansonsten ist Haneke immer sehenswert. Ich empfehle dir auch den Film „Caché“ oder auch „das weiße Band“ (aber den kennst du bestimmt 🙂 )
    Lg,
    Werner

    • leider habe ich bei ibsen das H abgeschnitten, das war keine absicht /: sonst mag ich es auch ganz gern.
      ich glaube wirklich, dass man gut eingestellt in den abend gehen muss mit diesem film, sonst kippt er einen aus den latschen. caché kenne ich nicht, das weiße band habe ich erst kürzlich endlich gesehen. früher mochte ich haneke nicht (aufgrund von funny games) aber mittlerweile sehe ich ihn irgendwie mehrschichtiger und dieser film ist wirklich ein kunstwerk.

  9. Der Steppenwolf

    Ein unheimlicher Beitrag. Er weckt irgend etwas in mir auf!

    Sanfte Grüße,

    Kai

    • ich hoffe nichts allzu negatives, lieber kai…

      • Der Steppenwolf

        Wir haben uns gerade fast Gleichzeitig auf den jeweiligen Blogs besucht. Nö, alles gut! Danke der Nachfrage liebe Paleica. ;o)

        • 🙂 dann bin ichja beruhigt!

          • Der Steppenwolf

            Du bist ja süß … machst Dir wirklich Sorgen! Alles gut, hatte sehr wenig Schlaf in der letzten Nacht und taumle jetzt so langsam durch den Tag.

            • ich bin heute aber auch total erschlagen… naja, es ist ja doch ein nachdenklicher post, aber ich möchte natürlich mit meinen beiträgen niemandem ein schlechtes gefühl geben.

              • Der Steppenwolf

                Das machst Du nicht, keine Sorge! Tiefe bewegt. Erhole Dich gut und bis bald. ^^

  10. Friedhöfe mag ich auch gern. Vor allem fremde.
    Deine Fotos sind so gut geworden, als wäre ich selbst dort.
    Danke dafür.
    Filme schau ich wenig….

  11. Friedhöfe sind schön. So ruhig.
    Vor einer Woche war ich nach jahren wieder auf dem Freidhof. Es war komisch. Meine Mama meinte ich soll mitkommen, die Blumen dort gießen, die sie neu gepfalnzt hat. Ich finde das unnötig. Es macht den zurückgeblieben so viel Arbeit… Naja, es war eigentlich schön mla wieder da zu sein. Aber mir wurde bewusst, wie wenig Erinnerungen ich noch an die Menschen, die dort liegen, habe. Und wie lange sie schon tot sind. Hm…

    Der Film hört sich nach dem echten Leben an. Ich habe auch Angst, dass es bei mir in der Familie passiert. Und dann dneke ich imemr: Du lebst wie wenn du deinem Körper nichts tun könntest – und wir sitzen am Ende da uns müssen dich pflegen. Ich weiß das ist böse. Aber es ist wahr. Ich mag hier eigentlich nihct so düster reden, aber ich bin manchmal einfach so wütend auf gewisse Personen… ich glaube ich bin lieber still, bevor das hier doof wird.

    ***

    Du musst deine Nägel stärken, wenn sie so brüchig sind 🙂
    Was mit dem Uralub wird, ist bei mir ja eh noch total unsicher. Wenn ich nichts richtig billiges finde, wird das denke ich eh nichts.. (siehe auch mein neuer pw-Eintrag).

    Liebe Grüße

    • ja, mir geht es da ähnlich – ich habe für friedhöfe einfach nichts übrig, aber das hängt wohl möglicherweise auch mit der religion dahinter zusammen.
      man hat halt leider keinen einfluss drauf, wie manche menschen mit ihrem körper umgehen – aber im grunde kann es jedem passieren, egal, wie gesund oder ungesund man lebt.

      leider hilft da nichts, habe schon diverse nagelhärter probiert und sogar diese tabletten für haare und nägel – nützt leider alles nichts!

  12. ‚Die Friedhöfe liegen voller Menschen, ohne die die Welt nicht leben konnte.‘ Eine irische Weisheit, die im ‚Irischen Tagebuch‘ von Heinrich Böll zu lesen ist. Ich spaziere gerne über Friedhöfe, um der Hektik und Betriebsamkeit des Alltags zu entfliehen…
    Ich schaue zur Zeit so wenig Filme, dass wenn ich dann mal Zeit dazu finde, ich mich eher für etwas ‚Unterhaltdendes‘ entscheide. Es muss keine Komödie sein, aber auch nichts, das mich zu tief anrührt. Aber zugegeben: Meistens sind solche Filme ja gerade die Perlen!

    • was für ein wunderschönes zitat, danke fürs teilen! heinrich böll ist zwar nicht grade leichte kost, aber es verstecken sich einige spannende gedanken dahinter.
      muss ja auch nicht sein – diese filme brauchen den richtigen moment. und auch filmeschauen ist freizeitgestaltung, es sollte einem etwas geben, welches genre auch immer das grade tut.

  13. Friedhöfe haben einfach was an sich, was auch mich immer wieder in ihren Bann zieht. Es ist aber glaube ich einfach nur die Ruhe die ich dort verspüre. Für mich klarer Favorit unter deiner Bilderserie ist die Nr. 1

    • das kann sein. friedhöfe sind so die letzten stätten, an denen respekt vor anderen menschen noch lauter ist als die betriebsamkeit des alltags.

  14. Der Beitrag ist sehr stimmungsvoll. Die Details gefallen mir gut und ich empfinde Friedhöfe auch eher als freundliche Orte.
    Auch die die mich betreffen. Ich halte mich dort gern auf. Nicht weil einem da die Ferne bewusst wird, sondern die Nähe.
    Komisch aber ist für mich so. ^^

    Den Film „Liebe“ hatte ich vor eineiger Zeit auch auf DVD geschaut. Wunderbar traurig und schön.
    Ich habe geweint dabei soweit ich es bemerkt habe. Das kam von ganz allein. Sollte man auf jeden Fall einmal gesehen haben!

    Liebste Grüße zum Wochenende!
    Janine

    • ich glaube, da hat jeder sein eigenes gefühl dafür. und wenn menschen dort nicht nähe empfinden würden, würde man sie wohl nicht schon seit jahrtausenden betreiben 🙂 ich kann den hintergrund schon verstehen, aber bei mir löst es etwas anderes aus, aber das ist sicher die ungewöhnlichere variante.

      ja, das kommt wirklich von allein. ein schöner film, irgendwie, aber trotz allem hat er mich fast eine spur zu sehr berührt – ich konnte einfach gar keine distanz dazu finden. was zwar den film als großartig kennzeichnet, für meine gefühlswelt aber ziemlich heftig war…

  15. Danke für deinen Kommentar, das geht mir schon ziemlich nah, weil man ja einfach auch will, dass mal etwas gut läuft und sowas kann man einfach nie wieder hinbekommen 😦
    Aber was sind denn bitte „normale Verkrümmungen“? Wie ist denn deine Diagnose? Wieso bist du denn oft verkühlt? Und welche Sportarten hat man dir empfohlen?

    Ich bin ja auch gar nihct religiös, aber es gibt eben echt schöne Friedhöfe, so wie die auf deinen Bildern zB, aber ich bin nie da. In hamburg wollte ich mal einen besuchen, der total schön sein soll, aber dann waren die 6 Monate auch schon vorbei.
    Und ja, man weiß nie, wen es trifft. Aber keine Ahung es gibt einfach Leute da wird man nur wütend… Mein vater raucht ja sehr viel und er nimmt gar keine Rücksicht auf uns. Und Passivrauchen soll ja noch schlimmer sein. Ich mag gar nicht dran denken. Es ist einfach so gemein.

    Das mit deinen Näheln ist echt doof. Ich hatte ja früher total dicke Haare, da hatten die Friseure echt Mühe und Not, die dünner zu bekommen – inzwischen ist dem leider nichtmehr so. Aber meinen Nägeln geht es noch echt gut. So stabil wie immer. Würde aber lieber nicht so viele Haare verlieren 😀

    Liebe Grüße
    ich bin schon gespannt auf das Projekt ab Montag^^

    • ja ich glaube dir das gerne und wie gesagt, ich kenne das gut.
      naja, es sind jetzt nicht in dem sinn solche ‚diagnosen‘ wie bei dir – es sind halt verkürzte muskeln und jeder mensch ist ja ein bisschen ’schief‘ wie man so sagt. ich hab nur eine ziemlich schlechte rückenmuskulatur (woher das kommt weiß man nicht) und daher dürften meine probleme kommen, weil mit bürojob wird das natürlich noch schlimmer.
      warum ich so oft verkühlt bin weiß ich nicht. mein immunsystem dürfte nicht das allerbeste sein. es ist nicht mehr so schlimm wie vor 10 jahren, aber ich quäl mich schon oft mir irgendwas rum. vermutlich kommt das von meinem stress, den ich mir immer mache.

      ohlsdorf möchte ich mir auch gern mal ansehen, aber bis dato war ich immer nur so kurz in hamburg, dass dafür keine zeit war.

      das verstehe ich. mein papa hat GSD schon vor vielen jahren aufgehört zu rauchen, das hat mich schon sehr erleichtert.
      passivrauchen hasse ich auch.

      das glaub ich. warum ist das denn so mit deinen haaren? ich hatte auch mal so eine phase, aber zum glück hat sich das wieder beruhigt!

      das freut mich – der beitrag für morgen ist schon vorbereitet 🙂 bin ja die nächsten tage unterwegs, deswegen muss ich heute alles schnell fertig machen.

  16. Ich mag besonders das erste Bild und das mit der Rose auf dem grabstein. Dunkeldüster und kunterbunt paßt auch gerade wieder sehr gut zu meiner Stimmung 🙂 Ich finde solch alte, grüne Friedhöfe schon echt spannend, verwitterte Steine und Schriften sind halt schon schöne Motive, komme viel zu selten dazu, so etwas zu fotografieren. Emotional finde ich es solche Orte nicht so belastend, auch wenn sie mich betreffen, sonst könnte ich wohl nie wieder ans Meer.

    Was den Film angeht habe ich noch ein bißchen nachgelesen, gesehen habe ich ihn nicht und werde es vermutlich auch eher nicht. Ist mir, mal abgesehen vom Ende, viel zu nah dran an meiner eigenen Realität, und das in vielerlei Hinsicht, andererseits aber auch wieder viel zu weit entfernt von meinen Erfahrungen. Manche Geschichten schreibt das Leben selbst, ungefragt und ganz ohne Drehbuch.

    • ich habe an sich mit erinnerungsorten kein problem. nur mit friedhöfen.
      ich war auch nur dort, weil es in unserer kurzreisebeschreibung vom schiff empfohlen wurde. man hat ja dann doch an einem tag nicht soooviel zeit und wir sind immer zu fuß unterwegs. da sich das gut ausgegangen ist und ich neugierig auf das ibsen-grab war, haben wir dort eine runde gedreht und ich fand es wirklich total hübsch, wie das dort gestaltet war.

      ich verstehe dich gut. gewisse dinge, die man selbst erlebt hat, will man einfach dann in keiner art und weise in einem film verpackt sehen. entweder erinnert es zu sehr, oder es trifft zu wenig zu, oder es stellt verzerrt da, oder was auch immer. normal bin ich generell vorsichtig mit filmen, die dieses thema behandeln, aber dieser hat mich zu sehr interessiert. es wird jedoch lange dauern, bis ich mal wieder etwas ähnliches angreifen werde.

  17. „Es lebe da‘ Zentralfriedhof, und olle seine Totn. Der Eintritt is‘ für Lebende heit‘ ausnahmslos verbotn…“ 😉

    Bin leider die letzten Jahre zu oft auf Begräbnissen gewesen… da verküpfst dann die Trauer-Gefühle automatisch mit dem Friedhof… ich will zwar jetzt net sagen, dass ich nicht gern auf den Friedhof geh bzw. mich dort unwohl fühlen würde… aber ich geh halt nur zu „meine“ Gräber und das wars… so allgemeine „Besuche“ mach ich nicht mehr…

    Mein nächstes Begräbnis hab ich übrigens am 3. Juli… Großtante… oder wie es die EAV treffend formulierte: „… scho wieda… muass ana… in die Gruabn…“

    Aber so ist das Leben… in so Fällen glaub ich dann gern an ein Leben danach… das macht die Sache schlichtweg einfacher… is eine schönere Vorstellung als wie „aus und vorbei“…

    • genau 🙂 ich hab mittlerweile eh sicher schon 10 oder mehr posts vom zentralfriedhof – auch schon von früheren besuchen. und einige liegen noch in den entwürfen. allerdings alles einzelbilder fürs 50f. mal sehen, wann die kommen.

      bei mir wärs genau umgekehrt. ich gehe nicht zu gräbern, die ich kenne. aber wie ich bei janine schon geschrieben hab – ich bin da vermutlich etwas seltsam.

      das ist ja schlimm, dass das bei dir in den letzten jahren so häufig der fall war und wieder eines ‚vor der tür‘ steht 😦

      ja, eine schönere vorstellung auf jeden fall. wenn man daran glauben kann, dann sollte man das meiner meinung nach auch tun. man muss sich das leben ja nicht absichtlich schwerer und trauriger machen…

  18. …mir geht es ähnlich…ich liebe Friedhöfe…..aber in dem Friedhof, in dem meine Oma liegt, das kriege ich nicht hin…..deine Bilder sind berührend schön! Fühl dich gegrüßt….♥

    • ja, genau das ist es… es beruhigt mich ein bisschen, dass es auch anderen so geht…
      danke für deine lieben worte zu meinen bildern!

  19. Das hört sich nach einem wirklich grässlich traurigen Film an… wahrscheinlich ist das einer, der wirklich bewegt und im Gedächtnis bleibt, aber ich weiß nicht, ob ich mir das antun könnte. Das hört sich schon sehr, sehr traurig und deprimierend an. Da braucht man wohl anschließend wirklich gutes, aufmunterndes Programm.

    Das Täschchen ist einfach eine Handyhülle. Ich hab ja immer eine, die das Handy rundum schützt, aber die war immer so langweilig schwarz. Jetzt habe ich ein buntes Teil, ganz mein Geschmack. War ein Geburtstagsgeschenk. ^^

    Das stimmt. Ich mag halt Instagram generell recht gern, weil man da so unterschiedliche Fotos von den unterschiedlichsten Menschen auf der ganzen Welt zu sehen kriegt. Der Stil ist oft so komplett anders etc. Das ist sehr interessant und oft inspirierend. Die Qualität ist natürlich nicht vergleichbar mit richtigen Kameras, aber für’s Handy, und dafür ist es ja eigentlich gemacht, ist es eigentlich wirklich okay.

    Na ja, ich schätze die Leute ticken halt auch anders. Ich bin nicht gerade sonderlich selbstbewusst und auch eher schüchtern. Ich denke aber, Menschen die von vorn herein anders sind, die werden das wohl auch nicht als persönlichen Schritt sehen, da über den eigenen Schatten zu springen und dazu zulernen. Für die ist das eben was, was die ständig machen. Das ist wohl sehr individuell… mich nervt es nur, wenn jemand einfach keinen anderen Weg neben dem eigenen akzeptiert. Das kann schon doof sein und einen ärgern. Wenn jemand eh selbstbewusst ist: schön. Aber ich musste da eben vielen erst noch lernen.

    Sean Penn mag ich halt generell sehr gern. Der spielt eigentlich fast immer in wirklich guten Filmen mit und ist ja auch als Regisseur nicht gerade unbegabt.
    Owen Wilson hat irgendwie was, was ich nicht mag. Der kann zwar schon ganz witzig sein, aber na ja… Filme mit ihm mag ich in der Regel nicht. Ich bin auch bis heute nicht über „Marley und Ich“ hinweg. Der war ja ganz nett, aber hey, ich mag es nicht, wenn Tiere sterben… ^^

    Ich glaub auch, dass das eher schwer ist. Aber mal ehrlich ,meine Eltern waren auch voll unkreativ. Ich heiße genauso wie meine Mama und meine Oma und eine Cousine.. toll.
    Hihi, stimmt, so weit unten sieht das wohl keiner. Ich hab mir da noch nie so wirklich Gedanken drüber gemacht. Für mich steht nur schon ewig fest, dass ich mein Kind, sollte es ein Mädchen werden, niemals auch Christine nennen werde. Ganz im Ernst: das macht einfach zu viele Probleme. Wo wir schon überall Schwierigkeiten hatten, nur weil mein Ticketschalter am Flughafen mal wieder einer dachte, das wäre ein Computerfehler mit den gleichen Vornamen usw. Das ist einfach nur nervig. ^^
    Deine Favoriten finde ich ganz schön. Vor allem den Jungsnamen. Nur Paulina möchte ich nicht. Da kenne ich jemanden, den ich nicht mag.. ^^

    • ja, er ist definitiv überdurchschnittlich deprimierend und traurig und man sollte sich wohl gut überlegen, ob man sich in diese ganzen gefühle hineinlassen möchte oder nicht. so gut der film ist, ich kanns niemandem verdenken, wenn er es bleiben lässt.

      oh wirklich? das ist ja fein 🙂 ich war da immer schon sehr pingelig mit meinen handyhüllen. ganz früher wollte ich immer die mit den wechselschalen haben oder zumindest ein buntes handy… jetzt mit den cases ist es einfacher. habe im moment ein bedrucktes iphonecase mit einem foto von mir, das hab ich schon recht lang und mag ich gern. es hat auch eine gummihülle rundherum (so einen bumper) und hat mir schon bei einigen stürzen das glas gerettet 🙂

      geht mir mit instagram genauso. ich möchte das jetzt sowieso wieder mehr nützen. ich fotografiere auch jetzt wieder etwas mehr mit dem iphone.

      ja es gibt da so ein zitat ‚urteile niemanden, dessen stiefel du nicht selbst getragen hast‘ oder so ähnlich. und das finde ich stimmt wirklich. man weiß nie, wie sich jemand anders bei etwas fühlt und man hat kein recht, zu urteilen. es ist oft schwer und natürlich schafft man es auch häufig selbst nicht, andere zu werten, aber zumindest sollte man sich dessen bewusst sein, dass es einen eigentlich nix angeht.

      ich fand dead man walking und 21 gramm eigentlich sehr gut. ich glaube, sonst kenne ich gar nicht soviele filme mit ihm – zumindest will mir grade keiner einfallen.
      owen wilson kenne ich ausschließlich aus midnight in paris 🙂 offenbar haben mich seine anderen filme von vornherein nicht angesprochen 😉
      ja muss ich auch nicht haben. deswegen hab ich mir auch den mit richard gere und dem hund nicht angesehen, obwohl ich richard gere total mag.

      was, im ernst? das machen doch normalerweise sonst nur männer 😉 ?! wie heißt denn deine schwester?
      ich würde das auch nie machen. keine ahnung, ich finde das einfach nichtnotwendig oder ich finde den gedanken dahinter jetzt auch nicht sooo super.
      wenn man jemanden mit dem namen nicht mag ist das eh klar 🙂 ich kenne überhaupt keine menschen mit diesen namen 😉

  20. Hmm mein bester Freund ist… war mein Ex-Freund :/ Ja, und wirgendwie setz mir das gerade wieder bisschen zu 😦

    Hmm ja, kann gut sein, dass Stress bei dir auf den Rücken schläg. Was solltest du also machen?! Nicht zu viel arbeiten und locker bleiben, haha. Wir sollten alle handeln, wenn es noch nicht zu spät ist. Aber Menschen sind eben dumm, was das angeht.

    Keine Ahnung was mit meinen Haaren ist. Vielleicht ändert es sich ja wieder. Momentan ists gleichbleibend, aber war schon arg zu merken, als es angefangen hat.

    Ich hab für die kommende Woche auch viel auf meinem Blog vor ^-^ Also: schau vorbei 🙂

    • oooh 😦 ja das kenne ich, das ist natürlich nicht gut 😦 liest er deinen blog noch? habt ihr noch kontakt?
      tja, es ist halt auch nicht so einfach. ich kann ja schwer sagen ‚ohje, mir tut mein rücken weh und ich hab öfter schnupfen, ich arbeite jetzt nur noch 20 stunden‘. da wird wohl keiner verständnis dafür haben.. und ein aussteigertyp bin ich nunmal nicht. aber ich denke, dass es jetzt besser werden kann, weil ich keine doppelbelastung mehr habe und einfach viel dazugelernt habe über mich und einfach auch ruhiger geworden bin, in den letzten jahren.

      manchmal sind das ja auch irgendwelche hormonumstellungen. angeblich findet sowas ja in den 20ern irgendwann mal statt…

      ich bin gespannt – bin allerdings bis donnerstag auf dienstreise und hab da nicht soviel gelegenheit – aber sobald ich zeit hab schaue ich wieder vorbei 🙂

  21. Oh wie unterschiedlich sind diese Bilder: manche kräftig, andere wieder so fahl. Ich sehe das mit dem Friedhof, der mich betrifft, anders: Als ich in Süddeutschland lebte, hatte ich einen zwischen Weinbergen ausgesucht, jetzt ist es die kleine Schwester des Zentralfriedhofs hier in Hamburg: Ohlsdorf. – Das mit der Liebe: Ich habe den Film nicht gesehen, aber kenne das Gefühl, wenn eine Krankheit einbricht, sher gut.

    • ach ich weiß nicht. wenn es sich vermeiden lässt besuche ich kein grab, das einem menschen gehört, der mir etwas bedeutet hat.
      irgendwann wird mit diesem gefühl leider jeder konfrontiert, auf irgendeine art und weise… ob man sich dazu einen film ansehen möchte, ist natürlich ein anderes thema…

  22. Ich mag es auch sehr gerne, auf Friedhöfen zu fotografieren. Da gibt´s so wunderbare Motive.
    Nur ein wenig Scheu hab ich dabei, vor allem, wenn mich „normale“ Friedhofsbesucher dabei beobachten.

    LG
    little.point Claudia

    • ich habe da eigentlich nie drüber nachgedacht, aber im grunde stimmt das natürlich. außer in oslo war ich allerdings auch nur auf dem großen zentralfriedhof in wien und der ist ja auch ein bisschen eine touristensehenswürdigkeit, da ist das normal, dass man mit der kamera herumstromert. außerdem fotografiere ich grade gräber nur dann, wenn niemand in der nähe ist. war wohl eine unbewusste aufmerksamkeit den angehörigen gegenüber.

  23. Ich bin auch gerne auf Friedhöfen und fotografiere dort gerne 🙂 Einzelne Gräber aber lieber mit nicht so deutlich erkennbaren Namen. Ich weiß nicht, aber es hat doch Ähnlichkeiten damit, einem Menschen auf der Straße direkt ins Gesicht zu fotografieren und das hochzuladen. Nicht weil ich selbst irgendwelche Scheu oder Assoziationen mit der Person hätte, sondern einfach weil da halt harte Fakten stehen: Name, Daten— das will vielleicht nicht jeder im Internet haben ^^

    Das Foto von den Bäumen in der Blüte ist sehr schön 🙂

    • ich weiß was du meinst. ich hab da auch drüber nachgedacht. aber eigentlich… zum einen habe ich wenige norwegische leser und damit ist es sehr unwahrscheinlich, dass jemand die betreffenenden personen kennt… und zum anderen sind es grade dort wirklich nur buchstaben und ich habe es dann als ok empfunden. am zentralfriedhof, wo man die fotos dabei hat und zT auch noch sehr aktuelle, da ist das irgendwie was anderes.

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