Lost Place – altes Fabriksgelände oder Magic Monday 40

Fotos von Lost Places üben schon seit langem eine große Faszination auf mich aus. Ich kann es nicht beschreiben warum, aber das Spuren hinterlassen, der Verfall der Zeit, wenn die tägliche Anpassung der Menschen wegfällt, erzeugt besondere Stimmungen. Die Fotos sind zum Teil von meiner besseren Hälfte und zum Teil von mir – bearbeitet habe ich sie. Und am Mittwoch wurde ja das Thema bei der Facebook-Fragerunde sofort erraten 🙂

Welches Adjektiv würde sich für den „Lost Place“ also besser eignen als:

verlassen

Verlassen ist übrigens dieser Blog auch in naher Zukunft. Die Nerdybirdies sind unterwegs! Erzählungen folgen!

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Ich habe immer wieder drüber nachgedacht, warum verlassene Orte eine so große Anziehungskraft auf mich ausüben, warum ich mir die Bilder so gerne anschaue. Eine richtige Antwort darauf habe ich nicht gefunden, aber ich denke, es liegt daran, dass ich auch selbst oft und gerne in meiner Vergangenheit stöbere und das was bleibt, immer nur bruchstückhafte Eindrücke sind, die Erinnerungen wachrufen, die am Anfang, am Ende oder zwischendurch verblassen – jedoch eine Emotion hinterlassen. Es ist, was bleibt, von etwas, das war und das kann schön oder hässlich sein. Man glaubt Antworten zu finden auf Fragen, die man so nie gestellt hätte oder man bekommt Antworten auf Fragen, vor denen man lange Angst hatte. Aber manchmal ist es eine Antwort, die wir uns wünschen, damit der Lost Place der eigenen Vergangenheit kein magisches Mysterium, sondern eine verschwimmende Erinnerung sein kann, auf der wir manchmal momentelang schweben und in die wir gelegentlich abtauchen, bevor wir wieder in der Gegenwart erwachen.

*

Und zum Abschluss habe ich noch ein Fragestöckchen mitgenommen, weil ich das gerne mag und weil mir die Fragen gefallen haben (und sie hier irgendwie gut dazupassen) von Guiness44:

  1. Welches Land würde deine Persönlichkeit am besten charakterisieren?
    Hmm, vielleicht: Kanada? Ich könnte jetzt näher ausführen, wie ich darauf komme, aber… ich glaube, das will ich nicht 😉
  2. Was wäre deine Henkersmahlzeit?
    Das ist gar nicht mal so einfach. Aber es wäre dann vermutlich Omas Rindsbraten mit Wurzelrahmsauce und Semmelknödel, gekocht von meiner Mama…
  3. Rot- oder Weißwein?
    Gelber Muskateller. Sonst: Rotwein.
  4. Wo willst du beerdigt werden?
    Ich will gar nicht beerdigt werden. Ich finde Friedhöfe (als Angehöriger) ganz furchtbar. Ich will gern am Meer verstreut werden.
  5. Was würde auf deinem Grabstein stehen?
    Wenn ich denn dann einen Grabstein hätte (den ich ja nicht habe, weil ich nicht auf einem Friedhof liegen werde), dann:

    Die Straße gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie begann, weit über Land, von Ort zu Ort, ich folge ihr, so gut ich kann, ihr lauf’ ich raschen Fußes nach, bis sie sich groß und breit verflicht’ mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiß es nicht.

  6. Mit welcher Schauspielerin würdest du die Verfilmung deiner Biografie besetzen?
    Kate Winslet
  7. Was wäre die Widmung deiner Autobiografie?
    Man hat immer eine Wahl. Darum danke ich all jenen, die sich dafür entschieden haben, mich als Teil ihres Lebens zu betrachten und auch denen, die mit meiner Entscheidung, Teil meines Lebens zu sein, einverstanden waren.
  8. Wie würdest du Stand heute deine Tochter/deinen Sohn nennen?
    Das ist eine Information, die ich gar nicht so gern preisgebe, weil das ein heikles Thema ist und weil man sowieso nie weiß, ob es das dann wird, wenn es soweit ist… im Moment wären die Favoriten Lilliann und Nikolas.
  9. Stell Dir vor Du wärst Walter White aus Breaking Bad (http://de.breakingbad.wikia.com/wiki/Walter_Hartwell_White). Was hättest Du an seiner Stelle getan, als Krebs diagnostiziert wurde?
    Ich hab nie Breaking Bad geschaut, aber wenn man rein von der Diagnose ausgeht… Job kündigen, Geld nehmen, Welt sehen.
  10. Stell dir vor, du hast 100 Mio € im Lotto gewonnen und all deine Konsumwünsche erfüllt. Mit welcher sinnvollen Tätigkeit würdest du dich beschäftigen?
    Ich würde wohl Soziologie studieren, in die Gesellschaftsforschung gehen und den Rest des Geldes darauf verwenden, mir eine Stimme zu verschaffen, um die Ergebnisse auch in irgendeiner Art und Weise umsetzen zu können.
  11. Welche Frage ist dir noch nie gestellt worden, obwohl du immer damit rechnest?
    Wolltest du nicht schon längst verheiratet sein?