Quer durchs Archiv – Italien reloaded und ein paar neue Fragen

Nachdem der November nun mit all seiner Tristesse Einzug gehalten hat, habe ich das Bedürfnis nach Träumereien… Ich habe euch ja vor einiger Zeit schon über den Beginn meiner Begeisterung für das Reisen erzählt, die in Italien ihren Anfang genommen hat und aus alten Posts ein paar Fotos zusammengesucht. Aus diesem und ein paar anderen Gründen habe ich meine alten Fotos einmal wieder durchstöbert und gefunden, ein paar davon hätten es verdient, „vernünftig“ bearbeitet zu werden .

 

Irgendwie war es wirklich spannend und zum Teil überraschend, sich durch diese alten Fotos zu klicken. Die Bilder sind immerhin mittlerweile 6-7 Jahre alt und wirklich aus der allerersten Anfangszeit meiner Beschäftigung mit Fotografie, damals noch mehr mit dem Aspekt der Erinnerungensammelns (und mit der kleinen Lumix). Trotzdem erkenne ich gewisse perspektivische Tendenzen, die sich über die Jahre gehalten haben. In vielen anderen Bereichen habe ich zum Glück (glaube ich 😉 ) mittlerweile doch das eine oder andere dazugelernt.

Jedenfalls hoffe ich auch ihr hattet Freude, mich durch diese alten gesammelten Momente zu begleiten.

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Sanna von mitaundmanani hat mir mal wieder diesen wirklich wunderbaren Blog-Award verliehen und mir 11 Fragen gestellt. Und da ich ja so gern Fragen beantworte, bekommt ihr auch hier wieder was über mich zu lesen 🙂

1. Was war Dein schönster Moment im Oktober?
Oh wow, das ist eine schwierige Frage. Der Oktober war tatsächlich voll sehr schöner Momente! Ein wirklich toller und erleichternder Moment war der, als nach meiner 2. Weisheitszahn-OP die Nähte rauskamen, ich wieder einigermaßen schmerzfrei essen konnte und wusste: hey, dieses Drama ist endlich vorbei! Ein weiterer wunderbarer Moment war der, als mein Freund wieder einen großen Schritt mit seiner Diss weitergekommen ist und wir wieder das erste richtig gemeinsame Wochenende miteinander verbringen konnten, ohne Wecker, Zeitdruck und getrennte Wege! Wenn ich es mir so anschaue, war der Oktober im Großen und Ganzen sehr turbulent!

2. Isst Du lieber Fisch oder Fleisch oder gar nichts von beidem?
Also Fisch ist im Allgemein nicht meine große Leidenschaft. Fleisch esse ich gerne, aber mittlerweile habe ich es doch geschafft, deutlich öfter auch mal vegetarisch zu essen.

3. Bist Du eher rational oder emotional?
Ich bin beides ziemlich gemischt, was manchmal ehrlich anstrengend ist, weil sich zwei Geister in mir streiten. Wenn es um „berufliche“ Entscheidungen geht oder um sachliche Themen, gewinnt auch meist die rationale Seite, da ist mein großer Vernunft-Aszendent, die Jungfrau, vermutlich am Werk. Gleichzeitig fällt es mir nicht immer leicht, diese rationalen Entscheidungen dann auch wirklich zu akzeptieren und zu leben. Wenn es um private und Gefühlsthemen geht, dann gewinnt ganz klar die Emotion – da macht sich dann der Schütze breit 🙂 Das heißt aber nicht, dass ich immer im Leben die richtige Entscheidunge getroffen habe, nur, weil ich meinem Herzen nachgelaufen bin 😉

4. Womit kann man Dir eine Freude machen?
Indem man mir Zeit und Aufmerksamkeit schenkt.

5. Hast Du einen Lieblingsfilm? Wenn ja welcher ist das?
Ohje, einen? Ich habe unter anderem Filmwissenschaft studiert und bin dadurch schon gewissermaßen zu einer Cineastin geworden. Ich liebe Filme und kann sie mir – dank meinem schlechten Gedächtnis was derlei Dinge angeht – schlecht merken, so finde ich immer wieder Überraschendes, auch in Streifen, die ich schon x-mal gesehen habe. Ich hatte allein heuer so viele filmische Highlights, mitunter „The Grand Budapest Hotel„, den ich hier vorgestellt habe und „Boyhood“, den ich schändlicherweise offenbar hier noch gar nicht vorgestellt habe. Shoppen von Ralf Westhoff ist ein Film, den ich besonders mag, weil er auf so lockerleichtamüsante Art und Weise eine herrliche Charakterstudie macht, die nicht unbedingt nur in München, sondern genauso gut in Wien stattfinden könnte. Before Sunrise, von Richard Linklater mag ich immer wieder so sehr, auch, weil Wien der Schauplatz dieses wunderbaren Films ist. Einer aber, der mir nur zufällig nähergekommen ist, nämlich durch ein Uni-Seminar, ist besonders hängen geblieben und wurde sogar in meine Diplomarbeit aufgenommen: Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht) von Michel Gondry. Jaja, ich mag Jim Carrey auch nicht, aber mir gefällt die Idee, mir gefällt das Resumée und ich liebe Kate Winslet. Inception ist grandios und ein Film mit enorm wichtiger Erkenntnis über mein damaliges Single-Leben war definitiv: Er steht einfach nicht auf dich. Dann gibt es noch Tonnen an Filmen aus der „Hoanzl“-Reihe, Österreichfilm, die beeindruckend, bedrückend, erweckend und schockierend, jedenfalls aber merkenswert waren und die noch Wochen später berühren. Fight Club, ein alter Klassiker. Ohje, ich höre jetzt hier einfach auf. Wer Lust und Interesse hat, kann ja gern mal persönlich fragen, alle anderen sind mir jetzt wohl sowieso schon weggekippt ^.^

6. Wo und wann hast Du die meisten Einfälle, bzw. bist am kreativsten?
Die besten Reden und überzeugendsten Argumente finde ich immer in der Dusche. Leider beschränken sich meine kreativ-rhetorischen Fähigkeiten aber auch an diesen Ort und gehen verloren, sobald ich mich abtrockne und anziehe. Was die Fotografie angeht: mit der Kamera in der Hand, mit Licht, in der Natur. Ansonsten bin ich leider nicht besonders kreativ.

7. Was fotografierst Du am liebsten?
Licht in der Natur.

8. Welches Buch hat Dich zuletzt beeindruckt?
Zuletzt? Gute Frage, ich antworte hier, mitte November und weiß noch nicht genau, wann ich das veröffentliche und was ich bis dahin noch lesen werde… Als letztes jedenfalls „Die Achse meiner Welt.“ Lieber hätte ich hier ja jetzt was ganz Belletristik-fernes hergeschrieben, aber was Hochtrabendes hab ich leider schon lange nicht mehr gelesen. Ich nehme mich erstmal an der Nase.

9. Wie oder wodurch bist Du ans Bloggen gekommen?
Durch ein ein Zusammenspiel von tausend Dingen. Ich habe das Konzept „Blog“ bei vielen meiner damaligen virtuellen Kontakte gesehen und es hat mir gefallen, weil es eine Möglichkeit geboten hat, dass Besucher abseits der Designänderung immer wieder Grund haben, auf Besuch zu kommen. Ich wusste aber nicht recht, was ich denn so spannendes zu erzählen hätte. Gleichzeitig habe ich aber schon einige Zeit bei jetzt.de in einer geschlossenen Community elektronisch tagebuchgeschrieben, war also an die Sache mit „Like“ (Lesenswertpunkten) und Kommentaren schon gewöhnt. Dann ist mir die Idee gekommen, Ubahngeschichten zu erzählen und ich habe mit meinem schon lang begleiteten Nickname (Paleica) ein Blog angemeldet. Nur wenige Monate später ist die Lumix mit Makrofunktion und die Fotografie in mein Leben getreten. End of story 🙂

10. Trinkst Du lieber Tee oder Kaffee?
TEE! Ich war mal Kaffeetrinker, mein Magen findet das aber doof. Jetzt trinke ich Tee. Leidenschaftlich.

11. Welche Charaktereigenschaft magst du so gar nicht?
Unehrlichkeit. Falsch-sein. Intrigenspinnen. Scheinheiligkeit. Das gehört für mich alles ein bisschen zusammen. Und dann noch grundlose Unzuverlässigkeit. Sind für mich alles Gründe, Menschen sofort aus meinem Leben zu streichen, wenn ich etwas Derartiges bemerke, dafür habe ich kein Verständnis, keine Zeit, keine Lust. Ich wüsste nicht, was für einen Mehrwert solche Menschen einem bieten können.