#travelathome: das Meer der Wiener

Wenn es schöner wird im Frühjahr, die ersten Sonnenstrahlen das Gesicht wärmen, dann zieht es viele Ostösterreicher zum ersten Mal an ihr „Meer“. Denn „Meer der Wiener“, so wird der Neusiedlersee auch manchmal liebevoll genannt. Es ist ein sehr überschaubares Meer, ein flaches, schlammiges, aber dennoch ein charmantes. Um das „Meer“ herum spielt sich  sehr viel Leben und Lebensfreude ab und wir alle (oder die meisten von uns) haben am Ufer des Sees die eine oder andere Erinnerung.

Die kleinen bunten Schiffe finden wieder ihren Weg zurück ins Wasser. Man kann segeln, surfen, schwimmen, nur mit tauchen kommt man nicht sehr weit.

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Jeder Ausflug an den Neusiedlersee ist wie ein Mikrourlaub. Man spürt die Luft, die aus der Ferne kommt, aus Ungarn oder von noch weiter weg. Man ist 13 Jahre alt und liegt auf einem Steg, in den Gedanken die Herzen, in den Träumen die Zukunft, in den Ohren die Ö3 Greatest Summer Hits, daneben die besten Freundinnen. Man sitzt im Strandbad, mit einem Radler in der Hand, im Herzen den Menschen an der Hand, in den Träumen den Moment, den man festhalten will, in den Ohren die Lieder von damals oder Paul Kalkbrenner mit Sky and Sand, ganz egal.

Wenn man die Augen zusammenkneift und das Herz öffnet, wenn der Wind über die Haare streicht und die Ohren das Plätschern des Wassers hören, dann könnte man fast glauben, das da draußen, das ist nur eine Illusion und die Weite ist ewig.

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Der Neusiedlersee, das Meer der Wiener, ein Sehnsuchtsort.

Bald, bald ist es wieder soweit.