Pabuca „History“

Diese Woche bin ich nach Ewigkeiten mal wieder bei Pabuca dabei. Das Thema lautet „History„. Entschieden habe ich mich für einen unserer Flaktürme. Zuerst wollte ich ein Triptychon mit drei der Türme machen, dann ist es aus mehreren Gründen aber ein Motiv aus der Betrachtung verschiedener Perspektiven geworden.

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Ein blasses Abbild. Die Spiegelung der Vergangenheit. In der Erinnerung.

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Damit leben. Darauf zugehen.

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Die Erinnerung verschwimmt. Mehr und mehr. Bis eines Tages Blumen darüber wachsen…

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Die Betonklötze ragen als Mahnmal der Vergangenheit inmitten des täglichen wiener Lebens des 21. Jahrhunderts auf. Einer im Augarten. Einer auf der Gumpendorfer Straße. Und vier weitere, in der Stadt verteilt (drei Gefechtstürme und drei Feuerleittürme). Unzerstörbare Grabsteine, in Beton gegossene, ermahnende, erinnernde Zeigefinger.

38 Replies to “Pabuca „History“”

  1. …gut, sehr gut, die Art der Aufnahmen, die Perspektiven, ja da erkennt man das doch geschulte Auge…
    lG Geli

    1. oh danke liebe geli! aber weißt du, ich fotografiere immer nach dem gefühl, aus dem bauch heraus… ich drücke nur ab, wenn ich irgendwas dabei empfinde.

  2. 3 Wirklich tolle Bilder, vor allem das erste und das dritte. Gerade weil sie einen so ungewohnte Perspektive zeigen. Ich finde das sind die besten Bilder seit einer ganzen Weile, was jetzt nichts über die anderen Bilder sagen soll, sondern mehr über diese hier. Die Bilder hier sind einfach nochmal eine Stück origineller als sonst.

    1. lieber micha, vielen dank für diesen wunderbaren kommentar! es freut mich zu hören, dass sie gut ankommen – diese bilder sind halt thematisch irgendwie mal wieder was „anderes“ als die dinge, die es hier in den letzten wochen und monaten zu sehen gab. ein bisschen „seele der stadt“, finde ich – so wie es für pabuca ja auch sein soll. aber da steckt meistens auch weniger schönes dahinter und das bewegt vielleicht oft mehr.

  3. Diese Bauten sehen ja wirklich spannend aus – geschichtlich, wie architektonisch. Ich hätte von Wien nicht erwartet, dass dort solche Bauten stehen..

    1. ja sie sind interessanterweise weder besonders auffällig aus der ferne noch besonders bekannt. aber wenn man davor steht, dann ist das sehr eigenartig. sie sind extrem präsent und bedrückend. ich wohne ja ganz in der nähe von einem davon und das schon seit fast 5 jahren. nie gehe ich dran vorbei, ohne dass ich ihn irgendwie bemerke.

      1. Bei uns in der Nähe stehen noch die alten Bunker, riesige Anlagen und Mahnmale, aber mittlerweile gut in das Stadtbild eingepasst, begrünt und sie wurden eben für eine würdige Nachnutzung hergerichtet. In vielen Orten verkommen ja auch die Orte der damaligen Zeit, Manchmal finde ich es gut, wenn noch Relikte bestehen bleiben, andere Sachen wirken aber immer anklagend und das mag ich auch nicht jeden Tag sehen – da wird man ja nie fröhlich!

        1. also der im augarten sieht meiner meinung nach auf jeden fall anklagend aus. der bei mir in der nähe wird besser genutzt, finde ich. aber wien hat zu solchen aktionen ja generell eine tendenz…

  4. Spannende Bauten!
    Ich finde es interessant, wie du die Integration des Turmes in den Park gezeigt hast. Er wirkt wie das Zentrum des Parks.
    Die anderen beiden Bilder stellen das drohende vergessen der Gräuel des zweiten Weltkrieges gut dar.
    Liebe Grüße
    Jakob

    1. hallo jakob! er ist auch irgendwie das zentrum des parks, zumindest von dieser seite – alle wege laufen irgendwie darauf zu. ich finde es fast eigenartig, dass sich so normales leben davor abspielt. mich bedrücken sie immer.
      es freut mich, dass die gedanken, die ich dazu hatte, auch drübergekommen sind. grade bei solchen dingen ist es ja oft schwer, die eigenen gefühle miteinzufangen.

    1. ich danke dir klaus! es freut mich sehr, dass hier etwas transportiert werden konnte, das über die reine ästhetik hinausgeht!

  5. Sorry, ich bin gerade etwas langsam mit dem Kommentieren, aber zu den letzten Amerikabildern werd ich bald noch was schreiben, versprochen. Heute nur mal schnell was aus der Mittagspause: das letzte Bild finde ich ganz besonders toll, wegen der Farben und der Blumen, deren Name mir gerade nicht einfallen will. Davon hatten wir auch mal ganz viele im Garten, aber irgendwie sind die verschwunden. Die Flaktürme in Wien habe ich noch nicht gesehen, aber letztes Jahr im Oktober war ich mal auf einem in Berlin (Nähe Gesundbrunnen) und dieses Jahr im Mai auf einem Konzert (Triggerfinger) in dem Turm, der in Hamburg St. Pauli auf dem/am Heiligeistfeld steht. Ich glaube, ich hatte beide Mal kein Objektiv dabei, dass weitwinklig genug für die Riesen gewesen wäre 🙂

    1. ach das macht doch nix. ich bin dafür grade etwas schneller mit posten 😉 ich weiß auch nicht wie die heißen, ich weiß nur, dass wir die in wien verteilt irgendwie überall haben – ich habe die auch schonmal im volksgarten fotografiert, bei meinem ersten analogen ausflug mit der alten canon von meinem papa.
      ich muss sagen, ich kenne eigentlich nur die in wien. ich muss mir mal ansehen, wie die türme in anderen städten aussehen. aber heute habe ich gelesen, dass sie sonst meist verändert worden – nur bei uns sind sie praktisch geblieben wie sie waren.

  6. Ich kenne bis jetzt nur den Turm bei der Gumpendorfer Straße, den im Augarten hab ich schon länger im Auge, hab es aber bis jetzt noch nie hingeschafft.

    1. der bei der gumpendorfer ist quasi mein „heimturm“ – da wohne ich ja gleich in der nähe und gehe oft vorbei. darum wollte ich für das projekt irgendwie auch lieber den anderen, zumal mir das zusammenspiel des schönen parks mit dem absurden betonklotz gut gefällt. vielleicht kommst du ja mal dazu, dadurch, dass der recht frei steht, wirkt er nochmal viel beunruhigender und bedrohlicher als der vom haus des meeres…

  7. wow. Klasse Serie. Schön reduziert auf ein Objekt. Das erste gefällt mir am besten, weil man im ersten Moment meinen könnte, dass es ein vergilbtes Foto auf einer Textur ist. Erst dann habe ich die Spiegelung erkannt.

    1. vielen dank, markus! ich freu mich, dass sie gefällt und auch, dass ich bei pabuca mal wieder mitmachen konnte! ich hab es eh schon auf deinem blog geschrieben – künftig hoffentlich wieder häufiger 🙂
      spiegelungen ziehen mich ja immer magisch an, weil mir das unwirkliche so gefällt und ich da immer die höhlengleichnismetapher im kopf habe.

    1. hallo werner, danke für deinen kommentar und ich freu mich sehr, dass es gefällt! war schön, mal wieder bei dem projekt dabei zu sein!

  8. Ich mag das untere Bild ja am liebsten. Sind jetzt nicht die schönsten Mahnmale, aber doch sehr imposant und sie stehen im krassen Kontrast zur Umgebung. Also sehr auffällig. O.O

    Eine Hyposensibilisierungsspritze bekommt man, wenn man Antikörper für eine Allergie bilden möchte. Man fängt mit kleinen Mengen an, in kurzen Zeiträumen und steigert dann erst die Menge und dann die Zeiträume, in der Hoffnung, dass man nach dieser jahrelangen Behandlung nicht mehr (so extrem) allergisch reagiert. – Danke es geht schon besser, ich bin immer ziemlich schlapp nach diesen Spritzen, weil der Körper ja ganz schön arbeitet um eben diese Antikörper zu bilden. ^^

    Vielen Dank, die 10% freuen mich auch richtig. 😀 Und auch ein Dankeschön für das Hausschuh-Kompliment. Ich arbeite bereits am zweiten Schuh. Hoffentlich klappt alles. *haha*

    Hmm… bislang hatte ich noch nie das Problem, das Zutaten in einem Auflauf nicht weich geworden sind. Außer sie waren nicht von Soße oder Käse bedeckt. ^^ Aber ich hab so oder so einen guten Tipp für dich: stülpe über deine Auflaufform Alufolie, wie ein Deckel sozusagen, und piekse (vorher oder nachher) Löcher hinein. Wirkt dann ein wenig wie im Topf, weil du sozusagen dampfgarst. Allerdings würde ich dann erst mal den Käse weglassen und den Auflauf die halbe oder dreiviertel Zeit drin lassen und dann für den Käse nochmal rausholen, Folie runter, Käse drauf und überbacken. 🙂 Einfach mal ausprobieren, vielleicht klappt es so ja besser. 😉

    *haha* Ja naja… Trudi Canavan ist jetzt vielleicht nicht so bekannt wie G. R. R. Martin, aber doch recht bekannt unter den Fantasybuchfreunden. Hab die ersten Bände dem Prinzen zum Geburtstag geschenkt, schon ein bisschen her, aber er findet sie richtig gut. ^^

    Das klingt doch überhaupt nicht blöd. Urlaub selber ist schön, aber der Flug, das Flughafengedöns, Packen und Entpacken ist doch recht anstrengend. Finde ich zumindest. Nach so einem Urlaub braucht man immer noch einen Urlaub. xD Wir planen da auch immer zwei, drei Tage zusätzlich ein, damit man wieder runter kommen kann. ^^

    Und was hat die Zahnärztin gestern gesagt? Alles gut?

    1. schön sind sie gar nicht, ich finde die flaktürme irgendwie richtig bedrückend, besonders den, der inmitten dieses schönen parks steht. ich habe mich auch ein wenig gewundert, dass die leute da so unbeschwert ihren wochenendaktivitäten nachgehen können, ich kann das schwer vergessen, neben welchem objekt ich mich befinde, wenn es in sichtweite ist. aber gleichzeitig war das auch die faszination, dass sich selbst so ein klotz irgendwie ins leben integrieren kann. zumindest für die meisten.

      oooh ich verstehe. ohje, hast du das pech, zu den allergiegeplagten zu gehören :/ dann drücke ich dir die daumen, dass es wirkt!

      und, wie ist es mit dem zweiten schuh 🙂 ?

      ja es kann sein, dass zu wenig flüssigkeit drin war und dass es deswegen nicht geklappt hat. ach, keine ahnung 😉
      die idee mit der alufolie ist gut, das werd ich mir merken!!

      ich finde den ersten band auch richtig gut von trudi canavan. momentan mangelt es nur wieder an kontinuierlicher lesezeit, das ist ein wenig ein jammer.

      ja also vor allem, wenn es eine größere reise ist und dann evtl. noch jetlag eine rolle spielt kann ich nicht am nächsten tag wieder habt acht stehen. bei kürzeren reisen reicht meist ein tag, dass es wieder geht.

      die zahnärztin war zufrieden! momentan macht mir allerdings der letzte hinten oben etwas sorgen, weil der sich „komisch“ anfühlt. aber ich hoffe mal, dass das im zusammenhang mit der op steht und mit der regenaration zu tun hat, ich werde wohl erstmal noch ein paar tage beobachten.

  9. ich hab meine kamera genau aus solchen gründen immer dabei.ich kann ja nich vorher wissen,wann mir was tolles vor die füße fällt.^^

    ich find das erste bild grandios,ich dachte erst,es sei eine aufwändige digitale zeichnung!

    1. das ist sicher klug – aber dazu ist sie mir einfach zu groß und zu schwer…
      danke für die lieben worte, freut mich sehr, dass es gefällt! spiegelungen ziehen mich ja immer magisch an 🙂

  10. Das letzte Bild ist wunderbar!

    Und ja, ich hatte ein Date und es war wunderbar und ich war bisschen verknallt und ich bin schon wieder auf die Fresse gefallen, weil ich ein kleines naives Mädchen bin. Es hat sich schon wieder ausgedatet. Ich will nicht drüber reden, ich versuche das grad zu vergessen :/
    Ist also alles wie immer. Ich bin das Spielzeug und die Männer haben die Macht über mich.

    LG

    1. dankeschön 🙂 von der art wie dem letzten habe ich noch ein paar, aber die kommen erstmal irgendwann gesondert 🙂 hab grad ein bisschen ein chaos mit meinen fotos und gar nicht mehr soviele. keine ahnung wie ich heuer mit den beiträgen über den winter kommen soll, lol.

      ach herrje 😦 das tut mir total leid. ich hoffe, es geht dir wegen der date-geschichte schon wieder besser? und verlier das kleine naive mädchen nicht in dir. wenn man das nicht mehr hat, ist man verbittert.
      du bist kein spielzeug – du hast nur die hoffnung noch nicht aufgegeben.

    1. oh ich danke dir lieber stefan, es freut mich sehr, wenn ich mit den bildern etwas transportieren konnte!

  11. Tolle Fotos! Ich mag diesen Kontrast des massiven Flakturms zum Park in all den herbstlichen Farben sehr! Allerdings ein noch: Im Augarten gibt es zwei Flaktürme!
    LG Mary

    1. hallo mary, das stimmt natürlich, korrekterweise! aber der zweite ist nicht so leicht zugänglich, oder? also der feuerleitturm… es freut mich, dass dir die bilder gefallen!

  12. Alle drei Bilder finde ich sehr gelungen, da solltest Du für jeden Geschmack was dabei haben. Werden die Gebäude eigentlich genutzt? Bei uns gibt es etliche in denen Bands ihre Proberäume haben.

    Liebe Grüße, Gerd

    1. lieber gerd, vielen dank für deinen kommentar, ich finde auch, dass sie allgemein sehr unterschiedlich sind in ihrer art.
      also dieser hier im augarten wird nicht genutzt. der bei mir ums eck wird als „aqua terra zoo“ genutzt (haus des meeres). die anderen stehen glaube ich auch leer.
      wow, als probenräume? hat was – keine schlechte idee!

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