Innenstadt im Herbst & der Zauber der kleinen Momente

Preachitbaby hat mich inspiriert. Sie schrieb einen Text darüber, dass es „nicht die großen Gesten, die theatralischen Auftritte, die beeindruckenden, lange geplanten und überall beworbenen Wichtigkeiten“ sind, um die es geht im Leben, sondern „die Augenblicke am Rande derselben, die uns verändern.“ Sie reihte ein paar wundervolle Momentaufnahmen aneinander, die direkt aus ihrem Herzen zu kommen schienen und die etwas in mir bewegten, das sich ebenfalls erinnern wollte, welche kleinen Momente es waren, an der die Kurve ihren Wendepunkt nahm, die sich eingebrannt haben, die ein Lächeln verursachen oder die unseren Magen zusammenziehen lassen.

Es ist wieder soweit , diese Tage, an denen die Stadt in allen Farben leuchtet. Die Bilder sind aufgespart vom letzten Jahr, mit der Sonne im Herzen, die der dunklen Zeit voranging.

Im Burggarten

Im Volksgarten

Mit Menschen

Auf dass die Tage in diesem Jahr so bunt und leicht werden wie im Vorjahr, in der Hoffnung, dass die Düsternis danach nicht ganz so schwer ausfällt.

PS: Meine Lieben, ich bin ÜBERWÄLTIGT von euren wundervollen Kommentaren zu meinem letzten Post mit der Bitte um Feedback. Ihr seid definitiv die beste Community, die man sich wünschen kann. Ihr bringt mich zum Nachdenken, zum Schmunzeln und manchmal sogar ein wenig zum Weinen. Und ihr spornt mich an, hier immer das echteste und ehrlichste von mir zu zeigen, das ich grade in mir finden kann. Wenn das im Moment nunmal ein Schweigsameres ist, dann ist es so – und darf es auch so sein. Ich danke euch dafür ❤

Ich habe auf den Kommentar von Fernwehheilen folgendes geantwortet, das ich hier noch mit euch teilen möchte:

[…] ich fotografiere im Moment hauptsächlich der Ästhetik wegen, es geht mir einfach nur um die schönen Dinge, die großen und die kleinen, die großen von den Reisen, die kleinen vor der Haustüre, es ist, als könnte man Gefühle in Bildern ein klein wenig konservieren […] und es ist schwer, das zu teilen. Deswegen glaube ich auch, dass mir zu den Bildern ein bisschen die Worte fehlen, weil es so kleine Dinge sind, die doch so groß sind. Aber „Schönheit“ zu beschreiben oder „Freiheit“ oder „Zerbrechlichkeit“, das ist schwierig. Vielleicht ist es die Zeit und der Rahmen, euch mehr Spielraum für eure eigenen Assoziationen zu den Bildern zu lassen.

Ich weiß gerade nicht so genau, wo ich mit dem Episodenfilm stehe. Einerseits, durch doch einige kürzere und längere Trips und die Bildermassen, die sich da nunmal ansammeln, liegt der Schwerpunkt irgendwo doch auf den Reisen, vor allem, weil dies auch oft die bedeutenden, großen Momente sind. Aber das hier ist kein Reiseblog. Denn die Reisen sind nur ein kurzer und kleiner Abriss meines Jahres und alles das, was ich dazwischen erlebe, kommt mir oft zu kurz, vor allem weil die Worte und Gefühle dazwischen nicht zu diesen Reisebildern passen. Ich habe noch immer Beiträge aus 2015, von denen aus 2016 gar nicht zu reden. Ich weiß gar nicht, wo anfangen und es ist irgendwie zuviel, zu unübersichtlich und dann will mein ordnungsfanatischer Aszendent anfangen, Pläne zu machen, wodurch die Spontaneität und Unmittelbarkeit verloren gehen. Ich denke, dass ich da ansetzen werde. Mehr den Bauch und weniger den Kopf entscheiden lassen. Was empfinde ich gerade? Was davon möchte ich mit euch teilen? Denn es gibt so vieles, über das ich schreiben möchte. Über die Liebe, über Frauenbilder, über Bodyshaming, über Menschen und Orte. Und es gibt Fotostrecken, von denen ich nicht durch Buchstabengeschwurbel ablenken möchte. Ich mache das alles nicht, weil es irgendwie „nicht rein passt“ – und vielleicht sollte ich mich darum einfach nicht scheren. Also seid gespannt, wie es weitergeht 🙂