Fotostopps durch Portugal: Postkartenstadt Sintra

Sintra, diese kleine Stadt, nicht weit entfernt von Lissabon. Bekannt als ehemalige Sommerresidenz von Königen, mit einem Nationalpalast im maurischen und manuelinischen Stil und einer riesigen, märchenhaften, mittelalterlichen Burganlage mit besonderem Brunnenmotiv (dazu mehr ein andermal) – und noch einigem mehr.

Ein malerischer Ort voller Postkartenmotive. Ein Ort, an dem es zwar von Touristen nur so wimmelt, aber der trotzdem eine seltene Ruhe ausstrahlt. Eine Ruhe, bei der ich abends im großen Garten unserer kleinen Unterkunft sitze und Karten aus Papier, am liebsten mit Füllfeder, nachhause schreiben möchte.

Kennt ihr diese Momente? Ich habe mich daran erinnert, als ich diese Woche – durch einen doofen Zufall etwas verspätet – wunderschöne Weihnachtspost von Anne bekommen habe.

Sollten wir nicht wieder viel mehr Karten schreiben? Und Briefe? Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als nach einem Arbeitstag nachhause zu kommen und zwischen all den Rechnungen und Werbungen, die mich anbrüllen und an mir zerren, ein kleines Stück Aufmerksamkeit von jemandem zu bekommen. Etwas, das ich anfassen, aufbewahren und immer wieder lesen kann – so richtig analog.

Darum spreche ich mich jetzt hier einmal ganz klar und deutlich (wie ironisch, in meinem digitalen Blog) dafür aus, wieder mehr Stift und Papier zu benutzen und mehr Briefmarken zu kaufen, um anderen eine kleine Freude zu machen, die zuhause an den Kühlschrank oder die Wand gepinnt wird und einem jedes Mal ein Lächeln entlockt, wenn man daran vorbeigeht.

Ob aus dem Urlaub oder von zuhause, mit Motiven, die man irgendwo eingesammelt und auf Postkarten gedruckt hat (diese kann man bei verschiedenen Onlinediensten einfach selbst erstellen). Ganz egal. Hauptsache es werden liebevoll Gedanken und ein kleines Stückchen Seele in die Tinte und in die Worte gemischt.