Mittwoch Vormittag, kurz vor unserem Abflug, lese ich von der Eröffnung einer Ausstellung über Kaiserin Elisabeth in Zandvoort. Google Maps verrät mir, dass sich das kleine Museum tatsächlich nicht mehr als 35 Minuten mit dem Zug von Amsterdam entfernt befindet und für uns daher leicht in Reichweite ist. Da ich sowieso so gerne einmal kurz dem Meer „hallo“ sagen wollte und auch der Herzmann gleich dafür zu begeistern ist, steht der Ausflug schon auf der To plan-Liste.

Manchmal, da tut man etwas und merkt, dass es anders ist. Eine kryptische Beschreibung für ein einfaches Erlebnis: als meine wunderbare Freundin Nina mich fragte, ob ich gemeinsam mit einer anderen ihrer Freundinnen die Eröffnungsrede zu ihrer Vernissage halten würde, sagte ich zu, obwohl ich wusste, dass sich diese Aufgabe weit außerhalb meiner Komfortzone befindet. Trotzdem war für mich aus zweierlei Gründen sofort klar, dass ich nicht nein sagen würde: Nina hatte ebenfalls ihre Komfortzone überwunden, als sie sich bereit erklärte, die Fotos für meine standesamtliche Hochzeit zu machen UND nicht umsonst habe ich „MUT“ als meinen Begriff für 2018 gewählt. Doch wie würde das laufen, wo vor fremden Menschen zu sprechen doch eine meiner größten Ängste ist?