London Calling: Retro//Vintage Style & schwarzweiß

Es gibt ein Gefühl in mir, das in letzter Zeit ganz stark immer wieder auftaucht. Immer, immer und immer wieder. In meinen Träumen, in der Nacht, in den Dingen des Alltags, abends, auf der Couch, wenn ich in der kalten Novemberluft laufe oder untertags im Büro sitze.

Es frisst sich durch die Oberfläche der Haut, durch die Muskeln und geht durch Mark und Bein. Es hängt an und in mir wie eine Klette, wie eine Mistel in den Ästen der Bäume.

Ich spüre es immer, mal ein bisschen, mal stark, mal ist es lauter, mal ist es leiser. Wenn ich durch die Straßen von Wien spaziere oder wenn ich die Bilder von London bearbeite ist es da.

Sehnsucht

Sehnsucht, wie eine unstillbare Gier, die mich aussaugt. Sehnsucht nach Vergangenheit, nach Zeit, Freundschaft, nach Leben und Schmerz. Sehnsucht nach Zukunft, nach Orten an denen ich noch nie war, Erfahrungen, die ich noch nicht gemacht, Dinge, die ich noch nicht erlebt habe.

Dieses Gefühl füllt mich aus und macht doch keinen Sinn. Ich vermisse etwas, das nicht greifbar ist. Etwas, das ich nicht betiteln kann, weil ich es nicht verstehe, nicht kenne oder vielleicht, weil es keinen Namen hat. Ich bin nicht mehr da und noch nicht dort und wo will ich eigentlich hin? Luft, Luft, soviel Luft um mich und so wenig Zeit, so wenig Flügel um zu fliegen, so wenig Netz, um mich aufzufangen.

Wohin geht die Reise? Ich stehe an einer Kreuzung und weiß es doch nicht. Einzig, dass ich hier nicht für immer bleiben kann, das weiß ich.


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