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Westcoast memories: live the authentic folk lifestyle & Zitat: „Später ist zu spät“

Vor mittlerweile schon wieder einer Ewigkeit habe ich begonnen, unter meinem Fotorgafinnennamen ein Portfolio aufzubauen. Dafür war natürlich eine Sache wichtig: ein gewisser durchgängiger Bildstil. Ich hatte viel probiert und mich dann in etwas verliebt, das ich in meinen Presets „folk style“ genannt habe, da es ein bisschen in die Richtung des Folk Magazines geht. Meine Begeisterung für diesen Stil war (und ist) überschwänglich, sodass ich auch hier ein bisschen davon zeigen möchte. Manche von euch, die mir schon lange folgen, wird es vielleicht langweilen. Allen anderen zeige ich gerne eine Fotostrecke von meiner wichtigsten Reise, mit der ich begonnen habe, mein Leben und meinen Alltag, meine Gefühlswelt und Wahrnehmung umzukrempeln und zu begreifen, dass mein Leben mir gehört.

Für viele mag das unverständlich sein, denn was sind schon zweieinhalb Wochen Amerika? Das hat doch mit Abenteuer und Selbstfindung nichts zu tun. Und das mag stimmen. Aber es hat mit etwas anderem zu tun: Traumerfüllung.

Und dem Begreifen, dass die Erfüllung von Träumen darin liegt, sie zu Plänen zu machen.

Amerika liegt mir im Blut und im Herzen. Ich verbrachte (großteils als Kind) bereits in Summe knappe drei Monate auf der Nordhälfte des Kontinents und diese Zeit hat sich mir eingeprägt.

Das Betreten des amerikanischen Bodens war wie ein Nachhausekommen in eine fremde Heimat, das ich sonst nur von Italien kenne.

Als ich zum ersten Mal einen Blick auf die Golden Gate Bridge erhasche – diesem Bauwerk, von dem ich mir so viele Jahre gewünscht habe, es mit eigenen Augen zu sehen – schießen mir Tränen in die Augen. Ich war da. Ich war WIRKLICH da. Ich hatte es tatsächlich geschafft und wenn ich das geschafft hatte, konnte ich alles schaffen.

Für viele erscheint das keine große Sache zu sein. Für mich war es das, damals. Ich war 27 Jahre alt und es war mein erster richtiger Roadtrip. Ich hatte von vorne bis hinten alles selbst ausgesucht und geplant. Es war MEINE Reise, die ich mit dem Herzmann erleben durfte. Und es war eine Art Befreiungsschlag, denn mit dieser Reise war das Bewusstsein geboren oder vielleicht auch nur freigelegt, dass ich noch viel mehr von diesem großartigen Planeten sehen möchte.

Die 4.000km dieses Roadtrips, die unglaublichen Erlebnisse, wie wenig zivilisiert Zivilisation sein kann, wie nah manche Ferne und wie unglaublich unsere Natur ist, hat etwas in mir nachhaltig verändert.

Hier schlage ich nun die Brücke zu einem Blogartikel, der mich sehr berührt hat:

Später ist zu spät.

Jasmin schreibt einen Text, wie er mir mehr nicht aus dem Herzen sprechen könnte. Darüber, dass das Leben endlich ist und dass man nicht erst eine Diagnose brauchen sollte, um zu tun, was einem wichtig ist. Das klingt banal und logisch und doch ist es oft so schwer, es umzusetzen.

Ihr Text ist eine Hymne an das Leben.

[…] Wir haben ja schon unsere Diagnose! Wir werden sterben. Du, ich, alle. […]

[…] Das Sterben übt man, indem man lebt. […]

Als sie schreibt:

Ich möchte keine schlimme Diagnose dafür brauchen, um das Leben zu spüren.

könnte ich heulen. JA! Wir haben nur dieses eine Leben und es ist verflucht kurz. Es ist so voller Alltag, so voller Wasserschäden und falsch abgebuchter Kreditkartenbeträge, so voller Weckerklingeln und Kopfschmerzen. So voller Schneematsch und Montage. Aber es ist unser Leben.

Gleichzeitig erinnert sie daran, dass wir nun nicht anfangen sollten, einen 10 Punkte-Plan und eine To Do Liste zu erstellen, um uns endlich wieder bis ins letzte Futzelchen selbst zu optimieren. Im Gegenteil wäre zuviel gesagt, aber dennoch, was anderes:

Es geht mir einfach darum, Dinge bewusst zu tun, die sich gut anfühlen, egal, wie klein sie sind. Und wenn du einfach nur endlich den Sessel frei räumst, der seit 3 Monaten mit Wäsche wechselnder Besetzung zugeschmissen ist, damit du mal wieder gemütlich dasitzen und Pizza in dich reinstopfen kannst: Tu es.

Ich habe mir im März endlich ein Herz gefasst, und meine ekelerregende „Erwachsenenmappe“ geordnet. Die mit Kreditkartenabrechnungen und Haushaltsversicherungen. Ich habe 4 ausständige Steuererklärungen abgeschickt. Und es war herrlich. Ich habe meinen Schal zu Ende gehäkelt und die Couch unter meinem Hintern genossen und St. Patrick’s Day den anderen überlassen. Ich habe eine Laufeinheit gestartet und bin über meine Grenzen gegangen.

Jasmin schließt ihren Text mit einem Zitat von Anaïs Nin:

“Ich bin mir selbst der Wind für mein Segelboot”.

2018 war für mich bisher ein Jahr mit vielen Herausforderungen, Ärgernissen und Rückschlägen. Es erinnert mich noch an ein anderes Zitat: „In manchen Zeiten lebst du, in anderen Zeiten lernst du.“ Gefühlt ist gerade wieder eine Zeit des Lernens. Dennoch möchte ich die Momente dazwischen für das Leben nutzen.

Und alleine deswegen könnte es kaum einen besseren Zeitpunkt geben, bald wieder für eine kurze Zeit in eine meiner fremden Heimaten zurückzukehren.

Auch auf der Seite von Gedanken bunt finde ich am selben Tag einen Beitrag, der so wunderbar an das Thema anschließt.

Sie fragt:

Es ist, als wollten wir mit aller Macht Zeitsparen, alles noch fertig bekommen, um es abhaken zu können. Doch wo ist diese gesparte Zeit? Wann ist endlich alles fertig?

[…] Mit der alten Vorstellung aufgewachsen, erst die Arbeit, dann das Vergnügen, versuche ich mich immer noch daran, meine Aufgaben konsequent zu erledigen.

Das spielt auch bei mir eine Rolle. Zuerst die Dinge fertig machen. Abschließen, was getan werden muss, erst dann ist Zeit für all das, das Spaß macht. Doch so funktioniert die Welt nicht (mehr). Nichts ist jemals fertig, irgendeine Arbeit, irgendein „soll“ wartet immer.

Wann ist es Zeit, dies zu erledigen, weil das Unerledigte Spannung verursacht? Und wann ist es Zeit, Erledigungen einfach liegen zu lassen, da es für uns gerade Wichtigeres gibt?

Es ist vielleicht die größte Herausforderung des jungen 21. Jahrhunderts. Abzuschalten. Nicht erreichbar zu sein. Nicht verbunden zu sein. Es ist nahezu eine Grenzerfahrung. Eine, die wir in Amerika öfter machten. Denn in der Wüste gibt es keine Handymasten.

Stellt euch vor, ihr seid an einem Ort, an dem ihr nur Möwen schreien, Seehunde rufen, den Wind durch Blätter rauschen und Wellen ans Ufer rollen hört. Da ist niemand, der telefoniert. Kein Auto, das hupt. Keine e-Mail, die geschrieben werden muss und keine Whatsapp-Nachricht über den letzten Hundehaufen, in den jemand getreten ist. Da ist nur die Weite der Natur. Da seid nur ihr selbst.

Welcher Gedanke würde gedacht werden? Welcher Wunsch würde sich breit machen? Was wäre wirklich wichtig?

62 Antworten auf „Westcoast memories: live the authentic folk lifestyle & Zitat: „Später ist zu spät“ Hinterlasse einen Kommentar

  1. Genau so und nicht anders… Den Nagel auf den Kopf getroffen und mit wunderbaren Bildern untermalt…

    P.S. WhatsApp Nachrichten kann man auch unbeantwortet lassen… Also ich jedenfalls, das habe ich mir angewöhnt. Auch Mails lese ich nicht mehr auf dem Handy. Synchronisation „aus“ 🙂

    • vielen lieben dank! dieser beitrag ist nämlich einer, der mir wieder einmal ganz ganz besonders am herzen gelegen hat.
      bei whatsapp nachrichten kommt es darauf an. wenn es gruppenchats sind bleiben sie oft liegen. wenn es persönliche nachrichten sind, die der anderen person wichtig ist, versuche ich schon, zeitnah zu reagieren.

  2. Ein Urlaub in den USA ist immer eine feine Sache, dort leben eine ganz andere…
    Dieser Folklore Style gibt echt was her, dadurch wirken die Fotos ein wenig wie alte Dias 😊
    Liebe Morgengrüße vom Lu

  3. Eine tolle Erinnerung und im Folklore Style wirken die Fotos super. Ein Roadtrip durch den Westen der USA ist etwas ganz besonderes und in zwei Wochen geht es für mich auch dort hin😃
    LG Andrea

    • gell. es freut mich, dass der stil gut ankommt. ich bin ja jetzt schon eine weile recht begeistert davon, weil es wirklich zu total vielen motiven, die sich so in meiner fotografie sammeln, passt.
      wenn cihd as lese, dann bist du jetzt vermutlich grade dort. oh ich beneide dich! ich liebäugle ja für nächstes jahr wieder damit. mal sehen, was die zeit bringt.

  4. Dein Beitrag erinnert mich soooo sehr an meine Neuseelandreise… sie war für mich Lebensverändernt. Ich dachte ich kannte mich. Aber erst dort fand ich mich.

    Und momentan lechze ich wieder danach. Nicht zwingend nach dem Land (auch wenn ich es liebe!), aber nach dem Gefühl was mich dort einst erfüllte.

    Liebste Grüße
    nossy

    • oh wie toll! nach neuseeland möchte ich acuh soooo gern, aber da ich nur im österreichischen frühling/anfang des sommers auf urlaub fahren kann, ist das halt mit der jahreszeit dort ein bisschen blöd, was mich doch einigermaßen wurmt -.-
      ich finde es unglaublich, wie anders man auf reisen sein kann, wenn der ganze alltagswahnsinn einfach mal für eine zeit ausgeblendet ist.
      gleichzeitig fällt es mir aber auch wahnsinnig schwer, wieder zurückzukommen. es ist diesmal nicht GANZ so schlimm wie damals, aber alltag und zuhause fühlen sich dann immer so klein und banal an.

  5. Liebe Palaica,

    drei Monate in Amerika, das war ich auch … als ich 27 Jahre alt war …. Und als Kind in der Schule war ich für längere Zeit in Westamerika im Schüleraustausch … grins.

    Tolle Eindrücke zeigst Du uns … noch viel toller, die Einblicke in Deine Gedankenwelt. Wie recht Du wieder einmal hast mit den Gedanken, die Du aufgegriffen hast. Ich habe bereits gelernt, liegen zu lassen, dazwischen immer wieder zu leben, Atem zu holen. Für mich existenziell, denn ohne diese Atempausen wäre ich wohl ein Bündel aus ewigem Schmerz. Gut, wenn wir es schaffen können, diese Einsicht auch ohne den körperlichen Druck zu gewinnen und uns Zeit zu nehmen für uns selbst und unsere guten Gedanken. Genuß an einfachen Dingen ist der Brennstoff auf unseren Motor, welcher uns wieder schaffen lässt. Nur weil wir heute von München nach Kopenhagen wollen, wird der Motor es nicht in einem Rutsch schaffen können, er wird Pausen für das Auftanken benötigen …. Dem Motor geben wir sie ….. geben wir sie auch uns, ohne immer gleich bis nach Kopenhagen durchhalten zu wollen.

    Was wäre nun wirklich wichtig? Mit sich selbst im Reinen zu sein …. Glück empfinden zu können…. vor allem durch die Wahrnehmung der kleinen Schönheiten um uns herum … im Hier und Jetzt zu sein und dies zu genießen!

    Dir alles Liebe und Gute und viele schöne Momente des Innehaltens …

    Marion

    • oh wow liebe marion, das ist ja toll! ich war leider nie länger an einem stück an einem anderen ort, was ich aus heutiger sicht sehr schade finde, aber es hat sich einfach nie ergeben.

      ich weiß gut was du meinst. ich hatte ja eine zeitlang auch ein großes schmerzproblem und ich habe in dieser zeit auch gelernt, dass ich meine grenzen achten muss. manchmal fordert das leben, dass man drüber hinaus geht, aber man kann das nicht unbegrenzt tun. wie du sagst, jeder motor braucht benzin und wenn er leer ist, muss er getankt werden. während man den einen einfach volllaufen lässt, muss man den anderen aufladen und wir menschen sind keine verbrennungsmotoren.

      danke auch, dass du deine gedanken mit mir geteilt hast. ich denke auch, dass die punkte, die du hier erwähnst zu denen gehören, die wirklich wichtig sind ❤

      • Ist und bleibt eine Übungsaufgabe, wie vieles im Leben. Immer wieder bewusst machen, den Augenblick wahrnehmen (auch wenn man ihn mal nicht genießen kann, es ist ja Quatsch zu glauben, dass dann immer alles gut ist, es gibt eben auch blöde Tage und Zeiten im Leben, peng), sich die eigenen Denkmuster bewusst machen und dann und wann daraus mal daraus aussteigen, sehen, was da ist. Training. Wenn man von einer wunderbaren Reise kommt, ist das eben besonders hart 😉
        Alles normal. Wünsche dir erstmal ein sonniges Wochenende!!

  6. Zum `Alles Erledigen Müssen` und `nie über das Erreichte Zufrieden Sein` hatte ich neulich ein Gespräch. Sie fragte mich: wann haben Sie denn genug geschafft? Und mir fiel auf, dass mir es wie der Frau in `Der Fischer und seine Frau` gehen würde – es ist eben nie genug und wird nie genug sein. Zufriedenheit müssen wir jenseits des „Erreichten“ finden
    Sei herzlich gegrüßt

  7. Ganz tapfer habe ich diesen Beitrag durchgelesen (du weißt warum), zustimmend genickt und wieder genickt und irgendwann sind mir dann doch die Tränen ins Auge geschossen. Ich weiß, wie ich mich in den USA, auf einem dem deinen sehr ähnlichen Roadtrip fühlte. Da war alles andere weit weg, mal ganz abgesehen von den trennenden Kilometern. Dieses Land ist so schön, gerade die Westküste, so weit, da fühlt man sich ganz auf sich zurückgeworfen, die Landschaft so viel gewichtiger als ein kleines Menschenleben. Und da bist du ganz pur, nur du selbst.

    „Doch so funktioniert die Welt nicht (mehr). Nichts ist jemals fertig, irgendeine Arbeit, irgendein „soll“ wartet immer.“

    So empfinde ich es auch und das finde ich ganz schrecklich. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, damit bin auch ich aufgewachsen und tatsächlich hat das früher funktioniert. Und tatsächlich heute nicht mehr. Allein die Tatsache, dass heute vieles über E-Mail oder Messenger läuft, fordert ständig eine Reaktion. Früher bin ich von der Schule heimgekommen und dann war Ruhe. Früher bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen und dann war Ruhe. Vielleicht rief nochmal jemand an und dann hatte man direkten Austausch, manchmal auch über Stunden, so man gern telefonierte. Aber mit einer (!) Person. Heute sitzt du da, willst vielleicht deine Ruhe, und dann tönen die Messenger und du reagierst auf viele Nachrichten. Oberflächlich meist, weil für Tiefe keine Zeit mehr ist.

    Und ja, es ist schön, wenn man plötzlich feststellt: Kein Empfang – Ruhe. Ich darf im Hier und Jetzt sein, ohne wenn und aber. Meiner nächsten Urlaubbuchung stelle ich vielleicht den Suchauftrag voran: Suche Feriendomizil ohne Empfang.

    • liebe conny, ich freue mich sehr, dass du den beitrag gelesen hast, ihn an dich rangelassen hast und mir dazu geschrieben hast ❤
      ich kann mir gut vorstellen, das es dir schwer gefallen ist, gemischt mit erinnerungen wirkt das alles einfach nochmal so so viel mehr.

      es ist echt heftig. ich war ja früher immer so, dass ich sofort auf alles reagiert hatte und einfach IMMER da war. aber da war das nachrichtenaufkommen einfach wesentlich kleiner. sms haben gekostet, hatten begrenzte zeichen, anrufe haben gekostet. man hat wohl auch mehr überlegt, was es wert ist, kontakt aufzunehmen. ich glaube, dass es heute gar nicht mehr möglich ist, alles zu verarbeiten und dass wir auch lernen müssen, uns vor diesem permanenten "beschuss" mit informationen zu schützen. das klingt verrückt, aber das menschliche gehirn ist dafür (noch) nicht ausgelegt.
      wir waren ja 6 nächte am schiff, da gab es nur sehr teures internet, das wir nicht gekauft haben und meist auch gar keinen handyempfang und bis auf eine situation ist mir das sowas von NICHT abgegangen. ich wäre gern öfter an orten mit schlechter/keiner netzabdeckung, aber die sind ja in mitteleuropa kaum noch zu finden. sobald es da ist, wird es genützt, weil alles andere schon fast reaktionär ist. wir müssen wieder lernen, abzuschalten.

  8. Diesmal bin ich so hin und weg von den bildern, dass ich gar nicht groß auf den Text eingehen möchte. In meinen Augen hast Du nämlich alles gesagt was gesagt werden muss. Zustimmung. Im Gegensatz dazu wirken die Fotos so herrlich befreiend und losgelöst… Das liebe ich! Großartig!!

  9. So ein inspirierender Beitrag! Ich muss dann immer an das Zitat „life is what happens while you’re busy making other plans“ von John Lennon denken. Und deine Fotos sind der Hammer! Ich würde auch so gerne mal wilde Wale sehen – wunderschön!

    • john lennon muss ein wirklich sehr sehr intelligenter mensch gewesen sein und oft frage ich mich, was er der welt noch alles an texten geschenkt hätte, wenn er es erleben hätte dürfen 😦 diese worte sind so wahr, sie treffen den nagel absolut auf den kopf.
      danke für deinen kommentar ❤ und von den wilden walen bist du ja jetzt gar nicht mehr soooo weit entfernt, ich glaube, in kanada gibt es auch jede menge whale watching? das war echt eines der berührendsten dinge, die ich jemals in meinem leben gemacht habe.

  10. Ich liebe diese Fotos!
    In etwas mehr als einem Monat geht’s für mich auch los in diese Ecke. Ich bin so froh, endlich wieder los zu kommen, weg vom Alltag!
    Meine Zeit ist aktuell auch die Zeit des Lernens. Die Balance zwischen Alltag und viel Arbeit, vielen Pendelzeiten zu finden. Schwierig schwierig. Ein Jahr hab ich es nun schon geschafft, aber ich freue mich auch wahnsinnig auf die Pause ab Juni, juchu!

    • oh waaaaahnsinn ich beneide dich! ich bin ja nun wieder da und kann kaum die füße stillhalten. es gibt sovieles zu entdecken auf dieser welt und mein alltag kommt mir grade so eng vor.
      genieße die pause, man braucht sie oft wirklich dringend um einmal stopp zu drücken.

  11. Wie du weißt lese ich deine Beiträge wie imemr gerne und musste diesmal leicht schmunzeln, wo ich doch noch vor vier tagen selbst in Amerika war! Auch wenn ich meinen Urlaub alles andere als einen Traumurlaub beschreiben würde, so hat mich gerade dein beitrag wieder daran erinnert, das gerade deswegen man alles schaffen kann!
    Das mit dem Abschalten und sich bewusst Zeit nehmen ist in der tat mehr als schwer…..
    Und du hast Recht, dein Bild ist unverwechselbar einfach DU.

  12. Liebe Palieca,

    ich habe diesen Post schon vor einigen Tagen gelesen und hatte spontan ganz viel dazu zu kommentieren, aber weil ich am Handy las, wollte ich warten, bis ich am Laptop tippen kann. Nun sitze ich am Laptop und denke, dass Du alles so wunderbar be- und geschrieben hast, da brauche ich gar nichts mehr zu sagen. Ich teile Deine Meinung in so vielen Dingen (jaja, sogar und ganz unbedingt Deine Liebe zur USA – ich plane bereits meinen nächsten USA road trip und die Auswanderung in einigen Jahren ;)).

    Ich habe also nicht mehr viel zu sagen, aber ich möchte Dir noch eine Lebensweisheit dalassen, die ich vor einiger Zeit gefunden habe und die mir seitdem immer sehr hilft, wenn ich in Passivität verfalle oder nicht weiß, wo und ob überhaupt ich zuerst anfangen soll:

    Es ist besser kleine Taten zu vollbringen als Große zu planen.

    Genauso sieht es doch aus. Wir sollten einfach jeden Tag unser Bestes geben.

    LG Annett

    • liebe annett, vielen dank, dass du in dieser schnelllebigen welt des internets sogar noch einmal zurück gekommen bist, das weiß ich wirklich sehr zu schätzen!
      du willst auswandern? oh wie spannend! hast du schon eine wunschdestination? und einen plan? so einfach ist das ja beileibe nicht.

      danke auch für dieses zitat. das ist so bodenständig, so schön und so wahr. es knüpft oder besser daran knüpft ein zitat an, das mich schon seit vielen jahren begleitet: a journey of thousand miles starts with a single step.

      • Einen konkreten Auswanderungsplan habe ich noch nicht, da wir frühestens 2027 starten wollen bzw. können. Aber ich sammel Informationen und genieße die Vorfreude, die dieses Informationsammeln und „Planen“ verursacht. Da kann ich auch immer prüfen, ob ich wirklich weg will … 😉

        Auf jeden Fall möchte ich Weite um mich rum. Ich bin ja sehr in den Südwesten verliebt und liebäugel mit New Mexico. Aber auch der Nordwesten ist reizvoll. Allerdings kenne ich da nur Oregon und da würde ich dann natürlich gern an der Küste leben. Aber diese beiden Orte stehen bei mir seit einiger Zeit ziemlich fest. Mein Mann ist tatsächlich aber mehr für Colorado oder Montana zu begeistern. 😉

        Und zu meinen Plänen für die ferne Zukunft passt Dein Zitat total gut – ich bin jetzt beim zweiten Schritt und so geht es immer weiter …. 😉

        LG Annett

      • 🙂 das ist eine kluge strategie, wie ich finde – einfach alles abwägen, schauen, wie sich dieser wunsch entwickelt und sich darauf vorbereiten.
        oregon ❤ das könnte ich mir glaub ich auch ganz gut vorstellen. new mexiko, montana und colorado kenne ich gar nicht. montana möchte ich aber zu gern mal so richtig mit ner ranch bereisen – eine freundin hat das mit der familie ihres stiefschwiegervaters gemacht – reiten, mit schwimmreifen einen fluss entlang brausen, natur, natur, natur! wie ist denn der menschenschlag in diesen regionen?

      • Liebe Paleica, ich wollte Dir noch antworten, habe aber die Bloggerwelt die letzten Tage sträflich vernachlässigt. :/
        Die Menschen im Westen sind – meiner Erfahrung nach – viel zugänglicher als im Osten des Landes. Freundlich sind alle, aber Small Talk und Kontakte knüpfen, Hilfsbereitschaft finde ich im westlichen Teil des Landes stärker ausgeprägt. In allen von Dir aufgezählten Bundesstaaten. Wir hatten da wirklich viele nette Begnungen und uns immer Willkommen gefühlt (z. B. in kleineren Pensionen und Bed and Breakfasts).

        Und – wir haben auch zweimal Ranchurlaub in New Mexico gemacht – haben noch immer losen Kontakt zu den Ranchbesitzern. Es war allerdings eine sehr kleine Ranch und wir haben auch die Abende zusammenverbracht. Die Ausritte waren wirklich toll (und das sage ich, als nicht Pferdenarr!) und einmal haben wir in totaler Wildnis übernachtet (ohne Strom, Wasser und anderen Annehmlichkeiten. Gekocht wurde über dem Lagerfeuer). Eine Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte (auch wenn ich tatsächlich ein wenig ängstlich in Bezug auf Mountains Lions bin). Überhaupt war die Ranch wirklich sehr abgelegen (2,5 h Stunden Fahrt über meistens unbefestigte Wege bis zur nächsten Stadt, Handynetz gibt es dort nicht) – ich habe nieder wieder so einen wunderbaren Sternenhimmel gesehen, wie dort in der Wildnis. Kein Lichtsmog – absolut atemberaubend. Alles Dinge, die man sich als Europäer schwer vorstellen kann – zumindest ging es mir so. Also, wann immer Du Dich für einen Ranchurlaub entscheidest, das wird sicherlich gut investiertes Geld sein, aber es gibt solche und solche Ranches. Teuer sind sie jedoch fast alle :(.

        LG Annett

      • ach das macht doch nix – schön, dass du es jetzt geschafft hast! die erfahrungen von wegen willkommensein und offenheit habe ich so auch gemacht. das war im westen wirklich anders als im osten.

        das was du schreibst klingt so toll, ich würde am liebsten gleich wieder los, hach! ja, das liebe geld – aber auch die zeit. bis man da erstmal hinkommt. aber man muss aus seinen träumen „einfach“ pläne machen und an der umsetzung arbeiten.

  13. So, liebe Paleica…
    Nun ist alles in trockenen Tüchern. Das war schon ein Hürde, diese ganze WP Geschichte. aber nun ist alles fertig und ich freu mich dadrauf auch bei dir wieder Kommentare zu hinterlassen!
    Ich bin wirklich sprachlos, was für wunder-, wunderschöne Fotos! In jedem Foto sieht man deine Freude über jeden einzeln Besuch in Amerika!

    Liebe Mai-Grüsse zu dir sende
    Britta

    • hallo meine liebe!
      ich habe mich sooo gefreut, als ich dein follow per mail erhalten habe und ich freue mich schon zu sehen, wie es denn nun geworden ist! also: willkommen zurück!
      danke für deine lieben worte und in vorfreude auf noch viel mehr davon 🙂

  14. „…Stellt euch vor, ihr seid an einem Ort, an dem ihr nur Möwen schreien, Seehunde rufen, den Wind durch Blätter rauschen und Wellen ans Ufer rollen hört. Da ist niemand, der telefoniert. Kein Auto, das hupt. Keine e-Mail, die geschrieben werden muss und keine Whatsapp-Nachricht über den letzten Hundehaufen, in den jemand getreten ist. Da ist nur die Weite der Natur. Da seid nur ihr selbst….“
    Ja. Bitte. Und zwar nicht nur für einen Moment, sondern am besten für Tage. Dann hört vielleicht endlich dieses „Aber“ in meinem Kopf auf…die Gedanken und Wünsche sortieren sich und man sieht nicht nur Hürden, sondern Chancen. Danke für diesen schönen Post! Liebe Grüße.

    • oh ja, ich würde auch am liebsten tagelang in so einer situation verweilen. bei unserer letzten reise hatten wir immerhin 6 tage praktisch kein internet und keinen handyempfang. es war trotzdem viel los, aber allein schon das abzudrehen war unglaublich wohltuend!

  15. Ach, die immer mit dieser Selbstfindung und so. Anscheinend muss man dafür ja eh nur mit dem Rucksack irgendwo lang wandern. Am besten möglichst beschwerlich und nur mit dem Zelt. 😉
    2 1/2 Wochen Amerika sind ein Abenteuer und gut ist’s. Und so was tut immer was für einen, auch wenn man vielleicht nicht in bester „Wild“-Manier einen beschwerlichen Trail wandert und in Einsamkeit vergeht!

    Übrigens gehen mir bei den Fotos von San Francisco das Herz auf… hach…

    Dankeschön! Das nennt man „Acrylic Pouring“ (keine Ahnung, was der deutsche „offizielle“ Titel ist). Ist eine schöne Sauerei, aber macht Spaß. 😉

    Ich denke Mindhunter wird dir auch gefallen. 🙂 Wobei „Die Auslöschung“ schon echt sehr besonders war… klar, es gibt Sci-Fi Elemente, aber eigentlich hält sich’s noch in Grenzen; aber es ist schon eine eigenartige Mischung. Auch manchmal wirklich gruselig (aber auf diese beklemmende Art). Ganz verrückt irgendwie.

    Oh Gott, Pretty Little Liars und ich werden keine Freunde mehr. Hab das oft bei der Retusche laufen und allein da tun mir die Logiklücken schon weh! 😉

    • hahaha ja, selbstfindung, rucksack, zelt, wandern und beschwerlich: lustig, dass du das geschrieben hast, denn genau auf die art hab ich mir auf unserer reise auch gedanken gemacht. dass es nur bereichernd sein „darf“, wenn es schwer ist. aber manchmal glaube ich, nur der PCT mit bären und schlangen und ohne wasser ist das wahre, echte, richtige reisen. bescheuert, oder?

      ich kann mir gut vorstellen, dass das acrylic pouring spaß macht 🙂 zumindest sieht es toll aus. sollte ich irgendwann mal größeren wohnraum mit freien wänden haben, werde ich dir womöglich auch eines abkaufen 🙂

      also nachdem bates motel jetzt WIRKLICH in die letzte runde geht (noch 2 folgen von der letzten staffel, aaah!) wird mindhunter denke ich das nächste gemeinsame projekt. gestern hab ich meine solo-serie riverdale ja vorerst zu ende geschaut (dritte staffel kommt allerdings angeblich) und da werde ich glaube ich mit this is us weitermachen. davon gab es im flieger 3 folgen und das wurde mir schon mehrmals empfohlen und ich bin auch direkt voll drauf reingekippt.

      hahaha ja zuviel nachdenken darf man bei pretty little liars nicht. aber ich liiiebe die charaktere halt trotzdem und nach den ersten 3 folgen habe ich das einfach alles ignoriert 😀

  16. Wow, wieder einmal unglaublich tolle Bilder! Danke fürs Teilen und dass du uns in deine Gedankenwelt mitnimmst. ❤️

    Ich habe mein Selbst irgendwie Stück für Stück im Laufe meines Lebens zusammen gesammelt. Ich hätte mir gerne eine traumhafte Kulisse dafür gewünscht, war leider nicht der Fall…

    Was deine Liebe zu USA betrifft, mir geht es auch so. Verrückt eine so tiefe Sehnsucht zu verspüren, obwohl man noch nie dort gelebt hat. Die Sehnsucht hatte ich schon als Teenie…

    Ganz liebe Grüße! ❤️

    • sehr sehr gerne, es ist immer wieder so schön, gedanken zu worten zu formen und darauf so unglaublich viel wertvolles feedback zu erhalten!

      ja die kulisse kann man sich letztlich nicht aussuchen. gleichzeitig prägt sie uns, ob wir wollen oder nicht. gleichzeitig glaube ich, dass du auf das zusammensetzen der teile deines selbst durchaus sehr stolz sein kannst!

      bei mir kam diese sehnsucht erst anfang der 20er, aber seitdem ist sie da und seitdem ich 2014 wieder dort war ist sie unauslöschlich immer ein teil von mir.

  17. Aus der Seele gesprochen….
    Ich werde im Juni auch wieder 3 Wochen in den USA und bei meiner Family verbringen – und endlich wieder das tun, was ich lange habe schleifen lassen – analog fotografieren….

    …heisst: sich treiben lassen, schauen, träumen, auf den Auslöser drücken….

    • oh wow, das ist ja toll und ich beneide dich, dass du es noch vor dir hast! wo genau wirst du denn dann sein?
      analog fotografieren, ja, das möchte ich auch einmal wieder. sich zeit nehmen, ohne großen ziel und plan mit dem herzen fotografieren.

  18. Danke für die inspirierenden Worte und so viele schöne Bilder!
    Das macht mich echt langweilig, aber es trifft den Nagel einfach auf den Kopf.

    • liebe babsi, herzlich willkommen hier und danke für deinen kommentar!
      ich wüsste nicht, warum du deswegen langweilig sein solltest 😉 ich finde es schön, wenn du mir bei diesen dingen zustimmst! ❤

  19. Ein wunderschön geschriebener Beitrag!

    Irgendwann würde ich auch so gerne einen Roadtrip machen.. Ich war ehrlich gesagt noch nie in Amerika und schätze, dass ich bisher so einiges verpasst habe! 😉

    • dankeschön!
      also bis jetzt kannst du alles noch ohne probleme aufholen 🙂 es lohnt sich aber wirklich. obwohl ich sagen muss: besser zu zweit. man fährt doch weite strecken und hat sooo viele eindrücke zu teilen.

  20. Liebe Paleica,
    wieder mal ein sehr schöner Beitrag von dir mit wunderbaren Fotos, deren Bearbeitungsstil mir sehr gut gefällt. Leider war ich längere Zeit nicht mehr hier, aber ein Besuch auf deinem Blog ist immer eine virtuelle Reise wert 😉
    LG, Netty

  21. Was für unglaublich schöne Worte, die nachhallen und zum Nachdenken anregen. Die Abschlussfragen an alle Leser sind ergreifend und etwas, was wir uns öfters fragen sollten. Deinen Bildstil liebe ich so sehr. Er ist du. Und nur das ist wichtig. Traumhafte Bilder direkt aus deinem Herzen.❤️

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