Geflügelte Worte V: Gestern & Heute

Aus aktuellem Anlass in so einem kurzen Zeitabstand ein zweiter Aphorismus.

Dinge ändern sich, Menschen ändern sich. Manche bleiben, manche gehen. Bei manchen macht es einen Knall, andere verschwinden leise und schleichend.

Das zu erkennen, zu akzeptieren, fällt oft schwer. Man hatte eine großartige Zeit, die man sich als solche in Erinnerung behalten soll. Man kann nicht erzwingen, dass sie bleibt. Es gibt keine Garantie, dass man sich nicht auseinanderentwickelt. Dann trifft man sich noch ab und an, plaudert ein bisschen, präsentiert sich, spricht ein bisschen über „weißt du noch“ und „damals“, verabschiedet sich. Zurück bleibt der schale, laue Geschmack einer Leere, die ein oberflächliches Gespräch mit Menschen hinterlässt, mit dem man mal sehr unterflächlich war.

Ich verabschiede mich. „Kommst du gar nicht mit Essen?“ „Nein, ich geh wieder zu meinen Jungs.“ „Oh, bist du gar nicht mit uns da?“ „Nein.“ Und ich werde es vermutlich auch nicht mehr sein.

Bye bye, Jugend. Bye bye Schulzeit. Bye bye, mein liebgewordenes Ex-Leben. Ich vermisse dich. Aber ich passe nicht mehr.

49 Replies to “Geflügelte Worte V: Gestern & Heute”

  1. mhm… ein sehr nachdenklicher text…
    aber ich mag das foto und die textzeile wieder sehr gerne. vor allem die textzeile! sie ist sehr weiße und schön (wenn auch etwas traurig).
    die dinge verändern sich eben. aber obwohl es manchmal weh tut, ist es auch gut. es gibt eben immer zwei seiten…

    hast du das objektiv denn schon oft verwendet? manchmal braucht man ja ein bisschen, um mit gewissen dingen warm zu werden. aber du solltest nicht so selbstkritisch sein. es gibt doch immer irgendwen der seine sache besser macht als man selbst. aber sich zu sehr auf diesen gedanken zu versteifen deprimiert und demontiviert nur und bringt letzlich nichts. man kann nur sein bestes geben.

    wenn ich mal so darüber nachdenke, gibt es eigentlich gar keine schauspielerin die ich so wirklich gerne mag.. hin und wieder gefällt mir eine in einem bestimmten film, aber ich bin von keiner ein richtiger fan…

    ach echt? dann musst du aber wirklich extrem geschwärmt haben! 😉

    1. ja, ich fühle mcih auch irgendwo sehr nachdenklcih zur zeit. mal wieder. das kommt in wellen, glaube ich.
      es freut mich jedenfalls, dass es trotzdem gefällt, obwohl soviel zu lesen war. aber ich denke, die textzeile fasst all das, was ich geschrieben habe, ganz gut zusammen…
      ohne veränderung würden wir noch auf bäumen sitzen, keine frage. aber manchmal wäre etwas mehr beständigkeit eben auch schön.

      ja ich hab es eigentlich schon oft verwendet. aber wenn ich die blende so klein mach, dass mehr scharf gestellt wird brauche ich irre gutes licht, also irgednwie. naja… ich sollte mich vlt im internet mal ein bisschen drüber informieren, weil es ein richtig teures richtig gutes objektiv ist.

      ich bin auch von keinem mehr in der art fan. ein glück. das war unheimlich mühsam. du hast ja keine ahnung wie ich da drauf war (;

  2. Gibt da ja so einen alten Spruch – Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen. Nicht immer strebt man Veränderungen an, sie bringen immer Neues mit sich und man weiss voraus nie was.

    LG Soni

  3. Wie recht Du hast, so ist das Leben eben. Leben bedeutet Veränderung und wenn man diese ständigen Veränderungen nicht miterlebt, driftet man unweigerlich auseinander. Es ist der Alltag, den wir teilen sollten. 🙂
    Lieben Gruss
    moni

    1. ‚das einzig beständige ist die veränderung‘. auch das war mal eine art leitmotto von mir. unglaublich, wieviele weisheiten es da dazu gibt.
      aber du hast recht. den alltag sollte man teilen.

  4. Es ist nicht oft, dass man schon noch beim seltenen Zusammensein merkt, dass es kein Treffen mehr geben wird.
    Oft ist so ein völliges Auseinanderleben schleichend, man bekommt es gar nicht mit. Erst, wenn mal wieder ein besonderer Jahrestag ist, dann fällt es einem auf.
    Außerdem, alle sieben Jahren ändert sich unser Körper. So merke ich z.B. dass bei meiner Verdauung sich was geändert hat. Ich bin der Sache noch nicht auf die Spur gekommen, was ich nun entsprechend ändern muss.

    Deine Worte stimmen jedenfalls sehr nachdenklich
    Liebe Grüße

    1. naja, kein treffen mehr geben würde ich jetzt gar nicht sagen. aber es ist nicht mehr so wie früher. ich verwende eher den begriff bekannte als freunde. so in die richtung gedacht.
      und es war tatsächlich eine sehr schleichende sache.
      das stimmt, alle paar jahre ändert sich irgendwie alles…

  5. Ein sehr bewegender Text und ein sehr berührendes Foto! …
    Man kann unendlich darüber „philosophieren“ und doch blieben 1000 Gedanken und Gefühle unausgesprochen… Text und Foto gehen unter die Haut, unterflächlich – welch eine schöne Wortspielerei!

    1. danke für das lob, ich freue mich, dass der beitrag trotz (oder vielleicht grade wegen) der textflut so gut ankommt.

  6. So berührend… ein Thema das mich auch immer wieder beschäftigt. Danke für die interessanten Sichtweisen

    1. danke für das lob. es ist unheimlich schön zu sehen, dass man auch gelesen wird und sich die blogbesucher die mühe machen, sich mit dem geschrieben auseinanderzusetzen ❤

  7. Wow – wie treffend du das wieder geschrieben hast – ein Post der bewegt, der nachdenklich macht !!!
    Mir geht´s mal wieder genauso wie dir – das könnten auch meine Worte sein – passt perfekt in meine Situation 🙂
    Und das Lied ist jetzt auch mein *Lied des Monats* – alles neu macht der Mai – ist mein Spruch des Monats – alles ändert sich – ich ändere mich – ich gehe weiter …
    Und schön, dass es dir bei deinem kleinen Abschied gutgeht – das kann man nämlich zwischen den Zeilen rauslesen 🙂
    Erinnerungen bleiben – das ist auch gut so – aber es kommen immer wieder neue hinzu – das ist noch besser !!!

    Hab nen schöne Zeit 🙂

    GLG Manu

    1. danke liebe manu, es ist schön, dass der text so gut ankommt und so lieb kommentiert wird. ich weiß – bei dir ist alles grade ähnlich, nur aus einer ganz anderen ausgangssituation.
      so gut gehts mir dabei leider nicht wirklich, aber man muss ja versuchen, es von der positiven seite zu sehen oder es realistisch zu betrachten ohne ganz traurig zu werden…

  8. Liebe Paleica,

    das ist so eine schöne Bild-Spruchkombination ..mag das ja sehr gerne. Was du beschreibst – über das Gehen – kann ich sehr gut nachfühlen ..und es stimmt, man kann eine Freundschaft oder Beziehung nicht festhalten, wenn ihre Zeit vorüber ist. Menschen entwickeln sich weiter – und eben auch in verschiedene Richtungen.

    Loslassen ..ist allerdings manchmal gar nicht so einfach, find ich. Und ich stöbere auch gern mal in Erinnerungen. Sie sollten nur nicht komplett die Gegenwart überlagern.

    Viele liebe Grüße an dich 🙂
    Ocean

    1. danke für deine lieben und nachdenklichen worte. nein, man kann nichts dergleichen festhalten. auch wenn mans manchmal gern würde.
      und loslassen ist iregndwo das schwierigste für mich.

  9. Bild und Text bilden eine Einheit, emotional und tiefgehend. Gefaellt mir sehr diese Arbeit.

    Hier noch ein Zitat:
    „Heute dasselbe fühlen wie gestern heißt nicht fühlen – heißt sich heute an das erinnern, was man gestern gefühlt hat, heißt heute der lebendige Leichnam dessen zu sein, was gestern gelebt und verlorenging.
    Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe“

    saludos

    1. danke für das kompliment lieber rue und auch für das zitat! es ist schön, dass du oft zu meinen gedanken etwas beiträgst!

  10. …und kein morgen wird mit dem heute zu füllen sein. „Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.“ (Platon)
    (Ich hoffe, das stürzt Dich jetzt nicht noch mehr in Nachdenklichkeit…)

    1. im übertragenen sinn wohl dasselbe wie ‚das einzig beständige ist die veränderung‘, eine erkenntnis meiner teenagerzeit, die mir aber doch nie recht gefallen hat.

      1. Ich hoffe, das liest sich jetzt nicht altklug, aber je älter ich werde und je mehr die Erkenntnis reift, dass sich das meiste auf dieser Welt ohnehin meiner Kontrolle entzieht, desto positiver sehe ich Veränderungen. 🙂

        1. tatsächlich? na dann besteht ja vielleicht noch hoffnung (: ich weiß nicht ob das nicht auch eine typfrage ist, wie man veränderungen gegenüber steht…

          1. Ich weiß ja nicht, wie es ist, ich weiß nur, wie ich es empfinde… Und ist garantiert eine Typfrage: tendenziell mag ich Veränderungen. 🙂

            1. eben – ich mag veränderungen tendenziell nicht (; ergo dessen befürchte ich fast, dass das mit dem älterwerden auch nicht grade besser wird, zudem man ja erfahrungsgemäß im ‚alter‘ nicht unbedingt flexibler wird ^.^

              1. Haha, jetzt mach mal halblang. Die Flexibilität verliert man ja eher im Herbst des Lebens, Du bist ja noch im (evtl. späten) Frühling… dazwischen liegt noch der Sommer. 🙂
                Um nochmal einen „Poesiealbum-Spruch“ zu bemühen: Wer an der Vergangenheit festhält, hat nicht beide Hände frei, um die Chancen zu ergreifen die sich heute bieten.

              2. also ich glaub eher, dass das ein stetiger verlustprozess is.
                der spruch ist weise, schön und mit sicherheit auch wahr. aber nicht für jeden leicht umzusetzen ^.^!

  11. Jeder Lebensabschnitt hinterlässt diverse Geschmacksrichtungen. Von bitter bis zuckersüß. Ich denke, wir sollten uns an beide Dinge erinnern und hoffnungsvoll die Zukunft gestalten.

    So kommen Veränderungen ins Rollen, die sich zwar aus „alten Leben“ den Antrieb holen aber neue Richtungen einschlagen… wenn man es will/zulässt.

    1. ja man darf auch die negativen seiten nicht vergessen, dazu neigt man ja irgendwie…
      mit den veränderungen hast du in jedem fall recht.

      1. Man sollte zwar negative Erlebnisse nicht unbedingt vergessen, aber auch nicht ewig drauf herum reiten. Das schadet nur einem selbst.

        1. ich hab mich da vlt nicht optimal ausgedrückt, aber es geht mir da weniger um das vergessen von negativen erlebnissen, sondern um das erinnern an schöne zeiten, die vergangen sind und an denen man zu sehr festhalten möchte…

        1. lustig – das ist jetzt eigentlich eine ganz konträre meinung wie die von daniel, der da vor dir kommentiert hat… ich hab auch eher das gefühl, dass das mit dem älterwerden mehr wird…

  12. dankeschön für dein liebes lob!
    das kleid mit den rosen finden wir auch klasse…^^
    tja, zum glück hat sie die raupen nicht gleich entdeckt, sonst hätte sie sich vielleicht auch nicht wirklich darauf eingelasen. aber sie kennt mich ja schon… sie weiß, dass unsere shootings oft anstrengend oder eklig werden. 😉 damit rechnen wir mittlerweile schon von anfang an. ich bin froh, dass sie immer noch meine beste freundin ist! ;D

    ach, das kenne ich. das geht mir auch so. es gibt immer wieder extrem nachdenkliche phasen in denen ich eine menge in frage stelle usw. zum glück vergeht das auch wieder. nachdenklichkeit in ehren, aber manchmal ist es einfach nur sehr anstrengend, wenn man sich über alles zu viele gedanken macht. vor allem, wenn es dinge betrifft, die man einfach nicht ändern kann.

    ach echt? ein teures objektiv? da ich die meiste zeit die objektive von meinem papa verwende, habe ich mir da noch nie so gedanken gemacht, wie viel die wohl gekostet haben. das ist wohl auch besser so, sonst hätte ich nur noch quälende angst, dass denen was passiert…^^

    dann warst du also ein hardcore-fan? 😉

    1. bitte gern – du hasts dir ja auch verdient ^.^
      hehe das glaub ich gern. na ich finde das sehr bewundernswert, dass sie sich von sowas nicht in die flucht schlagen lässt. ich könnte das nicht, aber ich hab da wohl auch eine besondere phobie /=

      du sagst es – die phasen vergehen glücklicherweise auch wieder. ich kenne diese phasen auch, das is nix neues. aber trotzdem ziehts mich immer ein wenig runter. naja, was solls. man soll halt nicht im selbstmitleid versinken. aber manchmal kann man nicht aus seiner haut. das gewissermaßen ausleben braucht man glaub ich hin und wieder. man muss halt wissen, wo man die grenze zieht im sich-reinfallen-lassen (grundlos) oder einfach mal ein bisschen auszeit nehmen.

      naja, für meine verhältnisse war es schon teuer. für objektive war es nicht so teuer. kommt immer auf die relation an (; aber zu teuer ums runterfallen zu lassen. und zu teuer um damit keine guten fotos zu machen!!
      man darf da aber beim fotografieren direkt sowieso nicht drüber nachdenken.

      ja, das war ich. von gzsz. ich hatte 4 riesige ordner, alle bücher und hab es mir jeden tag zu mittag auf vox und abends auf rtl angesehen. haha. fürchterlich.

  13. Die Tönung ist toll,.. und der Text passt super.

    Du machst noch solange bis mir solche Bilder zusagen.
    Also deine gefallen mir aufjedenfall!

    Und der Text macht nachdenklich,..irgendwas vorgefallen? Oder die Erkenntniss die sich über die Jahre hin langsam aber sicher eingeschlichen hat?!

    1. na das hoffe ich schwer – würde mich freuen wenn ich dich dazu brächte (((((:
      es ist eine kleinigkeit vorgefallen, die diese erkenntnis ans tageslicht geführt hat…

  14. Liebe Paleica, genau darüber habe ich erst kürzlich in meinem BLOG geschrieben und es ist immer wieder wahr: Kein Heute ist mit dem Gestern zu füllen. Es gibt da einen sehr schönen Spruch der Tuareg, an den ich in solchen Momenten oft denke, er heisst: „Die Spuren von gestern verwischt der Sand von heute.“
    LG von Rosie

    1. dazu fällt mir ein text ein von rainhard fendrich: erinnerung is nur a rafenspur im sand. so is es, ja…

  15. trotzdem danke! 😉
    na ja, ich glaube es gibt kaum jemanden der sich da nicht ekeln würde. ich hatte mich da ja leicht reden… sie stand in den ganzen raupen rum und ich gab fröhlich weiterhin anweisungen… in dem fall wollte wir halt beide ein möglichst gutes foto zu stande bringen. 🙂 da kam dann wohl bei uns beiden der ehrgeiz durch.

    es geht eben immer auf und ab. sonst wäre es ja langweilig…^^ mal läuft alles super und man kommt gar nicht ins grübeln, weil alles so pefekt passt und dann tritt eben wieder der andere fall ein. letztlich finde ich es ganz okay, wenn man mal nachdenklicher drauf ist, bloß wenn man sich zu sehr im gedanken-teufelskreis dreht sollte man sich mal wieder in den sinn rufen, was denn nun das eigentliche problem ist und dabei stellt man manchmal eben fest, dass es all die gedanken gar nicht wert ist.

    zum runterfallen lassen von irgendwas bin ich schon viel zu geizig und sparsam. ^^ hin und wieder muss man sich einfach was gönnen, wie zum beispiel ein gutes objektiv, aber dann sollte es schon auch möglichst lange seinen dienst tun. 🙂

    wirklich? aber ich denke das ging vielen so. also GZSZ hat mich nie sonderlich interessiert. allerdings habe ich z.b. über jahre hin weg keine LOST folge verpasst. 😉

    1. das is dann natürlich was anderes, wenn sie den selben ehrgeiz hat und da so dahinter ist.

      da hast du auf jeden fall recht. man braucht eben oft dinge, die die gedanken zurecht rücken. aber ich frag mich schon häufig, wovon stimmungen beeinflusst sind. wenn ich gut drauf bin dann sehe ich die dinge von ganz anderen seiten als wenn ich nicht so gut drauf bin, obwohl an der situation selbst nichts anders ist.
      oft brauche ich dann einen hint von außen, um wieder ein bisschen anders zu sehen. seltsam. ist mir gestern erst wieder aufgefallen.

      ich lasse ja auch nix absichtlich runterfallen. nur leider bin ich oft recht ungeschickt, vielleicht auch weil ich ungeduldig bin und herumschussle, deswegen fliegt mir immer alles aus der hand, ich lauf überall dagegen und so.

      mich hat ein jahr lang (mit 12) nix anderes interessiert als gzsz. ich wage zu behaupten, es war das schlimmste jahr meines lebens – zumindest für andere, haha. glücklicherweise war das schlagartig wieder vorbei und seitdem gibt es diesen fanatismus bei mir auch nicht mehr. umso mehr schätze ich die leute in meinem leben, die das mit mir durchgestanden haben (;

  16. Liebe Paleica, vielleicht höre ich mich jetzt altklug an: so ist das Leben. Beständig Veränderung. Manchmal schleichend, über Jahre, kaum merklich. Dann wieder urplötzlich, von jetzt auf nachher. Mit dem älter werden lernst Du damit umzugehen, es zu akzeptieren. Es als spannende Herausforderung anzusehen und anzunehmen.

    „We are all visitors to this time, this place. We are just passing through.
    Our purpose here is to observe, to learn, to grow, to love… and then we return home.“ – Aboriginal proverb.

    1. lieber ralf, all das, was du hier schreibst, ist mir bekannt. es ist nur manchmal schwer, die dinge zu akzeptzieren wie sie sind. manchmal würde man sie eben doch gerne ändern.
      danke für dein schönes zitat.

  17. Servus Paleica,

    dein nachdenklicher post erinnert mich daran dass Freundschaften die uns lange Zeit sehr wichtig sind und die man sich aus dem Alltag nicht wegdenken konnte – in einem neuen Lebensabschnitt oft verblassen…schleichend oder aber auch sehr aprupt. Ich habe sehr lange gebraucht darin irgend einen Sinn zu sehen. Aber oft kann man eben das Gestern nicht ins Heute mitnehmen. Selbst wenn man gerne möchte. Wie schon geschrieben, keine neue Erkenntnis. Nur – solange man das nicht akzeptieren kann, nimmt man sich selbst die Möglichkeit offen für neue, schöne Begegnungen zu sein. Und Vergangenes das mal schön war soll doch nicht einen schalen Nachgeschmack bekommen. Wäre doch schad drum. – Meine Erfahrung.

    LG,
    Klarissa

    1. danke für deinen kommentar liebe klarissa. du hast sicherlich recht, trotzdem ist es manchmal schwer, sich daran zu halten!

  18. Liebe Paleica,
    diesen Post von Dir schleppe ich schon seit gefühlten Ewigkeiten mit mir im Feedreader herum, weil er mich so berührt hat, dass ich unbedingt etwas dazu schreiben wollte.
    Und jetzt, nachdem ich vorgestern meine DA endlich losgeworden bin, habe ich endlich die Zeit dafür.
    Das Bild und der Spruch passen wieder einmal perfekt und drücken etwas aus, was ich in diesem Moment ganz ähnlich empfinde. Man ist dann so traurig, weil, wie Du schon schreibst, noch so viele gute Sachen in der Erinnerung lebendig sind… und doch ist es dann bei einem „leibhaftigen“ Treffen wieder alles eher mau und nur noch die Hälfte von dem, was früher war. Das ist so schade. Und doch einfach das Leben und nicht zu verändern. Es fällt schwer, loszulassen – aber die Erinnerungen bleiben nur dann schön und unberührt, wenn man früh genug geht. Leider gehört es echt zum Leben, dass es sich stetig verändert – und das tut leider auch oft weh. Aber so kommt auch Platz für neue Menschen und Geschichten. Und das ist dann wieder ganz wunderbar 🙂 Ich schicke Dir die liebsten Grüsse! D.

    1. liebe sayuri, ich freu mich sehr, dass du hier noch kommentiert hast. grade, weil mir dieses thema ein wichtiger anliegen ist. da ist es natürlich schön zu sehen, wenn meine leser sich auch freuen, mal gedanken von mir mitzubekommen.
      und natürlich: GRATULATION zur DA-Abgabe!!!! bei mir gehts jetzt im sommer zum 2. mal mit dem schreiben los!

      es beruhigt mich zu hören, dass andere ganz ähnliche erfahrungen machen. es zeigt mir, dass das einfach normal ist und nicht nur ein phänomen meines lebens ist, dass immer wieder menschen verschwinden.
      man muss eben lernen loszulassen. immer wieder.

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