Geflügelte Worte V: Gestern & Heute

Aus aktuellem Anlass in so einem kurzen Zeitabstand ein zweiter Aphorismus.

Dinge ändern sich, Menschen ändern sich. Manche bleiben, manche gehen. Bei manchen macht es einen Knall, andere verschwinden leise und schleichend.

Das zu erkennen, zu akzeptieren, fällt oft schwer. Man hatte eine großartige Zeit, die man sich als solche in Erinnerung behalten soll. Man kann nicht erzwingen, dass sie bleibt. Es gibt keine Garantie, dass man sich nicht auseinanderentwickelt. Dann trifft man sich noch ab und an, plaudert ein bisschen, präsentiert sich, spricht ein bisschen über „weißt du noch“ und „damals“, verabschiedet sich. Zurück bleibt der schale, laue Geschmack einer Leere, die ein oberflächliches Gespräch mit Menschen hinterlässt, mit dem man mal sehr unterflächlich war.

Ich verabschiede mich. „Kommst du gar nicht mit Essen?“ „Nein, ich geh wieder zu meinen Jungs.“ „Oh, bist du gar nicht mit uns da?“ „Nein.“ Und ich werde es vermutlich auch nicht mehr sein.

Bye bye, Jugend. Bye bye Schulzeit. Bye bye, mein liebgewordenes Ex-Leben. Ich vermisse dich. Aber ich passe nicht mehr.