Meine 7 Reiseweltwunder

Zu allererst: Ihr seid toll! Danke für das ausführliche, sehr persönliche und positive Feedback auf mein Geplapper zu „warum wir auch über die Schattenseiten der Dinge bloggen sollten.“ ❤  Und: nachdem ich es ja im letzten Post schon angekündigt habe: bevor ich meine 5 Anti-Reisetipps verfasst habe, habe ich ganz eigentlich an etwas klassisch blogotypisch rosarotem geschrieben: auf shavethewales.net hab ich nämlich einen wunderbare Artikel gefunden – die persönlichen Reiseweltwunder. Soviel wie Caroline bin ich selbst nicht unterwegs, darum beschränke ich sie auch nicht auf ein Jahr, sondern allgemein auf die Dinge, die ich – seit ich etwas weiter in der Welt unterwegs bin – erleben durfte. Und beginne mit:

Die weißen Klippen von Dover

Dass ich nach Dover kam, war ein Riesenglück. Wir hatten ein AIDA-Angebot gebucht, sehr günstig, bei dem man dann per Zufall (oder eben nach freien Plätzen) einer von zwei Reisen zugeteilt wurde. Ich habe insgeheim auf die gehofft, die wir dann auch bekommen haben – denn ich wollte Dover, das ich einige Zeit zuvor in einer Reportage kennengelernt hatte, unbedingt sehen. Dass es wolkig war, tat meiner Faszination für die riesigen weißen Steinklippen keinen Abbruch. Eine traumhafte Landschaft!

Norwegens Fjordlandschaft

Die meisten haben schon von den vielen norwegischen Fjorden gehört. Ich wusste lange Zeit nicht wirklich, was ich mir darunter vorstellen sollte. Was ich sehen, spüren und riechen würde, übertraf meine Erwartungen bei weitem. Dieses klare Licht, das ruhige Wasser, die reine Luft. Einfach Natur, so unbeschreiblich schön.

Die Vegetation um den Teide auf Teneriffa

Der Teide ist Spaniens höchster Berg. Der Vulkan befindet sich auf der Kanaren-Insel Teneriffa. Auf der Straße zum Teide legt man also einige Höhenmeter zurück. Währenddessen kommt man aus dem Staunen kaum heraus, weil sich die Vegetation alle paar Minuten zu verändern scheint. Startet man im Süden der Insel, sieht man zuerst gefühlt klassisch trockenes Mittelmeerklima (auch, wenn man im Atlantik ist). Ausgedorrte Pflanzen und Wiesen, alles trocken von der heißen Sonne. Als nächstes zeigen sich Plantagen von Kakteen, die sich im feuchten Nebel befinden. Weiter oben wird es kühler, auf einmal gibt es Nadelwälder und man fühlt sich „wie daheim“. Je weiter man Richtung Berg kommt, wird es wieder karger,  wüstenartig. Um den Berg herum glaubt man fast, in Mordor zu sein, es wächst noch nichts in der steinigen Vulkanlandschaft, die sich braun sehr kontrastreich vom blauen Himmel abhebt. Einige Kilometer weiter unten blickt man über die wattigweiche Wolkendecke, die sich auf der Nordseite (?) des Berges staut. Es folgt Streckenabschnitt, auf dem von sommerlicher Äquatorstimmung nichts zu merken ist. Alles ist im Nebel und ohne Weste wird es schnell kalt. Je weniger Höhenmeter noch unter einem liegen, umso wärmer und sonniger wird es wieder. Die Reise durch die Klimazonen findet ihr Ende.

Das Pantheon und Rom – und seine Aura

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Ich habe noch nie zuvor eine derart magische Aura eines Gebäudes erlebt. Das Pantheon steht – wie viele andere antike römische Gebäude – einfach irgendwo mitten drin hineingequetscht auf einem Platz. Aber es ist anders als andere. Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben, als würde das bunte italienische Stimmengewusel auf einmal ein Flüstern werden. Als bräuchte man nur hineinzugehen und am Ende in der Antike wieder zu sich kommen.

Der Grand Canyon, ein Riss in der Erde

Ein Naturschauspiel, von einer Schönheit, die schwer zu begreifen ist.

Die Golden Gate Bridge und ihre Mystik im Nebel

Die wundervolle, rostrote Brücke, die San Francisco charakterisiert, aufgeladen mit dem amerikanischen Traum, der Aufbruchsstimmung des frühen 20. Jahrhunderts, der Blumenkinder und Folk Musik. Für mich. Und mein schönster Reisemoment.

Buckelwale vor der Küste Kaliforniens

Die Texte werden kürzer, weil es für überwältigende Gefühle (in der deutschen Sprache) nicht das richtige Vokabular gibt. Magisch.

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Ich hoffe, ich konnte euch meine Emotionen, die ich mit diesen wundervollen Orten verbinde, ein wenig näher bringen und ihr seid mit mir ein wenig ins Schwärmen und Träumen gekommen.