Girls-Roadtrip in den Süden: #traveltip Piran

Nach dieser enormen Kältewelle, die uns im Februar heimgesucht hat und die über das Wochenende nochmal Fahrt aufgenommen hat, brauche ich dringend etwas Wärme am Blog und ich hoffe, euch passt ein bisschen „summerdreaming“ auch grad rein 🙂

Während meine östliche Landkarte bis vor 2 Jahren voller weißer Flecken war, füllt sie sich jetzt mit dem einen oder anderen Pin und dem Label „besucht“. Bisher habe ich euch ja schon von Maribor, Zadar, Dubrovnik bei Nacht, Prag, den Plitvicer Seen, Zagreb und Ljubljana berichtet. Heute steht ein weiteres Schmuckstück auf der Liste: Piran.

Ich habe von Piran nur durch Zufall erfahren – von einem Nachbarn in meinem Haus, über Instagram. Auf einmal tauchte der kleine Ort an der slowenischen Küste immer wieder in meinen Social Networks auf und ich vermerkte ihn auf der Bucketlist. Dass ich so schnell Gelegenheit hatte, ihn kennenzulernen, hätte ich mir kaum träumen lassen. Denn im Sommer 2016, als Nina und ich meine Stella vollpackten und gen Süden fuhren, stand auch Piran auf der Liste.

Ich habe absolut keine Ahnung, wie man diesen wundervollen Ort beschreiben könnte. Ich betrat die Stadt und war verliebt.

Piran ist autofrei. Wer als Tagesbesucher in die Stadt kommt, muss sein Auto auf einem Parkplatz außerhalb stehen lassen und fährt mit dem Shuttlebus zum Stadtkern. Dort empfängt einen eine kleine Hafenbucht mit unzähligen bunten Booten und ein glänzender Hauptplatz, mit einem für diese Region (sonst eher Kroatien) so typischen Kirchturm.

Die Stadt besteht aus engen, kopfsteingepflasterten Gassen und aus versteckten kleinen, mit viel Grün verwachsenen Häusern.

Der Weg zur Kirche ist steil, steinig und beschwerlich. Der Ausblick von oben traumhaft, aber das ist eine andere Geschichte.

Die engen Gassen sind gesäumt von bunten Häusern, mit bröckelndem Verputz, dem Alter und Salzwasser zusetzen, dekoriert mit Pflanzen.

…und mit bunten Fensterläden.

Alles ist farbig. Melancholisch fröhlich.

Das slowenische Venedig. Das slowenische Lissabon.

Ein Sehnsuchtsort.

Es gibt nicht viele Orte, an denen ich mich auf diese seltsame Art und Weise zuhause fühle, obwohl ich noch nie da war und die Sprache nicht spreche. Piran ist einer davon. Ich habe mich Knall und Fall verliebt. Ich bin mitten am Weg am Bauch gelegen um Fotos zu machen, ich bin mit voller Montur und hochgezogenem Rock ins Meer gelaufen, weil es eines der schönsten war, das ich je gesehen hatte. Weil ich nicht widerstehen konnte, weil der Tag so voller Leben war.

Ich möchte unbedingt wiederkommen, irgendwann, über Nacht. Wenn die Tagestouristen weg sind, beobachten, wie die Sonne über dem Meer versinkt und sich die engen Gassen leeren. Den Puls der Stadt in der Nacht spüren, der – wie in Dubrovnik – bestimmt ganz anders ist als bei Tag.

Verfasst von

Internetmethusalem. Schütze Aszendent Jungfrau, Freudianer, Tolkienist, Freizeitfetischist, zwanghaft neurotisch, begeisterungsfähig, Kommunikationsjunkie, Träumermädchen. Ein Kopf voll Gefühl, ein Herz voll Gedanken.

43 Kommentare zu „Girls-Roadtrip in den Süden: #traveltip Piran

  1. Guten Morgen :-), kann ich voll und ganz verstehen das man sich in so einen Ort verlieben kann. Deine Bilder sind so toll. Ich mag ebenfalls Städte mit diesem alten Flair am liebsten mediterran. Dieses Jahr wollen wir auch Spanien, Griechenland, Kroatien ……. ich suche natürlich auch etwas wo fotografisch etwas herausspringt 🙂 :-). Wobei ich hier eine neue Wahl gefunden habe :-). Gerne mehr davon!
    LG
    Andreas

    1. jaaa, nicht wahr. dieser ort hat einfach soviel von anderen tollen städten und hat sich in summe ganz schnell in mein herz gepflanzt. eure ziele dieses jahr sind allesamt toll. spanien habe ich 2015 mal wieder besucht und einen kroatien-roadtrip hab ich letztes jahr gemacht. falls du gern was drüber wissen möchtest, frag mich jederzeit 🙂 du kannst auch bei den blogbeiträgen stöbern, die spanien-beiträge sind ja immerhin schon alle online und einige von kroatien auch 🙂 griechenland, das steht auch schon länger mal wieder auf der liste. samos, paros, santorin wären da ganz hoch im kurs. und kreta.

  2. Von Piran habe ich auch noch nicht gehört, aber das hast du mit deinem wunderbaren Bericht gerade geändert. Deine Fotos von dieser Stadt sind so schön. Vielen Dank fürs mitnehmen
    LG Andrea

    1. piran ist tatsächlich recht unbekannt (zum glück 🙂 ) aber es ist auch eine wirklich kleine stadt. wenn du die gelegenheit hast, die stadt zu besuchen, dann mach es, es ist wirklich toll und dadurch, dass es keine autos gibt, macht es das plätzchen einfach nochmal besondererererer 🙂

  3. Man kann nicht überall auf der Welt gewesen sein. Aber Piran ist mit Sicherheit ein feines Urlaubsziel, schon allein weil es autofrei ist!
    Dankeschön für’s Zeigen und Präsentieren…
    Liebe Morgengrüße vom Lu

    1. nein, da hast du recht. wobei, können. manche können vielleicht. aber überall will ich gar nicht gewesen sein 😉 piran lohnt sich allerdings, es ist ein sehr besonderer ort. überhaupt gibt es in slowenien unglaublich viel zu entdecken!

  4. Das liest sich nach echter Liebe! Und auch bei Städten beweist sich mal wieder, es sind nicht nur die Metropolen die wirklich was besonderes sind, nein, es sind eigentlich die kleinen, die unscheinbaren, die verträumten, die heimlichen Städtchen, die das haben was man sucht.

    Kein Auto in der Stadt – und die Anwohner? Ich denke gerade über meinen Wocheneinkauf nach 😉 Dafür hat man aber Ruhe zum Fotografieren – man ist nicht von fahrenden Metalldosen bedroht überfahren zu werden und die Feinstaubwerte sind bestimmt auch bestens 😉

    Schön solche Erinnerungen zu teilen – so hatte ich heute einen kleinen Kurztrip an ein schönes Städtchen am Meer. Und jetzt geht die Packerei weiter…

    Herzliche Grüße
    Birgit

    1. es ist auch echt liebe ❤ mir geht es generell so, dass ich mich meistens in den kleinen städten wohler fühle, die zeit mehr genießen und mehr davon mitnehmen kann. von metropolen bin ich oft erschlagen, man packt viel zuviel in die kurze zeit und findet auch nicht wirklich die möglichkeit, sich treiben zu lassen, weil man ja soviel programm hat. das passiert an diesen kleinen orten kaum.

      naja, die anwohner haben dort wohl mopeds und fahrräder oder gehen zu fuß 🙂 in diesen mediterranen orten ist das leben immer ein bisschen anders als wir es hier gewohnt sind.

      es freut mich, dass ich dir einen kleinen gedanklichen kurzurlaub bescheren konnte. aber wofür packst du denn?

      1. Ach nur Kartons – Schränke leeren – renovieren und wieder zurück zum Zustand WOHNEN 😉 und weil 1 Zimmer zu langweilig wäre haben wir es gleich auf eine ganze Etage ausgedehnt – irgendwann weißt Du nur nicht mehr wohin mit dem Zeug 😉 Es bleibt spannend und ich freue mich auf den Zustand SCHÖN 🙂

        Du hast völlig Recht mit den kleinen Orten. Bei meinen Bahnhofstouren habe ich auch viele kleine Orte hier in der Umgebung gefunden, die ich ansonsten niemals besucht hätte. Und viele haben was! Ein Bahnhof war dabei – an dem liefen sogar noch Hühner rum. An einem gab es ein kleines Museum, die Städte ähm Dörfer durch die ich kam hatten teilweise schöne alte Häuser. Davon nehme ich auch viel mehr mit, als wenn ich einen Tag in Düsseldorf rumlaufe. Dann lieber mal ne halbe Stunde Hühner beobachten und die Ruhe genießen 🙂

        Dir ein schönes Wochenende … bin mal wieder bei meinen „Zwischen den Welten“-Beschäftigung – auf dem Weg zu einer „neuen“ Wohnwelt 🙂

      2. wow, das klingt doch irgendwie gewissermaßen stressig. dann drücke ich die daumen, dass ihr den zustand „wohnen“ bald wieder herstellen könnt!

        das ist sicher auch eine gute idee, mit der bahn zu fahren und sich dann die orte anzuschauen.

  5. Ich kann ich so gut verstehen. Gerade in der Kälte und in den dunklen Monaten sehne ich mich ja auch immer mal wieder nach ein bisschen Wärme und was anderes (was mich an sich schon auch immer überrascht, immerhin haben wir ja auch sehr schöne Winter).
    Und wer sagt schon bei niedlichen Gassen und alten Häuschen nein? 😉

    Ich kann mir echt vorstellen, dass das bei dir mit dem dunklen Ort schon gar nicht so einfach ist! Wie gesagt, das war ja bei uns schon nicht ohne, obwohl hier echt nicht viel in der Umgebung ist. Man braucht schon mal perfekte Bedingungen für so ein Foto!
    Aber an sich war ich dann doch überrascht, dass es viel leichter war, als man es immer überall lesen konnte. Wie gesagt: wenn man gute Bedingungen hat!

    Vor allem, weil ich dann ein bisschen Großstadt zwischen durch doch genieße. Nicht immer, aber gerade weil das ja hier nicht so groß ist, findet man das schon auch mal sehr cool.

    Ich fand bisher eigentlich nur „Conjuring“ so richtig übel. Alles andere… na ja. Vielleicht mal eine Szene oder so. Aber „Blair Witch Project“ find ich auch voll überbewertet. Der nervt mich eigentlich sehr und es gibt nur so ein paar Sachen, die ansatzweise gruselig sind. Nee, das schockt mich nicht. 😉
    Oft sind diese Filme halt auch so stumpf, dass ich sie überhaupt nicht ernst nehmen kann.

    „Black Mirror“ fand ich soooo schlecht. Die erste Folge war super, danach wurde es oft total abstrus. Ich hab dann letztlich die aktuellste Staffel gar nicht mehr geschaut… die Ideen sind oft gut, aber leider machen die dann immer irgendwelche hirnrissigen Wendungen. Fand ich sehr, sehr schwierig und total überschätzt
    Vieles ist auch echt aus zig Filmen und Büchern zusammen geklaut und wirkt wie schon mal gesehen…

    So langsam geht’s schon wieder. Letztlich kann ich auch gar nicht sagen, was da dann geholfen hat. Scheint wohl zu sein, dass man sich mit solchen Phasen auch hin und wieder abfinden muss. Ich wüsste weder genau, was das ausgelöst hat, noch warum es dann au feinmal besser wurde… 😉

    1. naja, ich glaube, der mensch ist halt trotzdem irgendwie ein bisschen ein wärme- und sonnenhungriges wesen und selbst in schönen wintern hat man halt irgendwann mal irgendwie genug von der kälte und den dicken jacken, dem schneeschaufeln und auto freikratzen und und und.
      drum finde ich, darf man ja auch ab und an durchaus antizyklisch posten und sommerbilder im winter zeigen 😀

      klar, die bedingungen sind das a und o. als ich bei dreiviertelmond losgezogen bin, war das so semi-klug 😉 aber vor allem muss ich jetzt mal schauen, wo genau an meinem weitwinkelobjektiv die optimale unendlich-einstellung ist. bisher hab ich es ja immer geschafft, dass die sterne unscharf waren, was mich einfach ärgert, weil alles andere finde ich jetzt auch gar nicht sooo kompliziert.

      ok, dann werde ich mir conjuring mal merken, damit ich da ja nie nen blick reinwerfe 😉 mir machen so horrorstreifen halt auch dann einfach keinen spaß, weil ich so böse alpträume davon bekomme. ich hab es lieber mit so psychothriller geschichten wie bates‘ motel. die übersinnlichen geister-sachen sind mir einfach zu steil und wenn sie noch so schlecht sind ^.^

      ich hab von black mirror unabsichtlich die erste folge der 4. staffel anstelle der ersten folge geschaut. die fand ich aber ehrlich gesagt irgendwie schon ganz interessant. also es war ein spannendes gedankenexperiment, das sie ziemlich gut umgesetzt haben. aber mehr hab ich davon noch nicht gesehen, vielleicht hatte ich mit der folge einfach glück oder sie hat ganz durch zufall meinen geschmack getroffen ^.^

      schön, dass die phase sich wieder gebessert hat, das ist ja letzten endes eh das einzige, das zählt!

  6. Piran kannte ich nicht.
    Seit der heutigen Mittagspause will ich dort hin. Unbedingt und am liebsten sofort mit nach vorne gedrehter Zeit, damit es etwas wärmer ist.

    Weil das nicht geht, werde ich die Mittagspause jetzt noch etwas verlängern und mir mit deinen Fotos nach Piran träumen ;).

    Danke!!

    1. ❤ es würde dir ganz bestimmt gefallen. und falls es dich mal dort hinverschlägt, musst du unbedingt ein heidelbeereis an der promenade neben dem hauptplatz essen (und dabei an mich denken!) ❤

  7. Liebe Paleica,
    offensichtlich ein wirklich traumhaft schöner Sehnsuchtsort.
    Allein Deine Bilder vermitteln eine außergewöhnliche Atmosphäre.
    Angenehmen Wochenstart und liebe Grüße
    moni

    1. liebe moni, das ist piran wirklich. ich war und bin schwer verliebt und hoffe, bald einmal wiederkommen zu können. es ist ein ort, der ein bisschen unberührt von den letzten 30 jahren geblieben zu sein scheint.
      hab auch du einen schönen start in die woche!

  8. Ach wie schön!! Diese warmen Farben tun gut und machen das was sie sollen: Gute Laune verbreiten 😉 Und krass, dass immer noch was übrig ist von Eurem Trip!! Und dazu noch wirklich tolle Fotos die ja jetzt echt ne Weile warten mussten 😉

  9. Wunderschön!!! Hach, die Bilder erinnern wirklich stark an Lissabon, aber vielleicht sehe ich das auch nur gerade überall 😀 Auf jeden Fall duften sie nach Sommer, Wärme, Blau und Zeit!!! Toll!!

    1. 🙂 es liegt sicher dran, dass du grad ein bisschen lissabon-sensibilisiert bist. aber auch sonst gibt es auch für mich diese ähnlichkeit 🙂
      und ja, das finde ich auch. es war wirklich das perfekte verlängerte wochenende.

  10. echt toll. Als ob die Stadt nur für dich posieren würde. Keine Menschen… …Atmosphäre pur. Großartig eingefangen. Ich dachte im ersten Augenblick an Venedig… …bis ich dann las, wo es ist. Da beneide ich dich ja (und gönne es dir natürlich auch 🙂 ), dass diese Regionen ja eigentlich nur ein Katzensprung für dich sind.

    1. ja, gell. es war auch gar nicht soviel los, piran ist nicht ganz so arg von touristen überlaufen, da hat man einfach auch ruhe, sich den details zu widmen.
      naja, es ist aber ein großer katzensprung – 6h mit dem auto sind es doch, also leider nicht ganz so ums eck wie ich es gern hätte ^.^ aber es ist machbar.

    1. viiiiielen dank ❤ es ist einfach so ein wunderschöner und inspirierender ort! und ich freu mich umso mehr, wenn die bilder auch anderen freude machen konnten!

  11. Dank deiner Fotos habe ich mich eben in Piran schockverliebt. ❤ Wie wunderschön es dort aussieht … es verwundert mich immer mehr, dass ich selber noch nie den Weg Richtung Osteuropa gefunden oder gesucht habe (eher "Mittel"europa sowie den Westen), obwohl es dort so viel schönes zu sehen gibt. Du bringt mich gerade auf den Geschmack. Danke dafür! ❤

    1. mir ging es genauso! obwohl, was dazu beigetragen hat ist sicher, dass meine eltern da gar keine affinität haben und ich da vielleicht auch mit dem einen oder anderen vorurteil aufgewachsen bin. das sind dann diese dinge, wo instagram tatsächlich mal einen richtig positiven einfluss aufs leben hat, denn ohne das netzwerk wäre ich nie auf diesen ort gekommen und das wäre wohl wirklich ein riesen versäumnis gewesen!

  12. oh, die Bilder verlocken wirklich zum „dahinreisen“. Slowenien war ich noch nie – jedoch das letzte Jahr zum ersten mal Kroatien. Ich glaube, da starte ich auch noch eine kleine Blogserie.

    1. ich war auch letztes jahr „so richtig“ zum ersten mal in kroatien. wo warst du denn unterwegs? das wäre schön, dazu was zu lesen 🙂
      slowenien ist ein wirklich kleines land, in dem es aber erstaunlich viel zu erkunden gibt. ich entdecke grade immer mehr und mehr orte, die ich gern sehen möchte.

    1. ich bin auch nur durch zufall drüber gestolpert, aber ich wusste, ich muss dahin und ich wurde nicht enttäuscht. solltest du die gelegenheit haben, lasse sie dir nicht entgehen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.