Unlängst bei Jim Kopf zitierte ich Sartre:

Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.

Ich kenne es schon lange, dieses geflügelte Wort doch erst vor einiger Zeit konnte ich seine wahre Bedeutung nachvollziehen. Meine Freundin hingegen schrieb es schon vor 18 Jahren auf ihre Uboot-Nickpage, was mir heute deutlich sagt, dass sie damals schon einiges mehr von der Welt verstanden hatte als ich.

Nach dieser enormen Kältewelle, die uns im Februar heimgesucht hat und die über das Wochenende nochmal Fahrt aufgenommen hat, brauche ich dringend etwas Wärme am Blog und ich hoffe, euch passt ein bisschen „summerdreaming“ auch grad rein 🙂

Während meine östliche Landkarte bis vor 2 Jahren voller weißer Flecken war, füllt sie sich jetzt mit dem einen oder anderen Pin und dem Label „besucht“. Bisher habe ich euch ja schon von Maribor, Zadar, Dubrovnik bei Nacht, Prag, den Plitvicer Seen, Zagreb und Ljubljana berichtet. Heute steht ein weiteres Schmuckstück auf der Liste: Piran.

Nicht, was man empfindet, es ist das, was man tut
Kaum zu glauben, dass mein Roadtrip mit Nina nun schon fast wieder 1 Jahr her ist. Wie schnell so ein Jahr vergeht und wieviel in so einem Jahr passiert ist immer wieder bemerkenswert... weil der Juli bei den magischen Mottos unter dem Thema der Liebe steht, ist nun endlich der perfekte Augenblick für diese Bilder gekommen - denn nach vielen Jahren hatte ich endlich eine Liebesschlossbrücke gefunden, die auch für mich fotogen genug war, dass ich ein paar Motive mit nachhause bringen konnte. Vielleicht schon ein Vorzeichen ;) ?

28 Jahre meines Lebens war ich durch und durch Herbstmensch. Jedes Jahr umfing mich eine Art wohliges Gefühl, wenn die Tage kürzer, dunkler und kühler wurden. Im letzten Jahr war es anders. Ich wollte den Sommer nicht loslassen. Es graute mir vor den langen, tristen und grauen Monaten. Ich vermisse die Sonne auf der Haut, im Gesicht, im Nacken, die Lichtreflexe in den Haaren. Ich liebe die Momente dieses letzten Sommers, es waren soviele wunderschöne dabei und viele davon hatten mit Sonne zu tun. Bei vielen war nur der Apfel dabei, weil es um das Leben und nicht um das Zeigen ging und deswegen gibt es jetzt einige von diesen, um euch daran teilhaben zu lassen und um mich von einem wohligen Gefühl der Erinnerung umspülen zu lassen.

Als die liebe Nina mich Anfang August gefragt hat, ob wir nicht spontan noch ein paar Tage auf Urlaub fahren wollten, begannen gleich meine Gehirnzellen zu rattern. Ich weiß nicht mehr, ob es meine oder ihre Idee war, aber als das Ziel Triest ins Gespräch kam, klickte meine Maus schon auf Google Maps, denn irgendwie hatte ich im Kopf, dass man da doch an Ljubljana vorbeikam – der Stadt, über die ich schon einiges Gutes gehört hatte und der ich schon länger einen Besuch abstatten wollte.