Manchmal, da tut man etwas und merkt, dass es anders ist. Eine kryptische Beschreibung für ein einfaches Erlebnis: als meine wunderbare Freundin Nina mich fragte, ob ich gemeinsam mit einer anderen ihrer Freundinnen die Eröffnungsrede zu ihrer Vernissage halten würde, sagte ich zu, obwohl ich wusste, dass sich diese Aufgabe weit außerhalb meiner Komfortzone befindet. Trotzdem war für mich aus zweierlei Gründen sofort klar, dass ich nicht nein sagen würde: Nina hatte ebenfalls ihre Komfortzone überwunden, als sie sich bereit erklärte, die Fotos für meine standesamtliche Hochzeit zu machen UND nicht umsonst habe ich „MUT“ als meinen Begriff für 2018 gewählt. Doch wie würde das laufen, wo vor fremden Menschen zu sprechen doch eine meiner größten Ängste ist?

Der Herbst ist da, der Sommer nur noch eine vage Erinnerung. Das Laub leuchtet in allen Farben und Vieles davon liegt schon braun in den Bordsteinkanten oder wird raschelnd vom Wind über die Straßen geweht. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis die ersten Straßen beleuchtet und die ersten Schaufenster geschmückt werden und die Weihnachtszeit in den Fokus rückt. Doch bis dahin schwelge ich noch in sommerlichen Erinnerungen, diesmal in Graustufen, denn das Gefühl der heißen Sonne auf der Haut ist schon seit einigen Wochen verblasst.

[Kurzer organisatorischer Einschub: Ich wurde darauf hingewiesen, dass es Probleme gibt, in Chrome (und Opera) zu kommentieren. Ich weiß das und habe um WP-Support gebeten, warte aber derzeit auf eine Lösung, sonst muss ich womöglich das Theme wechseln. Wenn ihr mir einen Kommentar hinterlassen wollt, müsst ihr leider derzeit FF, IE, Safari (Edge weiß ich nicht) benutzen oder auf ein mobiles Endgerät ausweichen. Ich hoffe, dass das Problem gelöst werden kann!] Nun aber zum eigentlichen Beitrag!

Jans Projekt Graustufe hat mich inspiriert, mir frühlingshafte Bilder auch mal ohne Farben anzuschauen. Auch wenn sein Thema den März füllte und ich dafür doch zu spät gekommen bin, wollte ich meine Ideenquelle nicht verschweigen 🙂 Dazu kommt, dass die folgenden Bilder praktischerweise auch noch zu den aktuellen Magischen Mottos passen, da sie aus bildtechnischer Sicht von Haus aus sehr kontrastreich waren und noch ein wenig mehr in diese Richtung bearbeitet wurden. Und schon bin ich still und lasse die Bilder sprechen.

Spanien ist zu allererst eines: bunt. Und ich habe unzählige bunte Bilder für euch. Dies ist jedoch eine Art kleines Experiment. Màlaga in schwarz weiß. Denn Spanien hat auch viele Strukturen, die sich in der Architektur des bunten verstecken und die nur durch den Farbentzug sichtbar werden. Das hab ich ja beim Beitrag über Valencias Laternen schon angesprochen. Drum begleitet mich auf meinen Spaziergang durch die andalusische Stadt mit Strukturen und Rhythmen.

Dieses Mal habe ich nur eine ganz kleine Galerie für euch. Letztes Wochenende war ich bewaffnet mit dem Tele und dem Pentacon im Kurpark Oberlaa unterwegs, fest entschlossen, an meine Swirlbokeh- und Detailliebe anzuknüpfen. Zu spezielle Erwartungen sind nie günstig, sie bevormunden manchmal das Auge. Als ich bemerkt habe, dass die Umgebung anders ist als bei meinen letzten Ausflügen, habe ich versucht, mich auf das einzustellen, was es zu sehen gab und es sind immerhin doch drei kleine Serien draus geworden. Mit der farblosen möchte ich beginnen.