Das letzte Novemberwochenende verbrachte ich mit meinen Eltern in Prag. Wir fuhren Freitag früh weg und Sonntag nach dem Frühstück wieder zurück. Die Zeit hat nicht einmal annähernd gereicht, überall hinzukommen, wo ich hinwollte. Ich muss also eindeutig nochmal da hin (= Wir sind eigentlich nur die Altstadt abgelatscht und haben dort ein bisschen rumgeschaut. Für das Dali, das Kubismus oder das Leica-Museum war keine Zeit. Trotzdem habe ich euch ein paar Impressionen mitgebracht. Ich hoffe, ihr findet etwas Hübsches für euch dabei ^.^

Ein Abendausflug mit dem Herrn Punkt zur bekanntesten Wiener Müllverbrennungsanlage auf der Spittelau, gestaltet von Friedensreich Hundertwasser. Das Gebäude an sich habe ich euch ja hier schon einmal gezeigt. Da stehen auch im Groben die Infos dazu dabei. Wichtig ist vor allem, dass hier eigentlich etwas Gutes passiert: die Energie, die durch die notwendige Müllverbrennung entsteht, wird in heizbare Wärmeenergie umgewandelt.

Seit ich im Sommer da gearbeitet habe trenne ich brav auch Plastikflaschen und kaufe keine Plastiksackerl mehr…

Am 6. November gab es von meinem Fotokurs mal wieder einen Fotoausflug. Diesmal nicht so weit und deswegen konnte ich auch dabei sein (= Ziel war die etwas gewöhnungsbedürftige Wotruba-Kirche am Georgenberg.

Sie wurde mitte der 70er-Jahre von Fritz Wotruba erbaut. Sie besteht aus 152 rohen Betonblöcken und Glasscheiben und ist dem Stil des Brutalismus zuzuordnen. Sagt zumindest Wikipedia ^.^

Seht euch einfach die Fotos an und macht euch selbst ein Bild…

Nach dem Weinberge-Walk gibt es für euch gleich noch eine Spaziergang-Strecke (=

Am 1. August waren der Herr Punkt und ich mit unseren Kameras ein bisschen in der Sonne unterwegs und sind durch die Steinhof-Gründe spaziert. Auf dem Gelände ist die berühmte Nervenklinik (die ich, btw, wirklich irgendwie gruselig finde. Backsteinbau, Gitter vor den Fenstern – wie man es aus den Fernsehserien kennt. Das Spital besteht aus 60 Pavillions und wurde 1907 eröffnet, nur so zur obligatorischen Info ^.^). Aber es gibt auch ganz viel schöne Natur und wenn man drüber nachdenkt, dass man sich eigentlich noch innerhalb der Grenzen einer Großstadt befindet, kann man sich vorstellen, warum Wien zur lebenswertesten Stadt gewählt wurde (=

Ein eigenartiger Titel, wundert ihr euch jetzt vielleicht. Aber es ist auch irgendwie ein eigenartiger Beitrag für mein Blog. Ich zeige euch jetzt nämlich einen Haufen alter Steine. Sie alle habe ich bei einer Fotoexkursion fotografiert. Diese alten Steine sind in Wien auf der Ringstraße zu finden. Sie stehen nämlich alle vor dem Parlament. In Form von Statuen. Und ich gehe bzw. fahre daran jede Woche (manchmal sogar mehrmals) vorbei und habe die wunderbaren Details noch nie wahrgenommen. Denn sie alle sehen aus, als wären sie wirklich echt Menschen, mit Emotionen und Geschichten. Nur – aus Stein. Als hätte sie der Vesuv überrascht. Und nun stehen sie hier, versteinert, ausgestellt für alle Passanten, die sich an ihrem erloschenen Leben erfreuen…

Man merkt, dass ich doch dank der großen Kamera deutlich mehr in Wien unterwegs bin als früher und euch so Details meiner Stadt zeigen kann. Im Frühjahr war ich bei den Gasometern in Simmering (11. Bezirk), die ich persönlich nur als Einkaufscenter und als Konzertlocation (planet.tt) kenne. Und ein Kino, das gibts da auch noch.

Ursprünglich waren es aber Gasbehälter (daher auch der Name ^.^)… Die Bauten sind ca. 70m hoch und haben einen Durchmesser von 60m. Es wurde Kohlegas gespeichert, bevor es an das städtische Gasnetz abgegeben wurde. Bis 1910 wurde dieses Gas vor allem für Straßenbeleuchtung genutzt, erst danach auch für kochen und heizen. Nach der Umstellung auf Erdgas 1984 wurden die Gasometer stillgelegt.

Danach wurden sie als Filmkulisse und für diverse Rave-Veranstaltungen genutzt, bis 1995 beschlossen wurde, sie als Büro-, Wohnungs- und Unterhaltungsräumlichkeiten zu nutzen. 2001 wurden sie dann eröffnet.