Jetzt ist er da, der Dezember. Mein Lieblingsmonat. Diese dunklen 31 Tage, erhellt von Kerzen und Straßenbeleuchtung, manchmal auch von viel zuviel blinkenden und grellen „Kauf mich“-Aufforderungen und am Ende: von Feuerwerk. Durch diese muss man hindurch oder darüber hinwegsehen, dass man ihn sieht, den Dezember. Den echten, den wahren. Meinen Dezember.

Ich mag Spiegelungen. Und besonders mag ich die, die unter dem Hashtag #puddlegram bekannt geworden sind. Lacken (Pfützen), in denen sich irgendwas Hübsches spiegelt. Außerdem mag ich Bokeh. Und verschwimmende Lichtpunkte, die mag ich ganz besonders. Das ist für mich Weihnachten und das ist für mich die Möglichkeit, manchmal auch mitten im Jahr irgendwo auf der Welt einen Weihnachtsmoment zu erleben. Weil Weihnachten, das ist auch sowas, das man im Herzen trägt.

Am letzten Novemberwochenende hab ich ein „digitales Analogexperiment“ gestartet, was soviel heißt wie: ich habe den Adapterring (Objektivadapter M42), der endlich bei der Post war, geschnappt, das Pentacon auf die Nikon geschraubt und versucht rauszufinden, ob Swirl-Bokeh auch digital geht, ohne in ein Petzval investieren zu müssen. Fazit: Potenzial vorhanden!