Ihr seht hier ein Bild, das nicht nur in die Serie ‚Sinfonie der Großstadt‘, sondern auch zu Gesetz der Serie passt ^.^ Es ist ein Bild der Stiege hinter der Albertina beim Burggarten. Ich mag die Aneinanderreihung der Fotos, auch wenn die Perspektive nicht genau dieselbe ist und es möglicherweise besser wirken würde wenn der Ausschnitt nicht anders wäre. Trotzdem. Stellt euch vor, ihr seht das, was drei Leute, die nebeneinander stehen, sehen…

Ein eigenartiger Titel, wundert ihr euch jetzt vielleicht. Aber es ist auch irgendwie ein eigenartiger Beitrag für mein Blog. Ich zeige euch jetzt nämlich einen Haufen alter Steine. Sie alle habe ich bei einer Fotoexkursion fotografiert. Diese alten Steine sind in Wien auf der Ringstraße zu finden. Sie stehen nämlich alle vor dem Parlament. In Form von Statuen. Und ich gehe bzw. fahre daran jede Woche (manchmal sogar mehrmals) vorbei und habe die wunderbaren Details noch nie wahrgenommen. Denn sie alle sehen aus, als wären sie wirklich echt Menschen, mit Emotionen und Geschichten. Nur – aus Stein. Als hätte sie der Vesuv überrascht. Und nun stehen sie hier, versteinert, ausgestellt für alle Passanten, die sich an ihrem erloschenen Leben erfreuen…

Man merkt, dass ich doch dank der großen Kamera deutlich mehr in Wien unterwegs bin als früher und euch so Details meiner Stadt zeigen kann. Im Frühjahr war ich bei den Gasometern in Simmering (11. Bezirk), die ich persönlich nur als Einkaufscenter und als Konzertlocation (planet.tt) kenne. Und ein Kino, das gibts da auch noch.

Ursprünglich waren es aber Gasbehälter (daher auch der Name ^.^)… Die Bauten sind ca. 70m hoch und haben einen Durchmesser von 60m. Es wurde Kohlegas gespeichert, bevor es an das städtische Gasnetz abgegeben wurde. Bis 1910 wurde dieses Gas vor allem für Straßenbeleuchtung genutzt, erst danach auch für kochen und heizen. Nach der Umstellung auf Erdgas 1984 wurden die Gasometer stillgelegt.

Danach wurden sie als Filmkulisse und für diverse Rave-Veranstaltungen genutzt, bis 1995 beschlossen wurde, sie als Büro-, Wohnungs- und Unterhaltungsräumlichkeiten zu nutzen. 2001 wurden sie dann eröffnet.