Italien. Ein Land, das jeder kennt, bei dem jeder mitreden kann, in das beinahe jeder den ich kenne schon einmal persönlich einen Fuß gesetzt hat. „Ich fahre nach Italien auf Urlaub.“ Hat schon fast etwas, bei dem man Sorge haben muss, dass das Gegenüber womöglich gelangweilt die Nase rümpfen könnte. So wenig Exotik, so viel deutsch!
Schlagwort: Erinnerungen
Badetipp in Triest: Balneare le Ginestre
Wer bei schönem Wetter die Stadt Triest besucht und ständig das Meer vor Augen hat, entwickelt irgendwann (meist sehr bald) das Bedürfnis, zumindest seine Füße auch einmal INS Meer zu stecken. Zumindest ist das bei mir so und ich bin nicht einmal eine ausgeprägte Wasserratte.
Im Vorhinein wurde mir von mehreren Seiten gesagt, dass ich mir für Baden in Triest keine allzu großen Hoffnungen machen sollte, wenn ich ins Meer käme, dann eher in Slowenien. Aber ist es wirklich so? Ich spoilere hier schon und sage: nein.
Lieblingsort Schönbrunn im Frühsommer II [Wort] Baba
Vor einiger Zeit zeigte ich euch die erste Serie von meinem frühsommerlichen Spaziergang durch den Schlosspark. Als die gelben Rosen blühten. Die heutige Serie beinhaltet das saftige Grün, ein paar minimalistische Details und monochrome Momente eines herrlichen Tages Ende Mai, als man die ersten warmen Sonnenstrahlen in sich aufnahm und sich auf einen verheißungsvollen Sommer freute.
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Eine Nacht in Budapest
Es gibt viele Gründe, warum Budapest mich verzaubert hat. Einer davon ist natürlich das Essen, die Ungezwungenheit, das schnelle angekommen-sein-Gefühl, in seiner weniger gespreizten Ähnlichkeit zu Wien. Ich mag Städte, die am Wasser liegen. Sie haben rundherum meist etwas sehr Entspanntes und es geht eine Wohlfühlaura davon aus. Budapest hat aber noch etwas ganz anderes – und zwar zwei architektonische Highlights.
Decay & [Wort] sommerregenbunt
Ein Wort, das ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen habe und das schon länger zu gewissen Bildern in den Entwürfen liegt, habe ich von der wunderbaren kleinstadtfotografin geschenkt bekommen. Die Bilder haben sich im Frühling und im Frühsommer angesammelt, den Wochen, die heuer gefühlt wieder besonders von Wetterschwankungen geprägt waren. Strahlender Sonnenschein und herrliche Tage, die sich mit stürmischen und regnerischen Zwillingen die Hand gaben.
Wien im Glas: Kirche am Steinhof (Otto Wagner Kirche) oder Remediation der Wiener Vergangenheit
Wenn man erkennt, dass man um sich selbst trauert. Ein selbst, das verloren ist, weil die Menschen verschwunden sind, die es gemacht haben.
1993: das Jahr in dem die Schatten der Vergänglichkeit in mein Leben kamen
1993 war ich 6 Jahre alt. Ich erinnere mich nicht als wäre es gestern gewesen, aber ich erinnere mich doch noch relativ klar an diesen Moment. Ich stand im Vorzimmer der Wohnung meiner Großeltern und hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Ich sehe mich dort stehen, zwischen Kommode und Türrahmen des Kinderzimmers, meine Oma vor mir, hinter ihr der Spiegel mit dem blinden Fleck in der rechten oberen Hälfte.
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Ein metaphorisches Gedicht über Mohnblumen.
Vor knapp zehn Jahren schrieb ich einen Text. Er handelte von Mohnblumen. Seither begleiten mich diese roten, filigranen Frühsommerwiesenfarbtupfer und bedeuten für mich etwas Besonderes.
„Klirr“
Der Moment, in dem es ‚klirr‘ macht und nichts mehr ist, wie es vorher einmal war.
Inspiriert zu diesem Text hat mich der Beitrag von Christine. Denn auch ich habe so einen Tag danach erlebt und dachte mir, es wäre interessant, meine Erinnerung an die Gefühle aus heutiger Sicht anzuschauen.
Ich weiß nicht, ob ihr sie kennt, diese Augenblicke des Begreifens, in denen euch bewusst wird, dass eure Welt aus den Angeln gehoben, dass nichts mehr so sein wird wie davor. Ich habe bisher zwei Mal so einen Moment erleben müssen und von einem will ich hier schreiben. Obwohl der nun schon viele Jahre zurückliegt und der Schmerz zum Glück schon lange überwunden ist, ist die Erinnerung daran wie eingefroren.
Aller guten Dinge sind drei! Der Kern der Sache: der Kampf der Instanzen.
Es kostete mich nun wohl drei Texte und eine schlaflose Nacht, um endlich zur Quintessenz dessen zu kommen, was mir da im Inneren vorgeht, was ich zu fassen versuche. Es scheint ein Prozess gewesen zu sein, um sowohl mich als auch euch eine Art logische Abfolge zu präsentieren, die den Kern der Sache schlüssiger erscheinen lässt. Zuerst wollte ich das Unbewusste an sich erklären und wie ich es sehe, weil es das zentrale Element ist, das meiner Meinung nach die Dinge steuert. Im zweiten Text habe ich euch von meiner Methodik zur Traumdeutung erzählt – weil ich erst durch das Analysieren meiner nächtlichen Geschichten den Dingen auf die Spur gekommen bin.
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[Wort] Beat oder der Herzschlag eines Bildes
Matthias von Beatnix schenkte mir zu meinem Projekt „Nur ein Wort“ das wundervolle Wort „Beat“. Erst wusste ich wieder mal nicht so recht was damit anzufangen, bis ich den Beitrag über das „Meer der Wiener“ schrieb und auf einmal zu den Bildern Paul Kalkbrenners „Sky and Sand“ im Kopf hatte. Da hatte ich wieder einen dieser großen „Aha-Momente“. Das Wort „Beat“ hat für mich eine ganz spezielles Bedeutung. Es kommt mir etwas in den Sinn, das ich weniger höre als ich es spüre, irgendwo in der Magengegend. Und es ist tatsächlich etwas, das ich mit Bildern in Verbindung bringe. Denn Orte, die haben für mich ganz eigene Beats (vielleicht höre ich deswegen nie Musik beim Fotografieren, lieber Markus 🙂 ). Der Beat eines Bildes, der Beat eines Ortes, das ist der Herzschlag. Städte und Landschaften, selbst kleine Motive, können einen ganz eigenen Beat haben. Es sind diese Momente, in denen man stehenbleibt und innehält, hinhört, hinspürt und den Beat des Ortes, seinen Herzschlag, in sich aufnimmt – und ihn ein klein wenig Teil von einem selbst werden lässt.
Behind the scenes: wo kommen eigentlich die Themen für die magischen Mottos her? & Happy Birthday, Episodenfilm!
Mein Blog hatte Geburtstag. Am 8.4.2008 registrierte ich paleica.wordpress.com, ohne noch so genau zu wissen, was ich denn nun – als langjähriger Inhaber einer statischen „Homepage“ – mit so einem Blog anfangen wollte oder sollte, aber alle machten das also würde sich wohl schon was draus entwickeln. Am 9.4.2008 ging der erste Beitrag online. Abgesehen von dem alljährlichen „Happy birthday, Episodenfilm!“ fand ich einen Beitrag ganz passend, der visuell ein wenig durch die Zeit reist. Und da ich ohnehin einen Beitrag zur Magische Mottos-Themenfindung geplant hatte, traf sich das doch nahezu perfekt 🙂
