Nun ist es tatsächlich soweit: die 12 magischen Mottos gehen in die letzte Runde. Noch ein letztes Mal in diesem Jahr dürft ihr mit Spannung ein Thema erwarten. „Was hat sie sich denn diesmal wieder ausgedacht?“ um dann mit Freude, Enttäuschung, Frust, Anspannung oder anderer Emotion loszuziehen. In diesem letzten Monat habe ich ein, denke ich, besonderes Thema für euch, ein doppeldeutiges. Was kommt da auf euch zu? Seht selbst!

Die Tage sind merklich kürzer, die Sonnenstrahlen wärmen uns angenehm ohne uns den Schweiß aus den Poren zu treiben. Wir suchen sie, die letzten goldenen Tage. Wir saugen sie in uns auf, weil wir wissen, dass sie weniger werden und wenn das nächste Mal die Sonne wirklich wärmt, werden wieder einige Monate vergangen sein. Dennoch hat genau diese Stimmung ihren eigenen Charme und ihre eigene Schönheit.

Preachitbaby hat mich inspiriert. Sie schrieb einen Text darüber, dass es „nicht die großen Gesten, die theatralischen Auftritte, die beeindruckenden, lange geplanten und überall beworbenen Wichtigkeiten“ sind, um die es geht im Leben, sondern „die Augenblicke am Rande derselben, die uns verändern.“ Sie reihte ein paar wundervolle Momentaufnahmen aneinander, die direkt aus ihrem Herzen zu kommen schienen und die etwas in mir bewegten, das sich ebenfalls erinnern wollte, welche kleinen Momente es waren, an der die Kurve ihren Wendepunkt nahm, die sich eingebrannt haben, die ein Lächeln verursachen oder die unseren Magen zusammenziehen lassen.

Die liebe Bee ruft auf, bis zum 13. November Wolken zu zeigen. Wolken faszinieren mich schon immer und ich liebe es, sie zu beobachten. Beim Streifzug durch das Archiv wurde ich mehr als fündig. Scrollt euch einfach durch die Bilder. Wolken sind schon immer da und werden immer da sein. Sie sind immer gleich und niemals dieselben. Sie sind Gemälde am Himmel. Wie Wasser sind sie flüchtige Kunstwerke, die – nicht beachtet – im nächsten Moment für immer verloren sind.

Vor einiger Zeit zeigte ich euch die erste Serie von meinem frühsommerlichen Spaziergang durch den Schlosspark. Als die gelben Rosen blühten. Die heutige Serie beinhaltet das saftige Grün, ein paar minimalistische Details und monochrome Momente eines herrlichen Tages Ende Mai, als man die ersten warmen Sonnenstrahlen in sich aufnahm und sich auf einen verheißungsvollen Sommer freute.

Dieser Ort. Dieser Ort, den ich innerhalb der letzten beiden Jahre so oft besucht habe wie vermutlich mein ganzes Leben davor nicht. Dieser Ort, der mich immer wieder fasziniert und mich auffordert, bekannte Dinge aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Der mich immer wieder verzaubert mit seinem Charme zwischen den Welten, zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Nach einem sehr konkreten Motto im Mai, das ihr wesentlich weniger kritisch und dafür umso erfreuter aufgenommen habt, gibt es dieses Mal im Gegenzug dafür etwas ganz Offenes, das jeder wirklich individuell für sich finden muss. Begebt euch auf die Suche – vielleicht auch auf die Suche in eure Fotografie. Was sind die Motive, die sich immer wiederholen? Wo könnt ihr einen Bogen spannen, zwischen verschiedenen Orten, Perspektiven, Techniken?  Was ähnelt sich, obwohl es doch so anders ist?