Ich weiß noch gar nicht, wieviel Zeit vergehen wird, bis der erste spezifische Beitrag über unsere große Reise dieses Jahr online geht. Ich bin noch relativ weit entfernt davon, selbst genug Distanz und Überblick zu haben, um einzelne Bilder auszuwählen und euch davor zu bewahren, in einer Bilderflut zu ertrinken. Daher gibt es vorerst etwas, das schon länger zurückliegt.

Vor einiger Zeit schrieb ich in einem Kommentar an Markus:

Wasser hat einfach eine besondere Aura. die Geräuschkulisse am Wasser hat etwas, das für mich enorm beruhigend ist und Wasser hat so etwas Metaphorisches. Wenn ich am Wasser stehe, fühle ich mich einfach irgendwie auf einmal mit der Welt verbunden. Aber nicht auf eine smartphone art und weise.

Dazu passend wurde mir das Wort „aquaholic“ geschenkt.

Vor mittlerweile schon wieder einer Ewigkeit habe ich begonnen, unter meinem Fotorgafinnennamen ein Portfolio aufzubauen. Dafür war natürlich eine Sache wichtig: ein gewisser durchgängiger Bildstil. Ich hatte viel probiert und mich dann in etwas verliebt, das ich in meinen Presets „folk style“ genannt habe, da es ein bisschen in die Richtung des Folk Magazines geht. Meine Begeisterung für diesen Stil war (und ist) überschwänglich, sodass ich auch hier ein bisschen davon zeigen möchte. Manche von euch, die mir schon lange folgen, wird es vielleicht langweilen. Allen anderen zeige ich gerne eine Fotostrecke von meiner wichtigsten Reise, mit der ich begonnen habe, mein Leben und meinen Alltag, meine Gefühlswelt und Wahrnehmung umzukrempeln und zu begreifen, dass mein Leben mir gehört.

Manchmal, da tut man etwas und merkt, dass es anders ist. Eine kryptische Beschreibung für ein einfaches Erlebnis: als meine wunderbare Freundin Nina mich fragte, ob ich gemeinsam mit einer anderen ihrer Freundinnen die Eröffnungsrede zu ihrer Vernissage halten würde, sagte ich zu, obwohl ich wusste, dass sich diese Aufgabe weit außerhalb meiner Komfortzone befindet. Trotzdem war für mich aus zweierlei Gründen sofort klar, dass ich nicht nein sagen würde: Nina hatte ebenfalls ihre Komfortzone überwunden, als sie sich bereit erklärte, die Fotos für meine standesamtliche Hochzeit zu machen UND nicht umsonst habe ich „MUT“ als meinen Begriff für 2018 gewählt. Doch wie würde das laufen, wo vor fremden Menschen zu sprechen doch eine meiner größten Ängste ist?

 

Bei Seegeflüster las ich unlängst zwei Beiträge zum Thema Pferde, einmal unter dem Titel „Stallgeflüster“ und einmal unter „Mythos Pferdemädchen„. Da die Begeisterung meiner Eltern, Pferdegeruch und Stallmist im Auto herumzukutschieren, endenwollend war und auch noch Christopher Reeves Reitunfall kurz vor meinem ersten Kontakt mit den großen Vierbeinern stattgefunden hatte, waren meine Möglichkeiten, ein „echtes“ Pferdemädchen zu werden, begrenzt – um nicht zu sagen: nicht vorhanden. Dies sollte aber nicht bedeuten, dass meine tiefe Liebe für alles, das Fell und vier Beine hat, jemals wirklich verschwand. Sie war nur tief verschüttet und kam dank meiner Therapie sehr plötzlich wieder zum Vorschein und drang in mein Bewusstsein.

Künstlerische Fotografie ist nicht immer nur der Akt der Fotografie an sich. Künstlerische Fotografie ist auch die Reflexion über die eigene Sichtweise, die eigenen Perspektiven, die eigene Technik. Es gibt schaffende Phasen und es gibt ruhende Phasen. Es gibt Phasen, in denen man ständig die Kamera vor dem Auge trägt und Phasen, in denen sie verstaubt. Phasen, in denen Lightroom glüht, Phasen in denen VSCO befüllt wird und Phasen, in denen nichts davon passiert.

Es war der Beginn der großen Kältewelle Anfang 2018. Ich wachte für meine Verhältnisse am Wochenende früh auf und konnte aufgrund des Gedankenkarussells nicht mehr schlafen. Das Thermometer zeigte weniger als 5 Grad minus und ich dachte: jetzt oder nie!

Doch wie vieles andere in diesem Jahr, wollten die Seifenblasen nicht wirklich gelingen. Vielleicht war die Seifenwassermischung zu lange offen, zuviel mit Wasser gemischt oder es fehlten andere Zutaten. Die Seifenblasen „implodierten“, bevor sie hübsch frieren konnten. Aber was solls? Auch das kann interessante Motive abgeben – wie schmelzende Schneeflocken!

Felix schenkte mir vor einer Weile den Begriff Alliteration. Das hat mich gefreut, denn ich liebe Alliterationen. Magische Mottos. Schmelzende Schneeflocken. Stein, Stahl und Wasser (naja, so einigermaßen). Kopfkult vs. Körperkult.

Wikipedia sagt:

Alliteration ist eine literarische Stilfigur oder ein rhetorisches Schmuckelement, bei der die betonten Stammsilben benachbarter Wörter (oder Bestandteilen von Zusammensetzungen) den gleichen Anfangslaut (Anlaut) besitzen.

…und setzt sich aus den lateinischen Begriffen ad (zu) und littera (Buchstabe) zusammen.

Der Liebste Award geht wieder um – und Anne hat mich markiert. Vielen Dank dafür! 🙂 Ich kann ja auch gar nicht anders, als bei diesem wunderbaren Frage-Antwort-Stöckchen dabei zu sein. Also, los geht’s! Wie gewohnt beantworte ich die Fragen, werde allerdings nur 3-5 Personen nominieren, von denen ich glaube, dass sie vielleicht noch nicht ALLE anderen Posts davon mitbekommen haben 🙂

Langsam wird es Zeit für den letzten Beitrag von unserer Frühsommerösterreichrundfahrt 2016. Wahnsinn, wie lang es immer dauert, bis ich es dann schaffe, alle Beiträge zu einem Trip zu veröffentlichen. Ich finde es ja schon sehr bewundernswert, dass so viele Blogger das Talent haben, eine ganze Reise in nur einen Post zu packen, ohne dass der Leser in einer Bilderflut ertrinkt. Mich kurz zu fassen war aber noch nie meine Kernkompetenz. Ich wollte immer alles wissen und Details haben. Damit müsst nun auch ihr, liebe Leser, leben!