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Neuerscheinung Reflexion

Der große Zauber der kleinen Welt: Schneeflocken im Makromodus

Wenn ich meine 69 Seiten Entwürfe durchforste, wundert mich meine aktuelle Fotografiemüdigkeit gar nicht mehr so. Ich habe soviele Herzensprojekte umgesetzt in den letzten Jahren. Strände, Feuerwerk, Seifenblasen, Raureif, Gegenlicht, Wassertropfen, Herbstblätter, Schneeflocken. Für jedes dieser Dinge hat mein Herz höher geschlagen und jedes tut es noch, wenn ich die Bilder sehe. Natürlich reizt es mich immer noch, aber das Erfolgserlebnis, der Spaß, die Freude sind nicht dieselben, da man unweigerlich zu vergleichen anfängt. Hab ich es dieses Mal besser hingebracht? Ist das Foto „perfekter“ geworden? Wenn ja, schön, wenn nein, frustrierend. Wenn ja, entwerte ich gleichzeitig das „alte“ Bild. Eine Zwickmühle. Also hat sich meine Fotografie verändert. Zur Zeit ist es einfach ein Stimmungsbarometer, eine Sammlung von Momentaufnahmen, nicht ein jagen von Motiven. Und das fühlt sich gut an, weil dadurch auch der Druck weniger geworden ist. Der Output aber natürlich auch. Was widerum damit zusammenhängt, dass der Blog ein wenig auf Sparflamme läuft und damit die Postingplattform der Bilder einen enormen Backlog aufbaut. Immerhin habt ihr die Ponta da Piedade noch nicht gesehen, das Schloss Miramare, das meiste von Kroatien und von Amerika, Kuba und Mexiko will ich gar nicht erst anfangen. Was für eine Einleitung. Eigentlich wollte ich die gar nicht schreiben. Nunja, jetzt steht sie da und für euch gibt es erstmal: Schneeflocken.

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Fotografie Neuerscheinung Reise

Amsterdam 1: Stadtimpressionen mit Spiegelungen, #puddlegram und ein bisschen Poesie.

„Es war ein ruhiger Tag, also saß ich am Tresen, las in einem Buch und blickte in die Zukunft.“
aus dem Buch „Das Labyrinth von London“ – Benedict Jacka.
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Motivation Neuerscheinung

Mein Wort für 2019

Wir schreiben nun also Jänner 2019. In Worten: zweitausendneunzehn. Ein neues Jahr beginnt. Wenn der Kalender umgeblättert wird und das Monatsdatum die „1“ ist, fühlt sich alles irgendwie frisch und neu an. 365 Möglichkeiten.  Auch wenn es absurd ist, was soll sich von einer Nacht auf die andere denn schon groß ändern? Und doch, irgendwie, geht diese Änderung an den meisten Menschen nicht spurlos vorbei.

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Fotografie Neuerscheinung

Das wird, das ist, das war 2018! & [Wort] Mutausbruch in Spiegelungen

Ende 2017 war ich erfreut und begeistert, meine Worte aus dem Jänner gefunden zu haben, die ich für eine Zusammenführung aus Vor- und Rückschau vorbereitet hatte. Es hat mir gut getan, so anschaulich reflektieren zu können, was ich Anfang des Jahres für wichtig gehalten, was ich mir vorgenommen hatte und was ich erreichen wollte, was mir über das Jahr gelungen war und was sich aus dem Fokus verschoben hatte.

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Neuerscheinung Selbstfürsorge

Schneequadrate und weiße Bäume und warum ein Kreatief okay sein kann.

Ich habe eine Fotogratief. Seit unserer Hochzeitsreise im April/Mai habe ich kaum noch eine von den Kameras in der Hand gehabt. Nur der Apfel, der ist mein ständiger Begleiter, dokumentiert und konserviert Momente, aber um des Festhalten Willens, nicht, um wirklich zu sehen. Denn das ist der Unterschied, zwischen der Dicken und dem Schlanken. Die eine ist dazu da, ruhig zu werden, geduldig zu sein, die Welt bewusst anschauen, einen Schritt zurückzugehen, von draußen zu betrachten, zu gestalten. Der andere ist just point and click, mitnehmen was geht, ein visuelles Denkarium.

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Motivation Neuerscheinung

Mele Kalikimaka is the thing to say on a bright Hawaiian Christmas day

Jetzt ist er da, der Dezember. Mein Lieblingsmonat. Diese dunklen 31 Tage, erhellt von Kerzen und Straßenbeleuchtung, manchmal auch von viel zuviel blinkenden und grellen „Kauf mich“-Aufforderungen und am Ende: von Feuerwerk. Durch diese muss man hindurch oder darüber hinwegsehen, dass man ihn sieht, den Dezember. Den echten, den wahren. Meinen Dezember.

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Neuerscheinung Reflexion

S T O P P ft. Schönbrunn im Herbst

Vor einiger Zeit stolperte ich wieder über meine Hochzeitsfotos und erinnerte mich an all die wunderbaren Dinge, die das Jahr 2017 bereithielt. Es war kurz nachdem ich die erste Jahreshälfte von 2018 revue passieren ließ. Während ich 2017 durchwegs mit freundlichen Gedanken gegenüberstehe, ist das bei diesem Jahr anders. Während 2017 mit all den schönen Dingen gefüllt war, mit Hochzeitsvorbereitungen, Zeit mit Freunden, neuen Erfahrungen über und unter dem Meeresspiegel, denke ich bei 2018 an den Tod von vier Menschen, an niederschmetternde Erlebnisse rund um den Familienbetrieb und die darin verwobene Familie, an enormen Gegenwind beim Vorhaben, meiner Entscheidungen wieder habhaft zu werden, und und und. Doch dann, irgendwann plötzlich, kippt ein Schalter. Während ich am einen Tag noch knapp an einem Mininervenzusammenbruch vorbeigeschrammt war, bei dem ich mit dem Kopf in den Händen wimmerte, dass ich jetzt keine Caches mehr suchen oder sonst etwas tun will, sondern mich einfach nur zuhause auf der Couch vor Prime und Netflix vergraben möchte, weil mir zu allem anderen schlicht die Kraft fehlt, plante ich kurze Zeit später nach einem Polterwochenende und einem Minibloggertreffen noch einen kleinen Kroatien-Roadtrip hinten dran. Während ich am Montag noch zeterte, dass Dieser oder Jener mit dem Kopf in den Wolken und ein anderer mit den Klauen viel zu nah an mir dran die Planung meiner zukünftigen Lebenssituation durcheinander brachten und irgendwie unmöglich machten, sehe ich am Freitag die Option für etwas ganz Neues, Unbelastetes, aber doch Machbares.

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Fotografie Neuerscheinung Reise

London Calling: Classic Sights pt. I oder „das Wichtigste an einem Tag“

Ein bisschen zum Durchatmen (für mich und für euch) gibt es einfach ein paar harmlose herbstsonnigwarme Erinnerungsfotos von unserem London Städtetrip vor einem Jahr. Was ist nur alles passiert seither? Wer hätte all das kommen gesehen? Egal. Das Leben ist und wir können es nur nehmen und für uns das beste daraus zu machen. Sich kleine und größere Träume erfüllen – wie einen Besuch in dieser Stadt.

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Neuerscheinung Reflexion

Schlögener Schlinge – ein Symbol für das Leben.

Montag, 15. Oktober:

C., wenn du zuhause bist und einen ruhigen Moment hast, kann ich dich dann anrufen?

Eine WhatsApp Nachricht von A. Ich komme aus Budapest, von einem Wochenende mit meiner Mama und meinem Opa. Ich will gerade laufen gehen und stehe in voller Montur im Wohnzimmer über meinem Nachtspeicherofen, als ich meinen Apfel in der Hand halte und diese Zeilen lese. Mir wird in diesem Moment heiß und kalt, ich hatte schon ein gewisses Unwohlgefühl, weil von der Traumreise nach LaRéunion nach anfänglichen intensiven Instastories seit einigen Tagen nichts mehr in meine Timeline gespült wurde und ich auf Nachfragen, ob es ihnen gutgeht, auch noch keine bestätigende Antwort erhalten hatte.

Ich antworte sofort als ich es lese:

Ja was ist denn???

und habe keine Geduld, auf ihren Anruf zu warten und drücke sofort auf den grünen Hörer. Am Telefon frage ich ohne Umschweife: „Was ist passiert?“ Vielleicht frage ich auch noch: „Wo bist du?“ So genau weiß ich das nicht mehr. In diesem Moment hoffe ich noch, dass sie sagt, jemand hat sich nur ein Bein gebrochen, aber tief in mir drinnen spüre ich, dass es nicht so glimpflich abgelaufen ist, dass nichts passiert ist, das mit der Zeit wieder heilen wird.

„Ich bin seit Samstag wieder in Wien. Wir waren wandern. H. ist abgestürzt. Sie ist gestorben.“

Mein Magen dreht sich um. Ich weiß nicht, was ich zuerst sage. Sage ich überhaupt etwas? Sage ich nur, dass ich nicht weiß, was ich sagen soll? Dass ich mir schon Sorgen gemacht und gehofft hatte, dass es einen harmlosen Grund wie mangelndes Internet für die Stille aus dem indischen Ozean gab? Irgendwann frage ich, wie das passiert ist. Wie sie zurecht kommt. Ob sie Hilfe braucht. Der Rest des Telefonats verschwimmt in meiner Erinnerung und wird von einem Gefühl von Entsetzen und Ungläubigkeit überlagert. Ich lege auf. Ich gehe laufen. Ich muss mich mehrmals fast übergeben. Im einen Moment ist sie da, im anderen ist sie weg. Durch einen falschen Schritt. Wieviele falsche Schritte hat jeder von uns schon gemacht, ohne jegliche Konsequenz? Wie oft haben wir Abhänge hinuntergeschaut und sind außerhalb des Absperrbandes geklettert, um ein besseres Foto zu machen, um den perfekten Blick zu genießen? Wie oft sind wir gestolpert und doch stehen geblieben, in Situationen, in denen – auch wenn wir gefallen wären – nichts passiert wäre?

Manchmal macht das Leben eine Wende. Manchmal stehen wir auf einer geschützten Aussichtsplattform und manchmal stürzen wir ab. Einfach so. Wir wissen nicht, was das Leben für uns bereithält. Oder für andere. Wir wissen nicht, warum es einen trifft und andere nicht. Zufall? Schicksal? Mit diesen Fragen muss jeder individuell umgehen.

In diesem Jahr sind viele Dinge passiert. Gute und schlechte. Entsetzliche. Überwältigende. Ich weiß noch nicht, wie mir dieses Jahr in seiner Gesamtheit in Erinnerung bleiben wird, ich weiß nur, dass ich As erste Worte von diesem Telefonat niemals vergessen werde. Gepaart mit diesem Gefühl von Schock und Erwachen, dass es jeden von uns zu jeder Zeit und an jedem Ort in irgendeiner Form aus dem Leben reißen kann. Oder dass man dabei zusehen muss, wie es einem geliebten Menschen passiert.

Die Schlögener Schlinge ist eine Flussschlinge im oberen Donautal in Oberösterreich, etwa auf halbem Weg zwischen Passau und Linz und der größte Zwangsmäander Europas.
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Motivation Neuerscheinung

Herbstbunt im Abendgegenlicht

Ich erinnere mich recht deutlich daran, wie ich in meinem Beitrag zur Blogpause geschrieben habe, dass es für mich genug Tod und Katastrophen in diesem Jahr gegeben hat. Ich spoilere: das Universum schien das anders zu sehen. Es hat eine Geschichte, die es am besten nur in der Fiktion geben sollte, in die Realität geholt. Es fühlt sich an, als würde kosmisch eine Art Umbruch passieren. Wobei, eigentlich weiß ich nicht, wonach es sich anfühlt. Es fühlt sich danach an, als möchte man Sinn suchen und weil man keinen findet, interpretiert man Schwingungen auf der ganz großen Ebene, die wir ohnehin nicht fassen können.

Ihr müsst euch um mich keine Sorgen machen. Es betrifft mich nicht direkt, sondern eine meiner engsten Freundinnen. Dennoch macht mich die Geschichte fassungslos. Mir fehlen die Worte. Sie sind einfach fort. Trotzdem kann oder will ich nicht einfach nur schweigen und darum zeige ich euch diese Fotos. Sie sind meine liebsten Bilder vom letzten Herbst, denn ich konnte dieses ganz helle, warme Leuchten des Abends einfangen, das, bevor die Sonne versinkt. Es spiegelt für mich die Erinnerungen an jemanden wider, den man sehr geliebt hat und der nicht mehr da ist.

I won’t stop fighting
But not fighting with you
I’ll be fighting for you like I’m
Born again.

 

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Fotografie Neuerscheinung Reise

#brückenliebe: die 8 schönsten Brücken (die ich kenne)

Wie manche von euch vielleicht schon vermutet haben, habe ich ein gewisses Faible für Brücken. Sie tauchen ja irgendwie doch immer wieder mal hier auf und sie gaben schon den einen oder anderen Reiseimpuls, sind Plätze, an die ich immer wieder zurückkehre, an denen ich mich wohlfühle, wo ich gerne stehe… und das, obwohl ich sonst für Architektur – vor allem im Bereich der Fotografie – gar nicht so wahnsinnig viel übrig habe.

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Motivation Neuerscheinung Reflexion Selbstfürsorge

Werden, wer man ist. [Kroatien/Istrien Unterwasser 2018]

Hallo ihr lieben, tollen, wunderbaren Menschen, seid ihr noch da? Ich hoffe es, auch wenn ich es euch nicht verdenken könnte, bereits anderswo zu sein in dieser Schnelllebigkeit, die sich schneller überholt als ich „schnell“ auch nur aussprechen, geschweige denn schreiben kann.