Nachdem der November nun mit all seiner Tristesse Einzug gehalten hat, habe ich das Bedürfnis nach Träumereien… Ich habe euch ja vor einiger Zeit schon über den Beginn meiner Begeisterung für das Reisen erzählt, die in Italien ihren Anfang genommen hat und aus alten Posts ein paar Fotos zusammengesucht. Aus diesem und ein paar anderen Gründen habe ich meine alten Fotos einmal wieder durchstöbert und gefunden, ein paar davon hätten es verdient, „vernünftig“ bearbeitet zu werden .

Ein Stöckchen von isaverdicht, das ich hier mit etwas zusammenbringe, das ich schon seit langem plane: meine eigene „Places to see before you die“-Liste. Ich hole etwas weiter aus, denn diese Idee hat länger gebraucht, um Form anzunehmen. Ich bin nämlich nicht, wie die meisten, immer schon ein besonders reiseaffiner Mensch gewesen. Für mich war reisen gleichzusetzen mit Urlaub = sich einige Tage im Jahr außer Landes aufhalten, unbedingt mit Strand und Meer, Rätselblock und Büchern. Darum fanden die ersten Urlaube nach dem damaligen Superklischee statt: Griechenland, All-inclusive. Sehr viel mehr oder weiter hatte keine Priorität, meistens bin ich vor allem gern wieder nachhause gekommen. Doch dann hat mich irgendwann die Fotografie zu begeistern begonnen. Die kleine Lumix fuhr mit nach Italien und auf einmal sah ich Dinge mit anderen Augen.

Das letzte Novemberwochenende verbrachte ich mit meinen Eltern in Prag. Wir fuhren Freitag früh weg und Sonntag nach dem Frühstück wieder zurück. Die Zeit hat nicht einmal annähernd gereicht, überall hinzukommen, wo ich hinwollte. Ich muss also eindeutig nochmal da hin (= Wir sind eigentlich nur die Altstadt abgelatscht und haben dort ein bisschen rumgeschaut. Für das Dali, das Kubismus oder das Leica-Museum war keine Zeit. Trotzdem habe ich euch ein paar Impressionen mitgebracht. Ich hoffe, ihr findet etwas Hübsches für euch dabei ^.^

Jetzt habe ich es glatt geschafft, beim Abschluss des Projektes hintennach zu sein. ABER es ist vollbracht. Mit den letzten beiden Farben – blaugrau und durchsichtig – ist das Projekt abgeschlossen. Schade. Ich mochte das Projekt genauso gern wie letztes Jahr. Ich fand es gut, dass die Farbe dieses Mal wöchentlich zu präsentieren war. Immer Schmuck zu zeigen habe ich nicht durchgehalten (besonders bei diesen beiden nicht), habe aber auch festgestellt, dass es mit der Zeit langweilig geworden ist. Thematische Einschränkungen bergen doch irgendwo Schwierigkeiten…

Am 6. November gab es von meinem Fotokurs mal wieder einen Fotoausflug. Diesmal nicht so weit und deswegen konnte ich auch dabei sein (= Ziel war die etwas gewöhnungsbedürftige Wotruba-Kirche am Georgenberg.

Sie wurde mitte der 70er-Jahre von Fritz Wotruba erbaut. Sie besteht aus 152 rohen Betonblöcken und Glasscheiben und ist dem Stil des Brutalismus zuzuordnen. Sagt zumindest Wikipedia ^.^

Seht euch einfach die Fotos an und macht euch selbst ein Bild…